06.08.2026, 18:30 Uhr, Kulturschlachthof Jena, Seminarraum (Fritz-Winkler-Straße 2b, 07743 Jena)
Solidaritätsarbeit für Gefangene - Gespräch mit Ex-Gefangenem und Soli-Gruppe
In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir fünf inhaftierte Antifaschist:innen aus Jena unterstützt. Aktuell sitzen vier von ihnen noch im Knast. Hinzu kommen zahlreiche inhaftierte Mitstreiter:innen aus anderen Städten, mit denen wir uns auch solidarisch zeigen. Die Solidaritätsarbeit stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Wie schaffen wir eine gute Kommunkation? Wie klappt das Miteinander von Gefanenen, Unterstützer:innen, Familien und Anwält:innen? Wie politisch oder sozialarbeiterisch ist unsere Solidaritätsarbeit eigentlich? Wie schaffen wir es gemeinsam, von drinnen und draußen, den Widerstand der Gefangenen gegen das Knastsystem zu stärken?

Am 6. August bekommen wir Besuch aus Berlin. Thomas, der im Mai nach anderthalb Jahren Untersuchungshaft entlassen wurde, und eine Genossin aus der Soligruppe Nanuk wollen mit uns über ihre Erfahrungen sprechen, mit dem jeweiligen Blick von drinnen und draußen. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Wir öffnen den Raum ab 18 Uhr. Es wird Getränke und Snacks geben. 18:30 beginnt das Gespräch.

Budapest-Soligruppe (BASC) Jena
mehr: BASC

06.08.2026, 08:00 Uhr, Landgericht Frankenthal
Urteilsverkündung im Femizidprozess
Vor Prozessbeginn ca. ab 8 Uhr wird es eine Demo geben.

Bitte zeigt euch solidarisch und unterstützt.

07.08.2026, 18:00 Uhr, tba (Jena)
Reisebericht Oslo
Im Frühjahr 2025 reisten wir nach Oslo, um uns vor Ort mit Angehörigen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen über die gesellschaftliche Aufarbeitung der Anschläge vom 22. Juli 2011 und die Erinnerung daran auszutauschen. Neben Gesprächen besuchten wir auch zentrale Orte des Geschehens und der Erinnerung.

In einem Reisebericht wollen wir Einblicke in unsere Erfahrungen geben, persönliche Eindrücke schildern und von Perspektiven aus Norwegen berichten. Dabei wollen wir mit euch über den Umgang mit rechtem Terror und Gewalt und Erinnerungskultur ins Gespräch kommen.
mehr: Blog zur VA-Reihe

07.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
Die Unbeugsamen
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

11.08.2026, 19:00 Uhr, Kulturschlachthof Jena (Fritz-Winkler-Straße 2b, 07743 Jena)
Lesung "Verweigert euch! Antimilitaristische Perspektiven auf die kriegerische Gegenwart"
IL Jena-Weimar lädt ein: "Krieg findet nicht nur in den Konfliktzonen statt, sondern vielmehr auch in der öffentlichen Debatte über Aufrüstung. Es wird die Notwendigkeit einer kollektiven Kriegstüchtigkeit mit Nachdruck in die Köpfe und Institutionen eingeschrieben.

Wie können wir uns dieser "Logik des Krieges" entziehen und gleichzeitig ein gutes Leben für alle ermöglichen? Verschiedene Texte und Beiträge diskutieren diese Frage und geben Analysen, Perspektiven, Anstöße und Möglichkeiten der Ausweitung kriegerischer Gewalt etwas entgegenzusetzen.

Wir freuen uns euch bei der Buchvorstellung zu sehen und mit euch ins Gespräch zu kommen."
mehr: IL Jena Weimar (ex-URL)

12.08.2026, 17:00 Uhr, Petersberg bei den Wasserspielen vor der Peterskirche
Stadtrundgang in Gedenken an die rassistischen Ausschreitungen 1975 in Erfurt
Liebe Interessierte,

diesen August jähren sich die rassistischen Ausschreitungen gegen Algerische Arbeitsmigranten 1975 in Erfurt zum 51. Mal. Vom 10. bis zum 13. August 1975 gab es zahlreiche Angriffe auf die gerade in der Stadt angekommenen algerischen jungen Männer. Sie wurden von einem Mob durch die Altstadt gehetzt und waren Angriffen auf ihr Wohnheim ausgesetzt.
In einem thematischen Stadtrundgang möchten wir an die rassistischen Ausschreitungen erinnern, aber auch das Leben der Algerier in der DDR beleuchten.

