26.08.2017, 12:00 Uhr, Willy-Brandt-Platz
CSD Erfurt 2017: Demonstration "Erfurt bleibt queer!"
In den letzten Monaten und Jahren mussten wir neben queerpolitischen Erfolgen auch einen fortschreitenden Rechtsruck und autoritären Umbau in Europa beobachten. Beides richtet sich nicht nur gegen Geflüchtete oder People of Color, sondern verstärkt die Diskriminierung von vielen weiteren Gruppen. Dazu gehören auch Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans*Personen, intergeschlechtliche Menschen und alle sonst, die sich außerhalb der heterosexuellen Norm bewegen.

Aber nicht mit uns: Wir zeigen, dass wir auch noch da sind und uns nicht einschüchtern lassen - so bunt, vielfältig und offen wie immer.
Wir wollen das bisher Erreichte verteidigen, Menschenrechte schützen und gleichzeitig weiter für unsere Ziele kämpfen.

Komm am 26. August mit uns auf die Straße - Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für sexuelle, romantische und geschlechtliche Selbstbestimmung!

Bringe deine Freund*innen mit und teile diese Veranstaltung: Zusammen können wir diesen Tag zu unserem Tag machen.
Anschließend Straßenfest und Aftershow Party im Kalif Storch
mehr: CSD Erfurt

07.09.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag: Aluhut 101 - Einführung in bekannte Verschwörungsideologien
mit Johannes Smettan

Der erste schwarze Präsident der USA, Barack Obama, musste sich in seiner Amtszeit mit vielen rassistischen Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Eine der eher ungewöhnlicheren Angriffe kam dabei von densogenannten "Birthern". Diese glaubten, Obama sei gar nicht in den USA geboren und er hätte daher nicht das Recht US-Präsident zu sein. Einer der bekanntesten Anhänger dieser Verschwörungstheorie ist der heutige US-Präsident Donald Trump.
Mit Donald Trump ist der vielleicht "wichtigste Job der Welt" mit einem überführten Verbreiter von Verschwörungsideologien besetzt. Immer wieder trägter paranoide Lügen vor, die oft nur mühsam als Thesen verkleidet werden. Damit schreitet Trump einem postfaktischem Zeitalter voran,in dem "alternative facts" gleichberechtigt neben echten Fakten stehen dürfen. Was auf den ersten Blick vielleicht wie spinnerte Einzelfälle aussieht, folgt jedoch bekannten Mustern, die auch in Europa und Deutschland zu beobachten sind.
Mit den sog.Reichsbürgern sind auch in der Bundesrepublik Verschwörungsanhängerin der medialen Öffentlichkeit erschienen. Ihre Ablehnung des Staates entspringt jedoch keiner libertären Idee sondern ist Ausdruck von Zukunftsangst und Überforderung und dem Bedürfnis nach einer Rückkehr zur "guten, alten Zeit".
Der Vortrag "Aluhut101" führt ein in die Geschichte der Verschwörungsideologien und versucht Muster in verschiedenen Verschwörungsformen aufzudecken und Grenzen bspw. zur Esoterik zu erkunden. Hoffentlich kurzweilig werden berühmte und absurde Theorien vorgestellt und kurz erläutert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

10.09.2017, 10:00 Uhr, Treffpunkt: Domplatz, 99084 Erfurt
Stadtrundgang "Macht, Pracht und Propaganda im Nationalsozialismus" im Rahmen der Denkmaltage
ein Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im NS
Treffpunkt: Domplatz, 99084 Erfurt
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15.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes
Film von Julian Radlmaier mit einer Einführung von Jakob Hayner

Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien. So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian unter der körperlichen Arbeit leidet und sich vor den merkwürdigen Zimmergenossen in den Containerbaracken fürchtet, stürzt sich Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche und freundet sich mit HONG und SANCHO an, zwei wundergläubige Proletarier auf der Suche nach dem Glück. Für Julian wird es zunehmend schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen, außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in Ratlosigkeit. Da kommen die Spatzen in den Bäumen mit einem unerhörten Plan…

Die Filmvorführung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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21.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Vom prophetischen Schrecken der Revolution
Vortrag von Nikolai Bersarin über Kafkas "Der Prozess"

