11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
12./13. September 2026, Bakuninhütte (Nähe Meiningen)
100 Jahre Bakuninhütte
Ein Jahrhundert Bakuninhütte - Geschichte erleben, feiern und mitgestalten
Vor 100 Jahren errichteten Mitglieder der FAUD auf der Hohen Maas bei Meiningen die erste Bakuninhütte. Aus einer einfachen Schutzhütte entstand ein Ort gelebter Solidarität, Selbstorganisation und gegenseitiger Hilfe. Nach Enteignung und jahrzehntelanger Nutzung in verschiedenen Interessen, konnte die Hütte wieder in die Hände einer selbstorganisierten, antiautoritären Bewegung gelangen. Heute ist sie das bislang einzige Kulturdenkmal der anarchosyndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum - und zugleich ein lebendiger Ort inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft.
Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit euch feiern und laden euch herzlich zum Jubiläumswochenende am 12. und 13. September 2026 an die Bakuninhütte ein.
Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, stehen Führungen durch die Bakuninhütte und über das Gelände im Mittelpunkt. Dabei erfahrt ihr mehr über ihre außergewöhnliche Geschichte, die aktuellen Bau- und Sanierungsarbeiten und die Perspektiven dieses besonderen Ortes. Ergänzt wird das Programm u.a. durch kulturelle Beiträge.
Bei Fragen erreicht ihr uns unter: kontakt@bakuninhuette.de
Wir freuen uns darauf, mit euch gemeinsam 100 Jahre Bakuninhütte zu feiern - auf ein Wochenende voller Geschichte, Begegnungen, Kultur und gelebter Solidarität.
12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt
12.09.2026, 15:00 Uhr, KulturQuartier (Klostergang 4, Erfurt)
"Horizonterweiterung: Denkmal.Schutz.Graffiti-Lebendiges Baudenkmal"
"Was passiert eigentlich mit Graffiti und Street Art, wenn ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert wird?
Bei der Horizont.Erweiterung 2026 stellen wir uns die Frage im Rahmen eines Fachforums. Im Mittelpunkt stehen die laufende Sanierung des ehemaligen Schauspielhauses sowie der Umgang mit den zahlreichen Spuren von Graffiti und Street Art, die das Gebäude über viele Jahre geprägt haben.
In mehreren Impulsvorträgen geben Expert:innen Einblicke in den aktuellen Stand der Sanierung und zeigen, wie Denkmalpflege, Erhalt und künstlerische Spuren zusammen gedacht werden können.
Im anschließenden Podiumsgespräch diskutieren wir gemeinsam, welche Rolle Graffiti und Street Art an denkmalgeschützten Gebäuden spielen und wie mit ihnen im Spannungsfeld zwischen Erhalt, Veränderung und neuer Nutzung umgegangen werden kann.
Im Anschluss an das Podiumsgespräch gibt es eine gemeinsame Baustellenführung.
Gäste: KP Flügel (Stiftung wissensART), Thomas Schmidt (Architekt KulturQuartier Schauspielhaus), Prof. Dr. Mark Escherich (Leiter Denkmalbehörde Stadt Erfurt), Andreas von Chrzanowski (Case Maclaim, Urban Artist und Restaurator),Moderation:
Lisa Hilpert"
im Rahmen des KulturQuartierFestival 2026 (11.-20. September 2026)
12.09.2026, 14:00 Uhr, Eisenach, Bahnhof
CSD Eisenach
12.09.2026, 14:00 Uhr, Erfurt, Hirschgarten
PRÜF-Demo
Der Freistaat Thüringen setzt sich bislang nicht mit der nötigen Entschlossenheit dafür ein, dass alle rechtsextremen Parteien einer umfassenden verfassungsgerichtlichen Prüfung unterzogen werden.
Das muss korrigiert werden! Wir erwarten, dass sich Thüringen in einem formalen Beschluss für eine ordentliche Prüfung ausspricht und sich gemeinsam mit anderen Bundesländern aktiv im Bundesrat für ein korrektes PRÜF-Verfahren beim Bundesverfassungsgericht einsetzt.
