19.-22.10.2017, Kinoclub Hirschlachufer (Erfurt)
Die Unsichtbaren -- Wir wollen leben
Spielfilm von Claus Räfle (D 2017)

Im Februar 1943 erklärt das NS-Regime, dass in der Reichshauptstadt Berlin keine Juden mehr leben würden. 7000 von ihnen aber konnten sich vor den Schergen Adolf Hitlers in den Untergrund flüchten, etwa 1700 überleben den Krieg. Die 17-jährige Hanni Lévy (Alice Dwyer) gehört zu den Untergetauchten. Hanni, die beide Eltern verlor, versucht am Ku"damm mit blond gefärbten Haaren, unerkannt zu bleiben. Cioma Schönhaus (Max Mauff), ein anderer Jude, lebt im Luxus: Er kauft ein Segelboot, isst in den besten Restaurants Berlins. Und er fälscht Pässe, mit denen er dutzenden Juden das Leben rettet -- während Eugen Friede (Aaron Altaras) das nationalsozialistische Regime mit Flugblättern bekämpft, hergestellt in einer Widerstandsgruppe.

Ruth Arndt (Ruby O. Fee) träumt unterdessen davon, in die USA zu gehen. Nachts gibt sie sich als Kriegswitwe aus, serviert in der Wohnung eines NS-Funktionärs Gourmetessen vom Schwarzmarkt...

(Veranstalter: Kinoklub am Hirschlachufer in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V.)
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19.10.-18.11.2017
Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur
Ein Potpourri an Veranstaltungen unterschiedlichster Themen und Formate an verschiedenen Orten in Thüringen
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19.10.2017, 19 Uhr, Retronom (Johannesstraße 17a)
Film: Beyond the Red Lines
Von den Braunkohle-Tagebauen im Rheinland über den Hafen von Amsterdam bis auf die Straßen von Paris während des Weltklimagipfels -- der Film zeigt die Geschichte einer noch jungen Bewegung, die getreu dem Motto: "Bis hierher -- und nicht weiter!" aktiven zivilen Widerstand leistet und den Kampf für Klimagerechtigkeit selbst in die Hände nimmt.

Anschließend Gespräch mit Klima-Aktiven aus Thüringen.
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19.10.2017, 18.00 Uhr, Frauenzentrum TOWANDA e.V. Jena, Wagnergasse 25, Jena
Wo Mut die Seele trägt. Frauen und Mädchen in Afghanistan
Lesung und Gesprächsrunde:
Afghanistan: Bilder von Krieg und Gewalt sind in den Medien und in unseren Köpfen ständig präsent. Die Situation der Frauen in Afghanistan ist uns fremd und sie wandelt sich stetig. Am heutigen Abend stehen uns kompetente afghanische Gesprächspartner- innen zur Verfügung, um uns mit dem Leben der Frauen in Afghanistan bekannt und vertraut zu machen -- u. a. die Autorin Nahid Shahalimi, die in ihrem Buch "Wo Mut die Seele trägt" afghanische Mädchen und Frauen über ihre Träume, über Mut, Trauer, aber auch Lebensfreude sprechen lässt -- authentische und beeindruckende Lebensgeschich-ten voller Stärke und Zuversicht.

Referentinnen: Nahid Shahalimi (Autorin) | Waslat Hazrat Nazimi (Journalistin) | Shakila Ebrahimkhail (Journalistin)
mehr: Frauenzentrum Towanda

19.10.2017, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Filmvorführung "Deportation Class"
Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 25.000 Asylsuchende aus Deutschland abgeschoben. Und jetzt im Wahlkampf fordert die Bundeskanzlerin bereits eine "nationale Kraftanstrengung", um noch härter durchzugreifen. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Und was macht sie mit denen, die abgeschoben werden? Der 85-minütige, preisgekrönte Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS zeichnet ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen.

Die Veranstaltung wird organisiert von AntiRa Campus Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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19.10.2017, 18 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Auf dem Weg zum Festungskapitalismus? Thesen zur aktuellen Dynamik von Migrationsregimen in Europa und den USA
Vortrag und Diskussion mit Fabian Georgi

Die gegenwärtigen Tendenzen in den Migrationsregimen Europas und der USA laufen auf eine Art ›autoritären Festungskapitalismus‹ hinaus: Während die Mehrheit der Weltbevölkerung, ungleich verteilt, in Elend und Perspektivlosigkeit lebt, sind Europäische Kommission, EU-Regierungen und Trump-Administration bemüht, ihre Inseln relativen Wohlstands repressiv und festungsgleich nach innen und außen abzusichern. Der Vortrag analysiert diese Tendenzen aus der Perspektive kritischer Staatstheorie und materialistischer Grenzregimeanalyse.

