23.06.2026, 18:30 Uhr, Franz Mehlhose, Erfurt
"AfD-Verbot jetzt!"-Vortrag & Diskussion
Veranstaltung der Fraktion der Linken im Thüringer Landtag

mit Input von Chan-jo Jun, Rechtsanwalt und stellvertretendes Mitglied des Bayerischen Verfasungsgerichtshof

Diskussion mit Katharina König-Preuß

24.06.2026, 16:30 Uhr, Friedrich-Ebert-Straße 61, Weimar
Queerer Stadtspaziergang durch Weimar
Eine Regenbogenfamilie zu Goethes Zeiten, ein Treffpunkt für Queers in der Weimarer Republik, queere Aktivistis unter dem Dach der Kirche zu DDR-Zeiten − gab es das denn wirklich? Taucht mit uns ein in die bekannte und unbekannte queere Geschichte Weimars! Bei unserem Stadtspaziergang lassen wir sie lebendig werden.

in Kooperation mit dem Dyke* March Weimar
mehr: Bauhaus Uni / Pride Week

25.06.2026, 20:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Technik-Hangout
Angebot der Gruppe Datenwiderstand:

"Hier gibt es kein festgelegtes Thema, ihr könnt einfach vorbeikommen und euch mit ganz konkreten Fragen und Problemen an uns wenden. Egal, ob ihr bei der Mailverschlüsselung nicht weiterkommt, ob ihr eure Festplatte verschlüsseln oder GrapheneOS einrichten wollt, BackUps erstellen oder aufLinux umsteigen möchtet - wir versuchen, zusammen zu einer Lösung zu finden. Genauso könnt ihr gern mit uns über bestimmte Technik-Themen und Unsicherheiten diskutieren. Schnappt eure Geräte und kommt rum :)"

26./27.6. und 14./15.8., Erfurt und Frankfurt
Geteilte Erinnerung? Lokalgeschichtliche Perspektiven auf den Nationalsozialismus in Thüringen und H
Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 entwickelten sich nicht nur die Gesellschaft und die Wirtschaft in beiden Deutschen Staaten unterschiedlich, auch die Erinnerung an den Nationalsozialismus war sehr unterschiedlich.
Seit der Vereinigung von Ost und West zu einem Staat im Jahr 1990 gibt es zwar nur noch eine staatliche Erinnerungspolitik, die lokale Erinnerungskultur und -praxis ist vor Ort aber immer noch von den unterschiedlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Diskursen geprägt.


Im Seminar wollen wir den Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den lokalen Diskursen über die Geschichte des Nationalsozialismus auf den Grund gehen. Beispielhaft in Erfurt (Thüringen) und Frankfurt (Hessen) wollen wir die lokale Geschichtsarbeit erkunden. Die Teilnehmenden sollen die Möglichkeit haben, die eigenen Perspektiven zu reflektieren und die Bildungspraxis in der anderen Stadt kennen zu lernen, wobei ein Schwerpunkt auf der Geschichtsvermittlung mithilfe des Mediums der öffentlichen Stadtrundgänge liegen soll.


Das Doppelseminar richtet sich an alle Interessierten, die sich im lokalen Kontext für die Geschichte des Nationalsozialismus interessieren und/oder selbst ehrenamtlich in der historisch-politischen Bildungsarbeit aktiv sind. An jedem Seminar können insgesamt 13 Personen teilnehmen (8 Angereiste und 5 von vor Ort). Die Teilnahme an beiden Seminaren ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Beide Seminare können auch unabhängig voneinander besucht werde

Die Anreise erfolgt in der Gruppe. Anmeldungen unter: quer@dgb-bwt.de

Die Kosten für das Seminar werden übernommen, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
mehr: DGB-Bildungswerk Thüringen

27.06.2026, 18:00 Uhr, Kino im Schillerhofm (Helmboldstr. 1, Jena)
"MAJA T. - extracts from the trial" - Film
Am 27. Juni startet die Filmtour in Jena, einen Tag vor dem Jahrestag der rechtswidrigen Auslieferung von Maja T. nach Ungarn.
mehr: Kino im Schillerhof

27.06.2026
CSD Weimar

28.06.2026, 13:15 Treffpunkt, 13:30 Beginn, Gedenkstätte Buchenwald (Weimar)
Gedenkveranstaltung für die »Rosa-Winkel-Häftlinge« der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora
Im Rahmen des Christopher Street Days (CSD) 2026 organsiert der AIDS-Hilfe Weimar und Ostthüringen e.V. eine Gedenkveranstaltung für die „Rosa Winkel“-Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Wir laden für Sonntag, den 28.06.2026, alle Interessierten herzlich ein!