Als Franz Kafka am 13. August 1912, bei Max Brod zu Gast, seine spätere Verlobte Felice Bauer traf, sah es zunächst nicht nach dem Beginn einer großen Liebe aus. »Knochiges leeres Gesicht, das seine Leere offen trug«, notierte Kafka eine Woche nach dieser Begegnung in sein Tagebuch. Doch aus dieser Liaison ging einer der gewaltigsten Romane der Literatur hervor. Die (vermeintliche) Leere dieses Gesichts wurde in gewaltiger Prosa ausgeschrieben. Wieweit sich in diesem Kontext Biographie und Schreiben verschränken, soll jedoch nur am Rande Thema des Vortrags sein. Vielmehr geht es darum, mit Kafkas »Prozess« die besonderen Züge seiner Literatur darzustellen -- nämlich eine Revolution der Poetik und des Schreiben. Das noch junge Medium Film hielt genauso in den Roman Einzug wie Photographie und Theater. Mit Adorno kann man bei Kafkas Prosa von Gesten aus Begriffen sprechen. Das Spezifische dieser Prosa wird Thema des Vortags sein: sowohl die Form des Fragments, die Verquickung von Biographischem und Fiktion und ebenso, dass jene Revolution, die gesellschaftlich bereits in der Luft lag, sich auch in der Literatur ausbreitete und die Avantgarden erfasste, soll anhand von Kafkas »Prozess« gezeigt werden. Worauf wir bei der Lektüre Kafkas stoßen, ist eine Revolution des Schreibens und Erzählens. Ein neuer Realismus konstituierte diese Literatur. Ein Realismus, der den Schrecken des Jahrhunderts wie auch die Fragilität von Subjektivität prophetisch vorwegnahm und in literarische Bilder bannte.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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28.09.2017, 18:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag; Kulturindustrie,das sind die andern
mit Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni)

Mit dem Begriff Kulturindustrie hat Adorno der Kritik der sogenannten Massenkultur ihren schärfsten Ausdruck gegeben. Und zudem einen, der am liebsten mißverstanden wird. Kulturindustrie, meint man, das seien die großen Konzerne und Hollywood,doch sicher nicht die gutgemeinte Bastelei, deren man sich und seinesgleichen rühmt. Im übrigen herrscht Einigkeit darüber, daß, was populär ist, nicht durchaus schlecht sein könne. Es bleibt daran zu erinnern, daß die Kritik, die man heute als überspannt und gleichermaßen überholt erachtet, gar nicht an erster Stelle der unverdrossen sich selbst anpreisenden Kultur galt, sondern einer Gesellschaft, die »anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten«,wie es in der Vorrede zur Dialektik der Aufklärung heißt, in eine neue Art von Barbarei versank. Die törichten Schlager, denen man inzwischen allerlei Qualitäten nachsagt, hätte wohl auch Adorno ziemlich gleichmütig ertragen, wenn er nicht erkannt hätte, daß eine solcherart produzierte Kultur noch die Leute entmündigt, die sie begeistert produzieren. Dieser Prozeß hat längst die Kunst schlechthin erfaßt. Vergeblich daher selbst der theoretische Versuch, den Machtbereich der Kulturindustrie historisch oder geographisch einzugrenzen. Wenn überhaupt, so enthält sie selbst »das Gegengiftihrer eigenen Lüge. Auf nichts anderes wäre zu ihrer Rettung zu verweisen«(Adorno).

28.09.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Ein Riss ist in der Welt
Vortrag von Jörg Finkenberger über Romantik und Revolution

