17.12.2018, 18:00 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Kritzel-Comic-Abend zu Beziehungsweisen
mit Marcus Freier
Wir treffen uns in den Räumen der [L50] zum Kritzeln, Zeichnen und Sprechblasen ausfüllen. Ob Profi oder Dilettant_in, es gilt: Hauptsache DIY und schau vorbei! Hauptsache zusammen abhän­gen, Gedanken und Ideen austauschen, Bildchen und Schrift vermengen, reden, spaßen und plau­schen.

Im Rahmen der Veranstaltungreihe "Wie leben?
Beziehungsweisen zwischen Revolution und Retraditionalisierung".
Vom Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem DGB-Bildungswerk Thüringen, dem LSVD Thüringen, dem Queerweg e.V. und der Thüringer Landesantidiskriminierungsstelle.
mehr: http://wieleben.arranca.de

20.12.2018, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Abschlussdiskussion: »Und, wo feierst Du das Jahresende?«
Ausgehend von den vier Veranstaltungen steht die Frage vom Eingang im Mittelpunkt: Wenn es heute so eine berauschende und große Vielfalt an Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung gibt, wieso sitzen dann so viele am Ende bei ihrer Herkunftsfamilie unter dem Tannenbaum? Vielleicht, weil das das Schönste ist? Weil es in einer unübersichtlichen Welt Halt bietet? Weil es so wenige Alternativangebote gibt? Weil die Alternativangebote so gezwungen daher kommen? Wir wollen über diese Fragen ins Gespräch kommen und bieten bei Lebkuchen und Glühwein Film- und Textbeispiele über verschiedene Varianten, das Jahresende zu feiern.

Im Rahmen der Veranstaltungreihe "Wie leben?
Beziehungsweisen zwischen Revolution und Retraditionalisierung".
Vom Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem DGB-Bildungswerk Thüringen, dem LSVD Thüringen, dem Queerweg e.V., dem Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus Erfurt und der Thüringer Landesantidiskriminierungsstelle.
mehr: http://wieleben.arranca.de

05.01.2019, 18.00 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Pen&Paper Rollenspiel „Die Novemberrevolution“
Die Ordnung herrscht in Berlin“

- nicht mehr lange! Ein geschmackloser Abend mit Papier und Stiften? Das klingt nach Falken Erfurt Niveau. Im Rahmen unserer alljährlichen Novemberrevolutionsreihe haben wir uns diesmal etwas ganz Besonderes für Euch ausgedacht: Wir reisen an einem Abend zurück ins Jahr 1918 und tauchen in ein turbulentes Berlin ein. Und das ganze nur mit Papier Stift und ein wenig Fantasie! Rauchen, Trinken, Fluchen und Lachen ist alles an dem Abend bei uns erlaubt!

Anmeldung unter kontakt@falken-erfurt.de.
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07.01.2019, 13:00 Uhr, Dessau
Neuer Termin
Demo zum 14. Todestag von Oury Jalloh in Dessau / Sachsen-Anhalt.
mehr: Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

11. - 13.01.2019, Werftpfuhl bei Berlin
100 Jahre rechter Terror - Gemeinsame Fahrt zum Rosa & Karl Wochenende
Im Januar 2019 jährt sich zum 100. Mal die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns an diesem Wochenende mit der Frage „100 Jahre rechte Kontinuitäten“ auseinandersetzen. Neben Einsteiger*innen-Workshops zu Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und Stadtrundgängen sollen sich die Workshops um den Schwerpunkt drehen. Am Sonntag wollen wir gemeinsam mit anderen Arbeiter*innenjugendverbänden in Berlin gegen rechte Gewalt demonstrieren und ihrer Opfern gedenken.

