17.03.2026, 18:00 Uhr, Filler (Schillerstraße 44, Erfurt)
Input: How to Bündnissarbeit
Von: 8. März-Bündnis

18.03.2026, 16:30 Uhr, Green Island (Hesseröder Straße 8, 99734 Nordhausen)
Briefe-ins-Gefängnis und Filmabend zum Tag der politischen Gefangenen
Wir wollen uns zum diesjährigen Tag der politischen Gefangenen, den 18.03.26, solidarisch mit den Menschen zeigen, die durch ihren Einsatz für ein besseres Leben für Alle, für ein Leben in Freiheit und Würde und gegen die unterdrückenden Verhältnisse, im Knast gelandet sind. Wir wollen ihnen Briefe schreiben, um den tristen Knastalltag zu unterbrechen und sie zu stärken. Dabei wird es gegen eine kleine Spende leckeren Zapatista Kaffee und selbstgemachten Kuchen, sowie einen Infotisch mit Büchern und Zines zum Thema geben.
Ab 19:30 Uhr wollen wir gemeinsam den Film "Solidarität verbindet! 100 Jahre Rote Hilfe" zeigen, im Anschluss ist der Tresen für ein Kaltgetränk und anregende Gespräche geöffnet.

19.03.2026, 18:00 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
In postnazistischer Gesellschaft. Adorno und die Nötigung zur Soziologie (mit Dirk Braunstein, IfS)
Bourdieu hat Adorno einst vorgeworfen, er habe sich geweigert, die „Küche der Empirie“ zu betreten und sich in ihr „seine Hände zu beschmutzen“, und das Gegenteil ist wahr. Denn mag sich Adorno anfänglich auch eine Karriere als Philosoph, Komponist und Musikkritiker vorgestellt haben, dessen Gesellschaftskritik sich vornehmlich in Kategorien der Ästhetik und der Kunst ausdrückt, so wurde er von der historischen Entwicklung bald darüber belehrt, dass eine kritische Theorie der Gesellschaft ohne die empirische Untersuchung ebendieser Gesellschaft kaum möglich, gewiss jedenfalls nicht praktisch wirksam ist.

Der Vortrag zeichnet den Weg Adornos von seiner frühen Beschäftigung mit Georg Lukács und Walter Benjamin übers Exil in den USA und die Wiederkehr nach Frankfurt nach, bis er, als Direktor des Instituts für Sozialforschung, maßgebliche Studien zum politischen Bewusstsein der Westdeutschen leitete: vom „Gruppenexperiment“ in der neu gegründeten BRD bis zur „Heimkehrerstudie“ unter ehemaligen Kriegsgefangenen. Beide Untersuchungen verdeutlichen, weshalb Adorno überhaupt nach Deutschland zurückgekehrt ist und weshalb deutsche Geschichte nicht vergeht.

Dirk Braunstein ist Leiter des Archivs des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt.

20.03.2026, Schambrowski (Magdeburger Allee 90, Erfurt)
Feministischer Kaffeeklatsch
Am 20.03. um 15 Uhr ist wieder Feministischer Kaffeeklatsch, lasst euch das nicht entgehen. Zusammen können wir im Schambrowski (Magdeburger Allee 90) kreativ werden, Graffiti sketchen, stöbern, quatschen, Kaffee trinken und snacken ! Kommt vorbei, wir freuen uns

20.03.2026, 19:00 Uhr, Kulturkneipe Spatz (August-Bebel Straße 4, 99880 Waltershausen)
(M)ein Lieblingsbuch
Die Mitmachlesung im Spatz geht in die nächste Runde - sei dabei!
Ob Sachbuch, Roman oder Gedichtband: Was macht ein Buch für uns zu etwas ganz Besonderem? Stell dein Buch vor und lass andere an einer Lesekostprobe teilhaben. Oder komm, höre zu, und genieße die Lektüre-Inspiration.
mehr: https://spatz-kneipe.de/

22.03.2026, 17:00 Uhr, Brennessel e.V. (Walkmühlstraße 1A, Erfurt)
Buchlesung mit Alicia Baier: "Das Patriachat im Uterus"
Von: Thür. Bündnis für sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche

23.03.2026, 18:30 Uhr, Kidsclub Purpur (Teichstraße 63, Erfurt)
Zum pädagogischen Konzept der Kinderrepubliken und seiner Aktualität
Vor fast einhundert organisierte die Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde die „Kinderrepublik Seekamp“. Bestimmend für die „Kinderrepubliken“, also die Zeltlager, die die Kinderfreunde veranstalteten, war das Erleben demokratisch-sozialistischer Organisationsformen, die in kindgerechter Art und Weise auf dem Zeltplatz erprobt werden sollten.

