23.07.2026, 18:00 Uhr, Grünes Haus, Schillergäßchen, Jena
Vortrag und Diskussion mit Bündnis "ThürPAG Stoppen"
Die Brombeer-Koalition plant ein neues PolizeiAufgabenGesetz und das bedeutet: Überwachung.
Es wird mit vermeintlicher „Sicherheit“ argumentiert, wobei der geplante Gesetzentwurf zahlreiche neue Befugnisse für die Polizei vorsieht. Das bringt keine Sicherheit. Beispielsweise können KI, Taser und Fußfessel zur „Gefahrenprävention“ eingesetzt werden. Konkrete Konsequenzen für unser Leben und den Kontext des Gesetzes besprechen wir zusammen mit dem Bündnis ThürPAG stoppen!.

Die Aktion ist eine Kooperation der Jenaer Grünen und der Grünen Jugend Jena.
mehr: ThuerPAG stoppen

26.07.2026, 14:00 - 18:00, Stadtteilgewerkschaft Johannesplatz Solidarisch (Ammertalweg 23, 99086 Erfurt)
Geburstagsfeier "Johannisplatz Solidarisch"
"Liebe Mitglieder und Freund:innen, vor fast einem Jahr haben wir die Türen von Jihannesplatz Solidarisch geöffnet. Seitdem haben wir viele Beratungen durchgeführt, unzählige Male beim offenen treff zusammengesessen, gequatscht und gelacht. Diese gemeinsame Zeit möchten wir nun mit euch feiern!
Zu unserem ersten Geburtstag laden wir euch herzlich ein, am 26. Juli 2026 ab 12 Uhr zusammenzukommen - egal ob Mitglieder oder Beratungssuchende, Aktive oder Freund:innen. Alle sind willkommen."

12:00 Start, Zusammenkommen, Vorbereiten
14:00 Musik, Programm für Kids, Buffet
18:00 Aufräumen
mehr: Johannesplatz Solidarisch!

30.07.2026, 19:00 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Revolutionär im Stadtteil?
Diskussionsveranstaltung mit Vogliamo Tutto
und Frederik Fuß

Wir müssen Schluss machen mit den herrschenden Verhältnissen, weil sie unerträglich sind. Die Kritik an Staat und Kapital kann dabei nicht nur eine theoretische Frage sein - kritische Theorie ist nichts ohne den Willen zur Revolution. In der Organisierungsfrage wird die Analyse des Bestehenden mit dem subjektiven Willen zu seiner Überwindung ins Verhältnis gesetzt. Da die radikale Linke sich in einer Krise befindet, werden in verschiedenen Debatten bestehende Praxisformen einer kritischen Überprüfung unterzogen und neue Vorschläge diskutiert, die sich ihrerseits auf frühere Erfahrungen der Organisierung beziehen.

In den letzten 5 bis 10 Jahren haben in der radikalen Linken Ansätze wieder an Bedeutung gewonnen, die unter dem Stichwort „Klassenpolitik“ firmieren. Ausgangspunkt dafür war eine Strategiedebatte, die u.a. in den Texten „Der kommende Aufprall“ der Antifa Kritik & Klassenkampf (2015), „11 Thesen um Organisation und revolutionäre Praxis“ von kollektiv aus Bremen (2016) und „Das Konzept Kiezkommune“ von mehreren Berliner Gruppen ihren Niederschlag fand. In der Folge wurde in mehreren Städten der Aufbau von revolutionärer Basisorganisierung im Stadtteil begonnen. Die Idee war dabei, dass im Stadtteil verschiedene Konfliktfelder zusammen laufen (Wohnen, Arbeiten, Reproduktions- und Carearbeit, Rassismus, Zugang öffentlicher Räume, etc.), die sich als Ausgangspunkt für eine revolutionäre Perspektive politisieren lassen. In einigen Städten wurde dabei dem Beratungs-Organisierungs-Ansatz (BOA) aus Bremen gefolgt, der ein Beratungsangebot zu Problemen im Stadtteil mit einer gemeinsamen Organisierung im Sinne einer Stadtteilgewerkschaft verbindet.

