23.06.2017, 19.00 Uhr, Uni Jena, CZStr. 3, Raum 113
Eine Tradition in vielen Splittern
Franza, Josef und Karl. im Rahmen von: Theorie und Praxis - Veranstaltungsreihe gegen die Ohnmacht der Falken Jena

27.06.2017, 19.30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Hannah Arendts "Banalität des Bösen"
Vortrag und Diskussion mit Viktoria (Antifaschistische Kultur & Politik in Südthüringen e.V.)

Im Jahr 1961 fand in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann statt. Hannah Arendt begleitete den Prozess, was sie zur Aufstellung des psycholsozialen Phänomens der Banalität des Bösen veranlasste. Damit stellt sie nicht nur den zivilgesellschaftlichen Gründungsmythos der BRD in Frage, der eine Abgrenzung zum NS darin sieht, stets anständig (gewesen) zu sein, sondern liefert gleichsam eine Erklärung dafür, wie die Deutschen zum Mord an Millionen von Menschen im Stande gewesen sind. Im Vortrag sollen die Merkmale der Banalität des Bösen am Beispiel der Person Eichmanns nachgezeichnet und ebenso die Grenzen von Arendts Einschätzung aufgezeigt werden.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
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28.06.2017, 19.00 Uhr, Uni Jena, CZStr. 3, Raum 113
Der kommende Aufprall
Antifa Kritik und Klassenkampf. im Rahmen von: Theorie und Praxis - Veranstaltungsreihe gegen die Ohnmacht der Falken Jena

29.06.2017, 20:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Der Soundtrack sozialer Bewegungen
Politischer Protest, Widerstand und soziale Bewegungen wurden in ihren Anliegen immer wieder auch durch das Medium Musik begleitet. Die Musik war und ist eine Möglichkeit, die Botschaften und Anliegen in die Öffentlichkeit zu vermitteln oder auch den eigenen Zusammenhalt zu stärken. Anhand eines Dokumentarfilms über den Zusammenhang von Protest und Musikkultur wollen wir im Gespräch eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen diskutieren.

in Kooperation von Offene Arbeit Erfurt, Biko und Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen

29.06.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
VERSCHOBEN auf den 13.7.
Vortrag: "Das Gerücht über die Juden". (Psycho-)Analyse von Antisemitismus und Verschwörungstheorie
mit Christine Kirchhoff

Das Reizvolle am Gerücht ist gerade, dass es sich um eine unverbürgte Nachricht handelt, die sich der Überprüfung entzieht. Gerüchte scheinen sich um so hartnäckiger zu halten, desto sensationeller und unwahrscheinlicher sie sind. Gerade ihre Unglaubwürdigkeit macht ihre Faszination wie Haltbarkeit aus, ein Umstand, den es auch in Bezug auf "fake news" und das angebliche Zeitalter der"post-truth" zu berücksichtigen gilt.
Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, wenn Theodor W. Adorno den Antisemitismus als "Gerücht über die Juden" bezeichnet? Um diese Frage soll es im Vortrag gehen, indem mit Hilfe von Psychoanalyse und kritischer Theorie die individuelle und die gesellschaftliche Seite eines mörderischen Gerüchts in den Blick genommen wird.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

30.06.2017, 19.30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Die G20 und die Krise des globalen Kapitalismus
Vortrag von Thomas Sablowski, Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Die deutsche Bundesregierung sieht in der G20 das zentrale Forum zur internationalen Zusammenarbeit in Finanz- und Wirtschaftsfragen - ungeachtet der Tatsache, dass die Regierungen vieler ärmerer Staaten aus diesem informellen Gremium ausgeschlossen sind. Auch aus diesem Grund bleibt die selbsternannte Rolle als zentrale Regulierungsinstanz der anhaltenden kapitalistischen Krise(n) nicht unwidersprochen. Dabei ist der Kampf gegen die Politik der G20 auch ein Kampf für eine Demokratisierung und sozialökologische Transformation der kapitalistischen Gesellschaften.
Thomas Sablowski stellt in seinem Vortrag die Entwicklung der Politik der G20 seit ihrer Gründung im Jahr 1999 vor. Er skizziert die Reaktion der G20 auf die globale Krise seit 2008 und die selektiven Einbindungsversuche von zivilgesellschaftlichen Organisationen und wirft einen Blick auf die geopolitischen Konflikte und die inneren Widersprüche der G20.
Gemeinsam wollen wir im Anschluss diskutieren, welche politischen Alternativen und Strategien es zur Politik der G20 gibt.

