12.11.2019, 19.30 Uhr, Haus der Sozialen Dienste Erfurt
Sisters of Comedy Erfurt
Nach dem großen Erfolg 2018 startet die geballte Komikerinnenoffensive erneut den Angriff auf Herz, Hirn und Humorzentrum! Zeitgleich finden zahlreiche Shows, in über zwanzig Städten, statt. 100% Frauenpower: krachend kabarettistisch, furios feminin und derbe divenhaft, für Sie & Ihn und alles dazwischen.

Mit dabei: Franziska Ball, Sonja Pikart, Anika Janakiev und HüperBel

12.11.2019, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Globale 2019 Zeit für Utopie
Zeit für Utopien
Kurt Langbein / 98 min / 2018

Der Film zeigt positive Beispiele, wie wir mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen können: So können 1,5 Mio. Menschen mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden. Wohnen ist mit einem Bruchteil der Energie möglich, die durchschnittlich verbraucht wird. Ein Smartphone kann fair produziert werden und eine ehemals einem Großkonzern angehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

Im Anschluss Austausch mit Initiativen aus Thüringen, die bereits Alternativen leben. Eingeladen sind Menschen u.a. des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen und der Kommune Waltershausen.

13.11.2019, 19:00 Uhr, Kunsthaus Erfurt (Michaelisstraße 34, Erfurt)
30 Jahre Rechtsradikalismus und Antifabewegung in Ostdeutschland
Die Neonaziszene in der DDR erstarkte Ende der 1980er Jahre zusehends. Ob Ostberlin oder Weimar, Überfälle auf Punks, alternative Jugendliche, Schwule, Lesben und VertragsarbeiterInnen aus Mosambik, Vietnam oder Angola häuften sich. Rechte Hooligans eroberten die Stadien der Oberliga. Auch wurden jüdische Friedhöfe geschändet.

Diese rechte Szene erlebte nach der Wende einen beachtlichen Zuwachs und verbandt sich mit einem, von neuem Nationalstolz und Rassismus ergriffenen Teil der DDR-Bürger. Mit der Gründung der „Nationalen Alternative“ entstand in Ostberlin 1990 eine erste neue rechtsradikale Partei und Anlaufstelle der europäischen Naziszene. In vielen Städten Ostdeutschland kam es zu Übergriffen auf besetzte Häuser, Cafes und Kneipen der Alternativszene.

Gemeinsam mit „besorgten Bürgern“ wurde 1992 in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus von Rechtsradikalen angegriffen. Pogromartige Ausschreitungen fanden danach in mehreren deutschen Städten statt. Es war der Bodensatz, aus dem der NSU und die ostdeutsche Naziszene von heute entstand.

Podiumsdiskussion mit Christin Jänicke (Mitherausgeberin des Buchs „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“), Katharina König-Preuss (MdL Thüringen, DIE LINKE) und Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin, Nebenklagevertreterin im Ballstädt-Prozess)

Gesprächsleitung: Madeleine Henfling (MdL Thüringen, Bündnis 90/Die Grünen)

Eine Veranstaltung der Reihe „NEULAND - Jeder halben Revolution folgt eine ganze Konterrevolution. 30 Jahre Herbst ´89“ von Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und Kunsthaus Erfurt.
mehr: RLS-Thüringe

13.11.2019, 18:00 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Feministisch streiten - Buchvorstellung
von Koschka Linkerhand und Sabrina Zachanassian

Teil der VA-Reihe:

In den Wochen vom 11.11.19 bis zum 30.11.19 finden im Rahmen der *Veranstaltungsreihe gesellschaft*macht*geschlecht*, die vom Gleichstellungsreferat der FSU organisiert wird, unterschiedliche Vorträge, Lesungen u.v.m. statt, die feministische Perspektiven anbieten und Diskussionsräume eröffnen wollen.

Innerfeministische Debatten sind komplex, polemisch, tiefgründig, witzig, manchmal zusammenführend, manchmal spaltend. Um sie zu verstehen, um zu verstehen, warum sich gerade wieder wer mit wem
streitet, um zu verstehen, warum die eine Position mit der anderen vielleicht nicht ganz so einfach überein zu bringen ist, braucht es Überblick und Einblick.

Daher wollen wir euch dieses Jahr dazu einladen,
mit uns gemeinsam unterschiedliche feministische Strömungen und Positionen kennenzulernen und darüber ins Gespräch zu kommen.


Seminarraum 308, Carl-Zeiß-Str. 3

13.11.2019, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Klimagerechtigkeit selber machen - auf in die Lausitz! - Mobitreffen
Die Regierung hat die 1,5°-Grenze aufgegeben - wir aber nicht! Millionen Menschen gehen für’s Klima auf die Straße - und die Antwort der Regierung ist ein Klimazerstörungspaket, mit dem sie ihr Versagen erneut unter Beweis stellt und die Klimakrise nur noch weiter anheizt. Business as usual und noch rund 20 Jahre dreckige Kohle?! Das ist
klimapolitischer Wahnsinn und bedeutet die Zerstörung von Lebensgrundlagen, hier und weltweit: Extreme Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Fluten sind grausame Realität und treffen vor allem die Menschen im Globalen Süden. Das Zeitfenster um zu Handeln schließt sich und der Kohleausstieg ist immer noch die einfachste Sofortmaßnahme. Die Untätigkeit der Regierung ist ein deutliches Signal an uns alle: Politische Reförmchen werden das Klima nicht retten. Kohleausstieg bleibt Handarbeit!