In ihrem 2022 erschienen Buch „Revolutionäre Stadtteilarbeit“ hat die Gruppe Vogliamo Tutto Erfahrungen aus der revolutionären Stadtteilarbeit zusammen getragen und dafür Interviews mit Gruppen aus verschiedenen Städten geführt und ausgewertet. In der neunten Ausgabe des Magazins "Kunst, Spektakel & Revolution" hat Vogliamo Tutto die jüngere Entwicklung dieses Strategieansatzes erneut analysiert. Dabei hat die Gruppe festgestellt, dass sich innerhalb der Stadtteilorganisierung durchaus unterschiedliche Ansätze herausgebildet haben: Auf der einen Seite die Stadtteilgewerkschaften, in denen politische und ökonomische Interessen im Sinne einer Basisorganisierung zusammen geführt werden - auf der anderen Seite die Stadtteilkomitees, die als Vorfeld einer eigentlichen politischen Organisierung gedacht sind. Letzteres geht zum Teil mit einer mehr oder weniger offen artikulierten marxistisch-leninistischen Orientierung einher und zielt auf die Organisierung der Klasse in einer Partei.

Im Gegensatz dazu könnte man meinen, dass der Ansatz der Stadtteilgewerkschaft durchaus mit anarcho-syndikalistischen Ansätzen verwandt ist. In einem 2023 in der Direkten Aktion erschienenen Text hat Frederik Fuß herausgearbeitet, dass die Stadtteilgewerkschaften im Grunde die Funktionen der klassischen Arbeiterbörsen des Anarcho-Syndikalismus erfüllen. Neben den Syndikaten - die sich in der anarcho-syndikalistischen Konzeption von den Betrieben ausgehend organisieren und auf die Sphäre der Produktion fokussiert sind - sollten in den Arbeiterbörsen Fragen des Konsums, der Reproduktion und der Kultur verhandelt und organisiert werden. Diese lokal organisierten Börsen „wirken als ansprechbare Institution für die alltäglichen Probleme der Menschen in ihrem Wirkungsbereich“. In Magdeburg hat sich aus dieser Verwandtschaft heraus eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen der Kiezkommune Magdeburg und der lokalen Sektion der Freien Arbeiter:innen Union entwickelt.

Doch in einem weiteren, 2024 in der Tribüne Tsukunft erschienenen Text beurteilt Frederik Fuß den Ansatz der Revolutionären Stadtteilarbeit wesentlich skeptischer und formuliert die Vermutung, dass sich ein gewisser Leninismus auch im Beratungs-Organisierungs-Ansatz verbirgt. Dieser besteht nach Frederik Fuß darin, dass im BOA eine Trennung zwischen sich bewusst wähnenden, meist akademischen Aktivist:innen und den „normalen“ Leuten bestehen bleibt, wobei die Basisorganisierung ein Mittel ist, anstatt das Ziel zu sein.

Was bedeutet es, in der Organisierung von den eigenen Interessen auszugehen? Inwiefern impliziert dies auch, auf Andere zuzugehen, sie über ihre Interessen aufzuklären und für eine gemeinsame Organisierung zu werben? Was erfordert eine Organisierung auf Augenhöhe und wie lässt sich die Trennung zwischen „Aktivist:innen“ und „Organisierten“ aufheben? Ist eine gewisse Spezialisierung in der Organisationsarbeit notwendig oder ist darin bereits das Übel angelegt? Erzeugt ein Beratungsangebot eine passive Mitgliedschaft (sowohl in der Stadtteilgewerkschaft als auch in der FAU)? Was sind Kriterien der Selbstorganisierung?

Diese und ähnliche Fragen sollen am 30.07.2026 mit der Gruppe Vogliamo Tutto und Frederik Fuß diskutiert werden. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Kunst, Spektakel & Revolution

07.08.2026, 18:00 Uhr, tba (Jena)
Reisebericht Oslo
Im Frühjahr 2025 reisten wir nach Oslo, um uns vor Ort mit Angehörigen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen über die gesellschaftliche Aufarbeitung der Anschläge vom 22. Juli 2011 und die Erinnerung daran auszutauschen. Neben Gesprächen besuchten wir auch zentrale Orte des Geschehens und der Erinnerung.