2026 steht nicht nur im Zeichen von 81 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, sondern wir begehen auch ein rundes Jubiläum: Vor 20 Jahren wurde auf Initiative von Community-Aktivisten und Mitarbeitenden des Vereins der Gendenkstein aufgestellt - durchaus gegen einige Widerstände. Wir wollen daher dieses Jahr nicht nur derer gedenken, die wegen ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Homosexualität den „Rosa Winkel“ tragen mussten, im KZ gequält und ermordet wurden oder dann als Überlebende auch noch Jahrzehnte nach Ende des NS-Terrors mit Hilfe des Nazi-Paragraphen verfolgt wurden. Wir wollen dieses Jahr auch die Menschen würdigen, die den Stein und das öffentliche Gedenken ermöglicht haben. Besonders freuen wir uns, dass uns das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle Weimar (DNT) mit einem künstlerischen und musikalischen Beitrag unterstützen.

Bereits um 11:00 Uhr bietet die Gedenkstätte eine kostenlose, thematische Führung an.

Treffpunkt, 13:15: Kino der Gedenkstätte

Beginn der Gedenkveranstaltung 13:30 Uhr (Treffpunkt am Kino, von da aus gemeinsamer Gang zum Gedenkstein der „Rosa Winkel“-Häftlinge)
mehr: Aidshilfe Weimar

28.06.2026, 13:00 Uhr, Bahnhof Ilmenau
CSD Ilmenau
Unterstützt den jungen und zum zweiten Mal stattfindenden CSD in Ilmenau.

Infos derzeit vor allem auf socialmedia, angekündigt ist das Ende des CSD Ilmenau 15:00 am Markt

29.06.2026, 20:30 Uhr, Kinoclub Hirschlachufer (Erfurt)
"Bollwerk" | Film und Gespräch
"Jakob Wehner thematisiert in seinem Dokumentarfilm am Beispiel von drei politischen Aktivist*innen in der sächsischen Kleinstadt Wurzen die Herausforderungen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Wehner ist mit seiner Kamera einen Sommer lang mit dabei und fängt ein, unter
welchen Bedingungen im ländlichen Raum Sachsens die Zivilgesellschaft arbeiten muss.

Im Anschluss wollen wir mit dem Regisseur Jakob Wehner und Lena von „Dorfliebe für Alle“ (Saale-Orla-Kreis) ins Gespräch kommen."

ACHTUNG: Der Eintritt ist frei, allerdings benötigt ihr ein Ticket.
Es gibt noch Tickets. Die Buchung ist möglich unter: https://www.kinoklub-erfurt.de/tickets

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionstage des Bündnisses
„zusammenstehen“ statt, veranstaltet vom DGB-Bildungswerk Thüringen
e.V., dem Kinoklub am Hirschlachufer e.V. und der Partnerschaft für
Demokratie Erfurt.

(DE 2025 | 62 min.)
mehr: Kinoklub

29.06.2026, 19:30 Uhr, Haus Dacheröden (Anger 37, 99084 Erfurt)
„Sei klug und halte dich an Wunder“ - eine Hommage an Mascha Kaléko
Die Veranstaltung lädt ein zur intensiven und berührenden Begegnung mit dem feinsinnigen dichterischen Werk und dem bewegten Leben von Mascha Kaléko. Schauspielerin Julia Maronde und der Musiker Steffen Wolf an der Klarinette verweben in diesem kurzweiligen Abend Klang und Wort und erinnern an Kalékos vielschichtige Lebensspuren und ihren scharfsinnigen, mutigen Blick auf die Welt.

Omas gegen Rechts Erfurt e.V.
mehr: Zusammenstehen-Bündnis

30.06.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Thüringen als Blaupause faschistischer Machterlangung - Das Land in den 1920er und frühen 30er Jahren
Thüringen war Anfang der 1920er ein progressiv regiertes Land, in dem die lokale Sozialdemokratie ein groß angelegtes republikanisches Reformprojekt gegen den Muff der vergangenen Kaiserzeit vorantrieb. 1923 ließen sich die linken Arbeiterparteien hier, trotz ihrer sehr grundsätzlichen Differenzen, gar auf den Versuch einer gemeinsamen Arbeiterregierung ein.

Doch innerhalb weniger Jahre änderten sich die politischen Verhältnisse radikal: Bereits 1930 wurde mit Wilhelm Frick ein nationalsozialistischer Minister im Ministerium für Inneres und Volksbildung vereidigt.

Das stimmt bis heute nachdenklich: Wie war es möglich, dass sich innerhalb von kürzester Zeit die Machtverhältnisse im Land derart nach rechts verschoben? Welche Voraussetzungen beförderten den landespolitischen Backlash? Kurzum: Wie wurde Thüringen in kurzer Zeit von einem progressiv regierten Land zur Blaupause für eine faschistische Machterlangung?

In einem Input werden die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der 20er Jahre im Land Thüringen vorgestellt. In Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion sowohl über die historischen Gegebenheiten als auch über die Frage, was wir daraus für unser heutiges politisches Handeln mitnehmen können.

Eine Veranstaltung der Falken Erfurt und der Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus" des DGB Bildungswerk Thüringen e.V.