Deshalb wurde von Kindern und Erwachsenen auf dem leeren Acker eine für tausende Teilnehmer*innen tragfähige Infrastruktur errichtet. Das Zeltlager sollte den Kindern eine Auszeit von beengten Lebensverhältnissen ermöglichen und zu einem gemeinsamen Gestaltungsraum einer neuen Welt werden.

In der Zeit der Weimarer Republik waren die Zeltlager, in denen Jungen und Mädchen zusammen waren und sich die Erwachsenen als Helfer*innen der Kinder verstanden, sehr fortschrittlich. Bis heute orientieren sich die Sommercamps der Falken an der pädagogischen Idee der Kinderrepublik.

In unserer Veranstaltung werden wir einen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart der Kinderrepubliken geben sowie die Ursprünge und die Aktualität des Konzepts beleuchten und gemeinsam diskutieren.

Auch, wie ihr die Kinderrepublik mitgestalten könnt, könnt ihr bei unserer Veranstaltung erfahren.
mehr: Falken Erfurt

24.03.2026, 18:00 Uhr, ZinXX, Karl-Zink-Str.2, Ilmenau
Vortrag über das geplante neue Thüringer Polizeiaufgabengesetz
Bayern und viele andere Bundesländer haben in den vergangenen Jahren polizeiliche Befugnisse massiv ausgeweitet. Jetzt möchte auch die Brombeer-Koalition das Thüringer Polizeiaufgabengesetz verschärfen - und zwar durch die Einführung von elektronische Fußfesseln, KI-basierter Überwachung und Datenauswertung sowie Drohnen und Tasereinsätzen zur Gefahrenabwehr. Was uns droht, wie der aktuelle Stand der Gesetzgebung ist und ob es noch eine Chance gibt, das aufzuhalten, erfährst du am 24.3. um 18 Uhr. Für Getränke und warmes Essen ist gesorgt.

25.03.2026, 18:00 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Von Adorno zu Nasenscheidewand Yok
Der Vortrag erläutert Hintergründe, Möglichkeiten und Grenzen kritischer Kulturanalyse am Beispiel von Kritischer Theorie und Cultural Studies. Am Ende wird alles auf Rap bezogen.

Martin Seeliger leitet die Abteilung “Wandel der
Arbeitsgesellschaft” am Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen. Er forscht und schreibt zu diversen sozialwissenschaftlichen Themen, darunter Gangsta-Rap, die Antilopen Gang und Haftbefehl. Außerdem spielt er in einer Punkband.

Er veröffentlichte unter anderem:

Wie Haftbefehl zum Sprachrohr der migrantischen Jugend wurde (Stern)
Gangstarapper treten nach oben und nach unten gleichzeitig (Jacobin)
Arbeit in der Kritischen Theorie. Zur Rekonstruktion eines Begriffs (Mandelbaum)
Kapitalismus und umkämpfte Öffentlichkeit. Ein Gespräch mit Nancy Fraser (Berliner Journal für Soziologie)

27.03.2026, 19:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
"Let’s be careful with each other, so we can be dangerous together" - Ein Bezugsgruppen-ABC von Aufbau bis Ziviler Ungehorsam
"Toast! Igel! Suppengrün! " Wenn auf Demo solche Rufe erklingen, dann ist das kein Dadaismus, sondern der Ruf nach der Bezugsgruppe. Aber was bedeutet es, eine Bezugsgruppe zu sein? Was sind die Potenziale dieser Form der Organisierung? Wie bauen wir Bezugsgruppen auf und wie kommunizieren wir darin miteinander? Und wie finden wir gemeinsam als Gruppe eine Entscheidung - gerade auch, wenn es stressig wird?

Nicht nur für den anstehenden Bundesparteitag der AfD in Erfurt ist die Beantwortung dieser Fragen relevant. Angesichts einer zunehmenden Härte und Kälte gegen Geflüchtete, Erwerbslose und Aktivist*innen und der Infragestellung von Errungenschaften sozialer und politischer Bewegungen, wird sich uns immer wieder die Frage stellen, wie wir uns gegen diese rechten (Kultur-)kämpfe wehren können. Eine kleine Zelle des Widerstands gegen diese Zumutung ist die Bezugsgruppe: Im Idealfall die solidarische Struktur, von der aus wir politisch agieren und die uns auffängt, wenn es hart auf hart kommt.