Statt Kopf in den Sand, heißt es jetzt: Füße in die Grube.
Wir gehen am letzten November Wochenende (29.11. - 01.12.)
direkt an den Ort der Zerstörung - ins Lausitzer Braunkohlerevier.
Während die Regierung den Kohleausstieg 2038 per Gesetz festnageln will,
leiten wir den sofortigen Kohleausstieg ein. In einer Massenaktion
zivilen Ungehorsams werden wir gemeinsam mit euch und vielen anderen
Menschen Kohleinfrastruktur stilllegen. Wir beenden das Zeitalter des
fossilen Kapitalismus. Raus aus der Kohle. Raus aus einem
Wirtschaftssystem, das auf endlosem Wachstum und Ausbeutung basiert!

Außerdem:

BASIS-AKTIONSTRAINING am
Sonntag, 17. November von 11 bis 16 Uhr im Filler und
gleich im Anschluss findet noch ein Austausch über mögliche Repressionen statt.
mehr: Ende Gelände

13.11.2019, 19:30 Uhr, Der Laden (Trierer Straße 5, Weimar)
Veränderung selber machen - Podiumsdiskussion
Veränderung selber machen - Podiumsdiskussion über die aktuelle politische Situation in Thüringen und einen emanzipatorischen Umgang damit

Sterben im Mittelmeer, rassistische und antifeministische Angriffe, Inter*- und Trans*feindlichkeit und das Voranschreiten der Klimakrise - das sind nur einige akute Problemlagen, die viele Menschen regelmäßig auf die Straße treiben. Trotz aktiver Zivilgesellschaft, haben diese Themen im Wahlkampf keine große Rolle gespielt. Das Ergebnis der Landtagswahlen stellt die Demokratie vor Herausforderungen und für Koalitionen werden ungewöhnliche Lösungen benötigt. Die Möglichkeit der Regierungsbeteiligung einer völkisch nationalistischen Partei macht emanzipatorische Bewegungen wichtiger denn je. Was bedeutet die aktuelle politische Lage in Thüringen für antirassistische, Klimagerechtigkeits- und queer-feministische Gruppen? Wie können sich Interessierte einbringen? Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt werden?

Der Laden e.V. lädt dazu ein gemeinsam mit Vertreter*innen verschiedener sozialer Bewegungen auf die Landtagswahl zurück zu blicken. Zusätzlich zu den Einschätzungen und Erfahrungen von 3 Aktivist*innen auf dem Podium, freuen wir uns auch über weitere Gäste, die ihre Perspektiven mit in die Diskussion bringen. Kommt zahlreich!
mehr: Der Laden (Achtung Facebook)

14.11.2019, 19.00 Uhr, Haus auf der Mauer (Johannisplatz 26, Jena)
FRAUEN BILDET BANDEN Film
Ein Film des FrauenLesbenFilmCollectifs LasOtras.

Die „Rote Zora” war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD, die sich klandestin organisierte. Entstanden ist die feministische Gruppe aus dem Kontext der Revolutionären Zellen. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.

Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora” und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.

Der Film zeigt, dass viele Themen der Roten Zora hoch aktuell sind und bietet viel spannenden Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

15.11.2019, 19:00 Uhr, Frauenzentrum Weimar
Frauenfilmreihe (Titel kann telefonisch erfragt werden)
Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit unterliegen einem Werbeverbot, weshalb wir den Filmtitel nicht nennen dürfen. Der Titel kann jedoch telefonisch nachgefragt werden: 03643-871170.

Inhalt:
Nachdem ihre Tochter vergewaltigt wurde, legt sich eine Mutter mit der Polizei an. Sie findet nämlich, dass die Beamten ihre Arbeit nicht richtig machen. Also stellt sie nahe ihrer Heimat in Missouri drei provokante Werbetafeln auf. Darauf sind Anfeindungen gegen Polizeichef William Willoughby geschrieben. Obwohl Mildreds Sohn Robbie dem Konflikt lieber aus dem Weg gehen will, gibt die Mutter zweier Kinder nicht auf, bis Gerechtigkeit herrscht.

Wie immer, machen wir den Bechdel-Test. Dieser besteht aus drei einfachen Fragen. Werden sie positiv beantwortet, hat der Film den Test bestanden.

· Gibt es mindestens zwei Frauenrollen?
· Sprechen sie miteinander?
· Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende für die Veranstaltungsreihe wird gebeten.

15.11.2019, 19:30 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
FLUT. Magazin für gegenwärtige Erotik - Releaseparty
mehr Infos folgen auf: https://gleichstellung.stura.uni-jena.de/veranstaltungen.php

In den Wochen vom 11.11.19 bis zum 30.11.19 finden im Rahmen der *Veranstaltungsreihe gesellschaft*macht*geschlecht*, die vom Gleichstellungsreferat der FSU organisiert wird, unterschiedliche Vorträge, Lesungen u.v.m. statt, die feministische Perspektiven anbieten und Diskussionsräume eröffnen wollen.