Die Veranstaltung wird organisiert von Biko Bildungskollektiv und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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19.10.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Reconstructed Line #3
Performance von Till Gathmann: A selection of pieces of music regarded as »protest songs«

Die Vorstellung, dass die Linie ein bewegter Punkt sei, entspringt den kunsttheoretischen Schriften von Paul Klee. Mit ihrer Dynamik, die sich auf einer passiven Fläche entfaltet, macht die Linie ein weitreichendes Spannungsfeld zwischen dem affektiven, denkenden und handelnden Subjekt auf.

Till Gathmann geht der Frage, wie sich das innere Empfinden zum Ausdruck bringen lässt, in Form von kleinen Zeichnungen nach, die -- einer Schrift nicht unähnlich -- aus einer fortlaufenden Linie entstehen. In Rekonstruierte Linie wird eine dieser Zeichnungen mit Hilfe ihrer genauen Beschreibung als Wandzeichnung rekonstruiert. Indem er eine Übersetzung von Affekt in Zeichnung, Zeichnung in Text und Handlung vollzieht, untersucht Gathmann ein eminent politisches Problem: Die Frage der Affekte und der Spontanität im politischen Denken und Handeln. Entsteht die Wandzeichnung in Erinnerung an eine frühere Empfindung, so kann sie die spontane Kraft unmöglich wiedergeben, von der die ursprüngliche Linie angetrieben war. Was die Mühe der Rekonstruktion hervorbringt, ist eine Spur des Nachdenkens über das eigene Tun.

Hinweis: Der genaue Ort der Performance wird noch bekannt gegeben. Achtet auf Ankündigungen.

Die Performance findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Kunst, Spektakel & Revolution

20.10.2017, 18 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Workshop & anschließend Kneipenabend: Geschlecht als Wille und Design: Feministische Kritik an Queer
Queer wird häufig als Erbe des Feminismus dargestellt. Dabei werden in queeren Bewegungen Annahmen über Geschlecht gemacht, die aus feministischer Perspektive durchaus zu kritisieren sind. Zugespitzt seigt sich in der Aussage, Gender sei eine "Spielwiese" (H. Yaghoobifarah) -- vermischt mit dem Appell, dass diese auch zu bespielen sei -- eine voluntaristische Auffassung von Geschlecht. Diese kann nicht nur in eine Verharmlosung der gewaltsam wirkenden Geschlechterbinarität in dieser Gesellschaft kippen; sie birgt dadurch auch die Gefahr, feministische Forderungen zu untergraben.

In diesem Workshop soll sich über eine Auseinandersetzung mit aktuellen Aussagen queerer Gruppen an die Rolle von Geschlecht in dieser Gesellschaft angenähert werden. Dem Frausein, so wird sich zeigen, ist so leicht nicht zu entkommen.

Ab 21 Uhr ist außerdem Kneipenabend im [kany], bei Bier und Musik könnt ihr die Falken kennenlernen oder einfach rumhängen.

Die Veranstaltung wird organisiert von SHG Falken Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

20.10.2017, 19:30 Uhr, Tourist-Information Weimar, Markt 10
Antisemitismus und Antiziganismus seit dem 19. Jahrhundert
Wolfgang Benz: Antisemitismus und Antiziganismus seit dem 19. Jahrhundert

Vortragsreihe "Rassismus in historischer Perspektive"
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.
mehr: Gedenkstätte Buchenwald

20.10.2017, 19.00 Uhr, Kalif Storch, Alter Güterbahnhof 20, Erfurt
"Ungefiltert" Reihe Kanakistan 2.0


Mit Ususmango

Die postmigrantische Gesellschaft ist längst Realität, auch wenn das in manchen Ecken des Landes wenig sichtbar ist und nicht eingesehen wird. In einer Zeit, wo Rechtspopulist*innen immer selbstbewusster auftreten und Diskursverschiebungen stattfinden, ist es umso wichtiger, deutlich zu machen, dass die Gesellschaft der Vielen bereits existiert. Sie muss nur noch wahrgenommen und auch gehört werden. Deswegen muss diese Sichtbarkeit politisch erkämpft werden.