In einem Reisebericht wollen wir Einblicke in unsere Erfahrungen geben, persönliche Eindrücke schildern und von Perspektiven aus Norwegen berichten. Dabei wollen wir mit euch über den Umgang mit rechtem Terror und Gewalt und Erinnerungskultur ins Gespräch kommen.
mehr: Blog zur VA-Reihe

13.8. - 15.10. 2026, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Reihe zu Neoliberalismus
Parallel zur Beendigung des Bretton Woods Währungssystems und dem damit eingeläuteten Ende des Keynesianismus entsteht in Chicago unter Milton Friedman ein Projekt, das die theoretische Grundlage für einen Wechsel von Regierungen und politischen Programmen in den großen westlichen Industriestaaten hin zu einer neoliberalen Ausrichtung bildet. Bereits vor Margaret Thatcher (Großbritannien 1979), Ronald Reagan (USA 1980) und Helmut Kohl (BRD 1982) setzen die „Chicago Boys“ in Chile unter Augusto Pinochet die von Friedman nach seinem Besuch beim Diktator empfohlene Schocktherapie durch neoliberale Reformen um. Gewaltsam und sukzessive werden national und international die neoliberalen Programme durchgesetzt und scheinen heutzutage alternativlos, zumindest realpolitisch unwidersprochen. Als Thatcher in späten Jahren nach ihrer größten Leistungen gefragt wird, antwortete sie: »Tony Blair und New Labour. Wir haben unseren Gegner zum Umdenken gezwungen.« Um zu verstehen, was sie damit meint, muss man nicht nach Großbritannien schauen, es reich sich einmal bewusst zu machen, wer mit den HartzIV-Reformen für den größten Abbau des Sozialstaats in den 2000er Jahren regierungsverantwortlich war. Dabei ist Neoliberalismus nicht nur ein politisches Programm, sondern auch eine Form der Machtausübung - die bis hin ins Subjekt (des unternehmerischen Selbst) reicht, welches laut einem der bedeutendsten Theoretiker des Neoliberalismus - Friedrich August von Hayek - darin seine Freiheit hat, sich freiwillig der bestehenden Ordnung zu unterwerfen.
Das, was sich als Theorie und politisches Programm der Freiheit der Individuen verkauft, ist in seinen theoretischen Grundlagen autoritär, historisch gewaltsam durchgesetzt und aufrechterhalten und in seinen Konsequenzen menschenfeindlich - das wollen wir in einer vierteiligen Veranstaltungsreihe herausstellen.

In einer ersten Veranstaltung soll es in einem Vortrag mit Sophia Boddenberg um Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus gehen. In einem dreistündigen Workshop wollen wir uns anschließend mit Silke Ötsch die konkreten Politiken anschauen, sie spricht über den Umbruch von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus. In einem weiteren Workshop wird es mit Björn Öllers um den autoritären Gehalt neoliberaler Ideologie am Beispiel Hayeks gehen. Abschluss der Reihe bildet eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.

13.8., 19:30 Uhr (hybrid): Sophia Boddenberg - Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus
14.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Silke Ötsch - Von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus
28.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Björn Oellers - Ideologie des Neoliberalismus
15.10., 19:30 Uhr: Collage zu Neoliberalismus

Eine Reihe des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

12.08.2026, 19:00 Uhr, Fanprojekt Erfurt, Johannesstr. 82, Erfurt)
"Fußball- und Fankultur in Syrien in Zeiten des Krieges"
Vortrag mit Nadim Rai

15 Jahre lang tobte ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien, welcher im Dezember 2024 mit dem Sturz der Machthaber vorerst ein Ende gefunden hat. Doch trotz dieser Umstände sind die syrischen Fußballfans sowie die Ultra-Szene nicht klein zu kriegen und die Freude am Fußball nicht verloren gegangen. In einer auf den Kopf gestellten Welt haben die syrischen Ultras immer noch etwas mit allen Ultras dieser Welt gemeinsam: Die Liebe zum Fußball und zum eigenen Verein. Doch es geht ihnen nicht nur um den Sport, sie wirken mit ihrem Engagement auch in die gespaltene Gesellschaft hinein.