Die Romantik, die erste moderne Avantgardebewegung, gilt zu Unrecht als prinzipiell rückwärtsgewandt. In den Ländern, in denen sie zuerst entsteht, Deutschland und England, kann sie viel genauer beschrieben werden, wenn man sie unter dem Blickwinkel ihrer kritischen Sympathie mit der französischen Revolution betrachtet, auf derem Höhepunkt sie entsteht. Die revolutionären Sympathien der frühen Romantiker sind nicht individuelle Zufälle, sondern reichen ins Innerste der Neuen Schule. Sie nimmt die epochale Erschütterung nicht nur von aussen auf, um sie zu verarbeiten, sondern betrachtet sich selbst, ihre Philosophie, Kunst und Wissenschaft als integralen Bestandteil eines revolutionären Programms, das beitragen soll, die Revolution vor ihrem Versagen zu retten, indem sie über ihre Beschränkung hinaustreibt. In diesen Kreisen wird das Problem der Erneuerung, man könnte fast sagen: der Gründung einer Gesellschaft radikaler betrachtet als jemals vorher, und lange nachher. Wie und warum es dazu kam, dass dieses Bild unter der Restaurationszeit sich verdunkelte, obwohl die Impulse dieser revolutionären Avantgardebewegung bis zu uns sich messbar fortsetzen, das versucht der Referent zu zeigen, erst mit gemischten Ausführungen über die Erkenntnistheorie, Poetologie, Politik, Philologie und Erotik der Romantiker, dann mit einigen biographischen und historischen Bemerkungen, zuletzt unter Rückgriff auf das Bild des »Risses in der Welt«, das sich durch die ganze romantische Schule und alle spätere Moderne zieht, und welcher Riss, wie zu zeigen sein wird, derselbe Riss ist wie in Brechts »Lied vom Klassenfeind«.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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29.09 bis 01.10.2017, Bayern
Wochenendseminar Dialektik der Aufklärung
Eine Kooperation des Erfurter Lesekreises Dialektik der Aufklärung, der Falken Erfurt und der Falken Nürnberg

"Daß der hygienische Fabrikraum und alles, was dazu gehört, Volkswagen und Sportpalast, die Metaphysik stumpfsinnig liquidiert, wäre noch gleichgültig, aber daß sie im gesellschaftlichen Ganzen selbst zur Metaphysik werden, zum ideologischen Vorhang, hinter dem sich das reale Unheil zusammenzieht, ist nicht gleichgültig."

Da das angesichts der nicht zu übersehenden regressiven Tendenzen weltweit eben nicht gleichgültig ist, wollen wir die philosophischen Fragmente Adornos und Horkheimers begreifen. Dazu holen wir uns Unterstützung von Genoss*innen aus Thüringen und verbringen gemeinsam mit ihnen das Wochenende vom 29. September bis 1.Oktober 2017 in Fornbach, wo wir lesen, diskutieren, Erkenntnisse gewinnen und so einen kleinen Einstieg in das Buch bekommen werden. Abends findet sich selbstverständlich genug Zeit zum Rumhängen und Trinken. Vorkenntnisse werden nicht erwartet, auch das Buch muss noch nicht gelesen sein (auch wenn das sicherlich nicht schadet) -- Interesse und im besten Fall Freude am Texte lesen, Diskutieren, Abstrahieren und Nachdenken sind Voraussetzung.

Hast du Interesse? Dann melde dich in unserem Büro an und schreib eine Mail an buero@falken-nuernberg.de. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 20 Euro für Falkenmitglieder, 25 Euro für Nichtmitglieder, Essen, Bett und Anreise inklusive. Das Buch muss/ sollte selbst erworben werden. Weitere Infos zum Seminar und gemeinsamer Anreise gibts nach dem Anmeldeschluss am 1. September.
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05.10.2017, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchvorstellung und Diskussion: "Kritik des Staatsfeminismus"
mit Andrea Truman & Lilli Lent

Frauenquoten in Aufsichtsräten, garantierte Kitaplätze, Eltern- und Betreuungsgeld -- »Gender Mainstreaming« scheint in den letzten Jahren zu einem zentralen Anliegen staatlicher Politik geworden zu sein. Dabei gerät die dunkle Seite dieser »Emanzipation« jedoch aus dem Blick: Von der neoliberalen Umverteilungs- und Verarmungspolitik sind vor allem Frauen betroffen, der Niedriglohnsektor ist vornehmlich weiblich, und schlecht bezahlte Sorge- und Pflegearbeit wird weiterhin meist von Frauen erledigt. Und auch die angeblich auf Gleichstellung der Geschlechter zielende Frauen- und Familienpolitik des Staates verfolgt bei genauerer Betrachtung ganz andere Zwecke.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute". Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

07.10.2017, 14:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Ein Blick zurück
Workshop mit dem AK Unbehagen: Über die feministische Utopie, eine Geschichte zu haben

