29.11.2021 / 19:00 / Anmeldung bis 25.11.2021, online
Gut vernetzt im Kampf gegen „die Neue Weltordnung“ Rechte Esoteriker und antidemokratische Verschwörungsideologen auf dem Vormarsch
Die Covid-19-Pandemie hat eine Vielzahl von Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht. Vernetzungen, die schon vorher zwischen rechten Esoterikern, Reichsbürgern und Verschwörungsgläubigen bestanden, sind in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit getreten. Alles harmlos? Nicht ganz, denn die Risiken und Nebenwirkungen für die Demokratie sind erheblich. Der Vortrag von Matthias Pöhlmann beleuchtet die Szene der bislang kaum erforschten rechten Esoterik, zeigt die personellen Vernetzungen ihrer Akteure und ihre digitalen Kanäle auf. Dabei wird deutlich, dass und neue und bisher unbekannte Vernetzungen rechter Esoteriker gegen eine vermeintliche „Diktatur“ begegnen.

Referent: Dr. Matthias Pöhlmann, Kirchenrat, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Religions- und Weltanschauungsfragen, u.a. zur Anastasia-Bewegung, Verschwörungstheorien und Freimaurern.

Bitte melden Sie sich bis 25.11.2021 unter info@boell-thueringen.de zur Veranstaltung an.

Sie erhalten dann den Link zum Zoom-Veranstaltungsraum.
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01.12.2021, 20:00 Uhr, online
Vorbereitungstreffen "Recht auf Stadt Forum 2022 in Jena"
Wir werden das nächste bundesweite Recht auf Stadt - Forum vom 10. - 12. Juni 2022 im Kulturzentrum "Kassablanca" in Jena ausrichten!

Das Recht auf Stadt-Forum bringt seit 2015 jährlich in einer anderen Stadt wohnungs- und stadtpolitische Aktivist*innen aus ganz Deutschland (und teilweise auch darüber hinaus) zusammen. Unter dem Slogan vom "Recht auf Stadt" versammeln sich dabei kleine Mieter*innen- und Nachbarschaftsinitiativen genauso wie große wohnungspolitische Kampagnen, Hausprojekte und -besetzer*innen, Vertreter*innen aus der Sozio- und Jugendkultur, Initiativen von Geflüchteten und viele mehr. Es werden gemeinsam strategische Fragen diskutiert, lokale Kämpfe vorgestellt, Filme geschaut, Vernetzungen vorangetrieben und gemeinsame bundesweite Perspektiven entwickelt.

Der intensive Austausch an den Forums-Wochenenden hat uns als "Recht auf Stadt Jena" in den vergangenen Jahren immer viel Kraft und Inspiration gegeben. Daher jetzt schonmal die wärmste Empfehlung, euch das Datum in den Kalender für 2022 zu schreiben!

Außerdem möchten wir euch einladen, euch an der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung des Forums zu beteiligen: Was sind derzeit wichtige stadtpolitische Themen und Kämpfe in Jena? Wie können wir Verpflegung und Schlafpätze für die anreisenden Aktivistis organisieren? Was sind gute Konzepte für Awareness und Übersetzung? Diese und noch viel mehr Fragen müssen wir für die Vorbereitung des Wochenendes beantworten und dafür brauchen wir eure Hilfe!

Deshalb bringt euch gerne ein und kommt am 01. Dezember um 20:00 Uhr zu unserem ersten Vorbereitungstreffen. Wir treffen uns online unter folgendem Link: https://meeting.uni-weimar.de/b/elo-6tk-95w-p5n (Eventuell können wir das Treffen auch hybrid machen, daher schreibt uns am Besten vorher kurz eine Mail, wenn ihr teilnehmen wollt!)

Wir freuen uns auf eure Ideen und Unterstützung und hoffen auf ein mutmachendes Recht auf Stadt Forum 2022 in Jena!

Kontakt: statt@riseup.net
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01.12.2021, 18:30 Uhr, online
Infoveranstaltung zum Fretterode-Prozess mit Kai Budler & Sven Adam
Digitale Infoveranstaltung zum Fretterodeprozess mit Kai Budler (Fachjournalist) und Sven Adam (Nebenklage-Vertreter) statt.