01.07.2026, 18:00 Uhr, Schambrowski (Magdeburger Allee 90, Erfurt)
Heinz Mädel - Gedenken mit Filmvorführung
"Der Todestag von Heinz Mädel jährt sich am 01. Juli. Vor 36 Jahren schlug eine Gruppe von Skinheads Heinz Mädel in der Erfurter Altstadt zusammen. Heinz Mädel wurde aufgrund seiner (vermeintlichen) Homosexualität Opfer dieser Tat.

Der Dokumentarfilm "Hass gegen Queer" (2023) begleitet Betroffene queerfeindlicher Gewalt und zeigt sie bei ihrem individuellen Weg, mit dem Erlebten umzugehen und nicht mehr zu schweigen. Der Film beleuchtet die gesellschaftliche Grundstimmung als Nährboden für Gewalt."

Film von Tristan Ferland Milewski, 80 Min., DE

Ende Juni und Anfang Juli, Erfurt
Aktionstrainings von Widersetzen
In den letzten Wochen vor dem AfD-Parteitag finden in Erfurt mehrere Aktionstrainings statt, so am 18.6. um 18 Uhr in der Offenen Arbeit; am 24.6., 16 Uhr, FLINTA*-only im Kontor und am 2.7., 17 Uhr, ebenfalls im Kontor. Weitere sind in Planung, Informationen darüber sind nur über Insta zugänglich.
mehr: Instagram

03.07.2026, 19:00 Uhr, Martinikirche (Brühler Straße 55, Erfurt)
Friedensgebet und Lichterkette für Gewaltlosigkeit, Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung
Die Offene Arbeit Erfurt ruft gegen den AfD-Parteitag zu einer Lichterkette für Gewaltlosigkeit, Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung, also in einer gewissen Lesart gegen eine gewaltvolle Gesellschaft und gegen Krieg, Kapitalismus und Umweltzerstörung. Nach einem Gebet am der Martinikirche zieht man zu Gothaer Platz und bildet eine Lichterkette, Kerzen bitte mitbringen.

3.7.2026, 13.00 - 17.00, Zughafen (Güterbahnhof 20, Erfurt)
"Bevor es zu spät ist" - wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr
Am Vortag des AfD-Parteitags kommen wohl an die 50 linke Wissenschaftler*innen nach Erfurt und sprechen in jeweils 45minütigen Runden darüber, wie man den aktuellen Rechtsruck verstehen und was man ihm entgegnen kann. Mit Carolin Amlinger, Floris Biskamp, Paula-Irene Villa-Braslavsky, André Brodocz, Claudia Bruns, Hauke Dannemann, Ole Deitmer, Klaus Dörre, Silke van Dyk, Naika Foroutan, Alexander Gallus, Stefanie Graefe, Sabine Hark, Cornelius Helmert, Sophia Hoffmann, Frauke Höntzsch, Rahel Jaeggi, Meltem Kulaçatan, Franziska Martinsen, Jürgen Martschukat, Bijan oini, Christian Möstl, Marie Müller-Elmau, Oliver Nachtwey, Carla Ostermayer, Alexej Preißler, Eva von Redecker, Tilman Reitz, Janos Richter, Hartmut Rosa, Miriam Schad, Karin Scherschel, Stefan Schmalz, Sarah Schulz, Susanne Spindler, Maximilian Steinbeis, Margarita Tsomou, Jens-Christian Wagner, Karla Zierold und weiteren.
mehr: https://bevoreszuspaetist.org

03.07.2026, 18:00 Uhr, Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof
Antifaschistischer Stadtrundgang
... im Kontext von zusammenstehen mit Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus

"Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 erhielt die NSDAP in Erfurt 42% der Stimmen und damit keine Mehrheit. Dennoch prägte sie spätestens ab diesem Zeitpunkt die Politik auch in Erfurt maßgeblich mit. In einem rund zweistündigen Stadtrundgang wollen wir einen lokalgeschichtlichen Bogen von der Machterlangung der Nationalsozialisten bis zur Befreiung schlagen.

Wir wollen uns anschauen, wie das System konkret in Erfurt funktioniert hat und wie einzelne Personen ihre Handlungsspielräume zwischen begeistertem Mitmachen, Anpassung und Widerstand genutzt haben."

03.07.2026, 18:00 Uhr
Antifaschistischer Stadtrundgang
Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 erhielt die NSDAP in Erfurt 42% der Stimmen und damit keine Mehrheit. Dennoch prägte sie spätestens ab diesem Zeitpunkt die Politik auch in Erfurt maßgeblich mit. In einem rund zweistündigen Stadtrundgang wollen wir einen lokalgeschichtlichen Bogen von der Machterlangung der Nationalsozialisten bis zur Befreiung schlagen.

Wir wollen uns anschauen, wie das System konkret in Erfurt funktioniert hat und wie einzelne Personen ihre Handlungsspielräume
zwischen begeistertem Mitmachen, Anpassung und Widerstand genutzt haben.