Wir treffen uns am 12. August um 17 Uhr auf dem Petersberg bei den Wasserspielen vor der Peterskirche. Die Führung wird auf Deutsch stattfinden. Bei Bedarf kann eine Flüsterübersetzung ins Englische angeboten werden.

The city tour will be conducted in German, however whisper translation into english is possible.

Wir freuen uns auf euch,
Decolonize Erfurt

12.08.2026, 19:00 Uhr, Fanprojekt Erfurt, Johannesstr. 82, Erfurt)
"Fußball- und Fankultur in Syrien in Zeiten des Krieges"
Vortrag mit Nadim Rai

15 Jahre lang tobte ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien, welcher im Dezember 2024 mit dem Sturz der Machthaber vorerst ein Ende gefunden hat. Doch trotz dieser Umstände sind die syrischen Fußballfans sowie die Ultra-Szene nicht klein zu kriegen und die Freude am Fußball nicht verloren gegangen. In einer auf den Kopf gestellten Welt haben die syrischen Ultras immer noch etwas mit allen Ultras dieser Welt gemeinsam: Die Liebe zum Fußball und zum eigenen Verein. Doch es geht ihnen nicht nur um den Sport, sie wirken mit ihrem Engagement auch in die gespaltene Gesellschaft hinein.

In einem Vortrag vom Referenten Nadim Rai aus Syrien wird nachgezeichnet, wie sich der Fußball und mit ihm die Fanszene in den letzten Jahren entwickelt haben und wie sich die Ultrabewegung positiv auf die Gesellschaft auswirken. Im Anschluss wird es Raum für Fragen und Diskussion geben

13.8. - 15.10. 2026, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Reihe zu Neoliberalismus
Parallel zur Beendigung des Bretton Woods Währungssystems und dem damit eingeläuteten Ende des Keynesianismus entsteht in Chicago unter Milton Friedman ein Projekt, das die theoretische Grundlage für einen Wechsel von Regierungen und politischen Programmen in den großen westlichen Industriestaaten hin zu einer neoliberalen Ausrichtung bildet. Bereits vor Margaret Thatcher (Großbritannien 1979), Ronald Reagan (USA 1980) und Helmut Kohl (BRD 1982) setzen die „Chicago Boys“ in Chile unter Augusto Pinochet die von Friedman nach seinem Besuch beim Diktator empfohlene Schocktherapie durch neoliberale Reformen um. Gewaltsam und sukzessive werden national und international die neoliberalen Programme durchgesetzt und scheinen heutzutage alternativlos, zumindest realpolitisch unwidersprochen. Als Thatcher in späten Jahren nach ihrer größten Leistungen gefragt wird, antwortete sie: »Tony Blair und New Labour. Wir haben unseren Gegner zum Umdenken gezwungen.« Um zu verstehen, was sie damit meint, muss man nicht nach Großbritannien schauen, es reich sich einmal bewusst zu machen, wer mit den HartzIV-Reformen für den größten Abbau des Sozialstaats in den 2000er Jahren regierungsverantwortlich war. Dabei ist Neoliberalismus nicht nur ein politisches Programm, sondern auch eine Form der Machtausübung - die bis hin ins Subjekt (des unternehmerischen Selbst) reicht, welches laut einem der bedeutendsten Theoretiker des Neoliberalismus - Friedrich August von Hayek - darin seine Freiheit hat, sich freiwillig der bestehenden Ordnung zu unterwerfen.
Das, was sich als Theorie und politisches Programm der Freiheit der Individuen verkauft, ist in seinen theoretischen Grundlagen autoritär, historisch gewaltsam durchgesetzt und aufrechterhalten und in seinen Konsequenzen menschenfeindlich - das wollen wir in einer vierteiligen Veranstaltungsreihe herausstellen.

