17.10.2019, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Herbst 89 - (K)eine Revolution?
von: biko und Offene Arbeit

In den letzten Jahren hat sich in der politischen Diskussion über die Ereignisse vom Herbst 1989/Frühjahr 1990 der Begriff der „Friedlichen Revolution“ durchgesetzt. Getragen von ehemaligen Aktivist*innen der DDR-Opposition, aber auch vieler Institutionen, besetzt dieser Begriff das historische Verständnis des Geschehens. War es aber tatsächlich eine Revolution oder handelt es sich um einen Mythos? Was ist eine Revolution? Welche historischen Vorbilder gibt es? Und was heißt es heute revolutionär zu handeln?
mehr: Nächste Ecke links

17.10.2019, 18:00 Uhr, Volksbad Jena, Knebelstr. 10
Gefährdete Demokratie: Ursachen, Quellen und Gegenstrategien
Fast überall in Europa wird die radikale Rechte stärker, rassistische und antisemitische Gewalt nehmen zu. Wir wollen mit Gästen aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft über diese Entwicklungen und die daraus entstehenden Herausforderungen sprechen. Wie kann es gelingen, Demokratie und eine offene, plurale Gesellschaft zu stärken und was können nachhaltige Strategien gegen Rassismus, Rechtspopulismus und Neofaschismus sein? Welche Aufgaben und Möglichkeiten haben wir dabei - jenseits von politischen und weltanschaulichen Unterschieden - in unseren gesellschaftlichen Funktionen - in Hochschulen und Bildung, in Verbänden und Gewerkschaften, in Politik, Medien oder Alltag?

Die Diskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaftsvisionen - gemeinsam für eine offene, pluralistische, demokratische Gesellschaft“ statt - eine Initiative von acht Begabtenförderungs- und Studienwerken (Avicenna-Studienwerk, Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Hanns-Seidel-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung).

Unsere Gäste sind:
- Dr. Stefanie Graefe ist Soziologin und Privatdozentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. politische Soziologie, Kapitalismustheorie und -kritik, Arbeit und Gesundheit sowie qualitative Sozialforschung
- Sandro Witt ist Chef des „Deutschen Gewerkschaftsbundes“ (DGB) in Thüringen und stellvertretender Vorsitzender des DGB im Bezirk Hessen/Thüringen.
- Dr. Matthias Quent ist Soziologe und leitet seit 2016 das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ (IdZ, Jena).
mehr: RLS Thüringen

17.10.2019, 19:00 Uhr, WERKRAUM – Vilnius Passagen / Mainzer Straße 36/37 / 99089 Erfurt-Rieth
Vortrag: "Ein Bauhaus am Buchenwald"
"Es werden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, die sich nicht abfinden wollen mit dem Erstarken rechter Kräfte - von AFD bis zu Nazinetzwerken."

Donnerstag, 17.10.19 / 19 Uhr, Vortrag: Schroeter und Berger, Ein Bauhaus am Buchenwald

Donnerstag, 24.10.19 / 15 - 17 Uhr, Livesendung
Radio F.R.E.I (StadtFinden-Magazin)
mehr: KGR (Achtung: FB-Seite)

17.10.2019, 18:00 Uhr, Geschäftsstelle des AWO Landesjugendwerks (Juri-Gagarin-Ring 68-70, Erfurt)
Perspektiven auf Bildung - Filmvorführung „Alphabet- Angst oder Liebe“ und Gesprächsrunde
von: Landesjugendwerk der AWO Thüringen

Die Universität ist eine Bildungseinrichtung, für welche sich ganz bewusst entschieden wird. Doch wie war das nochmal mit der Schule? Wir möchten den Film `Alphabet- Angst oder Liebe´ von Erwin Wagenhofer schauen, der Bildung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und Fragen aufwirft. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit Vertreter*innen der Freien Schule Regenbogen Erfurt.
mehr: Nächste Ecke links

17.10.2019, 19:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag: „Das Phantom der Rackets - Bandenherrschaft zwischen Einheit und Zerfall“
Referenten: Association Progrès, Veranstalter: Dissens

Der Vortrag stellt die Frage inwieweit der Begriff des Rackets als „Kritik der politischen Ökonomie der nachbürgerlichen Gesellschaft“ (Thorsten Fuchshuber) auch in Zeiten von Diagnosen einer selbstunternehmerischen Indivdualisierung und neoliberaler Vereinzelung wirksam ist, welche Bedeutung ein Begriff, der auf Bandenherrschaft und Aufgabe des Individuums abzielte, heute noch hat. Dies soll anhand der neueren Auseinandersetzungen nachvollzogen werden um die Rede vom Rackets aus dem Jargon zu lösen.
mehr: Nächste Ecke links

