23.02.2019, AK 40, Lauter 40, Suhl
2 Jahre AK40
mit w/ Die Uiuiuis, Falsetrip, FAT & ANGRY & HC Baxxter
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23.02.2019, 21.00 Uhr, Hackebeil, Erfurt
Frauen*Inter*Trans*-Abend
Wir freuen uns liebe Frauen*, Inter- und Trans*(FIT*) Menschen, dass wir am Samstag, den 23.09.2019 ab 21 Uhr die Thüringer Frauen*kampftage 2019 eröffnen. Yeah! Also herzlich Willkommen zur FIT*Bar im Hackebeil - let´s have a nice night :)
Ab 21 Uhr wird es eine Lesung von Texten aus dem hEFt und anderen unveröffentlichten Edelsteinen geben. Auch ihr dürft eure eigenen literarischen Schmuckstücke mitbringen und mit allen teilen.
Danach geht es weiter mit fetten Rap-Beats und Punk von DJane Blue Al*

Wir wollen zusammen einen Raum gestalten, in welchem wir entspannt chillen und feiern können. Deshalb achten wir besonders auf Unterdrückungsmechanismen (wie Sexismus, Transfeindlichkeit, …) und wollen diesen zusammen entgegenwirken. Wir wollen uns austauchen, vernetzen und empowern.
Leckere Drinks und coole Mucke unterstützen uns wie üblich dabei.
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26.02.2019, 18.00 Uhr, Stadtmuseum, Museumsplatz 1, Gera
Hans Eisler "Ändere die Welt, denn sie braucht es"
Mit Richard Dollinger (Gera)

„Als ich drauf kam, dass sich die Politik sehr für mich interessiert, da habe ich als Musiker angefangen, mich für Politik zu interessieren. Ich habe das einfach umgedreht.

Wenn man mich als politischen Musiker bezeichnet ist das ein Ehrenname für mich. Ich versuche mit den Mitteln der Musik etwas politische Intelligenz in den Menschen hineinzubringen. Ich weiß, dass viele Leute das nicht mögen, aber da müssen sich eben die Leute ändern.“

Veranstaltungsreihe „Geraer Gespräch" gefördert von der RLS Thüringen
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26.02.2019, 18.30 Uhr, Juri-Gagarin-Ring 158, Erfurt
Lohn für Hausarbeit?! Strategien gegen Patriarchat & Kapitalismus mit Saskia Scheler
In den 1970ern forderten Feministinnen* die Anerkennung von Hausarbeit als für die kapitalistische Produktion unentbehrliche Arbeit. Dafür übernahmen sie Instrumente der Arbeiterbewegung wie Streikaufrufe und Lohnforderungen. Ist so eine wirkungsvolle Bekämpfung von Patriarchat und Kapitalismus möglich? Und sollten wir diese Forderungen heute aktualisieren?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Frauen*kampftagsreihe 2019
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26.02.2019, 19.00 Uhr, Kalif Storch, Zum Güterbahnhof 20, Erfurt
Aufführung des Theaterstücks Revolution!?
"Friede! Freiheit! Brot!, mit diesen Losungen begann der Aufstand der Kieler Matrosen. Von der Küste aus sprang der Funke im November 1918 auf viele Teile des Reiches über und erreichte auch Thüringen. Es bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte, der Kaiser dankte ab, elementare Rechte wurden erkämpft: Das Frauenwahlrecht, die Presse- und Versammlungsfreiheit, der Achtstundentag, die Anerkennung der Gewerkschaften, das Tarifvertragsrecht. Die betriebliche Mitbestimmung wurde durchgesetzt, die Leiharbeit verboten und Mieterhöhungen zeitweise eingeschränkt.

Viele der von den Menschen in der Novemberrevolution erkämpften Grundrechte gelten bis heute und bilden die Grundlage unserer Demokratie. Andere Rechte, wie die betriebliche Mitbestimmung und der Achtstundentag, sind immer wieder Angriffen ausgesetzt. Und weitergehende Forderungen wie eine Sozialisierung von Schlüsselindustrien oder die Vergesellschaftung der Haus- und Sorgearbeit konnten schon in der Weimarer Republik nicht durchgesetzt werden, sind aber auch heute noch diskussionswürdig.

