22.08.2026, 13:00 Uhr, Mühlhausen, Untermarkt
CSD Mühlhausen
Vielfalt verteidigen - hier und jetzt

22.08.2026, 14:00 Uhr, Stadtteilgewerkschaft Johannesplatz Solidarisch (Ammertalweg 23, 99086 Erfurt)
VPN-Workshop vom Datenwiderstand Erfurt
Wie nutzt ihr sie und wovor schützen sie wirklich?

Alle sind willkommen ♥️

24.08.2026, 19:00 Uhr, SR 309, Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Kritik des Autoritarismus. K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform
Am 29. August wollen verschiedene (auswärtige) K-Gruppen eine antimilitaristische Demontration in Jena durchführen. Das Mobiplakat ist im Stil der 30er Jahre gehalten und verrät nicht, wer die Demonstration organisiert. Dies ist nicht ungewöhnlich. Der Anlass lohnt sich aber, dass wir uns das Phänomen der K-Gruppen und ihrer Organisationen genauer anschauen.

Sogenannte Kader-Gruppen verschiedener Ausrichtung sind seit ca. 2021 deutschlandweit, sogar europaweit auf dem Vormarsch. Das in den 70er und 80er Jahren der BRD bekannte Phänomen wurde wiederbelebt. Neoleninistische Gruppierungen bleiben dabei keineswegs nur obskure Vereinigungen von hängengebliebenen Alt-Genoss*innen. Vielmehr ziehen sie verstärkt junge Menschen an und reklamieren den Faktor Militanz für sich.

Für Anarchist*innen ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen ärgerlich und beängstigend. Zum einen werden autoritäre Kommunist*innen als unliebsame Konkurrenz erlebt. Andererseits kann bei ihnen zu Recht verkürzte Herrschaftskritik, verbunden mit aufgewärmten, simplen Versprechungen, festgestellt werden. Weiterhin prägen sie ihre Mitglieder und Sympathisant*innen durch autoritäre Denkmuster und Verhaltensweisen und instrumentalisieren Bündnisse, um ihre Machtbasis auszubauen.

Schauen wir genauer hin, wird deutlich, dass der Auftrieb des neoleninistischen Pseudo-Kommunismus Ausdruck und Symptom umfangreicher autoritärer Zuspitzungen in der Gesellschaft insgesamt ist. Es handelt sich bei ihnen um eine Verfallserscheinung emanzipatorischer sozialer Bewegungen. Diese Entwicklung geht einer mit der Zunahme staatlicher Repression, der Faschisierung weiterer sozialer Milieus, der Verdrängung grundlegender Krisenerscheinungen, dem Angriff auf die liberale Demokratie sowie dem Abbau sozialer Sicherungen.

Nach dem Vortrag möchten wir gerne gemeinsam ins Gespräch kommen und diskutieren. Wir freuen uns sehr über eure unterschiedlichen Standpunkte und Perspektiven! Damit die Debatte für alle angenehm und konstruktiv bleibt, bitten wir alle Teilnehmenden um einen respektvollen, solidarischen und kritischen Dialog.
mehr: https://jena.fau.org/veranstaltung/kritik-des-autoritarismus-k-gruppen-als-zuspitzung-einer-autoritaeren-gesellschaftsform/

27.08.2026, Erfurt, vor dem Landtag
Save the date: Anhörung und Kundgebung zum Polizeiaufgabengesetz
Am 27.08. findet im Thüringer Landtag eine Sitzung des Innenausschusses zum geplanten neuen Polizeiaufgabengesetz statt. Dabei werden in öffentlicher Sitzung Sachverständige zu den geplanten Neuerungen (KI-Überwachung, Taser, Fußfesseln) angehört, d.h. die interessierte Öffentlichkeit kann daran teilnehmen. Euch erwarten spannende Beiträge, u.a. vom Chaos Computer Club, Digitalcourage und Algorithm Watch. Einen Vorgeschmack auf die teils harte Kritik findet ihr hier: https://netzpolitik.org/2026/harte-kritik-am-thueringer-polizeigesetz-verfassungsrechtlich-ist-das-nicht-tragbar/

Das Bündnis "ThürPAG stoppen" wird an dem Tag ab 8 Uhr eine Kundgebung vor dem Landtag abhalten, informieren, protestieren und Unterschriften sammeln (https://weact.campact.de/petitions/grundrechte-schutzen-polizeiaufgabengesetz-stoppen). Wir freuen uns sehr über euren Besuch!
Meldet euch zudem gern, wenn ihr an dem Tag oder im Vorfeld supporten möchtet (im Ausschuss protokollieren, Verpflegung der Kundgebung, etc.).