Ordnung muss sein in Deutschland! Für alle müssen die gleichen Regeln gelten - sonst gibt es keine Gerechtigkeit. Denn in unserem Rechtsstaat ist es Parteien verboten, die Demokratie abzuschaffen. So steht es im Grundgesetz.
In Deutschland ist es völlig normal, alles zu prüfen - vom TÜV über Warentest bis zu Vergleichsportalen. Prüfen ist unsere Stärke, und für unsere Gründlichkeit sind wir berühmt. Wir prüfen Spielgeräte, wir prüfen Gewässerqualität, wir prüfen Matratzen. Es wäre völlig widersinnig, ausgerechnet bei der wichtigsten Frage - dem Schutz unserer Demokratie - die grundgesetzlich vorgesehene Prüfung zu unterlassen.
13.09.2026, 10:00 Uhr, Hauptfriedhof, Erfurt
Gedenken an die Opfer des Faschismus
Alljährliche Gedenkveranstaltung des Thüringer VVN-BdA:
10:00, Erfurt, Hauptfriedhof
10:00, Suhl, Stadtpark
10:00, Gera, Küchengarten
10:00, Bad Salzungen, Rathenau-Park
10:00, Eisenach, Hauptfriedhof
13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
17.09.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Als Punk in der NVA - Wehrpflicht in der DDR
Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.
Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in "erhöhte Gefechtsbereitschaft" versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.
Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.
18.09.2026, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten
Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld:
"Am Wochenende 11./12. April wollten zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Der große Showdown blieb aus, da die Organisatoren kurzfristig alle Veranstaltungen absagten. Dennoch war die mediale Rezeption so groß, dass die Kampagne auch ohne ihr Gedenkwochenende das Ganze als großen Erfolg verbuchen konnte, zumal man die Gedenkstättenleitung zu weiteren Eingeständnissen nötigte (bspw. Nationalfahnenverbot am Tag der Befreiung von Buchenwald). Das Interesse daran blieb in der (radikalen) Linken überschaubar. Dabei reiht sich dieser in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie eine Handreichung der RIAS unterstreicht.
Dass die Angriffe immer häufiger von links kommen - quasi als postkoloniale Variante des „Vogelschiesses“ -, lässt sich auch in der Causa Buchenwald beobachten. Die Vorgeschichte reicht bis ins vergangene Jahr und ist in der Öffentlichkeit spätestens seit dem August 2025 mit der Klage einer Trägerin des Palituchs gegen die Gedenkstätte Buchenwald bekannt. Diese Klage und die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ sind Anlass, sich mit der deutschen Erinnerungspolitik auseinanderzusetzen, die Entwicklungen in den Gedenkstätten aufzuzeigen und die Hintergründe sowohl des Kufiya-Verbots als auch seiner Kritik zu beleuchten.
Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld haben beide Neuere und Zeitgeschichte u.a. in Dresden und Potsdam studiert.
Eine Veranstaltung von Dissens Erfurt und der Pirnaer Autonomen Linken."
19.09.2026, 13:00 Uhr, Ilmenau, Bahnhof
CSD Ilmenau
13:00 Bahnhof
14:30 Wetzlarer Platz
17:00 Ende
25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).
Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.
Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.
Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.
Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
26.09.2026, 13:00 Uhr, KuK, Gera
CSD Gera
13:00 Eröffnung
14:00 Start Pride
16:00 Straßenfest
21:00 Aftershowparty Rosa Eber Vol. 4 in den Kaiserwerken
26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...
26.09.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
VPN-Workshop
Ihr habt bestimmt alle schonmal von "VPNs" gehört - mal in der Werbung, mal in der einen oder anderen Bar am Nerd-Tisch oder auch wenn es in den Medien um Zensur ging, und wie man diese vielleicht umgehen kann.