Am 26. Februar 2019 laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, an die Novemberrevolution vor 100 Jahren zu erinnern und gemeinsam über die Aktualität ihrer Forderungen ins Gespräch zu kommen.

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit dem DGB Hessen-Thüringen
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26.02.2019, 19.00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Antifa und politischer Islam - Vortrag von Raccoons (Kommunistische Gruppe Kassel)
Eine Veranstaltung von Dissens Als sich in den 80er Jahren die ersten Antifa-Gruppen konstituierten, geschah dies in Reaktion auf eine reale, sich in den 90ern nochmals zuspitzende, allgegenwärtige Gefahr durch deutsche Neonazis. Doch als sich die Situation mit dem Aufstand der Anständigen ab dem Jahr 2000 drastisch zu ändern begann, versäumte die Antifa die Gelegenheit zur Reflexion und Aktualisierung der Feindanalyse.
Der Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge, der Anlass des gesamtgesellschaftlichen Aufbegehrens gegen Rechts gewesen war, stellte sich wenig später als das Werk islamischer Antisemiten heraus. In der Rückschau kann diese Konstellation als Vorbote des neuen europäischen Normalzustands betrachtet werden: Während offener Nazismus gesellschaftlich zurecht geächtet wird, wird die größte Bedrohung für Juden, aber auch für den gesellschaftlichen Fortschritt insgesamt, konsequent ausgeblendet: Der politische Islam. Kapital, politische Klasse und selbsternannte Antifaschisten sind sich nicht nur in der Frage des Neonazismus, sondern auch angesichts anderer rechter Phänomene wie der AfD zumeist einig und in keiner größeren Stadt der Bundesrepublik wäre eine rechte Veranstaltung ohne breiten Gegenprotest denkbar. Zugleich wird die zunehmende islamische Expansion nicht nur ignoriert, sondern oft genug aktiv protegiert, wie zuletzt im Falle der geplanten Ahmadiyya-Moschee in Erfurt, die sich der Unterstützung des linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow erfreut.
Schon heute kommen auf jedes noch verbliebene Nazizentrum hinter Plexiglas etliche Moscheen, die gänzlich unberührt als Propopagandazentren der Islamisierung fungieren und nicht nur die mitgliederstärksten rechtsextremen Organisationen Deutschlands sind mittlerweile dezidiert islamisch, auch das islamisch-rechtsextreme Personenpotential insgesamt übersteigt das neonazistisch-rechtsextreme um ein Vielfaches.
Kollaborateure wie Ramelow bedienen sich dabei stets der verbreiteten Unwahrheit, dass Islam und Islamismus strikt zu trennen wären. Der Vortrag wird dieses gefährliche Narrativ demontieren und darüber hinaus versuchen, eine Perspektive für einen dringender denn je gebotenen konsequenten Antifaschismus inmitten des hoffnungslos scheinenden Wahnsinns aufzuzeigen.
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27.02.2019, 19.30 Uhr, Stadtbücherei, Steubenstr. 1, 99423 Weimar
Lesung/Gespräch «Todesursache: Flucht»
Mit Anja Tuckermann (Autorin)

In den vergangenen 25 Jahren sind mehr als 35.000 Menschen auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen. Das Buch ist eine Liste der belegten Fälle dieser Toten. Zusam-mengestellt wurde diese Liste ursprünglich von der Organisation UNITED for Intercultural Action in Amsterdam. Die meisten Toten sind ohne Namen verzeichnet. Wir möchten einige Namen nennen und die Menschen, die sie waren, dem Vergessen entreißen, um das Ausmaß dieser Tragödie besser zu fassen zu bekommen - und der Debatte um Flucht und Tod wieder ein menschliches Antlitz zu geben.

Die mehr als 300 Buchseiten umfassende Liste wird um kurze Porträtgeschichten von einigen der Gestorbenen, Berichten von Überlebenden und anderen Beiträgen ergänzt.