Also notiert euch in euren Kalendern fett den 27.08. und kommt vorbei!
mehr: https://thuerpagstoppen.noblogs.org/

28.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
DJ Ahmet
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

28.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Workshop: Neoliberale Ideologie mit Björn Oellers
Die neoliberale Lehre hat einen autoritären Gehalt. Ihrem Bekenntnis nach soll sie dem Individuum und der Freiheit dienen. Doch ihre Konsequenzen sind gegen Individuum und Freiheit gerichtet. Dies lässt sich an den Schriften eines der führenden neoliberalen Autoren, Friedrich August von Hayek, zeigen. Er will „freiwillige Konformität“ und die „Anpassung des Individuums“ an die bestehenden Verhältnisse, an eine Wettbewerbsordnung, die durch einen starken Akteur, letztlich den Staat, durchzusetzen ist. Es ist dieser autoritäre Gehalt des Neoliberalismus, an den rechte Parteien anknüpfen können.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten gibt es eine Einführung in die neoliberale Lehre am Beispiel Hayeks. Im zweiten Teil werden Auszüge aus Hayeks Schriften gelesen und diskutiert.

Um Voranmeldung unter biko@arranca.de wird gebeten.

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

29.08.2026, 10:00 Uhr, Gotha, unterer Hauptmarkt
CSD Gotha
Die Zukunft ist queer - und wir sind hier!

Politische Forderungen:
- Gleiches Recht für queere Familien
- Unterstützung und Schutz für queere Geflüchtete
- Sichere Zukunft und Anlaufstellen für queere Jugendliche

30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt

31.08.2026, 18:00 Uhr, Queeres Zentrum Erfurt (Johannesstr. 52 (Eingang Waldenstraße))
Queere Hoffnung
Transfeindlichkeit, Diskriminierumg, Geschlecht und Solidarität - Vortrag und Diskussion mit Felicia Ewert

05.09.2026
CSD Erfurt
mehr: https://csderfurt.de/

09.09.2026, 11:00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne (Sorbenweg 7, Erfurt)
Zeitzeugengespräch mit der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler
„Ich erzähle über mein Leben, um junge Menschen zum Engagement für eine gerechte, humane Art des Zusammenlebens zu ermutigen“

ausführlicher Ankündigungstext beim Erinnerungsort.

In Zusammenarbeit mit Konrad-Adenauer-Stiftung und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

WICHTIG: Anmeldung erforderlich fsj.topfundsoehne@erfurt.de
mehr: Erinenrungsort Topf und Söhne

10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus

Infos folgen
mehr: https://zeitzudenken.arranca.de

11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

12./13. September 2026, Bakuninhütte (Nähe Meiningen)
100 Jahre Bakuninhütte
Ein Jahrhundert Bakuninhütte - Geschichte erleben, feiern und mitgestalten

Vor 100 Jahren errichteten Mitglieder der FAUD auf der Hohen Maas bei Meiningen die erste Bakuninhütte. Aus einer einfachen Schutzhütte entstand ein Ort gelebter Solidarität, Selbstorganisation und gegenseitiger Hilfe. Nach Enteignung und jahrzehntelanger Nutzung in verschiedenen Interessen, konnte die Hütte wieder in die Hände einer selbstorganisierten, antiautoritären Bewegung gelangen. Heute ist sie das bislang einzige Kulturdenkmal der anarchosyndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum - und zugleich ein lebendiger Ort inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft.

Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit euch feiern und laden euch herzlich zum Jubiläumswochenende am 12. und 13. September 2026 an die Bakuninhütte ein.

Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, stehen Führungen durch die Bakuninhütte und über das Gelände im Mittelpunkt. Dabei erfahrt ihr mehr über ihre außergewöhnliche Geschichte, die aktuellen Bau- und Sanierungsarbeiten und die Perspektiven dieses besonderen Ortes. Ergänzt wird das Programm u.a. durch kulturelle Beiträge.

Bei Fragen erreicht ihr uns unter: kontakt@bakuninhuette.de

Wir freuen uns darauf, mit euch gemeinsam 100 Jahre Bakuninhütte zu feiern - auf ein Wochenende voller Geschichte, Begegnungen, Kultur und gelebter Solidarität.
mehr: https://bakuninhuette.de/2026/08/ein-jahrhundert-bakuninhuette-geschichte-erleben-feiern-und-mitgestalten/

12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt

12.09.2026, 14:00 Uhr, Eisenach, Bahnhof
CSD Eisenach

13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
mehr: Wanderverein Bakunin-Hütte

17.09.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Als Punk in der NVA - Wehrpflicht in der DDR
Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.
Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in "erhöhte Gefechtsbereitschaft" versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.
Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.

18.09.2026, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten
Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld:

"Am Wochenende 11./12. April wollten zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Der große Showdown blieb aus, da die Organisatoren kurzfristig alle Veranstaltungen absagten. Dennoch war die mediale Rezeption so groß, dass die Kampagne auch ohne ihr Gedenkwochenende das Ganze als großen Erfolg verbuchen konnte, zumal man die Gedenkstättenleitung zu weiteren Eingeständnissen nötigte (bspw. Nationalfahnenverbot am Tag der Befreiung von Buchenwald). Das Interesse daran blieb in der (radikalen) Linken überschaubar. Dabei reiht sich dieser in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie eine Handreichung der RIAS unterstreicht.

Dass die Angriffe immer häufiger von links kommen - quasi als postkoloniale Variante des „Vogelschiesses“ -, lässt sich auch in der Causa Buchenwald beobachten. Die Vorgeschichte reicht bis ins vergangene Jahr und ist in der Öffentlichkeit spätestens seit dem August 2025 mit der Klage einer Trägerin des Palituchs gegen die Gedenkstätte Buchenwald bekannt. Diese Klage und die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ sind Anlass, sich mit der deutschen Erinnerungspolitik auseinanderzusetzen, die Entwicklungen in den Gedenkstätten aufzuzeigen und die Hintergründe sowohl des Kufiya-Verbots als auch seiner Kritik zu beleuchten.

Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld haben beide Neuere und Zeitgeschichte u.a. in Dresden und Potsdam studiert.

Eine Veranstaltung von Dissens Erfurt und der Pirnaer Autonomen Linken."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

19.09.2026, Ilmenau
CSD Ilmenau

25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).

Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.

Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.

Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.

Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
mehr: Myzelium Tagung

26.09.2026, Gera
CSD Gera
mehr: https://csd-gera.de/

26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...

zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...

05.10.2026, 19:30 Uhr
»Bilitik und Poldung« am Beispiel feministischer Politik und Bildung bei Ladyfesten
... weiteres demnächst ...

12.10.2026, 18:30 Uhr, [kany] (Thälmannstr. 28, 99085 Erfurt)
„Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ Zum Verhältnis von Antiimperialismus, Antinationalismus und Antideutscher Kritik
Vortrag und Diskussion mit Julian Bierwirth

eine Veranstaltung im Rahmen der Alternativen Studieneinführungstage „Nächste Ecke Links“
mehr: Falken Erfurt