Unsere Referentin hat sich intensiv mit dem Thema Bezugsgruppen beschäftigt und teilt in ihrem Vortrag ihre Erkenntnisse auf die obigen Fragen mit uns. Im Anschluss wird es noch Raum für Fragen und Diskussionen geben.

Bildet Banden, kommt vorbei!

29.03.2026, 15:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
IT-Security Sprechstunde

03.04.2026, 15:00 Uhr, Schambrowski (Magdeburger Allee 90, Erfurt)
Feministischer Kaffeeklatsch
Am 03.04 um 15 Uhr ist wieder Feministischer Kaffeeklatsch, lasst euch das nicht entgehen. Zusammen können wir im Schambrowski (Magdeburger Allee 90) kreativ werden, Graffiti sketchen, stöbern, quatschen, Kaffee trinken und snacken ! Kommt vorbei, wir freuen uns

07.04.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
Victor Klemperers "LTI" - Lesung und Diskussion
“Die LTI ist ganz darauf gerichtet, den einzelnen um sein individuelles Wesen zu bringen, ihn als Persönlichkeit zu betäuben, ihn zum gedanken- und willenlosen Stück einer in bestimmter Richtung getriebenen und gehetzten Herde, ihn zum Atom eines rollenden Steinblocks zu machen.
Die LTI ist die Sprache des Massenfanatismus. Wo sie sich an den einzelnen wendet, und nicht nur an seinen Willen, sondern auch an sein Denken, wo die Lehre ist, da lehrt sie die Mittel des Fantasierens und der Massensuggestion.” (Victor Klemperer, LTI)

Victor Klemperer wurde 1881 geboren. Ab 1920 war er als Professor für Romanistik an der Technischen Hochschule in Dresden tätig.
Als Literaturwissenschaftler war Sprache stets ein Gegenstand, mit dem sich Klemperer intensiv auseinandersetzte.

Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus hielt im Deutschen Reich eine neue Art des Sprechens Einzug, die Klemperer in seinem Werk “LTI” (Lingua Tertii Imperii, d.h. Sprache des Dritten Reichs) in den Blick nimmt.

Klemperer selbst wurde von den Nationalsozialisten als Jude verfolgt. Er verlor seinen Posten an der Universität, sein Haus, zahlreiche Menschen aus seinem Umfeld und erlebte die Bombardierung Dresdens als zwangsweiser Bewohner eines sogenannten “Judenhauses”. Nur mit sehr viel Glück überlebte er den von den Nationalsozialisten ins Werk gesetzten Versuch einer vollständigen Vernichtung jeden Lebens, das sie sich als jüdisch imaginierten.

Klemperers Perspektive ist die eines aus der deutschen “Volksgemeinschaft” Verstoßenen und gleichzeitig die eines wachen und präzisen Beobachters. Sie ist die eines zum Protestantismus konvertierten liberalen Bürgers, dessen Herkunft aus einer jüdischen Familie ihn für die Nazis und die ihn umgebende Gesellschaft zum Feind machte - auch ungeachtet seiner gewählten politischen Gegnerschaft.

“Es gibt nur eine Lösung der deutschen oder westeuropäischen Judenfrage: Die Mattsetzung ihrer Erfinder”, schrieb Klemperer während der Zeit des Nationalsozialismus in seinem Tagebuch.

Darin setzte er sich, ebenso wie in seinem bekanntesten Werk “LTI”, mit den Erscheinungsformen und Folgen von Antisemitismus auseinander und beschrieb einen Wahn, der nach und nach fast die gesamte deutsche Gesellschaft erfasste.

In unserer Lesung wollen wir uns anhand von Ausschnitten textbasiert mit Klemperers Analyse einer vom Nationalsozialismus geprägten deutschen Sprache auseinandersetzen. Darüber hinaus verschaffen wir uns einen Einblick in seine politischen Perspektiven und seine Biographie.

10.-12.4.2025, Zughafen, Erfurt
widersetzen-Konferenz
Für den Antifaschismus wird 2026 ein entscheidendes Jahr. Die AfD will in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern zum ersten Mal an die Landesregierung - am liebsten allein. Doch auch eine weit nach rechts gerückte CDU oder das BSW könnten sich als Steigbügelhalter andienen, wenn es die Wahlergebnisse nötig machen. Auf die rissige Brandmauer können wir uns nicht verlassen.

Wir wollen unseren ungehorsamen und widerständigen Beitrag leisten, um die AfD von der Macht fernzuhalten. Im Zentrum stehen dabei die Aktionen gegen den AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli in Erfurt.

Bei der großen Konferenz vom 10. bis 12. April wollen wir gemeinsam die Strategien und Aktionen für 2026 planen.