Gemeinsam mit Aktionsgemeinschaft Faire Welt e.V. Weimar gefördert von der RLS Thüringen
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27.02.2019, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Jour Fixe über Karl Plättner - vergessener Revolutionär und Antimilitarist
weitere Infos folgen...
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27.02.2019, 18.30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Jour Fixe der Falken über Karl Plättner
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28.02.2019, 19.00 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Islamismus in Erfurt und die Situation in Marbach
Eine Veranstaltung von Dissens

Nach dem bekannt wurde, dass im Erfurter Vordorf Marbach eine Moschee der Ahmadiyya-Muslim Jamaat gebaut werden soll kochten die Gemüter hoch. Neonazis, Identitäre und ThüGIDA versuchten mit aufgestellten Holzkreuzen mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen und hielten Demonstrationen ab, während sich Linke und Antifaschisten mit “Refugees Welcome” und Parolen wie “Eure Kinder konvertieren zum Islam” dagegen stellten. Es gab nur wenige Stimmen in der medialen Schlacht rund um den Moscheeneubau, die sich überhaupt intensiv mit einer Kritik der muslimischen Gemeinde auseinandersetzten, ohne in rechte Identitätspolitik zu verfallen oder sich der muslimischen Gemeinde anbiederten. Insbesondere der antifaschistische Protest war schnell dabei sich mit einer Gemeinde zu solidarisieren die sich homophob positioniert, in der sexistische Strukturen vorherrschen und der Islam als einzig anerkannte Religion propagiert wird.
In dem Vortrag soll veranschaulicht werden, welche Entwicklung es in Marbach in den letzten Jahren und dabei ein kritischer Blick auf die Akteure der (Gegen-)Proteste geworfen und schließlich eine genauere Betrachtung der Ahmadiyya-Muslim Jamaat vorgenommen werden.
mehr: Dissens - Antifa Erfurt

28.02.2019, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Ablösung der öffentlichen Gewalt durch gesellschftliche Bünde - Gustav Landauer und die bairische Revolution
Vortrag und Diskussion mit Siegbert Wolf
Gustav Landauer (7. April 1870 Karlsruhe - 2. Mai 1919 München-Stadelheim) gehört, neben Erich Mühsam, bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Sein Denken und Handeln war maßgeblich von den Werten der Freiheit, sozialen Gerechtigkeit und Emanzipation bestimmt. Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, genoss Gustav Landauer hohes Ansehen. Er agierte als (Anti-)Politiker, Kultur- und Sprachkritiker sowie Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte („Sozialistischer Bund“ u.a.). Seine ausformulierte Konzeption eines libertären und föderativen Sozialismus - Stichwort: kommunitärer Anarchismus - gehört in das Zentrum seines Denkens und Handelns.
Die revolutionäre Umwälzung im November 1918 wurde von Gustav Landauer ausdrücklich begrüßt. Kurt Eisner, erster Ministerpräsident der neuen bayerischen Republik („Freistaat Bayern“), bat ihn, „durch rednerische Betätigung an der Umbildung der Seelen mit(zu)arbeiten.“ Während der Revolution von 1918/19 engagierte sich Landauer von München aus für eine freiheitliche Umgestaltung der Gesellschaft. Dort wirkte er als treibende Kraft in den bedeutenden Rätegremien. Unablässig warb er für ein föderatives und dezentrales Rätesystem. Während der ersten baierischen Räterepublik im April 1919 agierte er als „Volksbeauftragter für Volksaufklärung“, sprich: Kulturminister. Anfang Mai 1919 wurde er im Zuge der Niederschlagung der Revolution brutal ermordet.
Der Vortrag rückt Gustav Landauers libertäre Bemühungen für eine freiheitliche und sozial gerechte Gesellschaft jenseits von Nationalstaat, Kapitalismus und Großindustrialismus während der Revolution 1918/19 in den Vordergrund.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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04.03.2019, 19.00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Religion und Religionskritik - Vortrag des Club Communism aus Jena
Eine Veranstaltung von Dissens

In der Debatte um die AfD und ihren Resonanzraum gibt es ein weitverbreitetes Missverständnis: In zahllosen Medien wird von deren ‘Islamkritik’ gesprochen. Dabei betrieben AfD & Co. alles andere als Kritik, denn Kritik setzt die Kenntnis des Gegenstands voraus. Stattdessen wird das eigene rassistische Ressentiment genommen, um die Ablehnung des Islam zu bebildern und zu begründen.