01.07.2017, 21:00 Uhr, Evangelisches Freizeitheim in Reinsfeld (Ilmkreis)
Sommerkino der Offenen Arbeit Erfurt
"Honig im Kopf"
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01.07.2017, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Mobilisierungsveranstaltung G20
Die Veranstaltung wird organisiert vom Infoladen Sabotnik Erfurt.

Die Veranstaltung findet definitiv im Veto statt!
mehr: G20 entern!

04.07.2017, 19:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Die Wende zur Wippe. Deutsche Erinnerung an den Nationalsozialismus im Jahr 2017
Vortrag und Diskussion mit Henning Fischer

Als der AfD-Politiker Björn Höcke im Januar 2017 gegen die "dämliche Bewältigungspolitik" der deutschen Vergangenheit durch die ‚Berliner Republik" eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" forderte, empörten sich viele Stimmen in Medien und Politik. Der letzte Beweis einer neonazistischen Gesinnung schien erbracht. Dabei hatte mitten im Mainstream bereits fast zwanzig Jahre zuvor der SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein dem Schriftsteller Martin Walser zu seinem Ausbruch gegen das damals noch geplante "Schandmal" zur Erinnerung an die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden gratuliert.

Im Unterschied zur Zeit von Walsers Rede entsteht zur Zeit von Höckes Rede in Berlin nicht mehr ein Gedenkzeichen für die Opfer des Holocaust und die deutschen Massenmorde, sondern ein "Freiheits- und Einheitsdenkmal" in Form einer Art Wippe, die nun an die "Sternstunden der deutschen Geschichte" erinnern soll.
Der Vortrag wird kurz skizzieren, wie es zu diesen Situationen kam, was die Legenden um die Bombardierung Dresdens 1945 damit zu tun haben und wie eine linke, kritische Intervention in diesen ganzen Mist aussehen könnte.


Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
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05.07.2017, 19.00 Uhr, Uni Jena, CZStr. 3, Raum 113
Solistreikarbeit
Solistreikbündnis Leipzig. im Rahmen von: Theorie und Praxis - Veranstaltungsreihe gegen die Ohnmacht der Falken Jena

11.07.2017, 19:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Kritik der antifaschistischen Praxis an historischen Orten
Vortrag und Diskussion mit Annika Neubert

Die professionalisierte pädagogische Arbeit, die in den KZ-Gedenkstätten der Bundesrepublik geleistet wird, versteht sich selbst keineswegs als wertfrei, sondern ist seit der Entstehung der Erinnerungsorte direkt oder indirekt orientiert an dem Anspruch, den schon Adorno 1963 in einem Radiointerview formulierte: "Dass Auschwitz nicht noch einmal sei, dies ist die allererste Forderung an Erziehung." Insofern versteht sich auch die institutionalisierte Pädagogik, die diese Orte prägt, gewissermaßen als antifaschistisch. Im Vortrag wird versucht aufzuzeigen, inwiefern die Bildungsarbeit schon durch ihre Bindung an die Förderung des Staates und seine Interessen selbst trotzdem notwendigerweise ideologisch ist und wo die Schwächen des bürgerlichen Antifaschismus liegen. Der Vortrag bildet darüber hinaus die Grundlage für eine Diskussion über die Möglichkeiten einer tatsächlich antifaschistischen Praxis an historischen Orten.
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13.07.2017, 18.30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag: "Das Gerücht über die Juden". (Psycho-)Analyse von Antisemitismus und Verschwörungstheorie