Anmeldung bis zum 29.11.2021: anmeldung@mobit.org

Weitere Infos zum Prozess: https://tatort-fretterode.org/

Prozessdoku: https://www.nsu-watch.info/category/prozessbeobachtung/fretterode-prozess/
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jeden Donnerstag 18:30, Brennessel e.V. (Regierungsstr. 28, Erfurt)
Lesegruppe „Selbstbestimmte Sexualität“
Wie können wir zu unserer ganz persönlichen und selbstbestimmten Sexualität finden? Emily Nagoski zeigt in ihrem Buch „Komm, wie du willst“, wie wir uns von gesellschaftlichen und eigenen Erwartungen trennen können, um endlich frei und selbstbestimmt unsere Sexualität ausleben zu können. Dabei geht es keinesfalls um ein Rezept zum Orgasmus und „gutem“ Sex, sondern um die ganz individuelle Reise, die eigene Sexualität in die Hand zu nehmen. Das Buch lädt dazu ein, unser Leben so zu gestalten, dass Sexualität zu dem werden kann, was sie für uns selbst sein soll.

Wer sich angesprochen fühlt und Lust auf das gemeinsame Lesen, Austauschen und Diskutieren hat, darf sich gerne bei der Brennessel melden!

Wir freuen uns auf euch!

Kontakt via Brennessel
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3.12.2021 ab 14:00, Johannes-Lang Saal, Allerheiligenstraße 9, 99084 Erfurt
30 Jahre Brennessel-Jubiläum (+1)
Wir feiern

30 Jahre gegen Gewalt an Frauen

30 Jahre Engagement gegen Sexismus

30 Jahre Frauensolidarität und Bildung

30 Jahre Kampf für Selbstbestimmung

30 Jahre für den Feminismus

Wir freuen uns auf die Ausstellung „30 Jahre Brennessel“, das Theaterstück „Damenwahl“ und (je nach Pandemielage) auf Musik und Tanz!

Alle weiteren Infos folgen.
mehr: Brennessel

09.12.2021, 19:30 Uhr, online
Emanzipatorische Bildung in der Krise ihrer Voraussetzungen
“Wir sind Teil einer Gesellschaft, die ihre Möglichkeiten nicht nutzt, die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Alle reproduzieren diesen Widerspruch in der alltäglichen Lebensführung, auch die Bildungsarbeiter*innen. Wir können den Widerspruch auch nicht widerspruchsfrei verarbeiten, weil wir mit unserem Alltagsverstand unser Leben bewältigen. Reflexion darüber eröffnet nicht unbedingt neue Handlungsoptionen, sondern kann das eigene Handeln infrage stellen.” (Julika Bürgin: Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Zeitschrift LuXemburg, Heft 22 2/2015, online unter https://www.zeitschrift-luxemburg.de/gute-zeiten…/)

In unserer Veranstaltung wollen wir gemeinsam mit Prof. Dr. Julika Bürgin diskutieren, worin die Potenziale einer Bildungsarbeit liegen können, deren Ziel die Überwindung dieser kapitalistischen Gesellschaft ist.

Julika Bürgin ist Professorin mit Schwerpunkt Bildung am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt. Sie ist aktiv im Forum kritische politische Bildung. Im Oktober erschien ihr Buch „Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Zur Politik der Demokratiebildung“

Anmeldung über kontakt@falken-erfurt.de
mehr: Julika Bürgin: Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Zeitschrift LuXemburg, Heft 22 2/2015

10.12.21 / 14:00 - 18:00, Digital über BigBlueButton
Fachtag: Die Betriebsratswahl 2022 und Aktivitäten rechter Akteure
Betriebsräte sind eines der wichtigsten Instrumente, um Arbeitnehmer*innenrechte in Betrieben und Konzernen durchzusetzen. Dabei geht es auch um das Miteinander von Kolleg*innen, egal woher sie kommen, egal wen sie lieben, egal welches Geschlecht sie haben. Denn im Betrieb sollte gelten „Kolleg*in ist Kolleg*in.“ Doch immer mehr Kolleg*innen berichten von sexistischen und rassistischen Äußerungen und Ausgrenzungen. Die Bundestagswahlergebnisse in Thüringen zeigen dabei, dass die Hemmschwelle, rassistische und nationalistische Parteien zu wählen, weiter sinkt. Doch was bedeutet dies für die Betriebsratswahlen 2022? Wir wollen uns durch Expert*innen aus Gewerkschaften, Betrieben und der Wissenschaft aufzeigen lassen, wie rechte Listen und Kandidat*innen in Betrieben agieren, und warum dies eine Verschlechterung der Arbeitssituation für uns alle bedeuten kann.