Auf die Frage, wie etwa die Spielarten des politischen Islam, die ja tatsächlich menschenverachtende Ideologien sind, zu kritisieren seien, gibt es jenseits dieser rasssistischen Antikritik zwei Antwortversuche: Die eine Antwort sucht die Frage der Religion auszublenden und den Islamismus aus geostrategischen Interessen oder politökonomischen Entwicklungen zu erklären, die andere versucht siuch an einer Auslegung des Korans, um nachzuweisen, dass der Islamismus die logische Konsequenz aus dem Koran sei. Ideologie entspringt jedoch weder der ‘muslimischen Kultur’ oder einer bestimmten Auslegung des Koran - kein guter oder schlechter Islamwissenschaftler ist deswegen zum islamistischen Mörder
geworden - noch unmittelbar globalen Produktionsbedingungen, Armut oder
staatlichem Handeln.

Vielmehr ist zu untersuchen, wie die Bedürfnisse und Interessen der Islamisten, die ihre Quellen nicht in der Religion haben, in und durch diese Religion ihre spezifische Form gewinnen. Dazu möchte der Vortrag die Verhältnisse von Religion und Religionskritik, von falschem Bewusstsein, Ideologie und Wahn thematisieren und so eine Grundlage schaffen, die die notwendige Auseinandersetzung mit Religion und religiösem Wahn nicht den Rassisten überlässt, denen es ohnehin nicht um
Aufklärung geht.
mehr: Dissens

09.03.2019, 19.00 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Queerfeminismus und Islam - Eine feministische Kritik - Vortrag von Naida Pintul
Eine Veranstaltung von Dissens

Sind Kopftücher empowernd? Ist Sexismus ein rein westliches Phänomen? Sind Übergriffe auf Frauen nur dann erwähnenswert, wenn die Täter weiß sind? Ist der Islam ein »schützenswertes Kulturgut«? In den letzten Jahren hat sich im gegenwärtig diskursdominierenden Queerfeminismus eine Strömung herausgebildet, die diese Fragen mit »Ja!« beantwortet.
Wie ist zu erklären, dass der Kampf um nicht verhandelbare Frauenrechte von einem religions- und kultursensiblen Ansatz, der häufig jede Kritik am Islam als »rassistisch«, »gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit«, »rechtspopulistisch« oder »rechtsextrem« diskreditiert, abgelöst wurde? Welche Ideologien haben zum Ausverkauf von Frauenbefreiung im Namen des Feminismus beigetragen? Und wie kann eine grundlegende feministische Kritik des Islam aussehen?
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09.03.2019, 15.00 Uhr, Filler (Schillerstraße 44, Erfurt)
...auf einen Kaffee mit Clara Zetkin
Szenischer Vortrag zum Internationalen Frauentag

Nach jahrzehntelangem Kampf wurde in der Novemberrevolution vor 100 Jahren endlich das Frauenwahlrecht durchgesetzt. Die Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin war maßgeblich daran beteiligt. Bei Kaffee und Kuchen wird uns Clara Zetkin (Claudia von Gélieu) von den Kämpfen der Frauen und ihrer Gegner berichten und uns einen unterhaltsamen Einblick in die Geschichte der Frauenbewegung geben. Gemeinsam wollen wir diskutieren, warum nach einem Jahrhundert die Gleichstellung der Frauen immer noch nicht erreicht ist und was noch zu tun ist. Alle Interessierten aller Geschlechter sind herzlich eingeladen.

ReferentIn: Claudia von Gélieu als Clara Zetkin

Eine Kooperation des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit dem ver.di-Bezirksfrauenrat
mehr: DGB-bwt

