04.03.2020, 19.00 Uhr, Der Laden (Trierer Straße 5, Weimar)
Der König der Vagabunden - Comiclesung
Mit Bea Davies und Patrick Spät

„Wo der Bürger aufhört, beginnt das Paradies!“
Gregor Gog

Gregor Gog (1891-1945), landesweit berühmt als der »König der Vagabunden«, trommelt die Tippelbrüder und -schwestern zum Internationalen Vagabundenkongress zusammen und ruft den »lebenslangen Generalstreik« aus. Zwei Jahre zuvor gründete der ehemalige Matrose Gog die »Bruderschaft der Vagabunden«, um Obdachlosen zu helfen und sie politisch zu organisieren. Im gleichen Jahr veröffentlichte Gog mit „Der Kunde“ die erste Straßenzeitung Europas.
Zeitlebens kämpfte Gog gegen Ausbeutung, Faschismus und Rassismus. Der König der Vagabunden schildert das abenteuerliche und entbehrungsreiche Leben der Vagabunden in den 1920er Jahren und enthält viele O-Töne aus jener Zeit.

Ein Comic über Armut und Hoffnung, Freundschaft und Protest - und ein vergessenes Kapitel der Weimarer Republik.

Eine Kooperationsveranstaltung von Biko, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Wahlkreisbüro Steffen Dittes.
mehr: Biko

05.03.2020, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Wer kümmert sich in der Poly-Familie?
Eine aktuell populäre Alternative zu Ehe und Zweisamkeit nennt sich Polyamory und meint die Möglichkeit, mehr als zwei Menschen zur selben Zeit zu lie­ben. Nun hilft die Aussage „Ich liebe Dich/Euch“ wenig bei der Frage, wer den Ab­wasch macht, das Bad putzt oder sich anderweitig kümmert. Womöglich trägt der star­ke Fokus auf Liebe, Sexuali­tät und Eifersucht in der Diskussion über Nichtmonogamie dazu bei, die Dimension der Sorge/Care aus dem Blick zu verlieren. Die Veranstaltung nimmt daher die gesellschaftliche Bedeutung der Monogamie zum Aus­gangspunkt für die Frage, unter welchen Bedin­gungen konsensuelle Nichtmonogamie ei­nen subversiven Charakter hat, wie sie ein schöneres Leben ermöglichen kann und wann sie schlichtweg eine neoliberale Selbstoptimierungsstrategie ist. Grundlage der Ausführungen ist eine gerade erschienene, marxistisch und feministisch inspirierte Interviewstudie zur Frage von Care in ein­vernehmlich-nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken.

Eine Kooperationsveranstalung der Offenen Arbeit Erfurt mit dem Bildungskollektiv Biko.
mehr: Verlags-Webseite zur Studie

10.03.2020, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Repression und Widerstand in den USA I: Links der Linken - Sam Dolgoff und die radikale US-Arbeiterbewegung
Lou Marin (Marseille) liest und diskutiert das Buch "Links der Linken - Sam Dolgoff und die radikale US-Arbeiterbewegung" von Anatole Dolgoff

Erster Teil der Reihe "Repression und Widerstand in den USA - Geschichte und Gegenwart"

Die Reihe ist eine Kooperation von Biko, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

11.03.2020, 19.00 Uhr, FH Erfurt (Altonaer Str. 25), Café Aquarium
Klassismus, Klasse, Kapitalismus
Der Begriff Klassismus ist (zumindest im Deutschen) eines der neueren Wortgebilde in der linken Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Diskriminierung. Gemeint ist damit die Diskriminierung aufgrund der Klassen- bzw. Schichtzugehörigkeit, die sich in gesellschaftlicher Verachtung und Ausschluss von zahlreichen Ressourcen ausdrückt. Dabei wird der Begriff meist recht schwammig verwendet. So lässt sich z.B. auch die Formulierung „von Lohnarbeit betroffen zu sein“ in diesen Kontext einordnen - was ja immerhin den Großteil der Bevölkerung umfasst und das Strukturprinzip dieser Gesellschaftsform, nämlich die Spaltung der Menschen in Klassen, berührt. Übersteigt die Kritik an dem Ausschluss von Ressourcen, d.h. von dem Besitz an Produktionsmitteln, damit nicht die Kritik an klassistischer Diskriminierung - die ja auf Chancengleichheit in dieser Gesellschaft pocht?