Innerfeministische Debatten sind komplex, polemisch, tiefgründig, witzig, manchmal zusammenführend, manchmal spaltend. Um sie zu verstehen, um zu verstehen, warum sich gerade wieder wer mit wem
streitet, um zu verstehen, warum die eine Position mit der anderen vielleicht nicht ganz so einfach überein zu bringen ist, braucht es Überblick und Einblick.

Daher wollen wir euch dieses Jahr dazu einladen,
mit uns gemeinsam unterschiedliche feministische Strömungen und Positionen kennenzulernen und darüber ins Gespräch zu kommen.


15.11.2019, 18:00 Uhr, Other Music Academy Weimar, Ernst-Kohl-Str. 23
Es gibt keinen Planeten B!, Vortrag & Diskussion
eit einem knappen Jahr streiken und demonstrieren viele junge Menschen auf der ganzen Welt für einen konsequenten Klimaschutz. Am 20. September 2019 gingen in Deutschland über 1,4 Millionen Menschen auf die Straße. Sie wollen den Druck auf die Regierungen und Parlamente erhöhen, damit das Pariser Klimaabkommen endlich ernst genommen und die Politik in Zukunft daran ausgerichtet wird.
Lorenz Gösta Beutin ist Bundestagsabgeordneter der LINKEN, klima - und energiepolitischer Sprecher der Linksfraktion und engagiert sich seit vielen Jahren in der Klimabewegung.
Am 29.11.2019 wird Lorenz Gösta Beutin über die Pläne der Partei DIE LINKE für eine erfolgreichen und sozial gerechte Klimapolitik sprechen. Im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Martina Renner und Aktivist*innen von Fridays for Future Weimar wird auf die aktuelle Klimadebatte eingegangen und unter anderem die Forderung nach einem Klimanotstand diskutiert.

Zu Gast: Lorenz Gösta Beutin (*1978, Hamburg), gelernter Historiker. Mitglied der Bundestagsfraktion der LINKEN seit 2017, vertritt diese im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und stellvertretend im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Eintritt frei.

16.11.2019, Gotthardtstraße, Spielplatz an der Krämerbrücke
Demo Autonome Freiräume erhalten - Dem rechten Vormarsch entgegentreten. Antifaschistisch. Solidarisch. Klimagerecht.
Organisiert vom AJZ im Rahmen ihrer Geburtstagswoche "30 Jahre AJZ".

Start 13.00 Uhr Gotthardtstraße, Spielplatz an der Krämberbrücke.

16.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Revolution im Iran & Frauen Vortrag von Fathiyeh Naghibzadeh
„Freiheit ist nicht östlich und nicht westlich, sondern universell!“ - So lautete der Schlachtruf unter dem sich am 08. März 1979 spontan zehntausende Frauen und Mädchen auf den Straßen Teherans versammelten, um gegen das allgemeine Verschleierungsgebot zu demonstrieren, welches die neuen islamistischen Machthaber kurz zuvor beschlossen hatten. Die Veranstaltung soll das Wesen der islamistischen Geschlechterapartheid und den Widerstand dagegen beleuchten und über die aktuelle Situation von Frauen unter dem iranischen Regime informieren.

Ort: Seminarraum 308, Carl-Zeiß-Str. 3

18.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Sexarbeit aus feministischer Perspektive Offener Vortrag von Snezhinka
mehr Infos folgen auf: https://gleichstellung.stura.uni-jena.de/veranstaltungen.php

19.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Die Uhr, die nicht tickt, Buchvorstellung von Sarah Diehl
Immer mehr Frauen bleiben freiwillig kinderlos. Doch "die biologische Uhr", der "angeborene Mutterinstinkt" und die vermeintliche "Sicherheit der Kleinfamilie" sind so unhinterfragt, dass Frauen ohne Kinderwunsch ihrer Entscheidung selbst misstrauen. Der Vortrag beleuchtet, wie das schlechte Image der kinderlosen Frau sowie frauengesundheitliche Themen, wie der Schwangerschaftsabbruch, im gesellschaftlichen Diskurs genutzt werden, um an alten Familienkonzepten und Geschlechterhierarchien festhalten zu können. Das wiederum kann als Druckmittel zur unbezahlten care-Arbeit gegen Frauen interpretiert werden.

Biografie: Sarah Diehl, geboren 1978, studierte Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies. Sie arbeitet zum Thema "Reproduktive Rechte im internationalen Kontext", hat hierzu zwei Anthologien veröffentlicht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm gedreht: Abortion Democracy: Poland/South Africa. 2012 erschien ihr erster Roman Eskimo Limon 9. Ihr neuer Roman Mobile erscheint 2020. 2014 gründete sie Ciocia Basia, eine Organisation, die es Frauen in Polen ermöglicht legale Schwangerschaftsabbrüche in Berlin zu bekommen. Sie lebt als Schriftstellerin, Aktivistin und Filmemacherin in Berlin.