18.10.2019, 19.00 Uhr, AK 40, Lauter 40, Suhl
Asozialität - Geschichte und Aktualität eines Stigmas
Vortrag und Diskussion

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 2012 starb Klaus-Peter Kühn in einem Suhler Plattenbau, weil drei junge Rechte ihn in seiner Wohnung solange quälten und traktierten bis sein Körper kollabierte. Im späteren Gerichtsverfahren wurde als Motiv die Habgier der Mörder nach ca. 25€ festgestellt, die man dem Opfer raubte. Für das eigentliche Motiv der Täter blieb die Aufarbeitung aus. Sie ermordeten Klaus-Peter Kühn, weil sie ihn als „Asozialen“ stigmatisierten und weil sich die Täter ihre eigenen beschädigten Existenzen aufwerteten, indem sie ihr Opfer bis zum Eintritt des Todes quälten und erniedrigten.

Der Vortrag begibt sich auf die Spuren der Geschichte der Asozialität und zeigt die Folgen für die als asozial Stigmatisierten auf. Asozial als alles, was nicht passt die Feindinnen im Innern, die den gesunden Volkskörper schädigen und ‚jene, die als Unnütze lange unbeachtet bleiben, auch was die Anerkennung als Verfolgte des Nationalsozialismus angeht.

Dies ist eine Veranstaltung des Vereins für Alternative Kultur und politische Bildung e.V. Sie wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“.
mehr: AK 40

18.10.2019, 19:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Antifa-Café zu rechten Strukturen in Erfurt
von: Dissens

Die Thüringer Landeshauptstadt ist keineswegs so weltoffen, bunt und tolerant, wie sie sich gerne gibt. In der Stadt setzen sich Neonazistrukturen fest und in verschiedenen Vierteln gibt es Kneipen, Anlaufpunkte und rechte Gewalt gegen Geflüchtete, Linke, Homosexuelle usw. Die AfD sitzt im Stadtrat und nutzt Erfurt immer wieder als Aufmarschort. Neben der Beleuchtung dieser Strukturen, wollen wir ebenfalls einen Blick auf Anlaufpunkte für Salafisten und radikale Islamisten werfen und diskutieren, was „Antifa“ in einer Stadt wie Erfurt bedeutet und wie sich antifaschistische Gegenwehr organisieren lässt.
mehr: Nächste Ecke links

18.10.2019, 16:00 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Workshop: "1933 wären sie alle Nazis gewesen" - Studentisches Bewusstsein und Nationalsozialismus
von: Falken Erfurt

"Nazis sind dumme Menschen", so hört man oft, gerade im studentischen Milieu. Zur Uni zu gehen, das erscheint als Widerspruch zu braunen Parolen, mit denen man selbst natürlich nichts zu tun haben will. Beim Reden über die "dummen Nazis" wird gern vergessen, dass historisch ein beachtlicher Teil der Studierenden schon vor 1933 glühende Anhänger des Nationalsozialismus waren. Nach der Machtübertragung wurde auch der wissenschaftliche Universitätsbetrieb schnell zum ideologischen Wegbereiter und Erfüllungsgehilfen des Massenmordes. In unserem Workshop gehen wir deshalb der Frage nach, warum nationalsozialistisches Gedankengut an Universitäten einen fruchtbaren Boden findet. Wir wollen zudem diskutieren, welche Funktion die eigene Abgrenzung von den „dummen Nazis“ für Studierende heutzutage erfüllt.
mehr: Nächste Ecke links

19.10.2019, 21:00 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Konzert: Lassie & Ex-White
https://lasssie.bandcamp.com/
https://bleacherrecords.bandcamp.com/album/disco-cs
=======================================
Doors: 21:00 | Start: 22:00
AK: 7 - 9€!
mehr: Infos (vorsicht Facebook!)

19.10.2019, 10 - 17:00 Uhr, Der Laden T5 (Trierer Straße 5, Weimar)
Queering Masculinity?! - Männlichkeiten, Queer_Feminismus und die geteilte Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft

Wenn über Queer_Feminismus, Gender oder Geschlechterverhältnisse gesprochen wird, geht es häufig um Frauen*, LGBTIQ* oder andere Personengruppen, die in dieser Gesellschaft in eine deprivilegierte Position gedrängt werden. Auch über Männer* wurde in den letzten Jahren - z.B. im Kontext der Debatten um #metoo - immer häufiger gesprochen. Häufig melden sich dann reflexartig Männer* zu Wort, die die Kritiken an sexualisierter Gewalt, männlicher Dominanz oder ungerechten Geschlechterverhältnissen zurückweisen. In diesen polarisierten Debatten mag es fast so wirken, als kämpften (queer_)feministische Bewegungen gegen Männer*.