Treffpunkt: Willy Brandt Platz am Hbf
Dauer: ca. 2 Stunden

Veranstaltet vom DGB-Bildungswerk Thüringen mit der Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“, in Kooperation mit dem Omas gegen
Rechts Erfurt

04. Juli 2026, ganztags, Stadtgebiet Erfurt
Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD
Infos gibts bei

widersetzen Erfurt: https://widersetzen.com/vorbereitung/erfurt-2026/

Zusammenstehen-Bündnis: https://www.zusammenstehen.org/

10.-12. Juli 2026, Stünze bei Eisenberg
down on the farm / dotf-Festival
Regionales Punk-Festival im Grünen in der Provinz.

Kommt rum, Mukke, Workshop, Film, Spiel und Spaß!


12.07.2026, 14:30 Uhr, Demokratischer Jugendring Jena, Seidelstr. 21, Jena
Solidarität mit Betroffenen rechten Terrors sichtbar machen und auf die Straße tragen!
Gemeinsames Transpi-Malen und Input zum 22.07.

15 bzw. 10 Jahre nach den rechtsterroristischen Anschlägen in Oslo, Utøya und München finden am 19.07. eine Demonstration in München und am 22.07. - dem Tag der Anschläge selbst - eine Gedenkkundgebung auch in Jena statt. Für diese Anlässe wollen wir gemeinsam Transpis malen und in entspannter und kreativer Atmosphäre den Nachmittag zusammen verbringen.

Wir beginnen mit einem kurzen Input dazu, was am 22.07. passiert ist und wollen uns beim Malen dazu austauschen und bei Keksen und Getränken ins Gespräch miteinander kommen.

Es braucht kein Vorwissen, nur Interesse und Lust zu Malen oder Menschen kennenzulernen.

Wer möchte, kann auch direkt vorher schon zum Workshop „Musikalisches Gedenken an den 22.07.2011“ kommen.
mehr: Blog zur VA-Reihe

12.07.2026, 11:30 Uhr, Demokratischer Jugendring Jena (Seidelstr. 21, Jena)
Musikalisches Gedenken an den 22.07.2011
Input und gemeinsames Singen:

Sonntag, 21.06.2026, 11:00 - 13:30 Melanchton-Haus (Hornstr. 4, Jena)

Sonntag, 12.07.2026, 11:30 - 14:00, DJR (Seidelstr. 21, Jena)

Mittwoch, 15.07.2026, 19:00 - 21:30, Melanchton-Haus (Hornstr. 4, Jena)

Laiensänger:innen haben die Möglichkeit in drei Workshops zentrale Lieder der norwegischen Erinnerungskultur kennenzulernen und gemeinsam einzuüben.

Mit Inputs zur Rolle von Liedern und Singen im Gedenken in Norwegen.

Dabei wird aufgezeigt, wie gemeinsames Singen in Norwegen zu einem Ausdruck von Trauer, Solidarirär und demokratischem Zusammenhalt wurde.

Es kann an einzelnen oder allen einzelnen Termine teilzunehmen, keine Vorkenntnisse nötig. Gewünscht ist Teilnahme an Gedenkveranstaltung am 22.7., um dort zusammen zu singen.
mehr: Blog zur VA-Reihe

15.07.2026, 19:00 Uhr, Melanchton-Haus (Hornstr. 4, Jena)
Musikalisches Gedenken an den 22.07.2011
Input und gemeinsames Singen:

Sonntag, 21.06.2026, 11:00 - 13:30 Melanchton-Haus (Hornstr. 4, Jena)

Sonntag, 12.07.2026, 11:30 - 14:00, DJR (Seidelstr. 21, Jena)

Mittwoch, 15.07.2026, 19:00 - 21:30, Melanchton-Haus (Hornstr. 4, Jena)

Laiensänger:innen haben die Möglichkeit in drei Workshops zentrale Lieder der norwegischen Erinnerungskultur kennenzulernen und gemeinsam einzuüben.

Mit Inputs zur Rolle von Liedern und Singen im Gedenken in Norwegen.

Dabei wird aufgezeigt, wie gemeinsames Singen in Norwegen zu einem Ausdruck von Trauer, Solidarirär und demokratischem Zusammenhalt wurde.

Es kann an einzelnen oder allen einzelnen Termine teilzunehmen, keine Vorkenntnisse nötig. Gewünscht ist Teilnahme an Gedenkveranstaltung am 22.7., um dort zusammen zu singen.
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17.07.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang anlässlich des 90. Jahrestages des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs
Treffpunkt: Domplatz

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

19. Juli 2026, 14:00 - 18:00, Gärtnerplatz, München
Gedenkkundgebung: Zehn Jahre Anschlag am OEZ. Zehn Jahre rechter Terror. Zehn Jahre offene Fragen.
ommt am 19.7.2026 um 14 Uhr zum Gärtnerplatz und beteiligt euch an der Demonstration ,,Zehn Jahre offene Fragen: München OEZ erinnern!“ zum bayerischen Landtag, wo wir symbolisch die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss überbringen werden.
Erinnern heißt, sich verbünden!