Seminarraum 308, Carl-Zeiß-Str. 3

19.11.2019, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Bedingungsloses Grundeinkommen als Alternative zu Hartz4 - Vortrag und Diskussion mit Werner Rätz
"Der Grund der Gerechtigkeit ist die Anerkennung der Würde des Menschen und seine Freiheit."
So hieß es bereits 1985 in einem Buch der Katholischen Sozialakademie in Österreich zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen.
Von Menschenwürde und Freiheit kann im Hartz-System wahrhaftig nicht die Rede sein. Dort sind Drangsalierung, Erniedrigung, Erzeugung von Angst und Unterwürfigkeit keineswegs Zufall, sondern gewollte und geplante Effekte. Wer ohne Erwerbsarbeit ist, soll sich bedingungslos für jeden unsinnigen Job zur Verfügung stellen. Wer noch einen Erwerbsarbeitsplatz hat, soll jede noch so miese Bedingung ertragen, um bloß nicht in Hartz IV abzurutschen.
Es gäbe Alternativen.
Man könnte die berechtigten Ansprüche der Menschen anerkennen und aufhören, bewusst falsche Ablehnungsbescheide zu erlassen. Man könnte die Sanktionspraxis lockern oder die Sanktionen ganz streichen. Man könnte die Regelsätze so erhöhen, dass man davon leben könnte. Man könnte die Menschen fragen, was sie denn besonders gut können und besonders gerne tun wollen, und ihnen dabei helfen, das zu verwirklichen.
Und man könnte auch allen bedingungslos ein Grundeinkommen auszahlen, das es ihnen ermöglicht, in Freiheit tätig zu sein.

Über all das wollen wir am 19.11. ab 19:30 in der Offenen Arbeit Erfurt mit Werner Rätz reden.

Eine Veranstaltung von attac Erfurt, dem Biko e.V. und dem Bildungskooperationen für eine gerechte Globalisierung e.V.

20.11.2019, 20:00 Uhr, Der Laden (Trierer Straße 5, Weimar)
Film Herma, XXY intersex
In der kanadisch-deutschen Dokumentation entdeckt Hauptperson Sunny im Alter von 39 Jahren, dass sie als intergeschlechtlich geboren wurde. Eine intergeschlechtliche Person hat die biologischen Eigenschaften beider Geschlechter oder es fehlen einige der biologischen Eigenschaften, die als notwendig erachtet werden, um als das eine oder andere Geschlecht definiert zu werden. Sunny bricht die Stille für sich und für die Tausenden von Kindern, die intersexuell geboren wurden. Auf einer intimen Pilgerreise auf der Suche nach seiner Identität ermöglicht Sunny es uns, eine außergewöhnliche Gemeinschaft zu entdecken. Eine Gemeinschaft, die sich bereit erklärt, sich trotz der Ablehnung, die sie erfahren, zu öffnen und darum zu kämpfen, die Operationen zur Geschlechtszuordnung bei Neugeborenen zu beenden. Wir stellen fest, dass auf der ganzen Welt Stimmen laut werden, um diese Genitalverstümmelungen zu stoppen. Dieser Dokumentarfilm hat unter Teilnehmer*innen aus Deutschland, Südafrika, China und Kanada ein erhebliches Zugehörigkeitsgefühl geschaffen.
Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

+++ english version +++
At thirty-nine, Sunny Dagenais discovers that he was born intersex. An intersex person has the biological attributes of both sexes or lacks some of the biological attributes considered necessary to be defined as one sex or another. Sunny breaks the silence for himself and for the thousands of children born intersex. In an intimate pilgrimage in search of his identity, Sunny allows us to discover an extraordinary community. A community that agrees to open up despite the rejection they face and who is fighting to end gender assignment surgeries on newborns. We discover that all over the world voices are being raised to stop these genital mutilations. This documentary has created a significant sense of belonging among participants from Germany, South Africa, China and Canada.

Participation is free of charge, donation is recommended.

20.11.2019, 19:00 Uhr, Radio F.R.E.I. Gotthardtstraße 21
Schattenarmee oder Einzelfälle? (Vortrag und Diskussion)
SCHATTENARMEE ODER EINZELFÄLLE? Rechte Netzwerke in deutschen Sicherheitsbehörden. Vortrag & Diskussion mit Martina Renner, MdB.

Nicht erst seit den beiden rechtsterroristischen Mordanschlägen in Kassel und Halle in diesem Jahr besteht die Notwendigkeit, über rechten Terror und seine unterstützenden Netzwerke zu sprechen. Vor einem Jahr wurde durch Recherchen der „Tageszeitung“ (taz) bekannt, dass sich in den vergangenen Jahren anscheinend ein neues rechtes Netzwerk gebildet hat. Das besondere und erschreckende dabei: Zahlreiche Mitglieder waren oder stehen im Dienst von Polizei, Bundeswehr oder anderen Sicherheitsbehörden und bereiteten sich mit Waffen auf einen Tag X vor, an dem sie zuschlagen wollten.

Schattenarmee oder Einzelfälle?

Diese Frage wollen wir mit euch und Martina Renner (MdB), Sprecherin für Antifaschismus der LINKEN im Bundestag, diskutieren.

Eintritt frei.