Der Workshop zielt auf eine Schärfung des Klassismusbegriffs. Anhand von Thesen wollen wir uns mit dem Verhältnis von Klassismus, Klasse und Kapitalismus befassen. Dabei soll der Begriff fruchtbar gemacht werden für eine Kritik der Klassengesellschaft.

15.03.2020, Weimar
100 Jahre Kapp-Lütwitz-Putsch - Stadtführung
Gedenkveranstaltung
Stadtführung und Museumsbesuch
Genauer Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben.
mehr: Biko

19.03.2020, 19.00 Uhr, FH Erfurt (Altonaer Str. 25), Café Aquarium
Klassismus - (k)ein Thema für die Soziale Arbeit. Überlegungen zu einer verschleierten Diskriminierungsform
Die soziale Herkunft ist als Diskriminierungsform im Kontext der Wissenschaft Soziale Arbeit zwar mittlerweile angekommen und diskutiert, gleichwohl ist wenig über ihre verschleierten (Abwertungs-)Mechanismen bekannt. Für eine analytische Auseinandersetzung und empirische Forschung mit diesem Gegenstand stellt sich jedoch sowohl die Frage nach den Wirkungsebenen (Struktur vs. Lebenspraxis) als auch nach einer sinnvollen Begriffssetzung, um diese Gewaltform zu benennen. Im Vortrag wird zum einen ein Vorschlag unterbreitet, der den oben genannten Antagonismus auflösen kann, als auch der kontrovers diskutierte Terminus Klassismus einsortiert.

Vortrag mit Philipp Schäfer

02.04.2020, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Repression und Widerstand in den USA II: Filmabend With Babies and Banners
With Babies and Banners ist ein Dokumentarfilm von 1979 unter der Regie von Lorraine Gray über den General-Motors-Streik in Flint, Michigan in den Jahren 1936-1937.

Der Streik ging mit einer Besetzung der Fabrik einher und wurde letztlich gewonnen: Die Arbeiter*innen erhielten eine Lohnerhöhung von 5% und durften während des Mittagessens reden. Noch wichtiger war das Ergebnis, dass die Gewerkschaft UAW dadurch ihre Handlungsfähigkeit zeigen konnte, was in den kommenden Jahren dazu führte, dass die Mitgliedschaft sich von 30.000 auf 500.000 erhöhte.

Der beeindruckende Film stellt anhand von Archivmaterial und Zeitzeuginnengesprächen die Rolle der beteiligten Frauen in den Mittelpunkt.

Zweiter Teil der Reihe "Repression und Widerstand in den USA - Geschichte und Gegenwart"

Die Reihe ist eine Kooperation von Biko, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Wikipedia-Eintrag zum Film

07.04.2020, 20:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
"Dietrich Bonhoeffer" - Filmabend und Gespräch
"Im Focus - vielfältiger Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
In dieser 4teiligen Veranstaltungsreihe wollen wir 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus auf den Widerstand von einzelen Menschen und Gruppen hinweisen und diesen würdigen. Porträtiert werden diese Menschen in Filmen und in der anschließenden Gesprächsrunde.

Eine Kooperationsveranstaltung des Bildungskollektives, der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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20.04.2020, 20:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
"Georg Elser" - Filmabend und Gespräch
Johann Georg Elser war ein deutscher Kunstschreiner und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Bomben-Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp
scheiterte.

"Im Focus - vielfältiger Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
In dieser 4teiligen Veranstaltungsreihe wollen wir 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus auf den Widerstand von einzelen Menschen und Gruppen hinweisen und diesen würdigen. Porträtiert werden diese Menschen in Filmen und in der anschließenden Gesprächsrunde
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21.04.2020, 20:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
"Sabotatori - Italienische Partisanen" - Filmabend und Gespräch
Was bedeutet es, heute Antifaschist zu sein? Was bedeutet es, 70 Jahre nach der Befreiung zu überleben? Das fragt der Film „Sabotatori“ anhand der Geschichte des Zeitzeugen und ehemaligen italienischen Partisanen Fernando Cavazzini, Deckname „Toni“. Seine Geschichte vermischt sich im Film mit denen dreier junger Menschen von heute, die auf den „Partisanenpfaden“ in den Bergen der Emilia Romagna wortwörtlich in Tonis Fußstapfen treten.