Im Rahmen des neuen Projektes „Connect - Vielfalt durch Teilhabe“ des DGB-Bildungswerk Thüringen, welches sich gemeinsam mit Betriebsräten und Arbeitnehmer*innen gegen Verschwörungsmythen, Rassismus und Rechtsextremismus im Betrieb stellt, wollen wir uns Zeit nehmen, um über all dies zu sprechen und einen Auftakt für weitere Aktivitäten zu setzen.

Bitte melden Sie sich bis zum 03.12.2021 an. Weitere Infos siehe Link.
mehr: DGB BWT

13.12.2021, 16:00 Uhr, Akademiehotel, TSA Bildung und Soziales GmbH Am Stadion 1 07749 Jena
«Zwischen den Zeiten. Die späten Jahre der DDR»
... Lesung & Autorengespräch mit Gunnar Decker und Jens-Fietje Dwars

Der Berliner Autor Gunnar Decker kommt auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung nach Thüringen. Er zählt zu den anregendsten Biografen und Essayisten Deutschlands. Nach seinem Buch über das schicksalhafte Jahr 1965, in dem die Alternative einer reformierten DDR einen Sommer lang greifbar erschien, blickt der Heinrich-Mann-Preisträger in dem Band „Zwischen den Zeiten“ auf die 1980er Jahre: Jahre der Agonie, die sich bei genauerem Hinsehen als ein Spannungsfeld ungeheurer Auf- und Umbrüche erweisen.

In heutigen Erzählungen über die Endzeit der DDR scheint es die Perestrojka und die damit verbundenen Hoffnungen nie gegeben zu haben. Decker dagegen erinnert an aufregende Bücher und Filme, an Tabubrüche im Osten, an Debatten und Horizonterweiterungen, die den Boden für das bereitet haben, was man heute nur noch verkürzt „Wende“ nennt. Verbirgt sich dahinter doch mehr als eine erledigte Geschichte? Gilt es ein Potential wachzurufen, das in den vergangenen 30 Jahren eher verschüttet als verwirklicht wurde? Um solche Fragen kreist das Gespräch, das Jens-Fietje Dwars, Chefredakteur der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum, im Anschluss an die Lesung mit dem Autor führt.

Zutritt nur für geimpfte und genesende Personen (2G-Regel)

Anmeldung vorab an thueringen@rosalux.org

Veranstaltungsreihe „Jenaer Montagstreff“
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13.12.2021, 19:00 Uhr, online
«Working Class - Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können»
... Lesung mit Julia Friedrichs

Die Generation nach den Babyboomern ist die erste nach dem Zweiten Weltkrieg, die ihre Eltern wirtschaftlich nicht übertreffen wird. Obwohl die Wirtschaft lange wuchs, besitzt die Mehrheit in diesem Land kaum Kapital, kein Vermögen. Doch sich Wohlstand aus eigener Kraft zu erarbeiten, ist schwieriger geworden, insbesondere für die, die heute unter 45 sind. Die Hälfte von ihnen fürchtet, im Alter arm zu sein. Was sind die Ursachen für diesen gesellschaftlichen Umbruch, wann fing es an?
Julia Friedrichs spricht mit Wissenschaftlern und Politikern. Vor allem aber begleitet sie Menschen, die dachten, dass Arbeit sie durchs Leben trägt. Sie sind die ungehörte Hälfte des Landes. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte.

Weitere Informationen zum Buch und zu Julia Friedrichs gibt es hier:
https://www.piper.de/.../working-class-isbn-978-3-8270

Die Lesung wird über Zoom stattfinden, den Link zur Veranstaltung erhaltet ihr unter kontakt@ls-guengoer.de an.