20.11.2019, 19:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag von Roger Behrens: Zur Kritik materialistischer Bildungstheorie und -praxis
Dem Befund einer Bildungskatastrophe in den 1950er Jahren, die allemal Ausdruck der gesellschaftlichen Katastrophe des deutschen NS-Terrors war, folgten Bestrebungen, Demokratisierungsprozesse eng an Erziehung und Wissenschaft zu koppeln beziehungsweise Erziehung und Wissenschaft zu wesentlichen Antriebskräften der Demokratisierung zu machen; aufgegriffen wurde das auch - spätestens im Zuge der so genannten 68er-Bewegung - von der Linken: in den 1970ern haben die kritische, materialistische Bildungstheorie und dialektische Pädagogik einen enormen Auftrieb erfahren; bis in die 1980er Jahre hinein gelang es, in den Bereichen Wissenschaft und Erziehung vielfältige Reformprozesse mitzugestalten. Abgesehen davon, dass die Demokratisierungsprozesse der Nachkriegszeit früh schon mit reaktionären und regressiven Gegenbewegungen konfrontiert waren, kollidierte Bildungstheorie und -praxis in kritische Absicht merkwürdig mit der Dynamik der verwalteten Welt: Elemente der kritischen Bildungstheorie, kritischen Wissenschaft und kritischen Erziehung werden in »demokratisierte« Lern- und Lehranstalten integriert. Die emanzipatorischen Gehalte kritischer Bildungstheorie und -praxis verpufften dabei allerdings, wurden banalisiert, stumpf, »selbstverständlich« etc. - Eine verantwortungsvolle, Wissenschaft, die ihre Forschung reflektiert, eine »kindgerechte Erziehung«, und Parolen wie »Bildung für alle« sind heute Allgemeinplätze eines gesellschaftlichen Konsenses, der zugleich alle Formen und Inhalte radikaler Kritik suspendiert hat; »kritisch« sind nur noch Verbesserungsvorschläge zur Optimierung des Normalbetriebs. Die herrschafts-, gesellschafts- wie subjektkritischen Implikationen, die selbst dem bürgerlich-humanistischen Ideal nach einmal mit Bildung, Erziehung und Wissenschaft konzeptuell verbunden waren, sind heute vollständig absorbiert und wirkt zugleich obsolet und antiquiert.

Eine Veranstaltung des Biko e.V. in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

21.11.2019, 19:00 Uhr, Lichthauskino Weimar Am Kirschberg 4, Weimar, 99423 Deutschland
Queerer Kurzfilmabend
Eine Auswahl von internationalen Kurzfilmen lädt zur Auseinandersetzung mit Fragen rund um Geschlechtsidentität, Geschlechterrollen und Sexualität ein.

Erzählt werden Geschichten von Konflikten, von Aushandlung, von Widerstand, Unangepasstheit, Mut, Alltäglichkeit und Liebe, die Vorstellungen Geschlecht und Sexualiät erweitern. Die Auswahl von Kurzfilme unterschiedlicher Genres zeigen verschiedene Perspektiven.
.

+++ english version +++

A selection of international short films invite the viewer to examine questions relating to gender identity, gender roles and sexuality.

Stories of conflicts, of negotiation, of resistance, unconventionality, courage, everyday life and love are told, conventional ideas of gender and sexuality are questioned. The selection of short films of different genres illustrate different perspectives.

22.11.2019, 19:00 Uhr, Jugendclub Vortrefflich Weimar Steinbrückenweg 5, Weimar, 99425 Deutschland
Diary-Slam
Bei einem Diary Slam lesen Menschen vor einem Publikum aus Textdokumenten ihrer Vergangenheit. Das können Tagebucheinträge, Auszüge aus Freundschafts- oder Briefbüchern, ausgewählte SMS, alte Briefe und Postkarten, Chatverläufe oder Sequenzen aus Traumtagebüchern sein. Durch den zeitlichen sowie emotionalen Abstand ist das höchste Gebot der Geheimhaltung plötzlich aufgehoben und das ehemals Private und Intime wird nun freiwillig und schamlos mit Fremden geteilt.

Beim Diary Slam im Rahmen der queerfeministischen Veranstaltungsreihe soll ein ganz bestimmter, inhaltlicher Fokus gesetzt werden: Gewünscht sind Lesebeiträge zu den Themen Körper und Geschlecht sowie Sexualität und Identität. Ausgehend von den vorgetragenen Texten möchten wir mit den Leser*innen sowie mit dem Publikum über Wandlungen in der Wahrnehmung des eigenen Körpers, Gedanken zum Thema sexuelle Lust und Befriedigung sowie die zugespitzte Sicht auf diese Themenbereiche im jugendlichen Alter ins Sprechen kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Hast du auch Lust beim Diary Slam vorzulesen? Dann melde dich unter: radikaler_regenbogen@posteo.de