Dass sich die Emanzipation der Frau nicht automatisch aus ihrer ökonomischen Gleichstellung ergeben würde, war für Lenin und viele seiner männlichen Genossen undenkbar. Die russische Revolution war vor allem als Emanzipation des männlichen Subjekts gedacht worden, das »Private« blieb das Problem der Frauen. Wir werfen einen Blick zurück und sehen uns Emanzipationsentwürfe an, die Privatsphäre, Sexualität, psychische Strukturen und kulturelle Aspekte nicht ausklammern, sondern sich dezidiert mit ihnen beschäftigen. Auch Christa Wolf denkt in ihrer Neuerzählung des Kassandra-Mythos über die Abspaltung des Weiblichen aus der Öffentlichkeit nach und lässt ihre Figur über die Folgen dieser Trennung reflektieren. Ausgehend davon wollen wir mit euch darüber diskutieren, wie eine Utopie ohne getrennte Sphären aussehen könnte und darüber nachdenken, ob nicht schon in dem (Um)Erzählen einer Geschichte etwas revolutionäres aufscheint. Wir freuen uns auf euch! Johanna Krümpelbeck und Pia Marzell vom AK.Unbehagen.

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Wir bitten um Anmeldung über biko[at]arranca.de

Der Workshop findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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12.10.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
»… versunken im Schlamm des Trauerbachs«
Vortrag von Antje Géra über »linke Melancholie« und revolutionäre ästhetische Praxis

»Linke Melancholie« ist eine Diagnose, die gerade in Krisenzeiten emanzipatorischer Praxen schnell zur Hand ist. In Berufung auf das von Walter Benjamin in den 1930er Jahren geprägte Schlagwort erklingen Klagen über einen Mangel an »Aktivismus«, den Rückzug aus gesellschaftlichen Gefechten »der Straße« in Selbstbespiegelungsdiskurse, »passives Lesekreisen« und (pop-)kulturelle Jammertäler. Was sich der Umwälzung verschrieben habe, sei durch eine Rückwärtsgewandtheit bestimmt, die sich in nostalgischem Schwelgen in überholten Traditionen und melodramatischem Suhlen in Niederlagen emanzipatorischer Bewegungen äußere. Von einer »wirklichen Bewegung« keine Spur -- nur unwirksamer Stillstand und eine einzige Misere aus Pessimismus, Nihilismus und Utopieverlust. Als Hauptübel wird ein ästhetischer Eskapismus identifiziert, der zu »politischer Handlungsunfähigkeit« führe. Gemeinsam ist diesen Kritiken die Forderung nach einer politischen Praxis, welche die Melancholie überwinde und die Kunst in den Dienst eines politischen Aktivismus stelle.

Anliegen des Vortrages wird nicht sein, über die Angemessenheit der zeitdiagnostischen Momente dieser Auffassungen Urteil zu sprechen. Vielmehr wird dem Verdacht nachgegangen, dass sie nicht nur mit einem unterkomplexen Verständnis von Melancholie operieren, sondern zudem phantasmatische Erzählungen über die Wirksamkeit politischen Widerstandes und instrumentelle Modellierungen des Verhältnisses von Kunst und Politik produzieren. Dabei wird sich gerade in einer Kontextualisierung der Benjamin"schen Bezugnahme auf Melancholie im Allgemeinen und auf »linke Melancholie« im Besonderen eine andere Tradition des Melancholie-Topos ausweisen lassen. Diese Tradition führt von Karl Marx über Walter Benjamin, Guy Debord und Peter Weiss hin zu Mark Fisher und aktuellen feministischen Konzeptionen von Melancholie als Widerstand. Indem in dieser Tradition die Auseinandersetzung mit melancholischen Ausdrucksformen eine tragende Rolle in selbstkritischen Reflexionen politischer Praxen spielt, deutet sich an, inwiefern »linke Melancholie ein unverzichtbares Moment einer Auffassung von Widerstand sein könnte, welches diesen radikal als politisch-ästhetische Praxis versteht.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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14.10.2017, 19 Uhr Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Vortrag und Diskussion: "Bis Ilversgehofen gentrifiziert ist, werden noch viele Jahre vergehen..."
In Erfurt entwickeln sich die Mieten rasant nach oben. Die wachsende Zahl an Einwohner_innen befördert diese Dynamik und macht die kleine Stadt in ihrer Gesamtheit zu einem Spitzenstandort für Immobilieninvestitionen. Überall wird gebaut und saniert - nicht mehr allein im Dichterviertel, der Altstadt oder im Brühl als exklusive Wohngegenden. Die städtische Verwaltung und ein Teil der Politik jubelt: Endlich wird das Stadtbild aufgehübscht. Mit rhetorischer Lokaltümelei a la Puffbohne und Gartenstadt feiern sie diese Entwicklung und beschleunigen sie mit ICE-City, BUGA und anderen Stadtentwicklungsprojekten. Was für Tourist_innen und Erfurter_innen mit höheren Einkommen jedoch erfreulich sein mag, verdrängt Mieter_innen und zerstört soziale Netzwerke in den Quartieren, die verlassen werden müssen. Immobilienwirtschaft und Wohnungsunternehmen freuen sich dagegen über ihre Profite. Wie überall sind Kreative und Nischengewerbe die Vorboten dieser - Gentrifizierung genannten - Verdrängung. Kreative machen vor allem rund um die Magdeburger Allee die Stadtteile attraktiv. Folgen die Investoren auf dem Fuße? Was ist stadtpolitisch möglich und wie kann Gegenwehr aussehen?