Dass dieser Perspektive schief liegt, zeigt ein Blick in die reiche feministische Literatur, die sich gleichwohl kritisch und empathisch dem Thema Männlichkeit(en) und Männer* zuwendet. Dabei zeichnet sich ein komplexes Bild: Männlichkeit und männliche Rollenzuschreibungen sind Teil eines Systems, das Frauen* und LGBTIQ* ausgrenzt und unterdrückt. Gleichzeitig haben dominante Männlichkeitsideale verheerende Folgen für Männer*: Depression, Suizid, Gewalt, Stress und abgekühlte Beziehungen sind nur einige Aspekte, die vielen Männer* verwehren, ein erfülltes Leben zu führen. Es kommt hinzu, dass von „Männlichkeit“ im Singular zu sprechen der Realität nicht gerecht wird. Es gibt nicht ein Ideal von Männlichkeit, eher eine Vielzahl konkurrierender Vorstellungen. Diese Vielfalt und Wandelbarkeit von Männlichkeiten öffnet ein Fenster für Veränderung in Richtung einer gerechteren und lebenswerteren Gesellschaft - für alle!

Daher wollen wir uns in diesem Workshop dem Thema Männlichkeiten aus einer queer_feministischen Perspektive annähern: Es wird Input zu kritischen Perspektiven auf Männlichkeiten und Sexismen geben; zudem wird ein Raum geschaffen, um mit diesen Perspektiven die eigene Biographie zu reflektieren und dort auf eine Spurensuche nach den Auswirkungen von Geschlechternormen und Sexismen gehen. Der Horizont des Workshops ist die Suche nach Handlungsmöglichkeiten - in Beziehungen, dem persönlichen Umfeld oder politischen Bewegungen. „Feminism is for everybody“ (bell hooks) und die Sorge um eine gerechtere Gesellschaft ist die Verantwortung aller.

von und mit Simon Fetz

Simon bewegt sich zwischen politischer Bildungsarbeit, Aktivismus und Uni. Es ist ihm ein Anliegen in Bildungsveranstaltungen mit den gelebten Erfahrungen der Teilnehmer*innen zu arbeiten und diese im Kontext gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu reflektieren. Pro_feminismus und kritische Männlichkeiten sind ihm seit einigen Jahren ein Herzensthema, dem er sich in Beziehungen, Workshops und intellektuell leidenschaftlich widmet.



Da unsere räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir euch, bei Interesse eure Teilnahme verbindlich anzumelden unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe Radikaler Regenbogen.
mehr: Radikaler Ragenbogen

19.10.2019, 11:15 Uhr, Gedenkstätte Buchenwald (Weimar)
Exkursion nach Buchenwald
von: Falken Thüringen in Kooperation mit den ALOTA Jena

Im Konzentrationslager Buchenwald und seinen Außenlagern wurden zwischen 1937 und 1945 insgesamt fast 280.000 Menschen von den Nazis gefangen gehalten. Politisch, rassistisch oder als "Gemeinschaftsfremde" verfolgt, sollten sie dauerhaft aus der deutschen "Volksgemeinschaft" ausgeschlossen werden. Wir wollen auf einem Rundgang durch die Gedenkstätte Spuren der Geschichte aufgreifen und mehr über das Lager sowie dessen Nachgeschichte bis heute erfahren.
mehr: Nächste Ecke links

19.10.2019, 19:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Lesung von Lirabelle-Texten
von: Leser*innen

Vor kurzem ist die 20. Ausgabe der Lirabelle erschienen - einer unzensierten, anonymen Szene-Zeitschriften aus Thüringen. Damit blicken wir zurück auf sechs Jahre Verbreitung linksradikaler Inhalte und Diskussion. Bei der Lesung einzelner Texte der vergangenen Jahre wollen wir darauf gemeinsam anstoßen! Falls ihr Textwünsche habt, sendet diese gerne an: naeli-ef@riseup.net
mehr: Nächste Ecke links

19.10.2019, 15:00 Uhr, Speicher (Waagegasse 2, Erfurt)
Workshop: „Schadet die Klimapolitik künftigen Generationen? -- Ein Problem aus der Moraltheorie“
von: Fachschaftsrat Philosophie

Das Nicht-Identitätsproblem bestreitet, dass zukünftige Menschen uns vorwerfen können, ihnen sei durch unsere Klimapolitik ein Schaden entstanden. Es bestreitet das Recht auf Reparationen für die Nachfahren von Menschen, denen historische Ungerechtigkeiten (U.S. Sklaverei, Holocaust) widerfuhren. Wir versuchen gemeinsam das Argument zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und Bier zu trinken.
mehr: Nächste Ecke links