In einer ersten Veranstaltung soll es in einem Vortrag mit Sophia Boddenberg um Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus gehen. In einem dreistündigen Workshop wollen wir uns anschließend mit Silke Ötsch die konkreten Politiken anschauen, sie spricht über den Umbruch von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus. In einem weiteren Workshop wird es mit Björn Öllers um den autoritären Gehalt neoliberaler Ideologie am Beispiel Hayeks gehen. Abschluss der Reihe bildet eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.

13.8., 19:30 Uhr (hybrid): Sophia Boddenberg - Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus
14.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Silke Ötsch - Von der finanzialisierten Ökonomie zum Monopolkapitalismus
28.8., 16:00 bis 19:00 Uhr: Björn Oellers - Ideologie des Neoliberalismus
15.10., 19:30 Uhr: Collage zu Neoliberalismus

Um Voranmeldung wird gebeten: biko@arranca.de

Eine Reihe des Biko in Kooperation mit der Offene Arbeit Erfurt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: https://biko.arranca.de/veranstaltungen/reihe-zu-neoliberalismus

13.08.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Frauen im Nationalsozialismus"
Treffpunkt: Fischmarkt

💬 Das durch die Nationalsozialisten propagierte Rollenbild der Frau
beinhaltete die Fürsorge für Heim und Familie und beschränkte sich
somit auf ein Dasein als Ehefrau und Mutter. Doch neben der Erziehung
der Kinder, nutzten Frauen auch Machtpositionen in Ämtern und Behörden
ganz im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung. Mit diesen
Widersprüchlichkeiten wollen wir uns einem Stadtrundgang an Hand von
Erfurter Beispielen auseinandersetzen.

Gleichzeitig werden die Lebenswege von Frauen thematisiert, die von der
nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" ausgeschlossen waren: Zum
Beispiel jene, die in der Erfurter Frauenklinik zwangssterilisiert
wurden oder die Erfurter Jüdinnen und Sintezza, die von hier aus in die
Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Nicht zu
vergessen jene Frauen, die dem Nationalsozialismus auf ihre Art
Widerstand leisteten.

🎟️ Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden, die Teilnahme ist kostenlos.

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

13.08.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Vortrag mit Sophia Boddenberg: Chile als Experimentierfeld des Neoliberalismus
Nach dem Militärputsch gegen Salvador Allende 1973 führten die sogenannten Chicago Boys unter der Diktatur Augusto Pinochets in Chile ein radikales marktwirtschaftliches Modell ein, das bis heute Bildung, Gesundheitsversorgung und Rentensystem sowie die gesamte Gesellschaft prägt. Ausgehend von ihrem Buch Revolte in Chile (Unrast Verlag) zeichnet die Journalistin Sophia Boddenberg die Entstehung und Entwicklung dieses Modells nach - von Allendes demokratischem Sozialismus über die Pinochet-Diktatur bis zur sozialen Revolte von 2019. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Chile zum Labor des Neoliberalismus wurde, welche gesellschaftlichen Folgen dieses Modell bis heute hat und welche Lehren sich daraus für aktuelle Debatten ziehen lassen.

Die Veranstaltung mit Sophia Boddenberg bildet den Auftakt einer vierteiligen Reihe zum Neoliberalismus. Die Veranstaltung findet hybrid statt, die Zugangsdaten könnt ihr beim Biko erfragen. Den Teilnahmelink gibt es auf Anfrage unter biko@arranca.de

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Reihe zu Neoliberalismus

14.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
Wolken über Lützerath
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