Können wir nach den Aktionen von Riesa und Gießen noch eine Schippe drauflegen? Breitere Bündnisse, mehr Aktivist*innen, effektivere Blockaden? Was brauchen wir dafür? Wen brauchen wir dafür? Was könnt ihr alle beitragen, damit der Juli ein Fest für den Antifaschismus und eine Niederlage für die AfD wird?

Was machen wir vor und nach der großen Aktion? Wer sind unsere Verbündeten - und wer sind unsere Gegner*innen? Wie reagieren wir auf Wahlergebnisse und mögliche Koalitionsverhandlungen?

Das hat auch mit unseren Strukturen zu tun: Was ist der richtige Weg zwischen Aktionsbündnis und Organisationsaufbau? Wie stärken wir die Ortsgruppen und die lokalen Bündnisse? Wie machen wir widersetzen breiter, diverser, antirassistischer?

All diese Fragen wollen wir mit euch diskutieren.
mehr: widersetzen

11.04.2026, 11:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang - Das Kriegsende 1945 in Erfurt (Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus)
Am 12. April 1945 besetzte die 3. US-Army unter dem Kommando von General Patton das Stadtgebiet von Erfurt. Noch die unmittelbar letzten Kriegstage davor waren von massiven militärischen Auseinandersetzungen und Kriegsverbrechen in einigen Vororten geprägt gewesen. So kosteten die letzten Tage des Krieges sinnlos noch viele Leben, sowohl unter den alliierten Soldaten als auch unter den fanatischen Verteidigern der Stadt und der NS-Terrorherrschaft. "Bis zum Letzten" sollte Erfurt auf Befehl des verantwortlichen Oberst Merkel gegen die Amerikaner gehalten werden.

Während sich in der Ablehnung einer kampflosen Übergabe Erfurts unmittelbar der enorme Fanatismus zeigt, der das Denken und Handeln der politisch Verantwortlichen im NS-Staat prägte, lässt sich mit Blick auf den Krieg insgesamt auch die Verstrickung der Erfurter Bevölkerung in den nationalsozialistischen Vernichtungsfeldzug erkennen: Als Produktionsstandort für Rüstungsgüter leisteten verschiedene Unternehmen in der Stadt dem menschenverachtenden Krieg jahrelang Vorschub, während gleichzeitig tausende rekrutierte Zwangsarbeiter*innen aus ganz Europa an Werkbänken standen oder andere Aufgaben ausführen mussten, um das Funktionieren des öffentlichen Lebens trotz des "totalen Krieges" zu gewährleisten.

Wir wollen uns in unserem Stadtrundgang mit den Ereignissen rund um die letzten Kriegstage in Erfurt beschäftigen. Darüber hinaus wollen wir jedoch auch beleuchten, inwiefern die Stadt und ihre Gesellschaft mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden war. Wer erlebte das Kriegsende als Niederlage und wer als Befreiung? Und was folgte auf die US-amerikanische Besatzung und das Ende des Krieges in Erfurt?

Unser Rundgang wird ungefähr zwei Stunden dauern.
Treffpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle Boyneburgufer, stadtauswärts.

11.04.2026, 09:30 Uhr
Tagesseminar zur Pädagogik Friedrich Fröbels
Friedrich Fröbel gilt als Erfinder einer Institution, die sich zum integralen Bestandteil des modernen Erziehungswesens entwickelt hat, dem Kindergarten. Mit der Gründung des ersten Kindergartens 1840 trug Fröbel zu einer maßgeblichen Veränderung der Wahrnehmung von Kindern bei.

Kindzentrierung, spielerisches Lernen und eine Kinderbetreuung außerhalb der Familie waren neu. Fröbel erkannte das Spiel als pädagogische Möglichkeit des Lernens und trug zu einer Liberalisierung der Pädagogik bei.

Dem preußischen Staat war das suspekt: Wegen befürchtetem „Atheismus und Demagogie“ wurden die fröbelschen Kindergärten 1951 als staatsfeindlich eingestuft und es kam zu einem Kindergartenverbot.

Wir fahren gemeinsam für ein Tagesseminar nach Bad Blankenburg und besuchen dort das Museum.
Vor Ort bekommen wir eine Führung und einen Vortrag über Friedrich Fröbel, über die Anfänge des Kindergartens sowie den historischen Kontext im 19. Jahrhundert, in dem die Idee des Kindergartens an Bedeutung gewann.

Anmeldung an kontakt@falken-thueringen.de
Die gemeinsame Anreise aus Erfurt beginnt um 9:30 Uhr am Hbf. Das Seminar endet gegen 15:00 Uhr.