22.11.2019, 19:00 Uhr, Frauenzentrum Weimar Schopenhauerstr. 21, Weimar, 99423 Deutschland
(M)otherhood - Mutter*schaft zwischen Tradition und Erfahrung
In einer Lecture-Performance und mit einem Archiv an Materialien, wird Franziska Burkhardt ihre persönlichen Erfahrungen als Mutter*, sowie den Weg aus einem traditionell geformten Mutterbild, hin zu einer queer-feministischen Perspektive auf Mutter*schaft, Eltern*schaft und Familie darstellen. Sie zeigt aktuelle Themen (#regretting motherhood, mother*paygap, mental load, equal-care…) hinterfragt, dekonstruiert und untersucht Stereotype und Rollenbilder. Mit dem Rechtssatz: „Mater semper certa est - die Mutter ist immer sicher” stellen sich uns die Fragen: Ist sie das? Wer oder was ist eine Mutter*? Was macht einen Menschen zu einer „echten” Mutter*? Können Väter auch „mütterlich” sein bzw. Menschen im Allgemeinen? Ist Mütterlichkeit” an ein Geschlecht gebunden? Who cares? Wer macht eigentlich die Fürsorge- und Pflegearbeit? Und kann das nicht jeder Mensch übernehmen der sich verantwortlich für ein Kind fühlt?
Mehr über Franziska Burkhardt: https://franziskaburkhardt.blogspot.com/p/about.html

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

+++ english version +++

In a lecture performance and with an archive of materials, Franziska Burkhardt will present her personal experiences as a mother*, as well as the path from a traditionally formed image of a mother to a queer feminist perspective on motherhood, parents and family. She shows current themes (#regretting motherhood, mother*paygap, mental load, equal-care…), questions, deconstructs and examines stereotypes and role models. With the legal sentence: “Mater semper certa est - the mother is always safe” the questions arise: Is she? Who or what is a mother*? What makes a person a “real” mother*? Can fathers also be “maternal” or people in general? Is “motherliness” tied to a gender? Who cares? Who actually does the care and nursing work? And can’t every person who feels responsible for a child do the same?
Participation is free of charge, donation is recommended.
Would you like a whispered translation into English? Write us a mail: radikaler_regenbogen@posteo.de

23.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Geschlechterrollen & Sexismus und psychischen Erkrankungen
Paula Charlotte Kittelmann ist M.Sc. Psychologin in Leipzig. Sie ist Autorin und schreibt außerdem als Redakteurin über intersektionalen Feminismus mit Fokus auf Körperakzeptanz und psychischen Erkrankungen/mentaler Gesundheit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe gesellschaft*macht*geschlecht hält sie einen Vortrag über den Zusammenhang von Geschlechterrollen & Sexismus und psychischen Erkrankungen mit Fokus auf Essstörungen und liest aus ihren Texten. Die Veranstaltung zielt darauf ab, sowohl die Sicht einer Psychologin und die der Betroffenen zu vereinen und aus feministischer Perspektive einzuordnen.

r; Seminarraum 308, Carl-Zeiß-Str. 3

17.11.-17.12.2019, Bahnhofshalle Weimar, Weimar, 99423 Deutschland
Ausstellung trans*people of the world


Manuel Ricardo Garcia - Exhibition: Trans*people of the World

is an international project about Trans*people worldwide. I travelled the world for many years and took pictures of 50 Trans*people in their home cities - I portray each of them as special and beautiful in their own distinct ways, with their individual pride and strength, but also their vulnerabilities. Some of them live in countries where there is a trans* movement, others live in countries where they have to fight a terribly exhausting battle every day of their lives to survive.

I am Manuel Ricardo Garcia, a two-spirit and queer FTM of color. I am a Trans*activist and Photoartist from Europe, founder of the Munich Trans*-and Inter*convention, the biggest Convention in Europe, Autor of the book „Transmen of the World“, winner of the Pride Photo Award 2011 - Amsterdam, founder of the QTPOC group “Beyond Color.” I am the rolemodel and developer for Trans*gay people of the biggest safe sex campagne IWWIT in Germany. I am a facilitator, a healer, a teacher for Empowerwork for POC’s & spiritual work and all transtopics. I am currently based in Munich and I have family in Chihuahua Mexico. “I am dancing to the beat of a different drum”.

www.garcia-photography.com
+ zu Google Kalender hinzufü

25.11.2019, 17:30 Uhr, Filler (Schillerstraße 44, Erfurt)
Mach doch mal Bildungsurlaub!
Seit 2016 haben Beschäftigte in Thüringen einen Rechtsanspruch auf 5 Tage Bildungsurlaub im Jahr.
Das heißt konkret: Wenn man sich weiterbildet, bekommt man 5 Tage bezahlten Urlaub obendrauf. Dabei muss die Fortbildung nicht unbedingt was mit der eigenen Arbeit zu tun haben - auch gesellschaftspolitische Weiterbildungen, Sprachkurse, Studienfahrten ins Ausland und vieles mehr sind vom Thüringer Bildungsurlaub umfasst.

Aber was genau verbirgt sich hinter dem Bildungsurlaub?
Für welche Angebote kann ich mich freistellen lassen?
Wie kann ich Bildungsurlaub beantragen?
Gelten für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende die gleichen Bedingungen?
Was kann ich machen, wenn mein Chef mir den Bildungsurlaub verweigern will?
Und welche spannenden Angebote gibt es für junge Gewerkschafter*innen im Jahr 2020?


Wir freuen uns auf einen informativen Input von Melanie vom DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., viele Fragen und eine spannende Diskussion mit euch!
Bringt eure Fragen, Bedenken und natürlich interessierte Kolleg*innen und Freund*innen mit!