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von: "Hood not Kiez - Ein-Tages-Fest im Erfurter Norden"

14.10.2017, 15:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Hood not Kiez - Ein-Tages-Fest im Erfurter Norden
Zum ersten "Hood not Kiez - Ein-Tages-Fest" öffnen Ilvers, veto, Klanggerüst, Frau Korte, Stattschloß und Saline 34 ihre Türen zum Reinschnuppern und Entdecken. Es erwartet euch ein großes Tuhowabohu mit allerlei Musik, Workshops, Vorträgen, Spielen und vielem mehr. An verschiedenen Stellen gibt es Essen und Getränke - bis tief in die Nacht darf getanzt werden. Das vollständige Programm findet ihr auf den Seiten der beteiligten Locations.
mehr: veto

16.10.2017, 19 Uhr, Redroxx (Pilse 29, Erfurt)
Trans*idente Lebensweisen
Der Konfrontation mit Trans*Personen und der Kontakt mit Trans*Identität ist für viele Menschen neu und ungewohnt. Wissensbarrieren abzubauen, zu erklären, was das Ganze überhaupt ist, ist Thema dieses Vortrags. Referentin Jenny Wilken berichtet über Geschichte und Alltag von Trans*Identität und Trans*Sein.

Jenny Wilken, Aktivistin, Mutter, Trans*Frau erzählt über ihre Erfahrung und Trans*Identität. Nachfragen erwünscht!

Die Veranstaltung wird organisiert von QueErfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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18.10.2017, 19 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Die extreme Rechte in Thüringen
Vortrag und Diskussion mit Mobit

Der Vortrag beleuchtet Strukturen der extremen Rechten in Thüringen und geht dabei folgenden Fragen nach: Was ist unter dem Begriff Rechtsextremismus zu verstehen? Wie stark sind extrem rechte Einstellungen in Thüringen verbreitet? Was sind die Strategien und Aktivitäten der extremen Rechte in Thüringen? Was lässt sich über ihre Stärke sagen? Welche Immobilien, Musikversände und Bands gehören ihnen?

Die Veranstaltung wird organisiert von s.P.u.K. e.V. - Verein für solidarische Politik und unkommerzielle Kultur und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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19.10.2017, 20:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Filmvorführung "Deportation Class"
Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 25.000 Asylsuchende aus Deutschland abgeschoben. Und jetzt im Wahlkampf fordert die Bundeskanzlerin bereits eine "nationale Kraftanstrengung", um noch härter durchzugreifen. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Und was macht sie mit denen, die abgeschoben werden? Der 85-minütige, preisgekrönte Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS zeichnet ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen.

Die Veranstaltung wird organisiert von AntiRa Campus Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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19.10.2017, 18 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Auf dem Weg zum Festungskapitalismus? Thesen zur aktuellen Dynamik von Migrationsregimen in Europa und den USA
Vortrag und Diskussion mit Fabian Georgi

Die gegenwärtigen Tendenzen in den Migrationsregimen Europas und der USA laufen auf eine Art ›autoritären Festungskapitalismus‹ hinaus: Während die Mehrheit der Weltbevölkerung, ungleich verteilt, in Elend und Perspektivlosigkeit lebt, sind Europäische Kommission, EU-Regierungen und Trump-Administration bemüht, ihre Inseln relativen Wohlstands repressiv und festungsgleich nach innen und außen abzusichern. Der Vortrag analysiert diese Tendenzen aus der Perspektive kritischer Staatstheorie und materialistischer Grenzregimeanalyse.