14:00 / 15:00, Bahnhof Eisenach
“Die Wartburgstadt ins Wanken bringen!” Bundesweite Antifa-Demonstration in Eisenach
Rechte Mobilisierung und rassistische Vorfälle, wie sie zuletzt in Chemnitz zu beobachten waren, ziehen immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. In der Berichterstattung erscheinen diese als besondere Einzelfälle, die alltägliche bundesdeutsche Realität gerät oftmals aus dem Blick: Über rassistisch motivierte Angriffe sowie Überfälle auf politisch Andersdenkende legt sich der bürgerliche Konsens des Schweigens und Verharmlosens. Dies ist Alltag in vielen Orten. Irgendwo in Deutschland ist es immer unerträglich. Auch in Thüringen.
Thüringen kann nicht nur einige rechte Hotspots wie Kahla, Ballstädt und Hildburghausen aufweisen. Thüringens kommerziell erfolgreiche Rechtsrockindustrie versammelt regelmäßig mehrere tausend Besucher*innen in Orten wie Themar. In Thüringen entstand mit THÜGIDA der erfolgreichste PEGIDA-Ableger in Deutschland. Der thüringische AfD-Landesverband zeigt sich als besonders völkisch-nationalistisch…
Die Ignoranz gegenüber rechter Gewalt, wie sie sich auch in Thüringen zeigt, folgt einer langen Tradition. Die Verwobenheit von Neonazi-Strukturen mit (klein-)städtischen Gemeinwesen hat verheerende Folgen: Bewohner*innen decken rassistische Übergriffe oder befürworten sie sogar und die lokale Politik diskreditiert Widerstand gegen diese Zustände als ‚Nestbeschmutzung‘. Auch in Eisenach.
Deshalb werfen wir an diesem Ort beispielhaft ein Schlaglicht auf die Realitäten der deutschen ‚Volksgemeinschaft‘. Wir wollen aufmerksam machen auf die zahlreichen neonazistischen Gewalttaten der letzten Jahre. Und wir wollen auf eine Stadt zeigen, in der solche Übergriffe heruntergespielt und stattdessen Neonazis hofiert werden. Unser Ziel ist es, die rechte Hegemonie in Eisenach anzugreifen, die engagierten Antifaschist*innen vor Ort zu unterstützen und aufzuzeigen, was an vielen Orten in Deutschland Realität ist.

Das Bündnis Irgendwo in Deutschland ruft alle Antifaschist*innen dazu auf, am Samstag den 16.03.2019 nach Eisenach zu kommen!

Gegen die deutschen Zustände, in Eisenach und überall! Gegen die autoritäre Formierung!

Weitere Infos zu Anreise und so auf der Website!
mehr: Irgendwo in Deutschland - Bündnis

09.04.2019, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Podiumsdiskussion »Perspektiven von Besetzungen«
Acht Jahre lang hielt ein Gruppe Aktivist_innen das ehemalige Topf- und Söhne-Gelände in Erfurt besetzt, bevor das Gelände verkauft und am 16. April 2009 geräumt und abgerissen wurden. Das besetzte Haus war ein Zentrum für Subkultur und linke Politik, Wohn- und Veranstaltungsraum, alles in allem ein wichtiger, selbstorganisierter Raum der linken Szene in Erfurt und Thüringen. Es musste schließlich einer Einkaufpassage weichen. Die Aufarbeitung des Geschichtsort, die dort autonom und unabhängig geleistet wurde, findet nun an dem neu entstandenen Geschichtsort Topf- und Söhne statt. Darauffolgende Bemühungen, ein neues Haus zu besetzen und in Verhandlungen mit der Stadt über einen Ausweichort zu treten, verliefen im Sande. Nach zehn Jahren scheint die Option, sich Häuser oder Räume anzueignen, um sie zu nutzen, statt dem Verfall oder der Spekulation preis zu geben, kaum eine mehr. Das ist nicht nur in Erfurt so, sondern spiegelt eine allgemeine bundesdeutsche Entwicklung wieder, in der nach dem Höhepunkt der Hausbesetzerbewegung in den 1980er Jahren dreißig Jahre später kaum noch Häuser besetzt werden, die wenigen existierenden sind von der Räumung bedroht sind oder wurden legalisiert.
Anlässlich des 10. Jahrestages der Hausräumung wollen wir einen Rückblick auf die Geschichte der Hausbesetzungen bundesweit und in Erfurt werfen; weniger um einer längst vergangenen Zeit hinterher zu trauern, sondern um in der Auseinandersetzung mit einer Form der kollektiven und selbstverwalteten Interessenverfolgung Impulse für eine gemeinsame linke Politik zu sammeln.
Am 9.4. diskutieren Besetzer_innen mit Aktivist_innen und Besitzer_innen -- aus der Provinz und aus Metropolen -- über die aktuellen Perspektiven von Besetzungen.
mehr: Biko