19.10.2019, 22:00 Uhr, Hackebeil (Erfurt)
Nächste Ecke links - Party der alternativen Studieneinführungstage
Wir wollen mit euch feiern, Spaß haben und uns wohlfühlen. Die Devise lautet: Feiert, wie ihr feiern möchtet, aber respektiert den Freiraum aller anderen Partygäste. Es erwarten euch klasse DJs. Welche das genau sein werden, erfahrt ihr in naher Zukunft. No Place for Racism, Fascism, Sexism, Trans- & Homophobia, Antisemitism, Ableism & Antiziganism.
mehr: Nächste Ecke links

20.10.19, ab 15:00 / 18:30 / 21:00, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
"Unsere Antwort ist Solidarität"
mehr: FB-Veranstaltung

20.10.2019, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Stadtrundgang zur Geschichte von Erfurt Nord
von: Erfurt im Nationalsozialismus

Unser 2-stündiger alternativer Stadtrundgang führt vom veto bis zur L50 durch den einst von der Arbeiterbewegung geprägten Teil nördlich der Altstadt. Mit verschiedenen Zeitzeugenberichten, Aktenauszügen und Bildern wollen wir gemeinsam mit Euch auf Spurensuche des Nationalsozialismus in Erfurt gehen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum inhaltlichen Austausch bei einer Tasse Kaffee oder Tee.
mehr: Nächste Ecke links

20.10.2019, 10:30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Workshop: "How to be an Ally?" mit Arpana Aischa Berndt und Marijana Bogojević
von: AntiRa Campus Erfurt

Entwicklung von Strategien und Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von rassismusbetroffenen Menschen im Alltag. Raum für Reflektion von Unsicherheiten weißer* Menschen, die sich bereits mit Rassismus auseinandersetzen. Erarbeitung situationsbezogener Handlungsmöglichkeiten, um als Verbündete für Personen of Colour auftreten zu können. Anmeldung nötig: antiracampuserfurt@riseup.net
mehr: Nächste Ecke links

21.10.2019, 15:30 Uhr, Anger, an Maus und Elefant, Erfurt
Nachhaltiger Stadtrundgang
von: AG Nachhaltigkeit in Kooperation mit Campus Grün

Selbst ein Teil der nachhaltigen Gesellschaft sein - aber wie geht das? Egal ob Lastenrad, verpackungsfreies Einkaufen, faires Klamottenshopping, Büchertausch oder veganes Essen. Wir gehen gemeinsam auf Entdeckungstour in Erfurt und finden die Orte, die uns helfen Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen.
mehr: Nächste Ecke links

21.10.2019, Universität Erfurt
Vortrag: „Akademischer Antisemitismus im Westen - Faktoren für den Erfolg der BDS-Bewegung“
Von: Linksjugend Solid

Antisemitismus war und ist ein Phänomen der Universitäten. Besonders im anglophonen Raum haben sich ganze Fächer zum Boykott Israels entschlossen. Einige charismatische Intellektuelle formen Vernichtungswünsche um, bis sie an der Basis als sozialrevolutionäre Praxis akzeptiert und mit allen Mitteln durchgesetzt werden. Der Ethnologe Felix Riedel erklärt die Genese der Boykottbewegung und zeichnet ihr Wirken in der amerikanischen Ethnologie und in Deutschland nach. Besondere Aufmerksamkeit erhalten der häufig belegte Übergang vom verleugneten zum offenen Antisemitismus sowie das Phänomen des linken Antisemitismus von jüdischen Intellektuellen.
mehr: Nächste Ecke links

21.10.2019, 18:00 Uhr, Grünes Büro (Michaelisstraße 15, Erfurt)
Vegan, nachhaltig & plastikfrei leben mit kochen
von: Campus Grün

Muss bei einer veganen Ernährung etwas beachtet werden? Wie schwer ist es plastikfrei zu leben und wie funktioniert eigentlich Nachhaltigkeit? Diesen und noch vielen weiteren Fragen gehen wir heute Abend auf den Grund. Und weil man sich neu gelerntes am besten durch ausprobieren merkt, wird im Anschluss gemeinsam vegan gekocht.
mehr: Nächste Ecke links

22.10.2019, 18:00 Uhr, Geschäftsstelle des AWO Landesjugendwerks (Juri-Gagarin-Ring 68-70, Erfurt)
Gemeinsames Abendbrot, Austausch und Spieleabend
von: Frauensprachcafé und Landesjugendwerk der AWO

Wir laden alle Interessierten zu einem gemeinsamen Abend ein! Bei einem Mitbringbuffet möchten wir entspannt miteinander ins Gespräch kommen. Anschließend geben wir einen Einblick in die Arbeit unserer Initiativen und stellen Mitwirkungsmöglichkeit vor. Den Abend wollen wir mit einigen Spielen ausklingen lassen und laden euch dazu ein, eigene Spiele mitzubringen.
mehr: Nächste Ecke links