In einem Vortrag vom Referenten Nadim Rai aus Syrien wird nachgezeichnet, wie sich der Fußball und mit ihm die Fanszene in den letzten Jahren entwickelt haben und wie sich die Ultrabewegung positiv auf die Gesellschaft auswirken. Im Anschluss wird es Raum für Fragen und Diskussion geben

13.08.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Frauen im Nationalsozialismus"
Treffpunkt: Fischmarkt

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

13.08.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus
Die Veranstaltung mit Sophia Boddenberg bildet den Auftakt einer vierteiligen Reihe zum Neoliberalismus. Die Veranstaltung findet hybrid statt, die Zugangsdaten könnt ihr beim Biko erfragen.

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Reihe zu Neoliberalismus

14.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Vom Finanzkapitalismus zum Monopolkapitalismus? Big Tech und die Transformation des Neoliberalismus
Die globale Wirtschaft wird zunehmend von einer Handvoll technologiebasierter Konzerne geprägt. Nach Börsenkapitalisierung dominieren Big-Tech-Unternehmen die Spitzenpositionen an den Wertpapiermärkten, und ein Großteil des weltweiten Vermögenswachstums der letzten Dekade ist auf den Technologiesektor zurückzuführen. Diese Entwicklung geht einher mit der Verdrängung traditioneller Wirtschaftsstrukturen, der Aneignung von Nutzerdaten, der Gestaltung asymmetrischer Arbeitsverhältnisse auf Plattformen sowie der strategischen Akkumulation von Patenten. Netzwerkeffekte, Skalenvorteile und die Nutzung von Steueroasen verstärken dabei marktbeherrschende Positionen, die nur schwer durch neue Wettbewerber infrage gestellt werden können. Parallel dazu gewinnt der Technologiesektor eine klare geopolitische Dimension: Fragen der digitalen Souveränität, der Klimawirkung von Rechenzentren und der strategischen Bedeutung von KI-Infrastrukturen rücken Big Tech in den Fokus staatlicher und supranationaler Regulierungsbestrebungen - etwa im Rahmen der geplanten Kapitalmarktunion oder europäischer Cloud-Initiativen.
Die Veranstaltung analysiert diese Entwicklungen vor dem Hintergrund politökonomischer Debatten: Folgt die aktuelle Phase noch neoliberalen Marktlogiken, oder markiert sie den Übergang zu einem monopolistischen oder sogar „neofeudalen“ Kapitalismus? Wie verhalten sich die Machtstrukturen der Plattformkonzerne im Vergleich zu den traditionellen Akteuren des Finanzsektors (Vermögensverwalter, Investmentfonds, Banken)? Welche Rolle spielen ideologische Narrative, Medienkonzentration, Sprachmodelle („künstliche Intelligenz“) und die zunehmende politische Einflussnahme von Tech-Milliardären? Und wie lässt sich die anhaltende Präsenz neoliberaler Politikinstrumente (z. B. Haushaltskonsolidierung, Deregulierung) mit der wachsenden Marktkonzentration vereinbaren - ebenso wie die destabilisierenden Effekte dezentraler Finanzinstrumente?
Im 3,5-stündigen Format wird eine kompakte Einführung mit interaktiven Diskussionsphasen kombiniert. In Kleingruppen und im Plenum wird diskutiert: Handelt es sich bei der aktuellen Tech-Dynamik um eine spekulative Blase mit Risiken für die Finanzstabilität oder um einen strukturellen Wandel? Welche regulatorischen, fiskalischen und demokratischen Antworten sind erforderlich? Abschließend werden emanzipatorische Politiken und alternative Wirtschaftsmodelle erörtert, die einer weiteren Konzentration von Wirtschafts- und Machtressourcen entgegenwirken können.
Workshop mit Silke Ötsch im Rahmen einer Reihe zu Neoliberalismus.
Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