Die "KANAKISTAN 2.0 - Widerständig.Politisch.(Post-)Migrantisch"-Reihe setzt, wie im Vorjahr mit "Willkommen in KANAKISTAN" begonnen, mit Performances, Lesungen und Gesprächen (post-)migrantische Perspektiven in den Mittelpunkt.

Die Auftaktveranstaltung der Reihe bestreitet in diesem Jahr Ususmango, Mitgründer von RebellComedy.
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22.10.2017, 19 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Theater: NSU-Monologe
Fünf Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen der Familie Kubaşık, Şimşek und Yozgat und von ihrem Mut auf ihrer selbstorganisierten Demo "Kein 10. Opfer" zu sprechen und dem Willen eine Straße in Kassel umzubenennen.
Das Theaterstück soll dazu beitragen eine neue Geschichtsschreibung über den "NSU Komplex" zu ermöglichen und die Perspektive der Betroffenen gerade auch in Thüringen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Landesjugendwerk der AWO und BDP Thüringen und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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22.10.2017, 16 Uhr, Treffpunkt: Fischmarkt Erfurt
Stadtrundgang Erfurt im Nationalsozialismus
Im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage wollen wir einen alternativen Stadtrundgang anbieten, bei dem wir an verschiedenen Stationen die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderungen und Zustände zur Zeit des Nationalsozialismus erläutern möchten. In dem ca. 2-stündigen Rundgang wollen wir mit verschiedenen Zeitzeugenberichten, Aktenauszügen und Bildern gemeinsam mit Euch auf Spurensuche in Erfurt gehen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Projektgruppe Erfurt im NS beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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23.10.-25.10.2017, Kinoclub Hirschlachufer (Erfurt)
Die Unsichtbaren -- Wir wollen leben
Spielfilm von Claus Räfle (D 2017)

Im Februar 1943 erklärt das NS-Regime, dass in der Reichshauptstadt Berlin keine Juden mehr leben würden. 7000 von ihnen aber konnten sich vor den Schergen Adolf Hitlers in den Untergrund flüchten, etwa 1700 überleben den Krieg. Die 17-jährige Hanni Lévy (Alice Dwyer) gehört zu den Untergetauchten. Hanni, die beide Eltern verlor, versucht am Ku"damm mit blond gefärbten Haaren, unerkannt zu bleiben. Cioma Schönhaus (Max Mauff), ein anderer Jude, lebt im Luxus: Er kauft ein Segelboot, isst in den besten Restaurants Berlins. Und er fälscht Pässe, mit denen er dutzenden Juden das Leben rettet -- während Eugen Friede (Aaron Altaras) das nationalsozialistische Regime mit Flugblättern bekämpft, hergestellt in einer Widerstandsgruppe.

Ruth Arndt (Ruby O. Fee) träumt unterdessen davon, in die USA zu gehen. Nachts gibt sie sich als Kriegswitwe aus, serviert in der Wohnung eines NS-Funktionärs Gourmetessen vom Schwarzmarkt...

(Veranstalter: Kinoklub am Hirschlachufer in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V.)
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23.-25.10.2017, Kinoclub Hirschlachufer (Erfurt)
Film: national bird
(Film auf Englisch mit deutschem Untertitel)

Das Schweigen und die Lügen unterbrechen! Drei Mitarbeiter*innen des US-Militärs berichten über ihre Tätigkeit und Erlebnisse als Beteiligte des geheimen US-Drohnen-Krieges. Zweifel und Widerstand regen sich -- zumindest im ersten, mutigen Schritt -- dem öffentlichen Auftreten, Benennen von Dingen und dem Anklagen der Urheber*innen.

Die Friedensaktivistin Elsa Rassbach wird zum anschließenden Filmgespräch am 25.10. vor Ort sein.
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24.10.2017, 18 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Küfa* - Küche für alle*
Gemeinsam kochen und essen mit der Küche für alle* (Küfa*)

Die Veranstaltung Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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24.10.2017, 20 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Einführung in die Kritik des Nationalismus
Vortrag und Diskussion mit Thorsten Mense

Rechtspopulistische Parteien feierten enorme Wahlerfolge, die Mehrheit der Bevölkerung Großbritanniens will die EU verlassen, Katalonien will endlich auch als Nation anerkannt werden und überall in Europa werden wieder Grenzzäune und Mauern gebaut. In seiner jungen Geschichte führte Nationalismus sowohl zur Befreiung als auch zu Massenmord, zur kollektiven Einforderung gleicher Rechte als auch zur Verweigerung derselben Rechte gegenüber anderen. In dem Vortrag wird die Entstehung und Entwicklung des Nationalismus nachgezeichnet. Darauf aufbauend soll eine Kritik entwickelt werden, die seinen vielfältigen Erscheinungsformen gerecht wird.