mit Christine Kirchhoff

Das Reizvolle am Gerücht ist gerade, dass es sich um eine unverbürgte Nachricht handelt, die sich der Überprüfung entzieht. Gerüchte scheinen sich um so hartnäckiger zu halten, desto sensationeller und unwahrscheinlicher sie sind. Gerade ihre Unglaubwürdigkeit macht ihre Faszination wie Haltbarkeit aus, ein Umstand, den es auch in Bezug auf "fake news" und das angebliche Zeitalter der"post-truth" zu berücksichtigen gilt.
Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, wenn Theodor W. Adorno den Antisemitismus als "Gerücht über die Juden" bezeichnet? Um diese Frage soll es im Vortrag gehen, indem mit Hilfe von Psychoanalyse und kritischer Theorie die individuelle und die gesellschaftliche Seite eines mörderischen Gerüchts in den Blick genommen wird.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

15.07.2017, 21:00 Uhr, Dorfgaststätte in Döllstedt (bei Stadtilm)
Sommerkino der Offenen Arbeit Erfurt
Film steht noch nicht fest
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17.07.2017, 19:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Islamischer Antisemitismus
Vortrag und Diskussion

Antisemitismus spielt in allen Ausprägungen des Islamismus eine entscheidende Rolle, und auch in vielen Spielarten des orthodox-konservativen Mainstream-Islam ist die Hetze gegen Juden und den jüdischen Staat weit verbreitet. Anhand des iranischen Regimes einerseits und der Muslimbruderschaft andererseits soll der islamische Antisemitismus sowohl in seiner schiitischen als auch in seiner sunnitischen Ausprägung dargestellt werden. Zu fragen ist, in welchem Verhältnis der Antisemitismus in der islamischen Welt zur Tradition der europäischen Judenfeindschaft steht und was zu seiner ideologiekritischen Dechiffrierung notwendig ist.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
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19.07.2017, 19:00 Uhr, Start: Angermuseum, Anger, Erfurt
Stadtrundgang anlässlich der Ausstellung "Entartete Kunst" vor 80 Jahren
Start: Angermuseum,
ein Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im NS
mehr: Erfurt im NS

20.07.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag: Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft
mit Roswitha Scholz

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als "Zigeuner" diskriminiert und nicht selten verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungsprozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft analysiert. Dabei werden auch Parallelen und Differenzen zwischen Antisemitismus und Antiziganismus aufgezeigt.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

20. bis 23.07.2017, Lehesten, Schieferpark (Thüringen)
8. frauensommerakademie*
Motto: Let´s talk about: Me, Myself & I.

Schwerpunkt des ersten Tages ist das Individuum: Geplant sind eine Schreibwerkstatt, ein Rhetoriktraining und ein Bodylanguage - Workshop. Hierbei wollen wir uns und unsere Stärken besser kennen lernen aber auch neue Fertigkeiten hinzu gewinnen. Am zweiten Tag befassen wir uns mit gesellschaftlichen Fragen und Themen. Geplant sind hierfür Workshops mit den Schwerpunkten: "Frauen und der NSU", "Die Rolle der Frau - gestern und heute" und "Frauen und ihre Netzwerke". Der dritte Tag steht unter dem Motto "Utopien". Hier wollen wir gemeinsam die Ergebnisse diskutieren, die fsa* auswerten aber auch ein Ausblick auf das nächste Jahr wagen.

Anmeldung unter: https://frauensommerakademie.wordpress.com/

Wir sind ein kleines Team und geben uns jedes Jahr große Mühe euch ein großartiges Wochenende zu ermöglichen. Damit dies auch dieses Jahr gelingt, würden wir uns nicht nur über eine Anmeldung von euch freuen, sondern auch über eure Wünsche, Ideen und Anregungen. Ihr könnt das in Form einer Mail tun oder direkt auf der frauensommerakademie*.
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12.08.2017, 11 - 18 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Die theoretischen Grundlagen des Rechts- und Linkspopulismus
Tagesseminar mit Ingo Elbe

Seminarinhalte:
1) Was ist Populismus? Allgemeine Kriterien
2) Demokratie von rechts? Carl Schmitt als Vordenker des Rechtspopulismus
3) Gibt es einen Linkspopulismus? Die politische Theorie von Chantal Mouffe und Ernesto Laclau
4) Autoritärer Charakter und populistische Agitation. Erklärung und Kritik populistischer Ideologien in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule

Populistische Bewegungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Gegen ‚die korrupten Eliten" wird an den ‚wahren Volkswillen" appelliert, der nicht durch formale Wahlverfahren ermittelt wird und dessen Inhalt die populistischen Führerinnen und Führer letztlich eigenmächtig und autoritär festlegen. Das Seminar gibt einen Überblick über prominente Theorien des Rechtspopulismus und ihrer linkspopulistischen Gegenspieler. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, welche antiparlamentarischen und antidemokratischen Elemente rechtspopulistische Anrufungen des Volkes transportieren, welche Strategien rechtspopulistische Agitatoren verwenden und wie der Aufstieg des Rechtspopulismus überhaupt zu erklären ist. Dabei wird zunächst der Beitrag von Carl Schmitt, dem Vordenker des Rechtspopulismus und einer faschistischen Artikulation des Demokratiebegriffs, untersucht. Auf dieser Grundlage werden die ProtagonistInnen des aktuellen Linkspopulismus, Chantal Mouffe und Ernesto Laclau, vorgestellt, deren Begriff des Politischen und ‚postmarxistische" Theorie des Populismus von Bewegungen wie Syriza oder Podemos aufgegriffen wurden. Es wird die Frage gestellt, in welchem Verhältnis diese linkspopulistischen Theorien zum Rechtspopulismus stehen und ob sie eine brauchbare Alternative zu diesem darstellen. Insbesondere das Phänomen einer an Laclau und Mouffe anknüpfenden ideologischen Querfront, einer "productive convergence of the far Right and the far Left", wie es eine amerikanische Philosophin mit begeisterter Zustimmung ausdrückt, soll kritisch thematisiert werden. Schließlich wird mit Rekurs auf die Theorie des autoritären Charakters von Erich Fromm und Theodor W. Adorno sowie Leo Löwenthals Analyse faschistischer Agitatoren ein weiterer Erklärungsansatz für rechtspopulistische Ideologien, Bewegungen und Strategien vorgestellt, der jeden Populismus als antiemanzipatorisch kritisiert.


Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

Bitte um Voranmeldung unter kontakt@falken-erfurt.de
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07.09.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag: Aluhut 101 - Einführung in bekannte Verschwörungsideologien
mit Johannes Smettan

Der erste schwarze Präsident der USA, Barack Obama, musste sich in seiner Amtszeit mit vielen rassistischen Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Eine der eher ungewöhnlicheren Angriffe kam dabei von densogenannten "Birthern". Diese glaubten, Obama sei gar nicht in den USA geboren und er hätte daher nicht das Recht US-Präsident zu sein. Einer der bekanntesten Anhänger dieser Verschwörungstheorie ist der heutige US-Präsident Donald Trump.
Mit Donald Trump ist der vielleicht "wichtigste Job der Welt" mit einem überführten Verbreiter von Verschwörungsideologien besetzt. Immer wieder trägter paranoide Lügen vor, die oft nur mühsam als Thesen verkleidet werden. Damit schreitet Trump einem postfaktischem Zeitalter voran,in dem "alternative facts" gleichberechtigt neben echten Fakten stehen dürfen. Was auf den ersten Blick vielleicht wie spinnerte Einzelfälle aussieht, folgt jedoch bekannten Mustern, die auch in Europa und Deutschland zu beobachten sind.
Mit den sog.Reichsbürgern sind auch in der Bundesrepublik Verschwörungsanhängerin der medialen Öffentlichkeit erschienen. Ihre Ablehnung des Staates entspringt jedoch keiner libertären Idee sondern ist Ausdruck von Zukunftsangst und Überforderung und dem Bedürfnis nach einer Rückkehr zur "guten, alten Zeit".
Der Vortrag "Aluhut101" führt ein in die Geschichte der Verschwörungsideologien und versucht Muster in verschiedenen Verschwörungsformen aufzudecken und Grenzen bspw. zur Esoterik zu erkunden. Hoffentlich kurzweilig werden berühmte und absurde Theorien vorgestellt und kurz erläutert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