Am Abend des 22.7.2016 kam es in München zu einem der schwerwiegendsten rassistischen Attentate der Geschichte der BRD. Seit diesem Tag fehlen Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabine, Selçuk und Sevda. Auch 10 Jahre danach sind noch viele Wunden nicht verheilt und viele Fragen ungeklärt. Während der Polizeipressesprecher im Nachgang der Tat einen offiziellen Preis für seine PR-Strategie verliehen bekommt, erzählen die Erfahrungen der Überlebenden und der Angehörigen eine ganz andere Geschichte. So mussten die Familien und Freund*innen der Ermordeten die Suche nach ihren Liebsten ohne brauchbare Unterstützung der Behörden durchführen. Nach Stunden der Ungewissheit wurden die Todesnachrichten den Angehörigen fast schon beiläufig und unempathisch überbracht. Warum war das Vorgehen der Polizei in der Tatnacht und den Tagen darauf von einer solchen Feindseligkeit den Betroffenen gegenüber geprägt?
Im kollektiven Gedächtnis der Stadtgesellschaft steht der Abend des 22.07.2016 für ein großes Aufatmen, da der Ausnahmezustand überwunden war. Dieser begann für die Betroffenen jedoch erst. Neben den erwartbaren psychischen Folgen ging der Anschlag nicht selten mit einer Verschlechterung der körperlichen Gesundheit der Angehörigen einher. Dazu mussten die Betroffenen des Anschlags am OEZ häufig den Kampf um Anerkennung, Aufklärung und Konsequenzen alleine führen. Behörden legten ihnen dabei eher Steine in den Weg, als zu helfen. Sieht so staatliche Unterstützung aus?
Ganze 3 Jahre und 3 Monate dauerte es, bis das bayerische Innenministerium die Tat als rechtsterrorristisch-motiviert einstufte. Kurz nach dem Anschlag verbreitete die Polizei das Narrativ eines unpolitischen Amoklaufs. Medien übernahmen diese Erzählung unkritisch, wodurch sich das Bild einer zufälligen Tat eines psychisch kranken Einzeltäters in der Gesellschaft festigte. Dabei hatte es bereits in der Tatnacht selbst eindeutige Hinweise auf die rassistische Einstellung des Täters gegeben. Sei es die Wahl des Ortes, der Opfer und des Tages - der fünfte Jahrestag des rechten Anschlags von Oslo und Utøya. Trotz des vehementen Kampfes der Angehörigen und wissenschaftlicher Gutachten des Stadtrates brauchte die bayerische Regierung Jahre für die Anerkennung. Warum dauerte das so lange?
Doch was folgt aus der offiziellen Anerkennung? Während sich die Angehörigen und Überlebenden zusammen mit Unterstützer*innen aus der Zivilgesellschaft zur Initiative ,,München OEZ erinnern!’“ zusammenschlossen und mittlerweile das jährliche Gedenken zusammen mit der Stadt München ausrichten, fehlen auf staatlicher, medialer und gesamtgesellschaftlicher Ebene große Veränderungen. Der aktuelle Rechtsruck und der zunehmende Rassismus in Parlamenten und Gesellschaft, befeuert weitere rechte Anschläge. Solange rechter Terror nicht ernst genommen wird und Anschläge nicht lückenlos aufgeklärt werden, kann sich daran nichts ändern. Deswegen wollen wir zusammen demonstrieren und weiter für Anerkennung, Aufklärung und Konsequenzen kämpfen.
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21.07.2026, 19:00 Uhr, Kulturschlachthof Jena
Film: Einzeltäter Teil 1: München
Mit Anschlussgespräch von NSU Komplex auflösen Jena

Arbnor hat seine Schwester beim Anschlag am Olympia Einkaufszentrum verloren, Hasan und Sibel ihren Sohn. Lange mussten die Angehörigen darum kämpfen, dass der Staat den rassistischen Hintergrund der Tat anerkennt. Der Film begleitet die Protagonist*innen über mehrere Jahre in ihrem Kampf um die Erinnerung an ihre Angehörigen und die Anerkennung der rassistischen Tatmotivation. Der Film war für den Grimme-Preis nominiert und ist Teil einer Triologie in der auch die Angehörigen aus Halle und Hanau zu Wort kommen.

18:00 KüFa
19:00 Beginn
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22.07.2026, 17:00 Uhr, Johannisstraße, Jena
Gedenken
Wir gedenken gemeinsam an:

Hanna Endresen | Tove Ashill Knutsen | Kai Hauge | Jon Vegard Lervag | Ida Marie Hill | Hanne Ekroll Loevlie | Anne Lise Holter | Kjersti Berg Sand | Mona Abdinur | Maria Maageroe Johannesen | Ismail Haji Ahmed | Ronja Soettar Johansen | Thomas Margido Antonsen | Sondre Kjoeren | Porntip Ardam | Margrethe Boeyum Kloeven | Modupe Ellen Awoyemi | Syvert Knudsen | Lene Maria Bergum | Anders Kristiansen | Kevin Daae Berland | Elisabeth Troennes Lie | Trond Berntsen | Gunnar Linaker | Sverre Flate Bjoerkavag | Tamta Lipartelliani | Torjus Jakobsen Blattmann | Eva Kathinka Lutken | Monica Boesei | Even Flugstad Malmedal | Carina Borgund | Tarald Kuven Mjelde | Johannes Buoe | Ruth Benedicte | Vatndal Nilsen | Asta Sofie Helland Dahl | Hakon Oedegaard | Sondre Furseth Dale | Emil Okkenhaug | Monica Iselin Didriksen | Diderik Aamodt Olsen | Gizem Dogan | Henrik Pedersen | Andreas Edvardsen | Rolf Christopher Johansen Perreau | Tore Eikeland | Karar Mustafa Qasim | Bendik Rosnaes Ellingsen | Bano Abobakar Rashid | Aleksander Aas Eriksen | Henrik Rasmussen | Andrine Bakkene Espeland | Synne Roeyneland | Hanne Balch Fjalestad | Ida Beathe Rogne | Silje Merete Fjellbu | Simon Saebo | Hanne Kristine Fridtun | Marianne Sandvik | Andreas Dalby Groennesby | Fredrik Lund Schjetne | Snorre Haller | Lejla Selaci | Rune Havdal | Birgitte Smetbak | Guro Vartdal Havoll | Isabel Victoria Green Sogn | Ingrid Berg Heggelund | Silje Stamneshagen | Karin Elena Holst | Victoria Stenberg | Eivind Hovden | Tina Sukuvara | Jamil Rafal Mohamad Jamil | Sharidyn Svebakk-Boehn |
Steinar Jessen | Havard Vederhus | Espen Joergensen | Armela Segashi | Can Leyla | Dijamant Zabërgja | Guiliano Kollmann | Hüseyin Dayıcık | Roberto Rafael | Sabine S. | Selçuk Kılıç | Sevda Dağ
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30.07.2026, 19:00 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Revolutionär im Stadtteil?
Diskussionsveranstaltung mit Vogliamo Tutto
und Frederik Fuß

Wir müssen Schluss machen mit den herrschenden Verhältnissen, weil sie unerträglich sind. Die Kritik an Staat und Kapital kann dabei nicht nur eine theoretische Frage sein - kritische Theorie ist nichts ohne den Willen zur Revolution. In der Organisierungsfrage wird die Analyse des Bestehenden mit dem subjektiven Willen zu seiner Überwindung ins Verhältnis gesetzt. Da die radikale Linke sich in einer Krise befindet, werden in verschiedenen Debatten bestehende Praxisformen einer kritischen Überprüfung unterzogen und neue Vorschläge diskutiert, die sich ihrerseits auf frühere Erfahrungen der Organisierung beziehen.

In den letzten 5 bis 10 Jahren haben in der radikalen Linken Ansätze wieder an Bedeutung gewonnen, die unter dem Stichwort „Klassenpolitik“ firmieren. Ausgangspunkt dafür war eine Strategiedebatte, die u.a. in den Texten „Der kommende Aufprall“ der Antifa Kritik & Klassenkampf (2015), „11 Thesen um Organisation und revolutionäre Praxis“ von kollektiv aus Bremen (2016) und „Das Konzept Kiezkommune“ von mehreren Berliner Gruppen ihren Niederschlag fand. In der Folge wurde in mehreren Städten der Aufbau von revolutionärer Basisorganisierung im Stadtteil begonnen. Die Idee war dabei, dass im Stadtteil verschiedene Konfliktfelder zusammen laufen (Wohnen, Arbeiten, Reproduktions- und Carearbeit, Rassismus, Zugang öffentlicher Räume, etc.), die sich als Ausgangspunkt für eine revolutionäre Perspektive politisieren lassen. In einigen Städten wurde dabei dem Beratungs-Organisierungs-Ansatz (BOA) aus Bremen gefolgt, der ein Beratungsangebot zu Problemen im Stadtteil mit einer gemeinsamen Organisierung im Sinne einer Stadtteilgewerkschaft verbindet.

In ihrem 2022 erschienen Buch „Revolutionäre Stadtteilarbeit“ hat die Gruppe Vogliamo Tutto Erfahrungen aus der revolutionären Stadtteilarbeit zusammen getragen und dafür Interviews mit Gruppen aus verschiedenen Städten geführt und ausgewertet. In der neunten Ausgabe des Magazins "Kunst, Spektakel & Revolution" hat Vogliamo Tutto die jüngere Entwicklung dieses Strategieansatzes erneut analysiert. Dabei hat die Gruppe festgestellt, dass sich innerhalb der Stadtteilorganisierung durchaus unterschiedliche Ansätze herausgebildet haben: Auf der einen Seite die Stadtteilgewerkschaften, in denen politische und ökonomische Interessen im Sinne einer Basisorganisierung zusammen geführt werden - auf der anderen Seite die Stadtteilkomitees, die als Vorfeld einer eigentlichen politischen Organisierung gedacht sind. Letzteres geht zum Teil mit einer mehr oder weniger offen artikulierten marxistisch-leninistischen Orientierung einher und zielt auf die Organisierung der Klasse in einer Partei.