Die Veranstaltung wird organisiert von Biko und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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24.10.2017, 18.00 Uhr, Kleine Synagoge (An der Stadtmünze 4/5, Erfurt)
"Erben des Holocaust -- Leben zwischen Schweigen und Erinnerung"
Mit Andrea v. Treuenfeld

Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz.
Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete. Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der Zweiten Generation. Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Sie berichten von der Herausforderung,mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Deutsch-Jüdischen Kulturtage unterstützt von der RLS Thüringen
Eintritt: 3-5€
mehr: RLS Thüringen

25.10.2017, 15 Uhr, Treffpunkt: Anger bei der Maus
Nachhaltige Stadtrundfahrt mit anschließender Klimaküche
Ihr wollt die nachhaltigen und alternativen Orte und Läden Erfurts kennen lernen? Wir machen uns mit euch auf den Weg -- mit dem Radl! Also holt eure Tretesel raus und lernt mit uns Erfurt von einer anderen Seite kennen. Unsere Tour wird im Büro der Naturfreundejugend enden,wo alle, die Lust zum gemeinsamen Kochen, Schmausen und Diskutieren haben, bleiben können.

Die Veranstaltung wird organisiert von Ag Nachhaltigkeit und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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25.10.2017, 18 Uhr, Büro der Naturfreundejugend (Magdeburger Allee 11)
Klimaküche
Im Zuge der Klimaküche wird nicht nur gemeinsam gekocht und geschmaust, sondern wir grübeln und debattieren mit euch über klimafreundliche Ernährung und andere Ideen zum Klimaschutz im Alltag.

Die Veranstaltung wird organisiert von Naturfreundejugend Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

26.10.2017, 19.00 Uhr, Erinnerungsort Topf und Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt
Film im Dialog "Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr"
DokumenDokumentarfilm von Claude Lanzmann, 2001, 97 min

Im Anschluss Gespräch mit Dr. Marc Sagnol, Leiter des französischen Kulturbüros in Thüringen, der an den Dreharbeiten in Sobibor beteiligt war, und Klara Muhle, Doktorandin am Historischen Institut der Universität Jena

Basierend auf zum Teil unveröffentlichten Interviews, die Claude Lanzmann 1979 während der Dreharbeiten zu seinem Filmwerk SHOAH aufgezeichnet hatte, entstand Jahre später dieser eigenständige Dokumentarfilm über den Aufstand. Der Plan sah vor, dass eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor am

14. Oktober 1943 um 16 Uhr gegen die SS aufbegehrte. Mit einem Axthieb begann der größte Aufstand, der je in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten stattfand. Im Film berichtet der Überlebende Yehuda Lerner über diese Widerstandsaktion. Es war die einzige Erhebung dieses Ausmaßes, bei der so viele SS-Männer an einem Tag getötet wurden und bei der so viele Häftlinge aus einem Todeslager flüchten konnten.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur

Die Reihe Film im Dialog geht auf ein Projekt der Freiwilligen im FSJ Kultur 2016/17 zurück. tarfilm von Claude Lanzmann, 2001, 97 min

Im Anschluss Gespräch mit Dr. Marc Sagnol, Leiter des französischen Kulturbüros in Thüringen, der an den Dreharbeiten in Sobibor beteiligt war, und Klara Muhle, Doktorandin am Historischen Institut der Universität Jena

Basierend auf zum Teil unveröffentlichten Interviews, die Claude Lanzmann 1979 während der Dreharbeiten zu seinem Filmwerk SHOAH aufgezeichnet hatte, entstand Jahre später dieser eigenständige Dokumentarfilm über den Aufstand. Der Plan sah vor, dass eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor am

14. Oktober 1943 um 16 Uhr gegen die SS aufbegehrte. Mit einem Axthieb begann der größte Aufstand, der je in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten stattfand. Im Film berichtet der Überlebende Yehuda Lerner über diese Widerstandsaktion. Es war die einzige Erhebung dieses Ausmaßes, bei der so viele SS-Männer an einem Tag getötet wurden und bei der so viele Häftlinge aus einem Todeslager flüchten konnten.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur.
mehr: Topf und Söhne