14.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Vom Finanzkapitalismus zum Monopolkapitalismus? Big Tech und die Transformation des Neoliberalismus
Die globale Wirtschaft wird zunehmend von einer Handvoll technologiebasierter Konzerne geprägt. Nach Börsenkapitalisierung dominieren Big-Tech-Unternehmen die Spitzenpositionen an den Wertpapiermärkten, und ein Großteil des weltweiten Vermögenswachstums der letzten Dekade ist auf den Technologiesektor zurückzuführen. Diese Entwicklung geht einher mit der Verdrängung traditioneller Wirtschaftsstrukturen, der Aneignung von Nutzerdaten, der Gestaltung asymmetrischer Arbeitsverhältnisse auf Plattformen sowie der strategischen Akkumulation von Patenten. Netzwerkeffekte, Skalenvorteile und die Nutzung von Steueroasen verstärken dabei marktbeherrschende Positionen, die nur schwer durch neue Wettbewerber infrage gestellt werden können. Parallel dazu gewinnt der Technologiesektor eine klare geopolitische Dimension: Fragen der digitalen Souveränität, der Klimawirkung von Rechenzentren und der strategischen Bedeutung von KI-Infrastrukturen rücken Big Tech in den Fokus staatlicher und supranationaler Regulierungsbestrebungen - etwa im Rahmen der geplanten Kapitalmarktunion oder europäischer Cloud-Initiativen.
Die Veranstaltung analysiert diese Entwicklungen vor dem Hintergrund politökonomischer Debatten: Folgt die aktuelle Phase noch neoliberalen Marktlogiken, oder markiert sie den Übergang zu einem monopolistischen oder sogar „neofeudalen“ Kapitalismus? Wie verhalten sich die Machtstrukturen der Plattformkonzerne im Vergleich zu den traditionellen Akteuren des Finanzsektors (Vermögensverwalter, Investmentfonds, Banken)? Welche Rolle spielen ideologische Narrative, Medienkonzentration, Sprachmodelle („künstliche Intelligenz“) und die zunehmende politische Einflussnahme von Tech-Milliardären? Und wie lässt sich die anhaltende Präsenz neoliberaler Politikinstrumente (z. B. Haushaltskonsolidierung, Deregulierung) mit der wachsenden Marktkonzentration vereinbaren - ebenso wie die destabilisierenden Effekte dezentraler Finanzinstrumente?
Im 3,5-stündigen Format wird eine kompakte Einführung mit interaktiven Diskussionsphasen kombiniert. In Kleingruppen und im Plenum wird diskutiert: Handelt es sich bei der aktuellen Tech-Dynamik um eine spekulative Blase mit Risiken für die Finanzstabilität oder um einen strukturellen Wandel? Welche regulatorischen, fiskalischen und demokratischen Antworten sind erforderlich? Abschließend werden emanzipatorische Politiken und alternative Wirtschaftsmodelle erörtert, die einer weiteren Konzentration von Wirtschafts- und Machtressourcen entgegenwirken können.
Workshop mit Silke Ötsch im Rahmen einer Reihe zu Neoliberalismus.

Um Voranmeldung unter biko@arranca.de wird gebeten.
Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

17.08.2026, 19:30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Der Begriff der abstrakten Arbeit in der Philosophie und im Marxismus
Arbeit gilt gemeinhin als eine sinnlich konkrete Tätigkeit. Dass der Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft auch eine Dimension des Abstrakten anhaftet, ist keineswegs selbstverständlich. Den Klassikern der Arbeitswerttheorie ist sie verborgen geblieben, obwohl sie den abstrakten Wert durch die Arbeit hervorgebracht sahen. Erst durch Hegel findet theoretische Bestimmung der abstrakten Seite der Arbeit statt. Mit dem Begriff der abstrakten Arbeit nähert sich Hegel der abstrakten Dimension an, um sie zugleich als Quelle des ökonomischen Werts vorzustellen. Allerdings verknüpft er derart verschiedene Inhalte mit seinem Begriff der abstrakten Arbeit, dass seine werttheoretische Begründungsfunktion erhebliche Inkonsistenzen aufweist.
Das Problem setzt sich bei Marx fort. Einerseits unterscheidet sich der Begriff in den Frühschriften kategorial von jenem, der in den Schriften ab 1858 zur Begründung der Werttheorie verwendet wird. Andererseits ordnet Marx auch seinem späten Begriff inkompatible Bestimmungen zu. Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass im Marxismus ein heftiger Streit darüber entbrannt ist, wie der Begriff der abstrakten Arbeit akkurat aufzufassen sei.
Dieser Streit mag von außen betrachtet nur für akademische Debatten relevant sein, doch erschließt sich seine Bedeutung, sobald man sich die theoretische Funktion des Begriffs der abstrakten Arbeit innerhalb der Marxschen Theorie vor Augen führt. Sie besteht darin, dass Marx’ später Begriff abstrakte Arbeit als wertbildende Substanz konzipiert. Damit besitzt die abstrakte Arbeit den Status einer sozio-ökonomischen Basiskategorie, ohne die die wesentlichen Elemente der kapitalistischen Produktionsweise (Wert, Tauschwert, Geld, Mehrwert, Verwertung, Kapital) nicht verstanden werden können. Deswegen hebt Marx hervor, dass er das Verhältnis von konkreter und abstrakter Arbeit als »Springpunkt« ansieht, »um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht«. Entsprechend bedeutsam ist der Streit um die Kategorie der abstrakten Arbeit. Gleichzeitig offenbart der Blick auf die Resultate der Debatten, dass sie zu keinem tragfähigen Begriff geführt haben. Stattdessen sieht man sich mit einer irritierenden Menge inhaltlich unterschiedlich gefasster Begriffe der abstrakten Arbeit konfrontiert.
Christian Höner schlägt in seiner 2026 verteidigten Dissertation eine neue, kohärentere Bestimmung des Begriffs der abstrakten Arbeit vor, die sich theoretisch zwischen einer rein naturalistischen und einer rein relationalistischen Auffassung verortet. Bei der Veranstaltung stellt er diese zur Diskussion.
mehr: Biko