Im Gegensatz dazu könnte man meinen, dass der Ansatz der Stadtteilgewerkschaft durchaus mit anarcho-syndikalistischen Ansätzen verwandt ist. In einem 2023 in der Direkten Aktion erschienenen Text hat Frederik Fuß herausgearbeitet, dass die Stadtteilgewerkschaften im Grunde die Funktionen der klassischen Arbeiterbörsen des Anarcho-Syndikalismus erfüllen. Neben den Syndikaten - die sich in der anarcho-syndikalistischen Konzeption von den Betrieben ausgehend organisieren und auf die Sphäre der Produktion fokussiert sind - sollten in den Arbeiterbörsen Fragen des Konsums, der Reproduktion und der Kultur verhandelt und organisiert werden. Diese lokal organisierten Börsen „wirken als ansprechbare Institution für die alltäglichen Probleme der Menschen in ihrem Wirkungsbereich“. In Magdeburg hat sich aus dieser Verwandtschaft heraus eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen der Kiezkommune Magdeburg und der lokalen Sektion der Freien Arbeiter:innen Union entwickelt.

Doch in einem weiteren, 2024 in der Tribüne Tsukunft erschienenen Text beurteilt Frederik Fuß den Ansatz der Revolutionären Stadtteilarbeit wesentlich skeptischer und formuliert die Vermutung, dass sich ein gewisser Leninismus auch im Beratungs-Organisierungs-Ansatz verbirgt. Dieser besteht nach Frederik Fuß darin, dass im BOA eine Trennung zwischen sich bewusst wähnenden, meist akademischen Aktivist:innen und den „normalen“ Leuten bestehen bleibt, wobei die Basisorganisierung ein Mittel ist, anstatt das Ziel zu sein.

Was bedeutet es, in der Organisierung von den eigenen Interessen auszugehen? Inwiefern impliziert dies auch, auf Andere zuzugehen, sie über ihre Interessen aufzuklären und für eine gemeinsame Organisierung zu werben? Was erfordert eine Organisierung auf Augenhöhe und wie lässt sich die Trennung zwischen „Aktivist:innen“ und „Organisierten“ aufheben? Ist eine gewisse Spezialisierung in der Organisationsarbeit notwendig oder ist darin bereits das Übel angelegt? Erzeugt ein Beratungsangebot eine passive Mitgliedschaft (sowohl in der Stadtteilgewerkschaft als auch in der FAU)? Was sind Kriterien der Selbstorganisierung?

Diese und ähnliche Fragen sollen am 30.07.2026 mit der Gruppe Vogliamo Tutto und Frederik Fuß diskutiert werden. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Kunst, Spektakel & Revolution

07.08.2026, 18:00 Uhr, tba (Jena)
Reisebericht Oslo
Im Frühjahr 2025 reisten wir nach Oslo, um uns vor Ort mit Angehörigen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen über die gesellschaftliche Aufarbeitung der Anschläge vom 22. Juli 2011 und die Erinnerung daran auszutauschen. Neben Gesprächen besuchten wir auch zentrale Orte des Geschehens und der Erinnerung.

In einem Reisebericht wollen wir Einblicke in unsere Erfahrungen geben, persönliche Eindrücke schildern und von Perspektiven aus Norwegen berichten. Dabei wollen wir mit euch über den Umgang mit rechtem Terror und Gewalt und Erinnerungskultur ins Gespräch kommen.
mehr: Blog zur VA-Reihe

13.08.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Frauen im Nationalsozialismus"
Treffpunkt: Fischmarkt

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

21./22. August 2026, Schotterwerk, Lausche
Open-Air, bitte sehr!
Endlich wieder "Sommer in Lauscha"!

Zum elften Mal gibt’s diy-Punk-total in Lauscha mit Zelten, Fassbier, Hund, Maus, Kegel und Familienangehörigen der Lauscha-Punx-Gang aller Altersgruppen etc. Lohnt sich!

22.08.2026, 19:30 Uhr
Geschichte des Rätekommunismus
... bisher nur vage geplant, weiteres demnächst ...