Gemeinsam mit dem WKB Lena Güngör
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14.12.2021, Haus Dacheröden Anger 37/38 99084 Erfurt
«Zwischen den Zeiten. Die späten Jahre der DDR»
...Lesung & Autorengespräch mit Gunnar Decker und Jens-Fietje Dwars

Der Berliner Autor Gunnar Decker kommt auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung nach Thüringen. Er zählt zu den anregendsten Biografen und Essayisten Deutschlands. Nach seinem Buch über das schicksalhafte Jahr 1965, in dem die Alternative einer reformierten DDR einen Sommer lang greifbar erschien, blickt der Heinrich-Mann-Preisträger in dem Band „Zwischen den Zeiten“ auf die 1980er Jahre: Jahre der Agonie, die sich bei genauerem Hinsehen als ein Spannungsfeld ungeheurer Auf- und Umbrüche erweisen.

In heutigen Erzählungen über die Endzeit der DDR scheint es die Perestrojka und die damit verbundenen Hoffnungen nie gegeben zu haben. Decker dagegen erinnert an aufregende Bücher und Filme, an Tabubrüche im Osten, an Debatten und Horizonterweiterungen, die den Boden für das bereitet haben, was man heute nur noch verkürzt „Wende“ nennt. Verbirgt sich dahinter doch mehr als eine erledigte Geschichte? Gilt es ein Potential wachzurufen, das in den vergangenen 30 Jahren eher verschüttet als verwirklicht wurde? Um solche Fragen kreist das Gespräch, das Jens-Fietje Dwars, Chefredakteur der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum, im Anschluss an die Lesung mit dem Autor führt.

Zutritt nur für geimpfte und genesende Personen (2G-Regel)

Anmeldung vorab an Thueringen@rosalux.org
mehr: RLS Thüringen

14.12.2021, 18:00 Uhr, online / RLS-Youtube-Kanal
«True Facts - Was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft»
mit Katharina Nocun (Autorin)

Im Alltag passiert es erstaunlich oft, dass wir mit Verschwörungserzählungen konfrontiert werden. Ob mit einem Freund in der Kneipe, der über "geheime Mikrochips in Impfungen" referiert, ein Kollege, der davon überzeugt ist, dass uns die "Lügenpresse" manipuliert oder der Bruder, der die "Pharmalobby" für alle Erkrankungen verantwortlich macht. Wieso ist es so schwer, in einem solchen Moment einzugreifen? Und wie kann es uns gelingen diese Aussagen als Verschwörungserzählungen zu entlarven? Die Autorinnen stellen in diesem Ratgeber die wichtigsten Tipps und Kniffe zum Umgang mit Verschwörungserzählungen vor.

Gemeinsam mit dem RLC Eisenach und dem RosaLuxx
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16.12.2021, 19:00 Uhr
Der NSU-Komplex und die akzeptierende Jugendarbeit - Rassismuskritische und geschlechterreflektierende Perspektiven
Seit der Selbstenttarnung des NSU-Komplexes vor zehn Jahren wurden zahlreiche Bemühungen um eine Aufklärung und Aufarbeitung vorangetrieben, die sich mit der Entstehung des NSU und seinen Taten beschäftigen. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex hat bis heute jedoch eher marginal stattgefunden. Dies betrifft insbesondere auch die Soziale Arbeit, deren eigene Beschäftigung mit dem NSU-Komplex bis dato ausgeblieben ist.

Der Vortrag knüpft an dieser Leerstelle an und beschäftigt sich mit der Rolle der akzeptierenden Jugendarbeit bei der Entstehung des NSU-Komplexes in den 1990er Jahren. Anhand von rassismuskritischen und geschlechterreflektierenden Perspektiven wird der damalige sozialpädagogische Umgang mit rechten und rechtsextremen Jugendlichen betrachtet und die Frage gestellt, welche Schlussfolgerungen dabei für die Soziale Arbeit in der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus entstehen.

Die Referentin Lucia Bruns ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Jugendarbeit, Polizei und rechte Jugendliche in den 1990er Jahren“ an der Alice-Salomon Hochschule in Berlin und beschäftigt sich in ihrer Promotion mit der Entstehungsgeschichte des NSU-Komplexes im Kontext der Jugendarbeit der 1990er Jahre.
mehr: Anmeldung über kontakt@falken-erfurt.de