17.08.2026, 19:30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Der Begriff der abstrakten Arbeit in der Philosophie und im Marxismus
Arbeit gilt gemeinhin als eine sinnlich konkrete Tätigkeit. Dass der Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft auch eine Dimension des Abstrakten anhaftet, ist keineswegs selbstverständlich. Den Klassikern der Arbeitswerttheorie ist sie verborgen geblieben, obwohl sie den abstrakten Wert durch die Arbeit hervorgebracht sahen. Erst durch Hegel findet theoretische Bestimmung der abstrakten Seite der Arbeit statt. Mit dem Begriff der abstrakten Arbeit nähert sich Hegel der abstrakten Dimension an, um sie zugleich als Quelle des ökonomischen Werts vorzustellen. Allerdings verknüpft er derart verschiedene Inhalte mit seinem Begriff der abstrakten Arbeit, dass seine werttheoretische Begründungsfunktion erhebliche Inkonsistenzen aufweist.
Das Problem setzt sich bei Marx fort. Einerseits unterscheidet sich der Begriff in den Frühschriften kategorial von jenem, der in den Schriften ab 1858 zur Begründung der Werttheorie verwendet wird. Andererseits ordnet Marx auch seinem späten Begriff inkompatible Bestimmungen zu. Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass im Marxismus ein heftiger Streit darüber entbrannt ist, wie der Begriff der abstrakten Arbeit akkurat aufzufassen sei.
Dieser Streit mag von außen betrachtet nur für akademische Debatten relevant sein, doch erschließt sich seine Bedeutung, sobald man sich die theoretische Funktion des Begriffs der abstrakten Arbeit innerhalb der Marxschen Theorie vor Augen führt. Sie besteht darin, dass Marx’ später Begriff abstrakte Arbeit als wertbildende Substanz konzipiert. Damit besitzt die abstrakte Arbeit den Status einer sozio-ökonomischen Basiskategorie, ohne die die wesentlichen Elemente der kapitalistischen Produktionsweise (Wert, Tauschwert, Geld, Mehrwert, Verwertung, Kapital) nicht verstanden werden können. Deswegen hebt Marx hervor, dass er das Verhältnis von konkreter und abstrakter Arbeit als »Springpunkt« ansieht, »um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht«. Entsprechend bedeutsam ist der Streit um die Kategorie der abstrakten Arbeit. Gleichzeitig offenbart der Blick auf die Resultate der Debatten, dass sie zu keinem tragfähigen Begriff geführt haben. Stattdessen sieht man sich mit einer irritierenden Menge inhaltlich unterschiedlich gefasster Begriffe der abstrakten Arbeit konfrontiert.
Christian Höner schlägt in seiner 2026 verteidigten Dissertation eine neue, kohärentere Bestimmung des Begriffs der abstrakten Arbeit vor, die sich theoretisch zwischen einer rein naturalistischen und einer rein relationalistischen Auffassung verortet. Bei der Veranstaltung stellt er diese zur Diskussion.
mehr: Biko

21./22. August 2026, Schotterwerk, Lausche
Open-Air, bitte sehr!
Endlich wieder "Sommer in Lauscha"!

Zum elften Mal gibt’s diy-Punk-total in Lauscha mit Zelten, Fassbier, Hund, Maus, Kegel und Familienangehörigen der Lauscha-Punx-Gang aller Altersgruppen etc. Lohnt sich!

22.08.2026, 19:30 Uhr
Geschichte des Rätekommunismus
... bisher nur vage geplant, weiteres demnächst ...

22.08.2026
CSD Mühlhausen

28.08.2026
CSD Gotha

28.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Neoliberale Ideologie
Die Veranstaltung mit Björn Oellers findet im Rahmen einer vierteiligen Reihe zum Neoliberalismus statt.

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt

05.09.2026
CSD Erfurt
mehr: https://csderfurt.de/

10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus

Infos folgen
mehr: https://zeitzudenken.arranca.de

11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt

12.09.2026
CSD Eisenach

13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
mehr: Wanderverein Bakunin-Hütte

17.09.2026, 19:30 Uhr
Wehrpflicht in der DDR
-- bisher nur lose geplant, weitere Infos folgen --

25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).

Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.

Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.

Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.

Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
mehr: Myzelium Tagung

26.09.2026, Gera
CSD Gera
mehr: https://csd-gera.de/

26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...

zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...

15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
mehr: Biko

17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
mehr: NäLi Blog

18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

2. Quartal 2026
Film und Gespräch: Die zärtliche Revolution
... weitere Infos demnächst ...

06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
mehr: Ratschlag Thüringen

08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...