Die Veranstaltung wird organisiert von Biko Bildungskollektiv und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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19.10.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Reconstructed Line #3
Performance von Till Gathmann: A selection of pieces of music regarded as »protest songs«

Die Vorstellung, dass die Linie ein bewegter Punkt sei, entspringt den kunsttheoretischen Schriften von Paul Klee. Mit ihrer Dynamik, die sich auf einer passiven Fläche entfaltet, macht die Linie ein weitreichendes Spannungsfeld zwischen dem affektiven, denkenden und handelnden Subjekt auf.

Till Gathmann geht der Frage, wie sich das innere Empfinden zum Ausdruck bringen lässt, in Form von kleinen Zeichnungen nach, die -- einer Schrift nicht unähnlich -- aus einer fortlaufenden Linie entstehen. In Rekonstruierte Linie wird eine dieser Zeichnungen mit Hilfe ihrer genauen Beschreibung als Wandzeichnung rekonstruiert. Indem er eine Übersetzung von Affekt in Zeichnung, Zeichnung in Text und Handlung vollzieht, untersucht Gathmann ein eminent politisches Problem: Die Frage der Affekte und der Spontanität im politischen Denken und Handeln. Entsteht die Wandzeichnung in Erinnerung an eine frühere Empfindung, so kann sie die spontane Kraft unmöglich wiedergeben, von der die ursprüngliche Linie angetrieben war. Was die Mühe der Rekonstruktion hervorbringt, ist eine Spur des Nachdenkens über das eigene Tun.

Hinweis: Der genaue Ort der Performance wird noch bekannt gegeben. Achtet auf Ankündigungen.

Die Performance findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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20.10.2017, 18 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Workshop & anschließend Kneipenabend: Geschlecht als Wille und Design: Feministische Kritik an Queer
Queer wird häufig als Erbe des Feminismus dargestellt. Dabei werden in queeren Bewegungen Annahmen über Geschlecht gemacht, die aus feministischer Perspektive durchaus zu kritisieren sind. Zugespitzt seigt sich in der Aussage, Gender sei eine "Spielwiese" (H. Yaghoobifarah) -- vermischt mit dem Appell, dass diese auch zu bespielen sei -- eine voluntaristische Auffassung von Geschlecht. Diese kann nicht nur in eine Verharmlosung der gewaltsam wirkenden Geschlechterbinarität in dieser Gesellschaft kippen; sie birgt dadurch auch die Gefahr, feministische Forderungen zu untergraben.

In diesem Workshop soll sich über eine Auseinandersetzung mit aktuellen Aussagen queerer Gruppen an die Rolle von Geschlecht in dieser Gesellschaft angenähert werden. Dem Frausein, so wird sich zeigen, ist so leicht nicht zu entkommen.

Ab 21 Uhr ist außerdem Kneipenabend im [kany], bei Bier und Musik könnt ihr die Falken kennenlernen oder einfach rumhängen.

Die Veranstaltung wird organisiert von SHG Falken Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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22.10.2017, 19 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Theater: NSU-Monologe
Fünf Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen der Familie Kubaşık, Şimşek und Yozgat und von ihrem Mut auf ihrer selbstorganisierten Demo "Kein 10. Opfer" zu sprechen und dem Willen eine Straße in Kassel umzubenennen.
Das Theaterstück soll dazu beitragen eine neue Geschichtsschreibung über den "NSU Komplex" zu ermöglichen und die Perspektive der Betroffenen gerade auch in Thüringen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Landesjugendwerk der AWO und BDP Thüringen und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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22.10.2017, 16 Uhr, Treffpunkt: Fischmarkt Erfurt
Stadtrundgang Erfurt im Nationalsozialismus
Im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage wollen wir einen alternativen Stadtrundgang anbieten, bei dem wir an verschiedenen Stationen die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderungen und Zustände zur Zeit des Nationalsozialismus erläutern möchten. In dem ca. 2-stündigen Rundgang wollen wir mit verschiedenen Zeitzeugenberichten, Aktenauszügen und Bildern gemeinsam mit Euch auf Spurensuche in Erfurt gehen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Projektgruppe Erfurt im NS beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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24.10.2017, 18 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Küfa* - Küche für alle*
Gemeinsam kochen und essen mit der Küche für alle* (Küfa*)

Die Veranstaltung Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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24.10.2017, 20 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Einführung in die Kritik des Nationalismus
Vortrag und Diskussion mit Thorsten Mense