12.04.2026
Gedenken zum 45. Todestag Matthias Domaschk
save the date // Infos folgen

13.04.2026, 18:00 Uhr
Das Ganze ist das Unwahre - Auftakt zum Lesekreis zur Analytischen Sozialpsychologie
[Der genaue Ort, vermutlich auf dem Uni-Campus, wird zum gegebenen Zeitpunkt auf auf der Webseite der Falken Erfurt bekanntgegeben.]

Vor über 100 Jahren entstand die Psychoanalyse als klinisches Projekt: Sie sollte individuelles Leiden verstehbar und behandelbar machen. Ihr Gegenstand war zunächst das Innere - Konflikte, Triebe, frühe Prägungen. Gesellschaftliche Verhältnisse bildeten den Hintergrund, standen aber nicht im Zentrum der Theorie.

Doch spätestens im 20. Jahrhundert wurde die Psychoanalyse explizit politisch. Im Umfeld des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Schule verbanden Denker wie Erich Fromm, Herbert Marcuse und Theodor W. Adorno die Analyse unbewusster Strukturen mit einer radikalen Gesellschaftskritik. Sie stellten die Frage, wie Subjekte historisch geformt werden, wie Autorität, Anpassung und Begehren gesellschaftlich produziert sind - und wie psychische Dispositionen zur Stabilisierung von Herrschaft beitragen. Psychoanalyse wurde damit zu einem Instrument kritischer Theorie: Sie sollte nicht nur erklären, warum Menschen leiden, sondern auch, warum sie Verhältnisse reproduzieren, die sie beschädigen - und wie diese Verhältnisse überwindbar wären.

Heute scheint dieser Anspruch weitgehend verblasst. In der gegenwärtigen Psychotherapie wird psychisches Leiden überwiegend als individuelles Problem verhandelt. Die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Subjekte sich formen, anpassen oder zerbrechen, geraten aus dem Blick. Das kritische Potential der Psychoanalyse - ihre Fähigkeit, Psyche und Gesellschaft als ineinander verschränkt zu begreifen - ist in den Hintergrund getreten.

Genau hier wollen wir ansetzen. In einem Lesekreis möchten wir uns jene Tradition erschließen, die Psychoanalyse als Gesellschaftskritik begreift. Als Grundlage dient uns das von Helmut Dahmer herausgegebene Standardwerk, das zentrale Texte von den frühen Ansätzen bis in die 1970er Jahre versammelt. Uns interessiert, was diese Theorien heute noch leisten: Können sie helfen, gegenwärtige Formen von Anpassung, Autoritarismus oder Vereinzelung zu verstehen?

In einer Auftaktsitzung geben wir einen Überblick über die im Buch versammelten Zugänge, besprechen dann gemeinsam, in welche Lektüre wir zuerst einsteigen wollen und in welchem Modus wir zusammen arbeiten wollen. Wir setzen für eine Teilnahme keine Vorkenntnisse in den Bereichen Psychoanalyse oder Sozialpsychologie voraus. Wir selbst haben fachlich einen anderen Hintergrund, möchten uns die Grundlagentexte jedoch gerade deshalb gern gemeinsam mit anderen erschließen und sie diskutieren. Dazu laden wir alle Interessierten ein.

17.04.2026, 15:00 Uhr, Schambrowski (Magdeburger Allee 90, Erfurt)
Feministischer Kaffeeklatsch
Am 17.04 um 15 Uhr ist wieder Feministischer Kaffeeklatsch, lasst euch das nicht entgehen. Zusammen können wir im Schambrowski (Magdeburger Allee 90) kreativ werden, Graffiti sketchen, stöbern, quatschen, Kaffee trinken und snacken ! Kommt vorbei, wir freuen uns

24.-26.5.2026, von Erfurt nach Berlin
Antimilitaristische Städtefahrt nach Berlin
Wir wollen gemeinsam herausfinden, warum diese Themen gerade so präsent sind und wie wir uns für eine friedliche Zukunft einsetzen können.

Dich erwartet ein Wochenende in Berlin mit anderen Jugendlichen:

Diskutieren, entspannen, Neues entdecken und die Stadt erleben!

Mit dabei:

Gespräche mit Anti‑Kriegs‑Aktivist*innen
Besuch im Anti‑Kriegs‑Museum
Mitgestaltung des Programms

Du bist 14-17 Jahre alt und hast Lust mitzukommen?

Anmeldung bei den Falken.
mehr: Falken Erfurt

20.06.2026 - Zeit und start Ort tba
CSD Jena