Wann? Donnerstag, 14.11.2019, um 17.30 Uhr
Wo? Jugendclub der DGB-Jugend „filler“, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt
Wer? Alle Interessierten (Du musst kein Mitglied einer Gewerkschaft sein, um an der Veranstaltung teilzunehmen.)

26.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Weiblich, ledig, glücklich — sucht nicht Feministischer Blick auf das Single-Sein Buchvorstellung von Gunda Windmüller
In ihrem aktuellen Buch „Weiblich, ledig, glücklich - sucht nicht“ wirft die Autorin Gunda Windmüller einen feministischen Blick auf das Single-sein. Die Autorin plädiert leidenschaftlich dafür, unser Bild von der bemitleidenswerten Singlefrau zu überdenken. Denn das Leben allein kann verdammt gut sein. Leider nimmt das den meisten Frauen ohne feste Beziehung nach wie vor kaum einer ab.„Was macht die Liebe? Hast du schon mal Online-Dating probiert?“ Das ist gut gemeint, es schwingt aber immer mit: Was stimmt nicht mit dir? Die wichtigere Frage lautet jedoch: Was stimmt nicht mit einer Gesellschaft, in der allen Scheidungsstatistiken zum Trotz die dauerhafte Paarbeziehung nach wie vor als Nonplusultra gilt?

26.11.2019, 19:00 Uhr, Radio F.R.E.I. Gotthardtstraße 21
Rassismus und Autoritarismus in Ostdeutschland
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Migration & Rassismus - Wie offen ist unsere Gesellschaft" kommt Dr. Johannes Kiess am 26. November 2019 nach Erfurt. Er spricht über die Ergebnisse der Leipziger Autoritarismus-Studien und die Verbreitung sowie Einflussfaktoren rechtsextremer Einstellungen in Deutschland.

Die Leipziger Autoritarismus-Studien (vormals Mitte-Studien) untersuchen seit 2002 im zweijährigen Rhythmus die Verbreitung und Einflussfaktoren rechtsextremer Einstellungen in Deutschland. Die Erhebung und Veröffentlichung von 2018 nahm insbesondere autoritäre Dynamiken als Erklärungsansatz sowie den Antisemitismus als zentrales Element in den Blick.

Der Vortrag stellt zentrale Ergebnisse der Studie vor und diskutiert Erklärungsansätze und Schlussfolgerungen.
Dr. Johannes Kiess ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (post-doc) an der Universität Siegen, wo er in international vergleichenden Forschungsprojekten tätig ist. Außerdem ist er langjähriger Mitautor der Leipziger Autoritarismus-Studien.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe "Migration und Rassismus. Wie offen ist unsere Gesellschaft?" der IBS in Erfurt in Kooperation mit Radio F.R.E.I.

28.11.2019, 18 Uhr, Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3)
Das melancholische Mädchen Filmvorführung (Regie: Susanne Heinrich)
Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex „auch nur noch ein Markt“ ist, und wartet in einer Drag Bar „auf das Ende des Kapitalismus“. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie findet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, YogaStudios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten.

In 15 komischen Begegnungen erforscht DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN unsere postmoderne Gesellschaft zwischen Prekarisierung und Self Marketing, serieller Monogamie und Neo-Spiritualität, Ernüchterung und Glückszwang. Susanne Heinrichs Debütfilm verbindet Pop und Theorie, Feminismus und Humor - und ist voll von Zitaten, die man in Neonbuchstaben auf Werbetafeln leuchten sehen will.

Seminarraum 308, Carl-Zeiß-Str. 3

28.11.2019, 15:00 Uhr, Familienzentrum Weimar Abraham-Lincoln-Straße 37, Weimar, 99423 Deutschland
Queer-feministische Kinderbuchlesung
Wir, das Team des Radikalen Regenbogens, lesen gleichzeitig aus unterschiedlichen spannenden Büchern für Kinder und Jugendlichen vor, so dass für jede*n etwas dabei ist - Geschichten über Angst, Mut, Gefühle, Abenteuer, Probleme und Glück. Für alle die keine Lust (mehr) aufs Vorlesen haben, gibt es tolle Spiel und Bastelmöglichkeiten. Wir sind zu Gast beim Familiencafé im Familienzentrum, somit ist auch für Getränke und Kuchen gesorgt.

Wir freuen uns auf einen schönen Nachmittag mit Spaß und tollen Geschichten.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Spende wird gebeten.

+++ english version +++

We, the team of the “Radikaler Regenbogen”, read from different exciting books for children and teenagers at the same time, so that there is something for everyone - stories about fear, courage, feelings, adventure, problems and happiness. For all those who don’t (anymore) want to listen to books, there are great games and craft possibilities. We are guests at the family café in “Familienzentrum”, so drinks and cakes are also provided.

We are looking forward to a nice afternoon with fun and great stories.

Participation is free of charge, donation is recommended.
Would you like a whispered translation into English? Write us a mail: radikaler_regenbogen@posteo.de

01.12.2019, 14:00 Uhr, Frauenzentrum Weimar Schopenhauerstr. 21, Weimar, 99423 Deutschland
Body Baking

Weihnachten steht vor der Tür und damit beginnen die traditionellen Rituale des Plätzchenbackens, Glühweintrinkens und der Geschenkevorbereitung. Doch was soll ich meinen Liebsten schenken? - Wie wärs dieses Jahr mit etwas ganz Persönlichem?!