22.10.2019, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Immer busy: Gesprächsabend mit Filmbeispielen zum Thema Arbeit
von: Infoladen Sabotnik

Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragen wir in der Veranstaltung diesen ‚heiligen‘ Lebenssinn der Arbeit anhand von Filmbeispielen. Danach freuen wir uns auf das Gespräch mit euch!
mehr: Nächste Ecke links

23.10.2019, 19:30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Vortrag: „Ware Wohnen - Eine kleine politische Ökonomie des Wohnungssektors“ mit Ernst Lohoff
Seit die Akkumulation des fiktiven Kapitals an den Finanzmärkten zum Hauptmotor des globalen Kapitalismus geworden ist, sind weltweit in einem Land nach dem anderen die Immobilienpreise durch die Decke gegangen. Jetzt hat es auch die „Mieterrepublik“ Deutschland erwischt. Inzwischen meint sogar die Bundesregierung, Wohnen sei „die neue soziale Frage“. Nicht von ungefähr wird ausgerechnet das Wohnen unbezahlbar. Der Grund dafür ist keinesfalls eine zu geringe Bautätigkeit, wie viele Ökonomen behaupten. Es liegt vielmehr daran, dass der Immobilienmarkt zugleich ein wichtiger Anlagemarkt ist und der steigende Bodenpreis zu den Hauptpfeilern der Bildung fiktiven Kapitals gehört. Damit das elementare Bedürfnis nach gutem Wohnen nicht immer mehr unter die Räder gerät, muss der Warencharakter von Grund und Boden aufgehoben werden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit de L50 statt und wird gefördert vom LAP Erfurt.
mehr: Nächste Ecke links

23.10.2019, 18:30 Uhr, Schüler Freizeit Zentrum, Am Großen Teich 2, 98693 Ilmenau
Die Mittelmeer-Monologe
Einlass 18:30, Beginn: 19:00

Am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, lädt das Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk in Kooperation mit dem Projekt CoRa des Flüchtlingsrates Thüringen e. V. und des DGB-Bildungswerkes Thüringen e.V. um 19 Uhr zur Aufführung der Mittelmeer-Monologe ein. Die Mittelmeer-Monologe sind ein dokumentarisches Theaterstück der Bühne für Menschenrechte. Veranstaltungsort ist der große Saal des Schülerfreizeitzentrums (Am Großen Teich 2, 98693 Ilmenau). Der Eintritt ist kostenfrei. Das Stück wird auf Englisch untertitelt.

Nach 700 Aufführungen der Asyl-Monologe, Asyl-Dialoge und NSU-Monologe sind die Mittelmeer-Monologe das neue Theaterstück von Autor und Regisseur Michael Ruf. Die Mittelmeer-Monologe erzählen von Menschen, die den riskanten Weg übers Mittelmeer auf sich nehmen, in der Hoffnung, in Europa in Sicherheit leben zu können. Sie erzählen von libyschen Küstenwachen, italienischen Seenotrettungsstellen und deutschen Behörden, die dies verhindern und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegen setzen. Diese Aktivist*innen überzeugen als Ehrenamtliche beim Alarmphone die Küstenwachen davon, Menschen in Seenot zu retten oder lernen auf der Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren - kurzum sie tun das eigentlich Selbstverständlichste, was aber im Jahr 2019 alles andere als selbstverständlich ist: menschliches Leben zu retten!

Die Mittelmeer-Monologe haben am 10. Oktober 2019 im Heimathafen Neukölln in Berlin ihre Premiere gefeiert. Am 23. Oktober sind sie nun zu Gast in Ilmenau. Nach der Aufführung wird es ein Publikums-Gespräch geben.
mehr: Flüchtlingsrat TH

23.10.2019, 15:00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne (Sorbenweg 7, Erfurt)
Sticker und Stigma, Workshop zur Sonderausstellung
Sticker gibt es seit dem späten 19. Jahrhundert. Die Ausstellung "Angezettelt" zeigt, wie seitdem antisemitische und rassistische Botschaften über Aufkleber transportiert werden. Die Teilnehmenden diskutieren im Workshop, welche Gefahren davon ausgehen, wie Stereotype und Vorurteile entstehen und sich zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entwickeln und welche Möglichkeiten der Gegenwehr es gibt. Anmeldung unter: bfd.topfundsoehne@erfurt.de
mehr: Nächste Ecke links

23.10.2019, 18:00 Uhr, Universität Erfurt
Vortrag vom Zentrum für Politische Schönheit (ZPS)
von: AntiRa Campus Erfurt