Aber falls ihr noch nie von "VPN" gehört habt, oder einfach keine Vorstellung habt, was sich dahinter verbirgt:
Mit einem VPN kann man den eigenen Internetverkehr verschlüsselt über einen Server im Internet leiten, z.B. um eine Zensurmaßnahme zu umgehen, den eigenen Standort zu verschleiern, oder einfach nur Netflix-Inhalte aus anderen Ländern zu sehen (und noch ein paar Dinge mehr).
Wir vom Datenwiderstand Erfurt wollen uns diesen Samstag zusammen mit euch das Thema anschauen, was eigentlich dahinter steckt, wie man VPNs nutzt, und wann VPNs sinnvoll sind oder auch nicht. Es wird keine Vorerfahrung benötigt.
26.09.2026, 10:00 Uhr, Erfurt, Hauptbahnhof
DGB-Demo "Hart Verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente."
Wir, die Beschäftigten, haben unsere Löhne hart verdient und unsere Rechte erkämpft. Der Sozialstaat ist kein Geschenk der Politik oder der Arbeitgeber. Gute und sichere Arbeit, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung und ein verlässliches Alterseinkommen sind nicht verhandelbar.
Ein starker Sozialstaat schafft Sicherheit im Wandel. Besonders in Zeiten, in denen viele Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen, sind solidarische Absicherungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt umso wichtiger. Politik und Arbeitgeber müssen den Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit den Wohlstand unseres Landes schaffen, vertrauen. Wir brauchen eine Wachstumsagenda für Deutschland und Europa, die Innovationen und weniger Abhängigkeiten schafft.
Wir stehen auf gegen eine Politik, die Leistungen kürzt und Arbeitsrechte beschneidet!
zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...
05.10.2026, 19:30 Uhr, Queeres Zentrum Erfurt (Johannesstr. 52 (Eingang Waldenstraße))
»Bilitik und Poldung« am Beispiel feministischer Politik und Bildung bei Ladyfesten
In den 2000er-Jahren wurden aus der Riot-Grrrl-Bewegung heraus sogenannte Ladyfeste organisiert - selbstorganisierte Veranstaltungen mit Musik, Party, Diskussionen und Skill-Sharing, »ein bisschen Punk, ein bisschen DIY, ein bisschen queer-feministische Theorie«. Im gerade erschienenen Sammelband »Bilitik und Poldung« diskutieren Wiebke Dierkes und Alek Ommert über Konflikte bei Ladyfesten, über gelungene Selbstbildungsprozesse und deren politische Bedeutung sowie über die Selbstermächtigung, die darin lag, sich Platz auf der Bühne zu nehmen. Wir sprechen bei der Veranstaltung mit Alek über einen spannenden Ausschnitt queer-feministischer Bewegung der 2000er-Jahre und wollen im Anschluss gemeinsam darüber diskutieren, wie queer-feministische (Selbst-)Bildung und Politik heute organisiert werden, was wir aus der Geschichte der Ladyfeste mitnehmen wollen, und welche neuen Fragen und Konflikte sich in den letzten 20 Jahren ergeben haben.
Zudem wird bei der Veranstaltung der Sammelband »Bilitik und Poldung. Wie politisches Handeln bildet« (Münster 2026) kurz vorgestellt.
