Mitte März, Weimar
Stadtführung zu den Orten des Kapp-Lüttwitz-Putsches
Vor 101 Jahren wurde der Generalstreik ausgerufen, um den Putsch von rechten Armeeeinheiten zu verhindern. Vor dem Weimarer Volkshaus wurden neun Arbeiter erschossen.
Wir wollen mit einer historisch-politische Stadtführung unter anderem das Volkshaus, das Denkmal der Märzgefallenen und andere Orte in Weimar besuchen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen statt.

Die Stadtführung ist für Mitte März geplant, Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben.

Wir bitten um Anmeldung: biko@arranca.de

Januar-Dezember 2021
»Radikalisiert euch!«
Das Biko setzt sich 2021 mit (De)radikalisierung auseinander. Es geht darum, eine Kritik des Deradikalisierungsansatzes -- im Grunde eine Neuauflage der Extremismustheorie -- zu erarbeiten und gleichzeitig ein positive Konzept von Radikalität zu entwickeln, das darauf zielt, beim Verständnis und der Bearbeitung von sozialen Problemen an die Wurzeln zu gehen.

Weiteres in Kürze hier. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann sich per Mail beim Biko melden.
mehr: Kontakt zum Biko

Sommer 2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
»Zukunft Menschheit?«
Bio- und Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz, die Zerstörung der Umwelt (nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel): zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit fanden wohl so viele tiefgreifende Veränderungen statt wie heute. Der technische Fortschritt im Kapitalismus trägt ebenso dazu bei wie die ihn begleitenden Krisenprozesse. Mit der Veranstaltungsreihe »Zukunft Menschheit?« will das Bildungskollektiv Biko den ganz großen Bogen schlagen: vom Neolithikum bis ins heutige Anthropozän und darüber hinaus. In fünf Veranstaltungen werde wir Blicke auf die Geschichte der Menschheit, aktuelle technologische Entwicklungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen werfen, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Durchdringung der Themen zu erheben. Die Reihe ist eine Einladung zur Diskussion - in Zeiten der Pandemie und der multiplen Krise des Kapitalismus. Es geht dem Bildungskollektiv nicht um eine dystopische Erzählung, sondern um einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte über eine Zukunft von Emanzipation, Befreiung und Überleben.

Die erste Veranstaltung widmet sich am 35. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl einem Ereignis, durch das nicht zum ersten Mal, aber mit großer Intensität die Grenzen technologischen Größenwahns deutlich wurde. Der GAU von Fukushima vor 10 Jahren ist ein weiteres Beispiel für die zerstörerische Logik der Produktivkraftentwicklung. Daran, dass Katastrophen heute zum Alltag sehr vieler Menschen, vor allem im globalen Süden, gehören, erinnern Viktoria Postel und Matthias Weiß am 26. April.

Die zweite Veranstaltung stellt das Geschehen in einen sozialhistorischen Rahmen: Wann und unter welchen Umständen begann der Aufstieg der Menschheit zur weltbeherrschenden Spezies und welche Konsequenzen hatte dies langfristig gesehen? Führt der Fortgang der Geschichte in die Katastrophe, ins Nichts oder sind wir als Menschheit in der Lage und bereit, den Gang der Geschichte zu verändern? Bernd Löffler diskutiert diese Frage am 6. Mai als Teil einer großen Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän.

Die folgenden zwei Veranstaltungen diskutieren gegenwärtige (Alb)träume der Technikentwicklung:

Cornelia Schadler spricht am 7.5. über Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster. Es geht um gegenwärtige biotechnologische Entwicklungen und die damit verbundenen Probleme und Hoffnungen: Parallel zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen entwickeln sich derzeit Technologien, die direkt in die organische Materialität von Menschen und Tieren eingreifen, um deren Produktions- und Reproduktionskraft zu steigern. Das erweitert den planenden Zugriff auf mögliche Formen des Mensch-Seins. Wir diskutieren am 7.5., welche sozialen Folgen das hat, welche Hoffnungen daran daran geknüpft werden und welche Probleme entstehen.

Eine weitere Technologie, die alle Menschheitsprobleme lösen soll, ist Künstliche Intelligenz - so zumindest das Mantra von Forscher*innen, Politik und Wirtschaft. Wirklich? Gibt es da nicht noch einige politische Fragen vorher zu diskutieren? Zum Beispiel: was kann, was darf Künstliche Intelligenz? Wem soll sie dienen - dem kapitalistischen Akkumulationszwang oder einer freien Gesellschaft? Wer entscheidet darüber? Welche konkreten Vorstellungen und Vorschläge gibt es jetzt? Und was ist in der Zukunft noch zu erwarten? Über diese und weitere Fragen spricht bei der folgenden Veranstaltung am 11.5. das Çapulcu-Kollektiv.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet eine kleine literarische Reise. Wir laden Menschen aus unserem Umfeld ein, eigene Gedanken oder Lesestücke aus den Zukunftsentwürfen verschiedener Autor*innen vorzutragen. Denn die Zukunft der Menschheit sollte doch ein Kunstwerk werden. Oder?

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

Mitte April, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Im Focus - Filmreihe zum vielfältigen Widerstand im Nationalsozialismus
Vierteilige Filmreihe anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus.
Beleuchtet werden sollen Menschen und Gruppen (Georg Elser, Dietrich Bonhoeffer, Die weiße Rose, italienische PartisanInnen) im Widerstand, die in der Öffentlichkeit teilweise bekannt bzw. kaum bekannt sind. Als Einstieg zur jeweiligen Filmveranstaltung gibt es einen Impuls zum Film und nach dem Film eine Diskussion.