Anmeldung unter kontakt@falken-thueringen.de
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17.01.2019, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Das Wintermärchen - eine historische Reportage über die Baierische Revolution 1918/19
Vortrag und Diskussion mit Ralf Höller
München, nicht Berlin war Schauplatz der ersten deutschen Revolution 1918. Sieben Monate lang regierten radikale Linke in Bayern. Der sozialistische Ministerpräsident Kurt Eisner machte das Land zu dem, was es heute noch ist: ein Freistaat. Nach Eisners Ermordung folgte eine anarchistische und später eine kommunistische Räterepublik. Erst mit dem Einmarsch von Reichswehr und Freikorps scheiterte das Experiment, fast 1000 Tote gab es am Ende..
Zahlreiche Schriftsteller wohnten zu jener Zeit in München. Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer beteiligten sich aktiv an der Regierung, Oskar Maria Graf, Heinrich Mann, B. Traven und Ricarda Huch zählten sich zu den Sympathisanten, Thomas Mann und Josef Hofmiller zu den Gegnern.
Aus ihrer Sicht erzählt Ralf Höller die bewegenden Ereignisse der Jahre 1918/19. Enttäuschte Hoffnungen, verratene Ideale und immer wieder aufbrechende Gewalt prägen jene turbulenten Monate, in denen auch die Weichen für den späteren Aufstieg der Nationalsozialisten gestellt wurden.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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31.01.2019, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Der Abend kommt so schnell. Sonja Lerch - Münchens vergessene Revolutionärin
Lesung und Gespräch zur Rolle von Frauen in der Baierischen Revolution
Januar 1918. mit Cornelia Naumann
Ein Ende des Krieges ist auch nach vier quälenden Jahren noch immer nicht abzusehen. Da taucht in München, wie aus dem Nichts, eine schwarzhaarige Frau auf. Eine Woche lang organisiert sie an der Seite Kurt Eisners einen pazifistischen Aufstand: Durch Generalstreik will sie den Krieg endlich beenden. Eine Woche hält sie flammende Reden gegen den Krieg, ruft die Arbeiter der Rüstungsfabriken zum Streik auf, hetzt von Versammlung zu Versammlung. Dann ist sie plötzlich verschwunden. Nach wenigen Wochen stirbt sie unter mysteriösen Umständen im Gefängnis. Der Name der mutigen Frau: Sarah Sonja Lerch, später verächtlich nur die »russische
Steppenfurie« genannt. Cornelia Naumann hat dem Leben der tapferen, völlig unbekannten russischen Jüdin in München nachgespürt und Erstaunliches zutage gefördert. In diesem Roman ist alles wahr - auch das Erfundene.
In ihrer Lesung wird Cornelia Naumann Elemente aus den Sachbüchern und Roman zu einer spannenden und informativen Mischung aus Vortrag und Lesung verweben. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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21.02.2019, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Erich Mühsam
Vortrag und Diskussion mit Peter Seyferth
Erich Mühsam (1878-1934) war ein Bohèmien, der literarisches und politisches Streben miteinander verband: als Zeitschriftenherausgeber, als Autor, als Kommunarde und als Revolutionär. Inspiriert von Pjotr Kropotkin und Gustav Landauer agitierte er für einen Anarchokommunismus, der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ohne Staat und Kapitalismus verwirklichen sollte. Als einer der Initiatoren der Münchner Räterepublik wurde er von Reaktion und Sozialdemokratie in Festungshaft gesteckt, von Kommunisten enttäuscht und schließlich von Nazis im KZ ermordet.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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28.02.2019, 20 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Gustav Landauer
Vortrag und Diskussion mit Siegbert Wolf
Gustav Landauer (7. April 1870 Karlsruhe - 2. Mai 1919 München-Stadelheim) gehört, neben Erich Mühsam, bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Sein Denken und Handeln war maßgeblich von den Werten der Freiheit, sozialen Gerechtigkeit und Emanzipation bestimmt. Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, genoss Gustav Landauer hohes Ansehen. Er agierte als (Anti-)Politiker, Kultur- und Sprachkritiker sowie Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte („Sozialistischer Bund“ u.a.). Seine ausformulierte Konzeption eines libertären und föderativen Sozialismus - Stichwort: kommunitärer Anarchismus - gehört in das Zentrum seines Denkens und Handelns.
Die revolutionäre Umwälzung im November 1918 wurde von Gustav Landauer ausdrücklich begrüßt. Kurt Eisner, erster Ministerpräsident der neuen bayerischen Republik („Freistaat Bayern“), bat ihn, „durch rednerische Betätigung an der Umbildung der Seelen mit(zu)arbeiten.“ Während der Revolution von 1918/19 engagierte sich Landauer von München aus für eine freiheitliche Umgestaltung der Gesellschaft. Dort wirkte er als treibende Kraft in den bedeutenden Rätegremien. Unablässig warb er für ein föderatives und dezentrales Rätesystem. Während der ersten baierischen Räterepublik im April 1919 agierte er als „Volksbeauftragter für Volksaufklärung“, sprich: Kulturminister. Anfang Mai 1919 wurde er im Zuge der Niederschlagung der Revolution brutal ermordet.
Der Vortrag rückt Gustav Landauers libertäre Bemühungen für eine freiheitliche und sozial gerechte Gesellschaft jenseits von Nationalstaat, Kapitalismus und Großindustrialismus während der Revolution 1918/19 in den Vordergrund.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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23. - 25. November, Triebsdorf
Wochenendseminar zur Novemberrevolution
„Das war sicher erst der Beginn. Die wirklichen Kämpfe würden erst kommen! Ich wollte dabei sein. Ich mußte dabei sein, denn es ging auch um mich. Es ging um die Freiheit der Unterdrückten.“ Mit diesen Worten beschriebt der damals 17-jährige Maschinenschlosser Hans Lorbeer den Vorabend der Novemberrevolution in Deutschland. Vorausgegangen waren diesen Ereignissen der erste Weltkrieg und die Spaltung der Arbeiterbewegung in Deutschland und vielen anderen Ländern.

In diesen Tagen wurde alles angezweifelt, die ansonsten träge Masse geriet in Bewegung, die alten Führer verloren allesamt die Kontrolle über sie und einen Moment lang schien es so, als würden die Menschen wirklich beginnen ihre Geschichte bewusst zu machen.

Doch die versuchte Revolution endete im Blutbad, statt einer neuen Welt kam eine neue Regierung, an die Stelle der alten Obrigkeit trat eine neue und die Massen kehrten zurück an ihren Arbeitsplatz und in ihren Alltag.

Wir möchten uns ein Wochenende lang mit der Geschichte der Novemberrevolution 1918 vom Matrosenaufstand in Kiel bis zum Spartakusaufstand und der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts im Januar 1919 und der blutigen Niederschlagung aller revolutionären Versuche beschäftigen.

Teilnahmebeitrag: 25 Euro (Verpflegung, Übernachtung und Anreise inklusive)
Anmeldung bis zum 15. November unter: kontakt@falken-erfurt.de
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