26.10.2017, 20 Uhr, Uni Erfurt (Nordhäuser Str. 63)
Care-Arbeit im Kapitalismus
Lange Zeit wurden Sorge-Arbeiten wie selbstverständlich ohne Entlohnung, ins Private gebannt, von Frauen erledigt. Zwar wurden viele dieser Tätigkeiten mittlerweile in den Markt der sozialen Dienstleistungen aufgenommen (von Pflegeheimen bis zum Lieferservice), doch auch dort behalten sie für die Beschäftigten ihren prekären Status bei. Was Reproduktionsarbeiten sind, welche Rolle sie in dieser Gesellschaft spielen und was das ganze mit dem Kapitalismus zu tun hat, wollen wir uns gemeinsam anschauen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Care Netzwerk Thüringen und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

27.10.2017, 19 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Antifa Café
Vortrag von der Roten Hilfe Südthüringen

Das zarte Pflänzchen der Solidarität - über die Repression gegen AntifaschistInnen in Gotha und Saalfeld

In der Nacht vom 8. auf den 9. September 2016 wurden fünf Antifaschisten aus dem Wohn- und Projekthaus Ju.w.e.l. e.V. in Gotha in Gewahrsam genommen, drei von ihnen steckte man für einige Tage in Untersuchungshaft, weil sie von Nazis der Körperverletzung bezichtigt wurden.
Beim Protest gegen einen Thügida-Aufmarsch Anfang 2017 in Saalfeld wird ein Antifaschist aufgrund des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruch festgenommen. Das LKA ermittelt und übt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft erheblichen Druck auf Beschuldigte und vermeintliche Zeug_innen aus.
Beide Verfahren sind nicht abgeschlossen, die Betroffenen bedürfen unserer solidarische Unterstützung. Repression zielt neben der Drangsalierung und Verfolgung Einzelner, darauf ab, linke Strukturen sowohl finanziell als auch strukturell zu belasten oder gar lahmzulegen. Es gilt: Solidarität ist eine Waffe!
Der Vortrag wird über die aktuellen Entwicklungen in beiden Fällen informieren.

Infos zu den beiden Solikampagnen unter: http://rotehilfesth.blogsport.de

Die Veranstaltung wird organisiert von Dissens und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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27.10.2017, 19:30 Uhr, Tourist-Information Weimar, Markt 10
Der europäische Kolonialismus als Vorläufer nationalsozialistischer Politik?
Jonas Kreienbaum: Der europäische Kolonialismus als Vorläufer nationalsozialistischer Politik?

Vortragsreihe "Rassismus in historischer Perspektive"
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.
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28.10.2017, 16 Uhr, Redroxx (Pilse 29, Erfurt)
Vortrag über Klimagerechtigkeit - eine sozialistische Sicht auf die Klimabewegung
Unser Planet fährt gegen die Wand und wir drücken noch einmal ordentlich auf das Gaspedal. Mit dieser Metapher kann sehr gut beschrieben werden, welche Klimapolitik derzeit in der Bundesrepublik und anderen Industrienationen betrieben wird. Wenn es nach Donald Trump oder Teilen der CDU geht, gibt es keinen menschgemachten Klimawandel und die SPD sieht keinen akuten Handlungsbedarf. Doch dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Eisbären oder Pinguine, die ihren Lebensraum verlieren - es geht um den Kapitalismus und die soziale Frage. Es bedarf ein grundlegendes Umdenken, wenn wir über Klimaschutz reden. Dabei steht nicht nur die gesamte Gesellschaft und die große Politik in der Kritik, sondern auch das politisch linke Lager, von den DGB-Gewerkschaften bis zu linksradikalen Gruppen. Wir wollen mit euch über Lösungen eines Problems reden für welches es keine Lösungen zu geben scheint. Des Weiteren werden wir uns anschauen, welche Perspektiven die derzeitige Klimabewegung aufmacht.

Die Veranstaltung wird organisiert von Linksjugend [solid"] SDS Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

28.10.2017, 21 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Nächste Ecke links - Party der alternativen Einführungstage
Ein Fest zum Feiern, Spaß haben und sich wohl fühlen in einer Atmosphäre, die für jede*n Einzelne*n einen größtmöglichen Freiraum schafft. Das Lineup findet ihr auf der Website.