"Im Focus - vielfältiger Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
In dieser 4teiligen Veranstaltungsreihe wollen wir 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus auf den Widerstand von einzelen Menschen
und Gruppen hinweisen und diesen würdigen. Porträtiert werden diese
Menschen in Filmen und in der anschließenden Gesprächsrunde
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23.04.2020, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Repression und Widerstand in den USA III: Joe Hill - Leben und Sterben eines Revolutionärs
Mit Ingar Solty, Institut für Gesellschaftsanalyse der
Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin

Sacco und Vanzetti, Jules und Ethel Rosenberg, Angela Davis, Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal? Wer kennt sie hierzulande nicht - die großen politischen Gefangenen in der US-Geschichte, die als Opfer einer politischen oder gar Klassenjustiz gehandelt werden? Nicht zuletzt durch die Vermittlung über die Kunst haben Millionen von Menschen weltweit an ihrem Schicksal teilgenommen.
Aber wer in Deutschland kennt eigentlich oder erinnert sich noch an Joe Hill, der als Arbeiterführer, Gewerkschaftslegende und Singer/Songwriter schon zu Lebzeiten eine Legende war und 1915 nach einem kandalösen
Mordprozess hingerichtet wurde? Die Veranstaltung will an das Leben und Sterben von Hill erinnern und auf der Grundlage der neuesten Forschungsergebnisse auch die Schuldfrage klären: Joe Hill, Märtyrer oder vielleicht doch Mörder?

Dritter Teil der Veranstaltungsreihe „Repression und Widerstand in den USA - historische und aktuelle Momente“

Eine Kooperation von Biko, RLS Thüringen und Offene Arbeit Erfurt
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April/Mai, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Repression und Widerstand in den USA IV: Black Lives Matter
Vierter Teil der Reihe "Repression und Widerstand in den USA - Geschichte und Gegenwart", Referent*in und genaue Inhalte in Kürze

Die Reihe ist eine Kooperation von Biko, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

28.04.2020, 20:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
"Die weiße Rose" - Filmabend und Gespräch
Die Weiße Rose ist ein Freundeskreis um die Studenten Hans Scholl und Alexander Schmorell. Ab Sommer 1942 rufen sie in München mit Flugblättern gegen die NS-Diktatur und zur Beendigung des Krieges auf. Auch in anderen deutschen Städten schließen sich HelferInnen der Widerstandsgruppe an; Ende 1942 auch Professor Kurt Huber. Vom Widerstandskreis der Weißen Rose werden sieben Personen von der NS-Justiz ab Februar 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Rund 60 Mitstreiter werden in mehreren Prozessen angeklagt und zum Teil zu langen Haftstrafen verurteilt.

"Im Focus - vielfältiger Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
In dieser 4teiligen Veranstaltungsreihe wollen wir 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus auf den Widerstand von einezlen Menschen
und Gruppen hinweisen und diesen würdigen. Porträtiert werden diese
Menschen in Filmen und in der anschließenden Gesprächsrunde.

Eine Kooperationsveranstaltung des Bildungskollektives, der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

14.05.2020, 19:30 Uhr, tba
Leseabend: Esoterik und Verschwörungstheorien - ist doch lächerlich?
Die Medienlandschaft ist voll mit lustigen, auch gefährlichen Verschwörungstheorien und das Bedürfnis nach Esoterik lässt sich einfach in der Drogerie um die Ecke bedienen. Eine wichtige Figur ist dabei immer noch der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner.

Steiner glaubte an höhere und niedere Rassen, ätherische Welten und konnte mit Hilfe der Akasha-Chroniken wahrsagen. Noch heute rühren Anthroposoph*innen im Mondschein sieben Mal in Uhrzeigersinn in der Gießkanne, um das Blumenwassser zu astralisieren. Weniger witzig ist, dass solche und ähnliche Vorstellungen Grundlage des pädagogischen Konzepts staatlich anerkannter Erstatzschulen sind.

Anlässlich des 75. Todestags von Rudolf Steiners laden wir zur gemeinsamen Lektüre und humoristisch-kritischen Auseinandersetzung mit esoterischen und verschwörungstheoretischen Theoriefragmenten.
Gerne könnt ihr eigene Textbeispiele mitbringen.