Das ZPS steht für „aggressiven Humanismus“, Aufrütteln aus Teilnahmslosigkeit und die Überzeugung, dass die Lehre aus der Shoa bedeutet, aktiv gegen Menschenverachtung einzutreten. Die Aktivist*innen engagieren sich dafür mit medienwirksamen Aktionen, wie dem Nachbau des "Holocaust-Denkmals" auf Höckes Nachbargrundstück. Im Vortrag werden wir mehr über ihre Arbeit und ihren Antrieb erfahren.
mehr: Nächste Ecke links

24.10.2019, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Workshop: Geschmack und soziale Ungleichheit

Oft wird bei alternativen, konsumkritischen und ökologischen Diskursen übersehen, dass Fragen des Konsums mit sozialer Lage zu tun haben. Ökonomische und soziale Strukturen beeinflussen den individuellen Geschmack und beschränken die Auswahlmöglichkeiten. Wir möchten im Workshop den Blick auf ökonomische und symbolisch-kulturelle Ungleichheiten schärfen und überlegen, wie beides zusammenhängt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Alternativen Einführungstage "Nächste Ecke Links" statt ist eine Kooperation von BiKo, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung.
mehr: Nächste Ecke links

24.10.2019, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
«Das Kind auf der Liste» Lesung
....die Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus am Beispiel der Familie Blum

Mit Annette Leo (Autorin)

Vorgestellt wird die Geschichte der Familie Blum, die als Sinti-Familie im Nationalsozialismus verfolgt und zum Teil ermordet wurde. Willi Blum ist jenes Kind, welches von Buchenwald nach Auschwitz deportiert wurde, anstelle von Jerzy Zweig (sogenanntes Buchenwaldkind aus dem Buch „Nackt unter Wölfen“).

Die Buchautorin stellt ihre Recherchen und Hintergrundinformationen zur Verfolgung der Sinti und Roma in der Zeit des NS und deren Kampf um Entschädigung nach 1945 vor.

Gemeinsam mit der Offenen Arbeit Erfurt
mehr: RLS Thüringen

24.10.2019, 18:00 Uhr, Naturfreundehaus (Johannesstraße 127, Erfurt)
Workshop: Naturschutz und Rechtsextremismus
von: Naturfreundejugend Erfurt

Der Workshop soll die Teilnehmenden für die historischen und aktuellen Verknüpfungen von Naturschutz und Umweltschutzthemen mit rassistischen und völkischen Ideologien sensibilisieren. Die Teilnehmenden werden durch den Workshop in die Lage versetzt demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren.
mehr: Nächste Ecke links

25.10.2019, 12:00 Uhr, Treffpunkt: Anger, Erfurt
Demo vor den Landtagswahlen!
von: Fridays for Future

Am 27. Oktober wird hier in Thüringen das letzte Parlament gewählt, das noch wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel für Thüringen verabschieden kann. Schon in der nächsten Legislaturperiode wird es zu spät sein! Um das Thema Klimaschutz zur obersten Priorität zu machen und zu verhindern, dass offene Klimaskeptiker*innen und Faschist*innen an Macht gewinnen, streiken wir um 12 Uhr am Anger!
mehr: Nächste Ecke links

25.10.2019, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Die Mittelmeer-Monologe - Wortgetreues Theater der Bühne für Menschenrechte
von: Seebrücke Erfurt und Refugee Law Clinic Erfurt

Der anhaltenden europäischen Abschottungspolitik und zunehmend feindlichen Politik gegenüber Geflüchteten muss etwas entgegengesetzt werden. Dies tut die Bühne für Menschenrechte: Schauspieler*innen erzählen wahre Geschichten von Flucht, Grenzüberwindung, Seenotrettung, Solidarität, Kriminalisierung, Trennung, Verlust, Wiedersehen. Sie verbreiten ungehörte Stimmen und machen Unsichtbares sichtbar.
mehr: Nächste Ecke links

25.10.2019, 22:00 Uhr, Klanggerüst (Magdeburger Allee 175, Erfurt)
Party: „Queer Idol“
von: QueErfurt

Unter dem Motto "Queer Idol" wollen wir mit euch ordentlich abdancen zu der Musik von Bianca Beats. Styling zum Thema der Party ist gern gesehen, aber natürlich kein Muss. Beginn 22 Uhr, Ende 4 Uhr. No sexism. No homophobia. No assholes.
mehr: Nächste Ecke links

29.10.2019, 18:00 Uhr, FSU Jena, Rosensäle, Fürstengraben 27, Jena
Cyber-Physische-Systeme für eine demokratische Arbeitsorganisation?
....Produktivkraft als Versprechen? Emanzipatorische Möglichkeiten von Technologie und aktuelle Kämpfe um Arbeit

Von dystopischen Visionen der Totalkontrolle durch Algorithmen bis hin zu Utopien einer vollversorgten Gesellschaft findet sich in aktuellen Diskussionen über digitale Technologie ein breites Spektrum an Positionen wieder.