Die Veranstaltung ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

01.11.2017, 19.00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt
Der Holocaust im arabischen Gedächtnis
Vortrag von Prof. Dr. Omar Kamil
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung über die Wahrnehmung des Holocaust in den arabischen und islamisch geprägten Gesellschaften war lange auf europäische und amerikanische Historiker und Islamwissenschaftler konzentriert. Worin die beharrliche Weigerung vieler arabischer Intellektueller begründet liegt, sich mit Antisemitismus und Holocaust auseinanderzusetzen, hat der Nahostwissenschaftler Omar Kamil untersucht.

Er fragt danach, warum in der damaligen arabischen Öffentlichkeit kaum Platz für eine entsprechend differenzierte Wahrnehmung des Holocaust war und welche Rolle die Erfahrungen des Kolonialismus dabei spielten.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Dr. Omar Kamil gehören die Antisemitismus-Rezeption in arabischen Gesellschaften sowie jüdischer Geschichte und Kultur in islamischen Gesellschaften.

(Veranstalter: Erinnerungsort Topf & Söhne in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V. und dem Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne e. V.)
mehr: jüdisch-israelische Kulturtage

01.11.2017, 19 Uhr, Cafe DuckDich (Allerheiligenstr. 20/21, 99084 Erfurt)
Film: Berlin Rebel High School
Versteckt in einem Berliner Hinterhof befindet sich eine Schule der anderen Art -- komplett selbst organisiert von den Schüler*innen, ohne Schulleitung, ohne Hierarchien und ohne Leistungszwang. Der Regisseur begleitet und erzählt die Geschichte einer Gruppe jugendlicher Menschen, die aus verschiedensten Gründen aus dem staatlichen Schulsystem herausgefallen sind und nun dort gemeinsam ihr Abitur schaffen wollen. Ein Film über das gute Lernen.

Danach Gespräch und Ideenaustausch zum Filmthema mit Janek Hess vom Freien Zusammenschluss Student*innenschaften für andere Bildung
mehr: Globale Filmfest Erfurt

3.-4.11.2017, Saalfeld
Antirassistischer und antifaschistischer Ratschlag Thüringen
Infos zu Orten, Zeiten und Inhalten folgen bald
mehr: Ratschlag Thüringen

06.11.2017, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Film: Die Zukunft ist besser als ihr Ruf
Auf geht"s -- engagierte Menschen machen"s vor! Entgegen dem ständigen Hören von und Reden über Krisen zeigen sie: es gilt jetzt und hier, den Zuständen in der Welt mit Tatendrang und kreativen Ideen entgegenzutreten -- ob es nun um lebendige politische Kultur, soziale Gerechtigkeit oder ein Neudenken der Ressourcenverteilung geht!

Lasst uns die Globale 2017 nach diesem vorerst letzten Film alle gemeinsam feiern & uns gegenseitig zu kreativen Weltwandlerideen inspirieren!
mehr: Globale Filmfest Erfurt

07.11.2017, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Offenes Treffen des Arbeitskreises "Kritik des Nationalsozialismus"
Gegen den Nationalsozialismus sind alle Linken und fast alle anderen -- wir auch. Gleichzeitig fällt uns immer wieder auf, dass durch eine bloße Abgrenzung noch lange nichts über den Nationalsozialismus gewusst wird. Innerhalb der Linken kursieren oft lediglich Fragmente einer Kritik des Nationalsozialismus, die zudem oft undurchschaut bleiben und nur auf Hörensagen beruhen. Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, wie sie in der Schule oder Politik praktiziert wird, bleibt moralisch und floskelhaft. In unserem Arbeitskreis setzen wir einer solchen Auseinandersetzung etwas entgegen: Wir arbeiten zusammen einmal wöchentlich an einer Kritik des Nationalsozialismus, die darauf abzielt, ihn unmöglich zu machen. Deswegen reicht es uns auch nicht, etwas nur für uns zu wissen. Wir organisieren auch Vorträge und Seminare und wollen unseren Arbeitskreis vergrößern.
Wer sich an dieser Arbeit beteiligen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
mehr: Falken Erfurt

08.11.2017, 17 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Linke Pädagogik? Interessierten Treffen für linke Jugendarbeit
Eine Veranstaltung der Falken Erfurt
Infos folgen auf der Website
mehr: www.falken-erfurt.de