Welche Filme an welchem Termin gezeigt werden, wird noch bekannt gegeben (13.04.,15.04.,20.04.,22.04.)

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen statt.

26.04.2021, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Die Zerstörung der Humanität
Anlässlich des 35. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl erinnern Viktoria Postel und Matthias Weiß daran, dass Katastrophen heute zum Alltag sehr vieler Menschen, vor allem im globalen Süden, gehören.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »Zukunft Menschheit«, die das Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.
mehr: zur Reihe »Zukunft Menschheit«

29.04.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Neustart in Bolivien?
Die Staaten Mittel- und Südamerikas bleiben in Bewegung. Rechte, zum Teil faschistoide Regierungen stehen starken sozialen, indigenen und feministischen Bewegungen gegenüber. Die linken Regierungen der 2000er Jahr haben sich entweder neoliberal „gewendet“ (Ecuador, Uruguay), ihre Ideale „vergessen“ (Bolivien) oder ihren Staat in Grund und Boden gewirtschaftet (Venezuela). Die Linke Lateinamerikas befindet sich wieder einmal in einem Suchprozess.

Neustart in Bolivien?
Luis Arce heißt der neue Präsident Boliviens. Er ist Mitglied der Bewegung zum Sozialismus (MAS) des ehemaligen Präsidenten Evo Morales. Nach einem putschartig erzwungenen Rücktritt von Morales im November 2019 und dem völligen Scheitern der Übergangsregierung überraschte der hohe Sieg des neuen Präsidenten. Eine Chance für einen Neustart des Landes?

Die Veranstaltung wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

06.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Eine kurze Menschheitsgeschichte vom Neolithikum zum Anthropozän
Wann und unter welchen Umständen begann der Aufstieg der Menschheit zur weltbeherrschende Spezies und welche Konsequenzen hatte dies in der Vergangenheit und hat dies in der Gegenwart? Führt der Fortgang der Geschichte in die Katastrophe, ins Nichts oder sind wir als Menschheit in der Lage und bereit den Gang der Geschichte zu verändern? Bernd Löffler diskutiert diese Fragen bei dieser Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Zukunft Menschheit«.

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.
mehr: zur Reihe »Zukunft Menschheit«

07.05.2021, 19.30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Biotechnologie, Transhumanismus, Cyborgs und andere Monster
Die Geschichte der Produktionsverhältnisse und -mittel ist auch eine Technikgeschichte -- mit gesellschaftlichen Folgen: Parallel zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen entwickeln sich derzeit Technologien, die direkt in die organische Materialität von Menschen und Tieren eingreifen, um deren Produktions- und Reproduktionskraft zu steigern. Das erweitert den planenden Zugriff auf mögliche Formen des Mensch-Seins. Wir diskutieren am 7.5., welche sozialen Folgen das hat, welche Hoffnungen daran daran geknüpft werden und welche Probleme entstehen.


Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »Zukunft Menschheit«, die das Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.

mehr: zur Reihe »Zukunft Menschheit«

11.05.2021, 19.30 Uhr
Wally oder Skynet? Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz
Im Rahmen der Reihe »Zukunft Menschheit« spricht das Çapulcu-Kollektiv über die möglichen gesellschaftlichen Folgen der Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.
mehr: zur Reihe »Zukunft Menschheit«

Mai/Juni 2021
Literarische Zukunftsreise
Als Abschluss der Reihe »Zukunft Menschheit« lädt das Biko zu einer literarischen Reise in die Zukunft. Wir laden Menschen aus unserem Umfeld ein, eigene Gedanken oder Lesestücke aus den Büchern verschiedener Autor*innen vorzutragen. Denn die Zukunft der Menschheit sollte doch ein Kunstwerk werden. Oder?

Über Termin und Beteiligte wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die Reihe wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.
mehr: zur Reihe »Zukunft Menschheit«

10.06.2021
Anthropozän

23.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Geschichte von Unten - Die Romane des Autorenkollektivs Wu Ming
Der berühmte Roman „Q“ machte das Kollektiv Wu Ming (damals Luther Blissett) berühmt. Es folgten weitere Romane, die alle das gleiche Ziel vertraten: Eine andere Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte aus der Sicht der Besiegten, der unbekannt gebliebenen Revolutionäre. Dies nicht als historische Abhandlung, sondern als spannend erzählte Geschichte(n). Der Vortrag soll eine Übersicht über die erschienenen Bücher, ihre Inhalte und Held*innen vermitteln.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen statt.

30.09.2021, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.
Die Staaten Mittel- und Südamerikas bleiben in Bewegung. Rechte, zum Teil faschistoide Regierungen stehen starken sozialen, indigenen und feministischen Bewegungen gegenüber. Die linken Regierungen der 2000er Jahr haben sich entweder neoliberal „gewendet“ (Ecuador, Uruguay), ihre Ideale „vergessen“ (Bolivien) oder ihren Staat in Grund und Boden gewirtschaftet (Venezuela). Die Linke Lateinamerikas befindet sich wieder einmal in einem Suchprozess.

Mexico - Nach der Wahl von AMLO zum Präsidenten.
Die vielen ungelösten Probleme: Trumps Mauer, Drogenkrieg, Zapatistas…

Die Veranstaltung wird vom Bildungskollektiv Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und der Offenen Arbeit Erfurt durchführt.