Rechtspopulistische Parteien feierten enorme Wahlerfolge, die Mehrheit der Bevölkerung Großbritanniens will die EU verlassen, Katalonien will endlich auch als Nation anerkannt werden und überall in Europa werden wieder Grenzzäune und Mauern gebaut. In seiner jungen Geschichte führte Nationalismus sowohl zur Befreiung als auch zu Massenmord, zur kollektiven Einforderung gleicher Rechte als auch zur Verweigerung derselben Rechte gegenüber anderen. In dem Vortrag wird die Entstehung und Entwicklung des Nationalismus nachgezeichnet. Darauf aufbauend soll eine Kritik entwickelt werden, die seinen vielfältigen Erscheinungsformen gerecht wird.

Die Veranstaltung wird organisiert von Biko und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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25.10.2017, 15 Uhr, Treffpunkt: Anger bei der Maus
Nachhaltige Stadtrundfahrt mit anschließender Klimaküche
Ihr wollt die nachhaltigen und alternativen Orte und Läden Erfurts kennen lernen? Wir machen uns mit euch auf den Weg -- mit dem Radl! Also holt eure Tretesel raus und lernt mit uns Erfurt von einer anderen Seite kennen. Unsere Tour wird im Büro der Naturfreundejugend enden,wo alle, die Lust zum gemeinsamen Kochen, Schmausen und Diskutieren haben, bleiben können.

Die Veranstaltung wird organisiert von Ag Nachhaltigkeit und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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25.10.2017, 18 Uhr, Büro der Naturfreundejugend (Magdeburger Allee 11)
Klimaküche
Im Zuge der Klimaküche wird nicht nur gemeinsam gekocht und geschmaust, sondern wir grübeln und debattieren mit euch über klimafreundliche Ernährung und andere Ideen zum Klimaschutz im Alltag.

Die Veranstaltung wird organisiert von Naturfreundejugend Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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26.10.2017, 20 Uhr, Uni Erfurt (Nordhäuser Str. 63)
Care-Arbeit im Kapitalismus
Lange Zeit wurden Sorge-Arbeiten wie selbstverständlich ohne Entlohnung, ins Private gebannt, von Frauen erledigt. Zwar wurden viele dieser Tätigkeiten mittlerweile in den Markt der sozialen Dienstleistungen aufgenommen (von Pflegeheimen bis zum Lieferservice), doch auch dort behalten sie für die Beschäftigten ihren prekären Status bei. Was Reproduktionsarbeiten sind, welche Rolle sie in dieser Gesellschaft spielen und was das ganze mit dem Kapitalismus zu tun hat, wollen wir uns gemeinsam anschauen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Care Netzwerk Thüringen und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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27.10.2017, 19 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Antifa Café
Das zarte Pflänzchen der Solidarität - über die Repression gegen AntifaschistInnen in Gotha und Saalfeld

In der Nacht vom 8. auf den 9. September 2016 wurden fünf Antifaschisten aus dem Wohn- und Projekthaus Ju.w.e.l. e.V. in Gotha in Gewahrsam genommen, drei von ihnen steckte man für einige Tage in Untersuchungshaft, weil sie von Nazis der Körperverletzung bezichtigt wurden.
Beim Protest gegen einen Thügida-Aufmarsch Anfang 2017 in Saalfeld wird ein Antifaschist aufgrund des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruch festgenommen. Das LKA ermittelt und übt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft erheblichen Druck auf Beschuldigte und vermeintliche Zeug_innen aus.
Beide Verfahren sind nicht abgeschlossen, die Betroffenen bedürfen unserer solidarische Unterstützung. Repression zielt neben der Drangsalierung und Verfolgung Einzelner, darauf ab, linke Strukturen sowohl finanziell als auch strukturell zu belasten oder gar lahmzulegen. Es gilt: Solidarität ist eine Waffe!
Der Vortrag wird über die aktuellen Entwicklungen in beiden Fällen informieren.