08.10.2026, 17:00 Uhr, Ludwig-Wucherer-Straße 12, Halle
Kundgebung "7 Jahre offene Fragen - wir hören nicht auf zu erinnern"
Kundgebung vor dem TEKiEZ, der Soligruppe 9. Oktober, dem Solidaritätsnetzwerk der BEtroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage
von 17:00 bis 19:00
10.10.2026, 14:00 Uhr, Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz
Antifa-Demo gegen Antisemitismus
antiautoritäre, antifaschistische Demonstration gegen Antisemitismus - organisiert von den Gruppen Florida und reclaim left
(noblogs ist down, daher schaut euch nach Infos um)
15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
16.10.2026, 18:00 Uhr, Obermühle Steudnitz (Bachstr. 1 , 07774 Dornburg-Camburg)
Film und Diskussion: »Die zärtliche Revolution«
Was wäre, wenn Fürsorge nicht Ausnahme, sondern gesellschaftlicher Standard wäre? Die Dokumentation „Die zärtliche Revolution“ porträtiert Menschen, die genau das leben - und dabei täglich an ihre Grenzen stoßen: Arnold pflegt seinen schwerbehinderten Sohn und kämpft für mehr Anerkennung pflegender Angehöriger. Bożena, eine 24-Stunden-Kraft aus Polen, spricht offen über Ausbeutung in der Pflegebranche. Samuel, Rollstuhlfahrer und Aktivist, will ein inklusives Wohnprojekt verwirklichen.Und Amanda, Klimaaktivistin mit Wurzeln in Peru, verknüpft menschliche Fürsorge mit dem Schutz unseres Planeten. Mit großer Nähe und Respekt begleitet Annelie Boroș ihre Protagonist*innen - und stellt sich selbst die Frage, was es bedeutet, sich wirklich zu kümmern. Als sich während der Dreharbeiten ihre enge Freundin das Leben nimmt, wird aus der gesellschaftlichen Spurensuche eine zutiefst persönliche Erzählung.
Nach der Filmvorführung sprechen wir mit Menschen aus der Inklusiven Werkstatt für Kultur und Geschichte e.V. darüber, was wir aus der Dokumentation für uns mitnehmen und welche Fragen und Konflikte das Thema Fürsorge in unserem Alltag aufwirft.
16.-18.10.2026, Erfurt
"Radikale Soziale Arbeit" - junger DBSH ostweite Tagung
... leider findet sich auch diese Veranstaltung nicht auf der Website, sondern nur auf social media...
Dort wird mitgeteilt, dass Anmeldung nur noch zu Wartplätzen führt.
Kontakt: erfurt@junger-dbsh.de
17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
17.10.2026, 13:00 Uhr, Schwarzenberg, Hauptbahnhof
Demo Schwarzenberg Ungebrochen - gegen den rechten Normalzustand
18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
19.10.2026, 19:30 Uhr, FH Erfurt
Was ist Kritische Soziale Arbeit?
»Dir werd’ ich helfen!« ist ein geflügeltes Wort unter Sozialarbeiter*innen. Es verweist darauf, dass Hilfe oft nicht so unschuldig daherkommt, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn jede Hilfe ist damit verwoben, die Hilfesuchenden als Verursacher*innen sozialer Probleme zu betrachten und zu kontrollieren. In den späten 1960er-Jahren haben linke Sozialarbeiter*innen auf diese Beobachtung mit der Entwicklung einer Kritischen Sozialen Arbeit reagiert. Es ging darum, die Rolle der Sozialen Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft zu begreifen und gemeinsam eine Praxis zu entwickeln, bei der eben nicht Kontrolle und Befriedung, sondern Befreiung im Zentrum steht. Bei der Veranstaltung spricht Barbara Schäuble darüber, wie eine aktuelle Kritische Soziale Arbeit aussehen kann. Neben fachlichen Fragen geht es auch darum, Sozialarbeiter*innen zusammen zu bringen, die in der aktuellen Situation kritisch im und am Sozialstaat arbeiten wollen.
Barbara Schäuble ist Professorin für diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis an der Alice Salomon Hochschule Berlin und hat mit Ulrike Eichinger das Buch »Konfliktanalysen: Element einer kritischen Sozialen Arbeit« (Wiesbaden 2022) herausgegeben. Das Bildungskollektiv Biko ist ein kleiner linker Bildungsträger aus Erfurt. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Fachschaftsrat Angewandte Sozialwissenschaften und dem Biko statt.
20.10.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
„Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ Zum Verhältnis von Antiimperialismus und Antinationalismus
Seit den 1980er- und 1990er-Jahren sah sich der traditionelle Antiimperialismus der internationalistischen Linken zunehmend mit der Kritik einer neu entstehenden antinationalen Strömung konfrontiert.