12. - 14. April, München
Bildungsreise „Die bairische Revolution und Räterepublik 1918/19“
Im Frühjahr 1919 startete ein Versuch, im neuen Freistaat Baiern eine sozialistische Republik zu gründen. In den wenigen Wochen der Bairischen Revolution beteiligten sich zahlreiche Arbeiter*innen und Intellektuelle am Aufbau einer neuen Gesellschaft. Ähnlich wie in anderen Teilen Deutschlands wurde auch dieser Versuch von Söldnern der Freikorps und Truppen der Reichsregierung brutal zerschlagen.
Das Bildungskollektiv (Biko) und die Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen planen in Erinnerung an diese Revolution eine Bildungsreise nach München.
Geplante Veranstaltungen u.a.:
- „Die Rolle von Paul Frölich und Rosi Wolfstein in den Räterepubliken 1919“;
- „100 Jahre Versammlung der Betriebs- und Soldatenräte“;
- Stadtführung „Revolution und Räte in Baiern. Die geheime Thule-Gesellschaft und das rote Hauptquartier - Orte der Revolution und Räterepublik 1919“
Teilnahme-Beitrag: 30 €. Inbegriffen sind Übernachtungs- und Reisekosten, Vorträge.
Nicht inbegriffen sind Verpflegung und Nahverkehrstickets.

Wegen der Organisierung der Übernachtungs- und Reisemöglichkeiten sich bitte vorab mit dem Erfurter Büro der RLS (oder der RLS Thüringen in Jena) in Verbindung setzen!

Anmeldung und Kontakt:
Bernd.Loeffler@rosalux.org Tel.: 0361- 5504115
oder:
rls_thueringen@web.de Tel: 03641- 449432

Anmeldeschluss: 15.03.2019
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16.04.2019
Räumung des Topf-Squats vor 10 Jahren
"Am heutigen Morgen des 16.4.2009 wurde das besetzte Haus in Erfurt geräumt. Die Räumung begann gegen sechs Uhr relativ überraschend mit dem Abseilen von Einsatzkräften auf Dächer des besetzten Geländes. Gleichzeitig wurde sich mit einem Räumpanzer und Abrissbaggern Zugang zum hinteren Teil des besetzten Geländes verschafft. Die Räumung wurde vom SEK unter Einsatz von Tränengas durchgeführt. In der obersten Etage des besetzten Hauses konnten jedoch einige Personen, die an einen Betonklotz angekettet waren, die Räumung für einige Zeit behindern. Gegen Halb Zehn waren dann endgültig alle Personen auf dem besetzten Gelände geräumt.
Das besetzte Haus war eines der letzten Projekte dieser Art in der Region und konnte unter anderem auch deswegen auf eine große und vielfältige Unterstützer_innenszene zurückgreifen. Nach der Räumung wurden auch schon aus Städten wie Leipzig, Berlin, Göttingen und Freiburg Unterstützungsaktionen angekündigt.Die Räumung des besetzten Hauses wird also nicht tatenlos hingenommen werden.
Sicherlich werden nach der Räumung sofort alle Gebäude des besetzten Teils zerstört. In den Vormonaten wurden schon alle anderen geschichtlich wertvollen Gebäude abgerissen. Nur das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Topf & Söhne wird als Geschichtsort erhalten.