21.08.2026, 17:00 Uhr, Gemeindehaus Martini-Luther (Nikolausstraße 8, Erfurt)
"Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" - Lesung mit Karsten Krampitz
"Eine bewegende Geschichte über Selbstbestimmung, Gemeinschaft und den Mut zur Freiheit im Thüringen der späten 70er-Jahre.

Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche.
So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird - Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit."

Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Evangelische Kirchengemeinde Martini-Luther in Erfurt, der Contineo Buchhandlung und der Stadtverwaltung Erfurt.

Das Gemeindehaus ist barrierearm und Menschen im Rollstuhl sind herzlich eingeladen! Eintritt ist frei
mehr: Evangelische Kirchengemeinde Martini-Luther in Erfurt

21./22. August 2026, Schotterwerk, Lausche
Open-Air, bitte sehr!
Endlich wieder "Sommer in Lauscha"!

Zum elften Mal gibt’s diy-Punk-total in Lauscha mit Zelten, Fassbier, Hund, Maus, Kegel und Familienangehörigen der Lauscha-Punx-Gang aller Altersgruppen etc. Lohnt sich!

21.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
Soherbenland
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

22.08.2026, 19:30 Uhr
Geschichte des Rätekommunismus
... bisher nur vage geplant, weiteres demnächst ...

22.08.2026
CSD Mühlhausen

28.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
DJ Ahmet
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

28.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Workshop: Neoliberale Ideologie mit Björn Oellers
Die neoliberale Lehre hat einen autoritären Gehalt. Ihrem Bekenntnis nach soll sie dem Individuum und der Freiheit dienen. Doch ihre Konsequenzen sind gegen Individuum und Freiheit gerichtet. Dies lässt sich an den Schriften eines der führenden neoliberalen Autoren, Friedrich August von Hayek, zeigen. Er will „freiwillige Konformität“ und die „Anpassung des Individuums“ an die bestehenden Verhältnisse, an eine Wettbewerbsordnung, die durch einen starken Akteur, letztlich den Staat, durchzusetzen ist. Es ist dieser autoritäre Gehalt des Neoliberalismus, an den rechte Parteien anknüpfen können.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten gibt es eine Einführung in die neoliberale Lehre am Beispiel Hayeks. Im zweiten Teil werden Auszüge aus Hayeks Schriften gelesen und diskutiert.

Um Voranmeldung unter biko@arranca.de wird gebeten.

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

29.08.2026, Gotha, tba
CSD Gotha
tba

30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt

05.09.2026
CSD Erfurt
mehr: https://csderfurt.de/

09.09.2026, 11:00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne (Sorbenweg 7, Erfurt)
Zeitzeugengespräch mit der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler
„Ich erzähle über mein Leben, um junge Menschen zum Engagement für eine gerechte, humane Art des Zusammenlebens zu ermutigen“

ausführlicher Ankündigungstext beim Erinnerungsort.