Gleichzeitig differenzierte sich auch das antiimperialistische Spektrum aus: Mit den postkolonialen Theorien und dem Konzept der Dekolonisation gewann innerhalb des Antiimperialismus eine Strömung an Bedeutung, die heute großen Einfluss auf politische und wissenschaftliche Debatten ausübt.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die wesentlichen Merkmale dieser Strömungen, ihre zentralen Unterschiede sowie die Konfliktlinien, die gegenwärtige Debatten innerhalb der Linken prägen. Anschließend besteht Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion.
Der Referent der Veranstaltung ist Julian Bierwirt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Nächste Ecke Links" statt.
22.10.2026, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
"Islambilder der Neuen Rechten" - Vortrag
Dissens lädt ein: "Schweineköpfe vor Moscheen, Diffamierung von Muslimen als "Messermänner", Rettung des Abendlandes vor "Islamisierung". Die AfD und die Neue Rechte sind für ihren offen zur Schau gestellten Hass auf Muslim:innen bekannt. Doch wie kann es sein, dass dasselbe Milieu immer wieder mit dem Islam liebäugelt, ihn für seinen Konservatismus beneidet, oder die Queerfeindlichkeit muslimischer Länder und bestimmter muslimischer Communities feiert?
In dem Vortrag wollen wir zum einen klären, was die Neue Rechte überhaupt ist und in welchem Verhältnis sie zur AfD steht. Zum anderen werfen wir einen Blick auf jene ambivalenten Islambilder der Neuen Rechten. Der Vortrag wird zeigen, dass der mit religionskritischer Verve vorgetragene Hass auf den Islam eine relativ neue Erscheinung in der deutschen Rechten ist und dagegen die Faszination für den Islam und muslimische Gesellschaften eine lange Tradition hat."
16:30 Uhr kochen / 19 Uhr Essen, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
NäLi-KüfA
24.10.2026, ab 14 Uhr, Gedenkstätte Andreasstraße, Erfurt
Städtischer Gedenktag an Opfer rechter Gewalt
Am 24.10.2026 findet in Erfurt der zweite offizielle Gedenktag für die Opfer rechter Gewalt statt. Ab 14 Uhr laden wir in die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ein. Das Thema des Tages lautet: „Wem gehört der öffentliche Raum?“. Geplant sind eine Podiumsdiskussion und Infostände, dazu Angebote für Begegnung und Austausch. Zudem soll es eine Foto-Ausstellung zu den Thüringer Todesopfern rechter Gewalt geben.
24.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Workshop Weg von Bigtech
Kein Bock, dass Google, Mircosoft, Meta und co. eure Daten mitließt? Wir zeigen euch Alternativen: ohne Abo und komplett kostenlos dank Open Source & Linux. Ob IT Profi, einfach nur Interessierte Person oder ihr habt einen alten Laptop, ihr seid alle willkommen
29.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Fortschritt als Fehlschritt
Der Fortschritt ist seit Menschengedenken ein heftig umkämpftes Terrain. Von Platon und Aristoteles über Herder, Nietzsche und Kant bis hin zu Marx, Popper und Foucault - kein bedeutender Denker konnte sich diesem Thema entziehen.
Heute, in Zeiten tiefer Verunsicherung und Zukunftsängsten, ist der Fortschritt in Verruf geraten. Annette Schlemm erklärt im Buch »Fortschritt als Fehlschritt«, warum er für emanzipatorisches Denken und Handeln trotzdem wichtig ist und formuliert eine rettende Kritik.
Annette Schlemm ist Philosophin und hat lange mit der Zukunftswerkstatt Jena die politischen Diskurse in Thüringen beeinflusst. Sie betreibt den Blog »Philosophenstübchen«.
06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...
15.12.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
"Das Verschwinden des Holocaust - Zum Wandel der Erinnerung" (Buchvorstellung und Diskussion)
Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Bełżec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.
Prof. Dr. Jan Gerber ist Historiker und Politikwissenschaftler. Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow in Leipzig leitet er das Forschungsressort Politik. Sein Buch „Das Verschwinden des Holocaust“ ist 2025 in der Edition Tiamat erschienen.