Wir wollen mit euch gemeinsam Körperteile aus Lebkuchenteig backen. Dabei wollen wir auch über das Thema da „untenrum“ reden, welches in der Öffentlichkeit oft vermieden wird. Warum ist es beispielsweise für viele Menschen immer noch einfacher einen Penis zu zeichnen und die verschiedenen Zonen zu benennen als selbiges mit einer Vulva zu tun?

Das Backen soll Raum geben gemeinsam darüber nachzudenken, zu lachen, sich auszutauschen und neue Gedanken spinnen. Du kannst aber auch einfach backen und verzieren und dabei Spaß haben. Hauptsache du kannst dich zwanglos wohlfühlen.

Also egal mit welchem Gender du dich identifizierst lass uns versuchen uns kreativ mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und uns dadurch sprachfähiger machen.


Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Da unsere räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir euch, bei Interesse eure Teilnahme verbindlich anzumelden unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de
Wünscht ihr eine Flüsterübersetzung ins Englische? Schreibt uns auch dann eine Mail.

+++ english version +++

Christmas is just around the corner and the traditional rituals of baking cookies, drinking mulled wine and preparing presents begin. But what should I give to my loved ones? - How about something very personal this year?

We want to bake body parts from gingerbread dough together with you. We also want to talk about the topic “down there”, which is often avoided in public. Why is it for example still easier for many people to draw a penis and to name the different zones than to do the same with a vulva?

Baking should give space to think about it together, to laugh, to exchange ideas and to spin new thoughts. You can also just bake and decorate and have fun. The main thing is that you can feel at ease.

So no matter with which gender you identify yourself let’s try to deal creatively with your own body and thereby make us more able to speak.


Participation is free of charge, donations are requested.

Since our capacities are limited and also for better planning, we ask you to register under: radikaler_regenbogen@posteo.de Would you like a whispered translation into English? Write us a mail.

04.12.2019, 12:30 - 17:30 Uhr, Frauenzentrum Weimar (Schopenhauerstr. 21)
Da ist ein i in lgbt*i*q
In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch explizit die politischen Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Inter* zu berücksichtigen. Während sich LGBT*Q auf Geschlechtsidentität oder Sexualität beziehen, ist die wortwörtliche Verhandlungsmasse politischer Auseinandersetzungen um Inter* ihr ohne Einwilligung medizinisch manipulierter Körper. Inter* können lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell, trans[*], genderqueer sein - mit der Diagnose ‚intersexuell‘ hat das jedoch nichts zu tun. Eine einfache Subsumierung von Inter* greift damit zu kurz, die Forderungen von Inter*Aktivist_innen müssen angemessen in queerer Politik berücksichtigt werden.

Im Vortrag möchte ich zuerst noch einmal ins Gedächtnis rufen, was unter Inter* zu verstehen ist und dann auch mit Hilfe von Interviewausschnitten aus meiner Forschung meine Perspektive begründen, dass es wichtig ist, den medikalisierten, durch Pathologisierung und Zurichtung versehrten Körper als wichtiges Moment von Inter*Aktivismus explizit mitzudenken. Im zweiten Teil möchte ich eher Diskussionsimpulse geben als kontroverse Thesen aufstellen. Anhand von Beispielen aus dem Kontext der politischen Bemühungen um den dritten Geschlechtseintrag möchte ich eine Diskussion anregen, wie eine solidarische Zusammenarbeit (noch) besser funktionieren kann.



Dr._in Joris A. Gregor

Dr. Joris A. Gregor arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Jena. Studium der Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Für die Promotion 2014 wurde mit einer Biographieforschung Intergeschlechtlichkeit als bedeutende soziale Kategorie herausgearbeitet und die Rolle des Körpers in feministischer und queerer Theorie reflektiert. Im Anschluss daran beschäftigen Gregor aktuell insbesondere intersektional verschränkte Gehalte des Körperthemas und die Materialität von sexueller Aktivität in intimen Nahbeziehungen.

-

Da unsere räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir euch, bei Interesse eure Teilnahme verbindlich anzumelden unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe Radikaler Regenbogen.
mehr: Radikaler Regenbogen

F*ANTIFA IN OSTDEUTSCHLAND, Haus auf der Mauer (Johannisplatz 26, Jena)
Neuer Termin
"30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“ betrachtet die
Geschichte der antifaschistischen Bewegung in Ostdeutschland. In einem Land, in dem Antifaschismus
zunächst zur Staatsdoktrin gehörte und nach dem Mauerfall rechte Bewegungen massiv erstarkten,
hatte die antifaschistische Bewegung andere Grundvoraussetzungen und Entwicklungslinien wie in
Westdeutschland.

Christin Jänicke ist Mitherausgeberin des Sammelbandes und wird ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung von feministischer und antifaschistischer Politik in Ostdeutschland legen. Welche inhaltlichen Verknüpfungen zwischen Feminismus und Antifaschismus wurden und werden gemacht und wie wirkt sich das auf die politische Praxis aus?