Was können wir erwarten im Hinblick auf derzeitige digitale Entwicklungen, die unsere Arbeitsplätze gravierend verändern? Und was halten diese Veränderungen für den Wandel von Gesellschaft insgesamt bereit? Politische Krisen, steigende soziale Ungleichheit und die drohende ökologische Katastrophe stellen die Frage nach gesamtgesellschaftlicher Veränderung jenseits von Markt und Profit neu. Können digitale Technologien uns bei den Antworten behilflich sein?

In der Veranstaltungsreihe sollen Akteure aus Gewerkschaft, Wissenschaft und technischen Berufen zu Wort kommen, um die Potentiale linker Technikpolitik zu diskutieren.

1. Cyber-Physische-Systeme für eine demokratische Arbeitsorganisation?

Zunehmend werden Ideen diskutiert, in denen das Internet-der-Dinge und kybernetische Produkti-onsmodelle zur Unterstützung selbstverwalteter Arbeitsorganisation dienen sollen und in der Arbeiternehmer*innen gleichberechtigt über Arbeitsprozesse entscheiden. Andererseits stellen sich die Fragen in gewerkschaftlichen Gestaltungsprojekten ganz anders: Hier geht es oftmals um kleinteilige Kompromisse in Feldern wie Gesundheitsschutz, Qualifizierung und Arbeitszeiten.

Wie können beide Perspektiven voneinander profitieren?

Diskutieren werden diese Fragen:
- Simon Schaupp (forscht zu Arbeiterselbstverwaltungskonzepten in kybernetischen Produktionsmodellen)
- Nadine Müller (Referentin des DGB im Bereich „Gute Arbeit und Innovation“)
- Welf Schröter (Informatiker, Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung Baden-Württemberg)

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Technik und Gesellschaft" Jena
mehr: RLS Thüringen

1. & 2. November, Bad Langensalza
29. antifaschistischer & antirassistischer Ratschlag
mehr: antifaschistischer & antirassistischer Ratschlag

4.-7.11.2019, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
1989 - Steht die Revolution erst bevor? Veranstaltungsreihe
Von Montag, den 4.11. bis Donnerstag, den 7.11. finden in der Offenen Arbeit Erfurt zahlreiche Veranstaltungen über den gesellschaftlichen Umbruch im Herbst 1989 statt.
Es finden Vorträge und Diskussionen, Workshops, eine Fotoausstellung und Lesungen statt. Zudem werden Filme gezeigt. Die Reihe endet am 7.11. mit einem Konzert der Gruppe Air Tramp und einer Party.
Das Ziel der Veranstaltungen besteht in der Diskussion über die nicht abgegoltenen Ziele der Friedens-, Umwelt- und Menschrechtsgruppen in der DDR. Es wird die Frage gestellt, wie unter den gegenwärtigen politischen, sozialen und ökonomischen Gegebenheiten der damals begonnene Weg hin zu einer emanzipatorischen Gesellschaft weiter gegangen werden kann.
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Offenen Arbeit Erfurt, des Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

04.11.2019, 17:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Eröffnung der Veranstaltungsreihe + Kino
Eröffnung der Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?"
danach zwei Filme.

einen biografischen Film über einen Liedermacher aus der Lausitz und einen dokumentarischen Film über die Band Airtramp, die am 07.11. in der Michaeliskirche spielen wird.

Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?" von Offener Arbeit Erfurt, dem Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

05.11. 2019 Vormittags und Abends, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
(Un-)Freiheit in der DDR - (Un-)Freiheit im Kapitalismus
Vormittags: Workshops für Schulklassen oder Studierende

18:00 Ausstellungseröffnung (im OA-Saal)
Fotoausstellung zu Protesten von ´89 und aktuellen Protesten

19:30 (Un-)Freiheit in der DDR - (Un-)Freiheit im Kapitalismus
Input und Diskussion mit Anna Stiede und Angelika Schön

Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?" von Offener Arbeit Erfurt, dem Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

06.11.2019 Vormittag und Abend, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Jugend, Feminismus, Dissidenz in der DDR - und heute?
Vormittags: Workshops für Schulklassen oder Studierende

19:00 Erinnerungen an 1989 - Lesung von Texte

19:30 Jugend, Feminismus, Dissidenz in der DDR - und heute?
Input und Diskussion mit Judith Braband und Linda Laub

Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?" von Offener Arbeit Erfurt, dem Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

07.11.2019, 16:00 Uhr
Stadtführung: Orte des Friedens 1989
Stadtführung zu Orten der Revolution 1989.
Dauer ca. 2h
Anmeldung per mail bei der Offenen Arbeit Erfurt
https://offenearbeiterfurt.arranca.de

Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?" von Offener Arbeit Erfurt, dem Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