09.11.2017
Gedenkan an die Opfer der Reichspogromnacht
mehr:

9.11.-12.11.2017, Kinoclub Hirschlachufer (Erfurt)
Hope - Der Klang des Lebens
Dokumentarfilm von Nahuel Lopez (DE 2017)
Daniel Hope ist einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart und ist auf den größten internationalen Bühnen zu Hause. Regisseur Nahuel Lopez begleitet und porträtiert den Violinisten im Jahr 2016, das aus mehreren Gründen ein besonderes und besonders wichtiges Jahr für Hope ist:
Er wird zum Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters ernannt und kann sich damit endlich den Traum erfüllen, mit einem renommierten Ensemble zu musizieren und zu proben. Und außerdem zieht Hope nach Berlin und kehrt damit in das Land seiner Vorfahren zurück. Denn Hope stammt von jüdischen Emigranten ab, die vor den Nazis nach Südafrika flüchteten. Auch dort hielt es die Familie jedoch nicht lange und sie siedelte wegen der Apartheid nach England um, wo der damals vierjährige Hope schließlich seinen späteren Mentor, den weltbekannten Geiger Yehudi Menuhin traf.

Eintritt: 6,50 €, ermäßigt 5,00 €

mehr: jüdisch-israelische Kulturtage

09.11.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Von der künstlerischen Komposition zur ästhetischen Abstraktion
Vortrag von Kerstin Stakemeier über ästhetische Revolutionen zu Zeiten der Oktoberrevolution

Als noch nicht sonderlich lange existierende moderne Verengung zuvor wesentlich weiter gefasster ästhetischer Produktionsformen auf einen industriell ausgeschlossenen Zweig gesellschaftlicher Folgenlosigkeit ist die Kunst ein Kapitalisierungseffekt. Und damit wären ihre Arbeitsformen ebenso wie die aller anderen modernen, industrialisierten Formen zu revolutionieren. Eben dies versuchte der russische Proletkult, eine Organisation die sich kurz vor der Oktoberrevolution in Leningrad gründete, und in den folgenden Jahren Studios in Fabriken ebenso wie an der Front eröffnete, mit dem Ziel eine allgemeine künstlerische Produktion zu eröffnen. Damit stand er, ebenso wie diejenigen die außerhalb Russlands an seine Programme anknüpften, wie etwa der von Karel Teige in Prag mitbegründete Poetismus oder Lu Märtens in Berlin verfasste Theorie des »Wesens und Veränderung der Formen (und Künste)«, im direkten Gegensatz zur Kunst- und Kulturpolitik des »orthodoxen Marxismus«. Im Vortrag soll es darum gehen diese Position nicht nur als vergangenen ästhetischen Radikalismus vorzustellen, sondern auch zu fragen warum sich die bürgerlich-kapitalistische ästhetische Beschränkung mit dem Namen Kunst sich bis heute so großer Beliebtheit erfreut.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Kunst, Spektakel & Revolution

10.11.2017
Firas Alshater - Actor und Presenter
im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kanakistan 2.0
nähere Infos folgen
mehr: Firas Alshater

10.11.2017, 20 Uhr, Tourist-Information Weimar, Markt 10
Nationalsozialismus und Rassismus - Ideologie und Verbrechen im Kontext
Johann Chapoutot: Nationalsozialismus und Rassismus - Ideologie und Verbrechen im Kontext

Vortragsreihe "Rassismus in historischer Perspektive"
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.
mehr: Gedenkstätte Buchenwald

12.11.2017, 17 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben
Aufführung "Rausch und Zorn - Studien zum Autoritären Charakter"
Das Theaterstück „Rausch und Zorn. Studien zum Autoritären Charakter“ des Medien- und Performancekollektivs LIGNA kommt für einen Nachmittag nach Erfurt (2017 Uraufführung in Frankfurt am Main):

Nationale Wiedergeburt statt Dekadenz! Heldentaten statt faulem Pack! Raus zur autoritären Rebellion! In Europa sind Parteien, die faschistische Herrschaftsformen propagieren, auf dem Vormarsch oder, wie in Ungarn, bereits an der Macht. Für den Islamischen Staat (IS) unterdessen ist organisierter Massenmord ein legitimes politisches Mittel. Das Medien- und Performancekollektiv LIGNA und die bulgarischen Künstler Stephan Shtereff und Emilian Gatsov folgen der Frage, woher die Attraktivität autoritärer Fundamentalpolitik und radikaler Vergemeinschaftung rührt. In Rausch und Zorn bringen sie historische Konstellationen, Theorien und Analysen zur Sprache und vergegenwärtigen aktuelle Entwicklungen, indem sie das Publikum selbst zum zentralen Akteur eines Ereignisses werden lassen.