In Zusammenarbeit mit Konrad-Adenauer-Stiftung und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

WICHTIG: Anmeldung erforderlich fsj.topfundsoehne@erfurt.de
mehr: Erinenrungsort Topf und Söhne

10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus

Infos folgen
mehr: https://zeitzudenken.arranca.de

11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt

12.09.2026
CSD Eisenach

13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
mehr: Wanderverein Bakunin-Hütte

17.09.2026, 19:30 Uhr
Wehrpflicht in der DDR
-- bisher nur lose geplant, weitere Infos folgen --

18.09.2026, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten
Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld:

"Am Wochenende 11./12. April wollten zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Der große Showdown blieb aus, da die Organisatoren kurzfristig alle Veranstaltungen absagten. Dennoch war die mediale Rezeption so groß, dass die Kampagne auch ohne ihr Gedenkwochenende das Ganze als großen Erfolg verbuchen konnte, zumal man die Gedenkstättenleitung zu weiteren Eingeständnissen nötigte (bspw. Nationalfahnenverbot am Tag der Befreiung von Buchenwald). Das Interesse daran blieb in der (radikalen) Linken überschaubar. Dabei reiht sich dieser in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie eine Handreichung der RIAS unterstreicht.

Dass die Angriffe immer häufiger von links kommen - quasi als postkoloniale Variante des „Vogelschiesses“ -, lässt sich auch in der Causa Buchenwald beobachten. Die Vorgeschichte reicht bis ins vergangene Jahr und ist in der Öffentlichkeit spätestens seit dem August 2025 mit der Klage einer Trägerin des Palituchs gegen die Gedenkstätte Buchenwald bekannt. Diese Klage und die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ sind Anlass, sich mit der deutschen Erinnerungspolitik auseinanderzusetzen, die Entwicklungen in den Gedenkstätten aufzuzeigen und die Hintergründe sowohl des Kufiya-Verbots als auch seiner Kritik zu beleuchten.

Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld haben beide Neuere und Zeitgeschichte u.a. in Dresden und Potsdam studiert.

Eine Veranstaltung von Dissens Erfurt und der Pirnaer Autonomen Linken."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

19.09.2026, Ilmenau
CSD Ilmenau

25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).

Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.

Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.

Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.

Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
mehr: Myzelium Tagung

26.09.2026, Gera
CSD Gera
mehr: https://csd-gera.de/

26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...

zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...

12.10.2026, 18:30 Uhr, [kany] (Thälmannstr. 28, 99085 Erfurt)
„Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ Zum Verhältnis von Antiimperialismus, Antinationalismus und Antideutscher Kritik
Vortrag und Diskussion mit Julian Bierwirth

eine Veranstaltung im Rahmen der Alternativen Studieneinführungstage „Nächste Ecke Links“
mehr: Falken Erfurt

15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
mehr: Biko

17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
mehr: NäLi Blog

18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

22.10.2026, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
"Islambilder der Neuen Rechten" - Vortrag
Dissens lädt ein: "Schweineköpfe vor Moscheen, Diffamierung von Muslimen als "Messermänner", Rettung des Abendlandes vor "Islamisierung". Die AfD und die Neue Rechte sind für ihren offen zur Schau gestellten Hass auf Muslim:innen bekannt. Doch wie kann es sein, dass dasselbe Milieu immer wieder mit dem Islam liebäugelt, ihn für seinen Konservatismus beneidet, oder die Queerfeindlichkeit muslimischer Länder und bestimmter muslimischer Communities feiert?
In dem Vortrag wollen wir zum einen klären, was die Neue Rechte überhaupt ist und in welchem Verhältnis sie zur AfD steht. Zum anderen werfen wir einen Blick auf jene ambivalenten Islambilder der Neuen Rechten. Der Vortrag wird zeigen, dass der mit religionskritischer Verve vorgetragene Hass auf den Islam eine relativ neue Erscheinung in der deutschen Rechten ist und dagegen die Faszination für den Islam und muslimische Gesellschaften eine lange Tradition hat."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

2. Quartal 2026
Film und Gespräch: Die zärtliche Revolution
... weitere Infos demnächst ...

06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
mehr: Ratschlag Thüringen

08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...