22.08.2026
CSD Mühlhausen

28.08.2026
CSD Gotha

30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt

05.09.2026
CSD Erfurt
mehr: https://csderfurt.de/

Herbst 2026, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Reihe zu Neoliberalismus
Parallel zur Beendigung des Bretton Woods Währungssystems und dem damit eingeläuteten Ende des Keynesianismus entsteht in Chicago unter Milton Friedman ein Projekt, das die theoretische Grundlage für einen Wechsel von Regierungen und politischen Programmen in den großen westlichen Industriestaaten hin zu einer neoliberalen Ausrichtung bildet. Bereits vor Margaret Thatcher (Großbritannien 1979), Ronald Reagan (USA 1980) und Helmut Kohl (BRD 1982) setzen die „Chicago Boys“ in Chile unter Augusto Pinochet die von Friedman nach seinem Besuch beim Diktator empfohlene Schocktherapie durch neoliberale Reformen um. Gewaltsam und sukzessive werden national und international die neoliberalen Programme durchgesetzt und scheinen heutzutage alternativlos, zumindest realpolitisch unwidersprochen. Als Thatcher in späten Jahren nach ihrer größten Leistungen gefragt wird, antwortete sie: »Tony Blair und New Labour. Wir haben unseren Gegner zum Umdenken gezwungen.« Um zu verstehen, was sie damit meint, muss man nicht nach Großbritannien schauen, es reich sich einmal bewusst zu machen, wer mit den HartzIV-Reformen für den größten Abbau des Sozialstaats in den 2000er Jahren regierungsverantwortlich war. Dabei ist Neoliberalismus nicht nur ein politisches Programm, sondern auch eine Form der Machtausübung - die bis hin ins Subjekt (des unternehmerischen Selbst) reicht, welches laut einem der bedeutendsten Theoretiker des Neoliberalismus - Friedrich August von Hayek - darin seine Freiheit hat, sich freiwillig der bestehenden Ordnung zu unterwerfen.
Das, was sich als Theorie und politisches Programm der Freiheit der Individuen verkauft, ist in seinen theoretischen Grundlagen autoritär, historisch gewaltsam durchgesetzt und aufrechterhalten und in seinen Konsequenzen menschenfeindlich - das wollen wir in einer vierteiligen Veranstaltungsreihe herausstellen.

In einer ersten Veranstaltung soll es in einem Vortrag mit Sophia Boddenberg um Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus gehen. In einem dreistündigen Workshop wollen wir uns anschließend mit Silke Ötsch die konkreten Politiken anschauen, sie spricht über den Umbruch von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus. In einem weiteren Workshop wird es mit Björn Öllers um den autoritären Gehalt neoliberaler Ideologie am Beispiel Hayeks gehen. Abschluss der Reihe bildet eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.

13.8., 19:30 Uhr (hybrid): Sophia Boddenberg - Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus
14.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Silke Ötsch - Von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus
28.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Björn Oellers - Ideologie des Neoliberalismus
15.10., 19:30 Uhr: Collage zu Neoliberalismus

Alle Veranstaltungen finden in der Offenen Arbeit Erfurt statt.

10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus

Infos folgen
mehr: https://zeitzudenken.arranca.de

11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt

13.09.2026
CSD Eisenach

17.09.2026, 19:30 Uhr
Wehrpflicht in der DDR
-- bisher nur lose geplant, weitere Infos folgen --

26.09.2026, Gera
CSD Gera
mehr: https://csd-gera.de/

26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...

zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...

18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

2. Quartal 2026
Film und Gespräch: Die zärtliche Revolution
... weitere Infos demnächst ...

08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...

Herbst 2026
Der Begriff der abstrakten Arbeit in der Philosophie und im Marxismus
Arbeit gilt gemeinhin als eine sinnlich konkrete Tätigkeit. Die Erkenntnis, dass der Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft auch eine Dimension des Abstrakten anhaftet, ist keineswegs selbstverständlich. Den Klassikern der Arbeitswerttheorie ist sie verborgen geblieben, obwohl sie den abstrakten Wert durch die Arbeit hervorgebracht sahen. Erst durch Hegel findet zu Beginn des 19. Jahrhunderts die theoretische ‚Entdeckung‘ der abstrakten Seite der Arbeit statt. Mit dem von ihm geprägten Begriff der abstrakten Arbeit nähert sich Hegel der abstrakten Dimension an, um sie zugleich als Quelle des ökonomischen Werts vorzustellen. Allerdings verknüpft er derart verschiedene Inhalte mit seinem Begriff der abstrakten Arbeit, dass er seine werttheoretische Begründungsfunktion erhebliche Inkonsistenzen aufweist.
Das Problem ambivalenter Inhaltsbestimmungen setzt sich fort, wenn Marx den Begriff der abstrakten Arbeit aufgreift. Einerseits unterscheidet sich der Begriff in den Frühschriften kategorial von jenem, der in den Schriften ab 1858 zur Begründung der Werttheorie verwendet wird. Andererseits ordnet Marx auch seinem späten Begriff inkompatible Bestimmungen zu. Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass in der marxistischen Exegese ein heftiger Streit darüber entbrannt ist, wie Marx’ werttheoretisch relevanter
Begriff der abstrakten Arbeit akkurat aufzufassen sei.

Der marxistische Philosoph Christian Höner hat sich mehrere Jahre mit diesem Streit beschäftigt und schlägt in seiner 2026 verteidigten Dissertation eine neue, kohärentere Bestimmung des Begriffs der abstrakten Arbeit vor, die sich theoretisch zwischen einer rein naturalistischen und einer rein relationalistischen Auffassung verortet. Der Ansatz wird bei der Veranstaltung zur Diskussion gestellt.