Eine Veranstaltung der Falken Erfurt
Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
mehr: Falken Erfurt

19.11.2017, Friedrichroda
gegen das Heldengedenken in Friedrichroda
weitere Infos folgen
mehr:

23.11.2017, 19 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Lesung "Wurzellose Kosmopoliten"
Lesung mit Jonas Engelmann

Luftmenschen und Golems, sprechende Tiere und Vampire geistern durch die jüdische Kulturgeschichte, auf der Suche nach Auswegen und Fluchtlinien vor den Anfeindungen der Gesellschaft. In Hochkultur und Popkultur, Jazz, Antifolg und HipHop, in Odessa und New York, Krakau und Montreal - Spuren finden sich überall. "Wurzellose Kosmopoliten" geht diesen Spuren nach, so verborgen sie auch sein mögen, in den Leerstellen und Untiefen von Literatur und Musik.

Die Reihe wird organisiert von den Falken Erfurt und gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP)
mehr: Falken Erfurt

24.11.2017, Erfurt
Lesung BISKAYa mit SchwarzRund
im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kanakistan 2.0
weitere Infos folgen
mehr: SchwarzRund

24.11.2017, 19:30 Uhr, Tourist-Information Weimar, Markt 10
Rassismus in Deutschland - Entwicklungen seit 1990
Resa Memarnia: Rassismus in Deutschland - Entwicklungen seit 1990

Vortragsreihe Rassismus in historischer Perspektive
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.
mehr: Gedenkstätte Buchenwald

27.11.2017, 19.30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Jour Fixe: "Zur Aktualität und Kritik des Anti-Imperialismus"
Vor 100 Jahren erschien Lenins Streitschrift „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“, welche bis heute ein zentrales Grundlagenwerk für marxistische Imperialismustheorien darstellt.

An diesem Abend soll Lenins Versuch einer Darlegung der „objektiven Bedingungen des Imperialismus“ und des „wahren Klassencharakter eines Krieges“ einer kritischen Analyse unterzogen werden.
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28.11.2017, 19 Uhr Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Vortrag: Zur Aktualität des Autoritären Charakters
Die Gesellschaft in Deutschland scheint in Bewegung. Regelmäßig finden Großdemonstrationen rassistischen Basisbewegungen statt. Auch rassistische Angriffe sind in den letzten Jahren angestiegen. Laut der Chronik flüchtlingsfeindlicher Übergriffe der Amadeu Antonio Stiftung gab es im Jahr 2016 3767 Angriffe auf Asylsuchende, wobei die Dunkelziffer rassistischer Angriffe um ein Vielfaches höher liegen dürfte. Doch in der deutschen Bevölkerung bricht sich nicht nur ein Rassismus Bahn, sondern auch ein Rückbezug auf traditionelle und konservative Frauen- und Familienbilder: beispielsweise Demonstrationen gegen die Erweiterung von schwul-lesbischen und transsexuellen Liebesweisen im Sexualkundeunterricht. Es ist schwer sich gegen das Gefühl zu wehren, dass sich regressive Massenphänomene vermehren und in den letzten Jahren eine Mobilisierung von Menschen stattgefunden hat, die einen Volkswillen artikulieren und eine Führung stürzen wollen, um sie durch eine härtere zu ersetzen.
Im Vortrag soll es erstens darum gehen, inwieweit die Theorie des autoritären Charakters, wie sie in den 1930er und 50er Jahren von Max Horkheimer, Erich Fromm und Theodor W. Adorno entwickelt wurde, als Gesellschaftstheorie auch heute noch ihre Gültigkeit besitzt, also welche Tendenzen in der kapitalistischen Gesellschaft vorhanden sind, die, trotz des Wandels, den diese zum Neoliberalismus durchlebt hat, es möglich machen, dass solche Charakter entstehen können. Allerdings scheinen die Menschen, die den oben genannten Bewegungen anhängen, zusätzlich die Merkmale des klassischen autoritären Charakters zu zeigen, sodass zweitens diese Bewegungen als autoritäre konformistische Rebellion dargestellt werden sollen.

Referent: Paul vom "Verein für antifaschistische Kultur und Politik in Südthüringen"
Eine Veranstaltung der Falken Erfurt
Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
mehr: www.falken-erfurt.de

05.12.2017, 19 Uhr, Eckermann Buchhandlung Marktstr. 2, Weimar
Die autoritäre Revolte - Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
Volker Weiß: Die autoritäre Revolte - Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Vortragsreihe "Rassismus in historischer Perspektive"
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.
mehr: Gedenkstätte Buchenwald