Die Veranstaltung wird organisiert von Dissens und Infoladen Sabotnik und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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28.10.2017, 16 Uhr, Redroxx (Pilse 29, Erfurt)
Vortrag über Klimagerechtigkeit - eine sozialistische Sicht auf die Klimabewegung
Unser Planet fährt gegen die Wand und wir drücken noch einmal ordentlich auf das Gaspedal. Mit dieser Metapher kann sehr gut beschrieben werden, welche Klimapolitik derzeit in der Bundesrepublik und anderen Industrienationen betrieben wird. Wenn es nach Donald Trump oder Teilen der CDU geht, gibt es keinen menschgemachten Klimawandel und die SPD sieht keinen akuten Handlungsbedarf. Doch dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Eisbären oder Pinguine, die ihren Lebensraum verlieren - es geht um den Kapitalismus und die soziale Frage. Es bedarf ein grundlegendes Umdenken, wenn wir über Klimaschutz reden. Dabei steht nicht nur die gesamte Gesellschaft und die große Politik in der Kritik, sondern auch das politisch linke Lager, von den DGB-Gewerkschaften bis zu linksradikalen Gruppen. Wir wollen mit euch über Lösungen eines Problems reden für welches es keine Lösungen zu geben scheint. Des Weiteren werden wir uns anschauen, welche Perspektiven die derzeitige Klimabewegung aufmacht.

Die Veranstaltung wird organisiert von Linksjugend [solid"] SDS Erfurt und ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
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28.10.2017, 21 Uhr, Frau Korte (Magdeburger Allee 179, Erfurt)
Nächste Ecke links - Party der alternativen Einführungstage
Ein Fest zum Feiern, Spaß haben und sich wohl fühlen in einer Atmosphäre, die für jede*n Einzelne*n einen größtmöglichen Freiraum schafft. Das Lineup findet ihr auf der Website.

Die Veranstaltung ist Teil von: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017.
mehr: Nächste Ecke Links - Alternative Einführungtstage 2017

07.11.2017, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Offenes Treffen des Arbeitskreises "Kritik des Nationalsozialismus"
Gegen den Nationalsozialismus sind alle Linken und fast alle anderen -- wir auch. Gleichzeitig fällt uns immer wieder auf, dass durch eine bloße Abgrenzung noch lange nichts über den Nationalsozialismus gewusst wird. Innerhalb der Linken kursieren oft lediglich Fragmente einer Kritik des Nationalsozialismus, die zudem oft undurchschaut bleiben und nur auf Hörensagen beruhen. Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, wie sie in der Schule oder Politik praktiziert wird, bleibt moralisch und floskelhaft. In unserem Arbeitskreis setzen wir einer solchen Auseinandersetzung etwas entgegen: Wir arbeiten zusammen einmal wöchentlich an einer Kritik des Nationalsozialismus, die darauf abzielt, ihn unmöglich zu machen. Deswegen reicht es uns auch nicht, etwas nur für uns zu wissen. Wir organisieren auch Vorträge und Seminare und wollen unseren Arbeitskreis vergrößern.
Wer sich an dieser Arbeit beteiligen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Kritik des Nationalsozialismus der SJD - Die Falken Erfurt.

Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).
mehr: Falken Erfurt

09.11.2017, 20:00 Uhr Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Von der künstlerischen Komposition zur ästhetischen Abstraktion
Vortrag von Kerstin Stakemeier über ästhetische Revolutionen zu Zeiten der Oktoberrevolution

Als noch nicht sonderlich lange existierende moderne Verengung zuvor wesentlich weiter gefasster ästhetischer Produktionsformen auf einen industriell ausgeschlossenen Zweig gesellschaftlicher Folgenlosigkeit ist die Kunst ein Kapitalisierungseffekt. Und damit wären ihre Arbeitsformen ebenso wie die aller anderen modernen, industrialisierten Formen zu revolutionieren. Eben dies versuchte der russische Proletkult, eine Organisation die sich kurz vor der Oktoberrevolution in Leningrad gründete, und in den folgenden Jahren Studios in Fabriken ebenso wie an der Front eröffnete, mit dem Ziel eine allgemeine künstlerische Produktion zu eröffnen. Damit stand er, ebenso wie diejenigen die außerhalb Russlands an seine Programme anknüpften, wie etwa der von Karel Teige in Prag mitbegründete Poetismus oder Lu Märtens in Berlin verfasste Theorie des »Wesens und Veränderung der Formen (und Künste)«, im direkten Gegensatz zur Kunst- und Kulturpolitik des »orthodoxen Marxismus«. Im Vortrag soll es darum gehen diese Position nicht nur als vergangenen ästhetischen Radikalismus vorzustellen, sondern auch zu fragen warum sich die bürgerlich-kapitalistische ästhetische Beschränkung mit dem Namen Kunst sich bis heute so großer Beliebtheit erfreut.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
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