15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
mehr: Biko

16.10.2026
Film und Diskussion: »Die zärtliche Revolution«
... weiteres demnächst ...

17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
mehr: NäLi Blog

18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

19.10.2026, 19:30 Uhr, FH Erfurt
Was ist Kritische Soziale Arbeit?
»Dir werd’ ich helfen!« ist ein geflügeltes Wort unter Sozialarbeiter*innen. Es verweist darauf, dass Hilfe oft nicht so unschuldig daherkommt, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn jede Hilfe ist damit verwoben, die Hilfesuchenden als Verursacher*innen sozialer Probleme zu betrachten und zu kontrollieren. In den späten 1960er-Jahren haben linke Sozialarbeiter*innen auf diese Beobachtung mit der Entwicklung einer Kritischen Sozialen Arbeit reagiert. Es ging darum, die Rolle der Sozialen Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft zu begreifen und gemeinsam eine Praxis zu entwickeln, bei der eben nicht Kontrolle und Befriedung, sondern Befreiung im Zentrum steht. Bei der Veranstaltung spricht Barbara Schäuble darüber, wie eine aktuelle Kritische Soziale Arbeit aussehen kann. Neben fachlichen Fragen geht es auch darum, Sozialarbeiter*innen zusammen zu bringen, die in der aktuellen Situation kritisch im und am Sozialstaat arbeiten wollen.

Barbara Schäuble ist Professorin für diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis an der Alice Salomon Hochschule Berlin und hat mit Ulrike Eichinger das Buch »Konfliktanalysen: Element einer kritischen Sozialen Arbeit« (Wiesbaden 2022) herausgegeben. Das Bildungskollektiv Biko ist ein kleiner linker Bildungsträger aus Erfurt. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Fachschaftsrat Angewandte Sozialwissenschaften und dem Biko statt.
mehr: im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage »Nächste Ecke Links«

22.10.2026, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
"Islambilder der Neuen Rechten" - Vortrag
Dissens lädt ein: "Schweineköpfe vor Moscheen, Diffamierung von Muslimen als "Messermänner", Rettung des Abendlandes vor "Islamisierung". Die AfD und die Neue Rechte sind für ihren offen zur Schau gestellten Hass auf Muslim:innen bekannt. Doch wie kann es sein, dass dasselbe Milieu immer wieder mit dem Islam liebäugelt, ihn für seinen Konservatismus beneidet, oder die Queerfeindlichkeit muslimischer Länder und bestimmter muslimischer Communities feiert?
In dem Vortrag wollen wir zum einen klären, was die Neue Rechte überhaupt ist und in welchem Verhältnis sie zur AfD steht. Zum anderen werfen wir einen Blick auf jene ambivalenten Islambilder der Neuen Rechten. Der Vortrag wird zeigen, dass der mit religionskritischer Verve vorgetragene Hass auf den Islam eine relativ neue Erscheinung in der deutschen Rechten ist und dagegen die Faszination für den Islam und muslimische Gesellschaften eine lange Tradition hat."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

29.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Fortschritt als Fehlschritt
Der Fortschritt ist seit Menschengedenken ein heftig umkämpftes Terrain. Von Platon und Aristoteles über Herder, Nietzsche und Kant bis hin zu Marx, Popper und Foucault - kein bedeutender Denker konnte sich diesem Thema entziehen.

Heute, in Zeiten tiefer Verunsicherung und Zukunftsängsten, ist der Fortschritt in Verruf geraten. Annette Schlemm erklärt im Buch »Fortschritt als Fehlschritt«, warum er für emanzipatorisches Denken und Handeln trotzdem wichtig ist und formuliert eine rettende Kritik.

Annette Schlemm ist Philosophin und hat lange mit der Zukunftswerkstatt Jena die politischen Diskurse in Thüringen beeinflusst. Sie betreibt den Blog »Philosophenstübchen«.
mehr: »Fortschritt als Fehlschritt« beim Schmetterlin-Verlag

06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
mehr: Ratschlag Thüringen

08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...

15.12.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
"Das Verschwinden des Holocaust - Zum Wandel der Erinnerung" (Buchvorstellung und Diskussion)
Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Bełżec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.

Prof. Dr. Jan Gerber ist Historiker und Politikwissenschaftler. Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow in Leipzig leitet er das Forschungsressort Politik. Sein Buch „Das Verschwinden des Holocaust“ ist 2025 in der Edition Tiamat erschienen.