Das besetzte Haus Erfurt war ein seit acht Jahren bestehendes sozial-politisch-kulturelles Zentrum. Auf dem Areal der ehemaligen Krematorienbauer von Auschwitz wurde sich aktiv mit der Geschichte der Firma Topf & Söhne auseinandergesetzt. Es fanden regelmäßig Vorträge, Kundgebungen und Infoveranstaltungen zu geschichtspolitischen Themen statt. Darüber hinaus mischte sich das Projekt aktiv mit gesellschaftskritischer Intention in öffentliche Auseinandersetzungen ein und engagierte sich gegen strukturelle Mißstände, wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Kapitalismus. Auch zeigte das besetzte Haus immer wieder sein Engagement und beteiligte sich an Aktionen gegen Neonazis und deren faschistische Umtriebe.
Nicht zuletzt befand sich auf dem Projekt Wohnraum, ein Wagenplatz, eine Lesecafe und ein Umsonstladen. Regelmäßig fanden Parties und Konzerte statt, die von vielen Menschen besucht wurden.
Da es trotz längerer Suche kein Alternativobjekt gibt, wird eine Lücke entstehen. Dennoch wird die Forderung nach einem selbstverwalteten Projekt durch diese Räumung nicht verschwinden. Wir werden auch weiterhin für selbstverwaltete Räume in Erfurt kämpfen! Dass wir dabei keine Unterstützung von der Stadt erwarten können.ist nun erst recht offensichtlich geworden.

Um so wichtiger ist jedoch für uns die Unterstützung unserer Sympathisant_innen, die sich Vielerorts mit uns solidarisieren. Und auch wir kämpfen zusammen mit euch für den Erhalt von selbstverwalteten Zentren ob in Erfurt, Münster, Köln, Potsdam, Berlin, Poznan oder sonstwo. Wir nehmen den Abriss unseres Projekts nicht tatenlos hin! Wir kämpfen weiterhin für für selbstverwaltete Räume in Erfurt und anderswo!"

aus einem Redebeitrag zur Demonstration am 16.4.2009
mehr: Topf Squat.net

18.04.2019, 18:00 Uhr
»Das war unser Haus« -- Lesung und Konzert anlässlich des 10. Jahrestags der Räumung des Topf&Söhne-Geländes
Das besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf&Söhne-Gelände war ein Zentrum für Subkultur und linke Politik, Wohn- und Veranstaltungsraum, alles in allem ein wichtiger, selbstorganisierter Raum der linken Szene in Erfurt und Thüringen. Nach der Räumung am 16.4.2009 musste es schließlich einer Einkaufpassage weichen.
Wir wollen am 18.4. an unser Haus erinnern. Dazu findet ab 18 Uhr eine Lesung aus dem Buch »Topf & Söhne - Besetzung auf einem Täterort« statt, danach gibt es Musik von Musiker_innen, die dem Haus verbunden waren und die auch schon dort gespielt haben.

18.00 Lesung
20.00 Schachtelmund (https://schachtelmund.bandcamp.com/releases, angefragt)
21.30 Kellerasseln (http://www.kellerasseln-punk.de/)
22.30 Lea Legrand (https://radiocorax.de/tag/lea-legrand/)
mehr: https://topf.squat.net/

23. - 25. November, Triebsdorf
Wochenendseminar zur Novemberrevolution
„Das war sicher erst der Beginn. Die wirklichen Kämpfe würden erst kommen! Ich wollte dabei sein. Ich mußte dabei sein, denn es ging auch um mich. Es ging um die Freiheit der Unterdrückten.“ Mit diesen Worten beschriebt der damals 17-jährige Maschinenschlosser Hans Lorbeer den Vorabend der Novemberrevolution in Deutschland. Vorausgegangen waren diesen Ereignissen der erste Weltkrieg und die Spaltung der Arbeiterbewegung in Deutschland und vielen anderen Ländern.

In diesen Tagen wurde alles angezweifelt, die ansonsten träge Masse geriet in Bewegung, die alten Führer verloren allesamt die Kontrolle über sie und einen Moment lang schien es so, als würden die Menschen wirklich beginnen ihre Geschichte bewusst zu machen.

Doch die versuchte Revolution endete im Blutbad, statt einer neuen Welt kam eine neue Regierung, an die Stelle der alten Obrigkeit trat eine neue und die Massen kehrten zurück an ihren Arbeitsplatz und in ihren Alltag.

Wir möchten uns ein Wochenende lang mit der Geschichte der Novemberrevolution 1918 vom Matrosenaufstand in Kiel bis zum Spartakusaufstand und der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts im Januar 1919 und der blutigen Niederschlagung aller revolutionären Versuche beschäftigen.

Teilnahmebeitrag: 25 Euro (Verpflegung, Übernachtung und Anreise inklusive)
Anmeldung bis zum 15. November unter: kontakt@falken-erfurt.de
mehr: Falken Erfurt