10.09.2017, 10:00 Uhr, Treffpunkt: Domplatz, 99084 Erfurt
Stadtrundgang "Macht, Pracht und Propaganda im Nationalsozialismus" im Rahmen der Denkmaltage
ein Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im NS
Treffpunkt: Domplatz, 99084 Erfurt
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28.09.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag; Kulturindustrie,das sind die andern
mit Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni)

Mit dem Begriff Kulturindustrie hat Adorno der Kritik der sogenannten Massenkultur ihren schärfsten Ausdruck gegeben. Und zudem einen, der am liebsten mißverstanden wird. Kulturindustrie, meint man, das seien die großen Konzerne und Hollywood,doch sicher nicht die gutgemeinte Bastelei, deren man sich und seinesgleichen rühmt. Im übrigen herrscht Einigkeit darüber, daß, was populär ist, nicht durchaus schlecht sein könne. Es bleibt daran zu erinnern, daß die Kritik, die man heute als überspannt und gleichermaßen überholt erachtet, gar nicht an erster Stelle der unverdrossen sich selbst anpreisenden Kultur galt, sondern einer Gesellschaft, die »anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten«,wie es in der Vorrede zur Dialektik der Aufklärung heißt, in eine neue Art von Barbarei versank. Die törichten Schlager, denen man inzwischen allerlei Qualitäten nachsagt, hätte wohl auch Adorno ziemlich gleichmütig ertragen, wenn er nicht erkannt hätte, daß eine solcherart produzierte Kultur noch die Leute entmündigt, die sie begeistert produzieren. Dieser Prozeß hat längst die Kunst schlechthin erfaßt. Vergeblich daher selbst der theoretische Versuch, den Machtbereich der Kulturindustrie historisch oder geographisch einzugrenzen. Wenn überhaupt, so enthält sie selbst »das Gegengiftihrer eigenen Lüge. Auf nichts anderes wäre zu ihrer Rettung zu verweisen«(Adorno).

05.10.2017, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchvorstellung und Diskussion: "Kritik des Staatsfeminismus"
mit Andrea Truman & Lilli Lent

Frauenquoten in Aufsichtsräten, garantierte Kitaplätze, Eltern- und Betreuungsgeld -- »Gender Mainstreaming« scheint in den letzten Jahren zu einem zentralen Anliegen staatlicher Politik geworden zu sein. Dabei gerät die dunkle Seite dieser »Emanzipation« jedoch aus dem Blick: Von der neoliberalen Umverteilungs- und Verarmungspolitik sind vor allem Frauen betroffen, der Niedriglohnsektor ist vornehmlich weiblich, und schlecht bezahlte Sorge- und Pflegearbeit wird weiterhin meist von Frauen erledigt. Und auch die angeblich auf Gleichstellung der Geschlechter zielende Frauen- und Familienpolitik des Staates verfolgt bei genauerer Betrachtung ganz andere Zwecke.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

07.11.2017, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Offenes Treffen des Arbeitskreises "Kritik des Nationalsozialismus"
Gegen den Nationalsozialismus sind alle Linken und fast alle anderen -- wir auch. Gleichzeitig fällt uns immer wieder auf, dass durch eine bloße Abgrenzung noch lange nichts über den Nationalsozialismus gewusst wird. Innerhalb der Linken kursieren oft lediglich Fragmente einer Kritik des Nationalsozialismus, die zudem oft undurchschaut bleiben und nur auf Hörensagen beruhen. Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, wie sie in der Schule oder Politik praktiziert wird, bleibt moralisch und floskelhaft. In unserem Arbeitskreis setzen wir einer solchen Auseinandersetzung etwas entgegen: Wir arbeiten zusammen einmal wöchentlich an einer Kritik des Nationalsozialismus, die darauf abzielt, ihn unmöglich zu machen. Deswegen reicht es uns auch nicht, etwas nur für uns zu wissen. Wir organisieren auch Vorträge und Seminare und wollen unseren Arbeitskreis vergrößern.
Wer sich an dieser Arbeit beteiligen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
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