07.11.2019, 19:30 Uhr, Michaeliskirche in der Allerheiligenstrasse Erfurt
Konzert Airtramp
Konzert mit Air Tramp, danach Party
beides in der Michaeliskirche

http://www.parocktikum.de/wiki/index.php/Airtramp

Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "1989 - Steht die Revolution erst bevor?" von Offener Arbeit Erfurt, dem Biko e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. Gefördert von der Staatskanzlei.
mehr: Bildungskollektiv BiKo

13.11.2019, 19:00 Uhr, Kunsthaus Erfurt (Michaelisstraße 34, Erfurt)
30 Jahre Rechtsradikalismus und Antifabewegung in Ostdeutschland
Die Neonaziszene in der DDR erstarkte Ende der 1980er Jahre zusehends. Ob Ostberlin oder Weimar, Überfälle auf Punks, alternative Jugendliche, Schwule, Lesben und VertragsarbeiterInnen aus Mosambik, Vietnam oder Angola häuften sich. Rechte Hooligans eroberten die Stadien der Oberliga. Auch wurden jüdische Friedhöfe geschändet.

Diese rechte Szene erlebte nach der Wende einen beachtlichen Zuwachs und verbandt sich mit einem, von neuem Nationalstolz und Rassismus ergriffenen Teil der DDR-Bürger. Mit der Gründung der „Nationalen Alternative“ entstand in Ostberlin 1990 eine erste neue rechtsradikale Partei und Anlaufstelle der europäischen Naziszene. In vielen Städten Ostdeutschland kam es zu Übergriffen auf besetzte Häuser, Cafes und Kneipen der Alternativszene.

Gemeinsam mit „besorgten Bürgern“ wurde 1992 in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus von Rechtsradikalen angegriffen. Pogromartige Ausschreitungen fanden danach in mehreren deutschen Städten statt. Es war der Bodensatz, aus dem der NSU und die ostdeutsche Naziszene von heute entstand.

Podiumsdiskussion mit Christin Jänicke (Mitherausgeberin des Buchs „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“), Katharina König-Preuss (MdL Thüringen, DIE LINKE) und Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin, Nebenklagevertreterin im Ballstädt-Prozess)

Gesprächsleitung: Madeleine Henfling (MdL Thüringen, Bündnis 90/Die Grünen)

Eine Veranstaltung der Reihe „NEULAND - Jeder halben Revolution folgt eine ganze Konterrevolution. 30 Jahre Herbst ´89“ von Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und Kunsthaus Erfurt.
mehr: RLS-Thüringe

04.12.2019, 12:30 - 17:30 Uhr, Frauenzentrum Weimar (Schopenhauerstr. 21)
Da ist ein i in lgbt*i*q
In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch explizit die politischen Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Inter* zu berücksichtigen. Während sich LGBT*Q auf Geschlechtsidentität oder Sexualität beziehen, ist die wortwörtliche Verhandlungsmasse politischer Auseinandersetzungen um Inter* ihr ohne Einwilligung medizinisch manipulierter Körper. Inter* können lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell, trans[*], genderqueer sein - mit der Diagnose ‚intersexuell‘ hat das jedoch nichts zu tun. Eine einfache Subsumierung von Inter* greift damit zu kurz, die Forderungen von Inter*Aktivist_innen müssen angemessen in queerer Politik berücksichtigt werden.

Im Vortrag möchte ich zuerst noch einmal ins Gedächtnis rufen, was unter Inter* zu verstehen ist und dann auch mit Hilfe von Interviewausschnitten aus meiner Forschung meine Perspektive begründen, dass es wichtig ist, den medikalisierten, durch Pathologisierung und Zurichtung versehrten Körper als wichtiges Moment von Inter*Aktivismus explizit mitzudenken. Im zweiten Teil möchte ich eher Diskussionsimpulse geben als kontroverse Thesen aufstellen. Anhand von Beispielen aus dem Kontext der politischen Bemühungen um den dritten Geschlechtseintrag möchte ich eine Diskussion anregen, wie eine solidarische Zusammenarbeit (noch) besser funktionieren kann.



Dr._in Joris A. Gregor

Dr. Joris A. Gregor arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Jena. Studium der Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Für die Promotion 2014 wurde mit einer Biographieforschung Intergeschlechtlichkeit als bedeutende soziale Kategorie herausgearbeitet und die Rolle des Körpers in feministischer und queerer Theorie reflektiert. Im Anschluss daran beschäftigen Gregor aktuell insbesondere intersektional verschränkte Gehalte des Körperthemas und die Materialität von sexueller Aktivität in intimen Nahbeziehungen.

-

Da unsere räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir euch, bei Interesse eure Teilnahme verbindlich anzumelden unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe Radikaler Regenbogen.
mehr: Radikaler Regenbogen