29.08.2026, 10:00 Uhr, Gotha, unterer Hauptmarkt
CSD Gotha
Die Zukunft ist queer - und wir sind hier!
Politische Forderungen:
- Gleiches Recht für queere Familien
- Unterstützung und Schutz für queere Geflüchtete
- Sichere Zukunft und Anlaufstellen für queere Jugendliche
30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt
31.08.2026, 18:00 Uhr, Queeres Zentrum Erfurt (Johannesstr. 52 (Eingang Waldenstraße))
Queere Hoffnung - Transfeindlichkeit, Diskriminierumg, Geschlecht und Solidarität
Was heißt Geschlecht, was Diskriminierung und was Solidarität in Bezug auf queeres Leben? Was sehen wir dahingehend in der Geschichte und was aktuell? Wie können wir, also du und ich, Diskriminierung, binäre Denkweisen und festgefahrene Muster in Staat, Politik und den Köpfen der Menschen auseinandernehmen und verhindern? Darüber spricht und diskutiert Felicia Ewert (Autorin von "Trans. Frau. Sein.") mit euch.
Eine Veranstaltung des BiKo (BildungsKollektiv) in Kooperation mit TIAM (Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland) und gefördert vom bwt (DGB-Bildungswerk Thüringen).
05.09.2026
CSD Erfurt
09.09.2026, 11:00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne (Sorbenweg 7, Erfurt)
Zeitzeugengespräch mit der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler
„Ich erzähle über mein Leben, um junge Menschen zum Engagement für eine gerechte, humane Art des Zusammenlebens zu ermutigen“
ausführlicher Ankündigungstext beim Erinnerungsort.
In Zusammenarbeit mit Konrad-Adenauer-Stiftung und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
WICHTIG: Anmeldung erforderlich fsj.topfundsoehne@erfurt.de
10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus
Politik und Ökonomie befinden sich im Wandel: in den internationalen Beziehungen und in der Außenpolitik, im Sozialstaat und auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie bei Fragen der Reproduktion und der Geschlechterverhältnisse zeichnen sich umfassende Veränderungen ab. Wie sieht dieser Wandel im Einzelnen aus, was treibt ihn an und wohin führt er? Handelt es sich dabei um eine autoritäre Zuspitzung innerhalb des Neoliberalismus oder verdichten sich die gegenwärtigen Entwicklungen zu einer neuen Formation des Kapitalismus? Auf unserem Kongress möchten wir diesen und weiteren Fragen nachgehen.
Über drei Tage hinweg schaffen wir Raum für Analyse, Diskussion und die gemeinsame Suche nach einem Ausweg aus der allgemeinen Unvernunft. Denn deutlich ist: Es kommen härtere Tage.
11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
12./13. September 2026, Bakuninhütte (Nähe Meiningen)
100 Jahre Bakuninhütte
Ein Jahrhundert Bakuninhütte - Geschichte erleben, feiern und mitgestalten
Vor 100 Jahren errichteten Mitglieder der FAUD auf der Hohen Maas bei Meiningen die erste Bakuninhütte. Aus einer einfachen Schutzhütte entstand ein Ort gelebter Solidarität, Selbstorganisation und gegenseitiger Hilfe. Nach Enteignung und jahrzehntelanger Nutzung in verschiedenen Interessen, konnte die Hütte wieder in die Hände einer selbstorganisierten, antiautoritären Bewegung gelangen. Heute ist sie das bislang einzige Kulturdenkmal der anarchosyndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum - und zugleich ein lebendiger Ort inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft.
Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit euch feiern und laden euch herzlich zum Jubiläumswochenende am 12. und 13. September 2026 an die Bakuninhütte ein.
Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, stehen Führungen durch die Bakuninhütte und über das Gelände im Mittelpunkt. Dabei erfahrt ihr mehr über ihre außergewöhnliche Geschichte, die aktuellen Bau- und Sanierungsarbeiten und die Perspektiven dieses besonderen Ortes. Ergänzt wird das Programm u.a. durch kulturelle Beiträge.
Bei Fragen erreicht ihr uns unter: kontakt@bakuninhuette.de
Wir freuen uns darauf, mit euch gemeinsam 100 Jahre Bakuninhütte zu feiern - auf ein Wochenende voller Geschichte, Begegnungen, Kultur und gelebter Solidarität.
12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt
12.09.2026, 14:00 Uhr, Eisenach, Bahnhof
CSD Eisenach
13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
17.09.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Als Punk in der NVA - Wehrpflicht in der DDR
Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.
Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in "erhöhte Gefechtsbereitschaft" versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.
Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.
18.09.2026, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten
Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld:
"Am Wochenende 11./12. April wollten zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Der große Showdown blieb aus, da die Organisatoren kurzfristig alle Veranstaltungen absagten. Dennoch war die mediale Rezeption so groß, dass die Kampagne auch ohne ihr Gedenkwochenende das Ganze als großen Erfolg verbuchen konnte, zumal man die Gedenkstättenleitung zu weiteren Eingeständnissen nötigte (bspw. Nationalfahnenverbot am Tag der Befreiung von Buchenwald). Das Interesse daran blieb in der (radikalen) Linken überschaubar. Dabei reiht sich dieser in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie eine Handreichung der RIAS unterstreicht.
Dass die Angriffe immer häufiger von links kommen - quasi als postkoloniale Variante des „Vogelschiesses“ -, lässt sich auch in der Causa Buchenwald beobachten. Die Vorgeschichte reicht bis ins vergangene Jahr und ist in der Öffentlichkeit spätestens seit dem August 2025 mit der Klage einer Trägerin des Palituchs gegen die Gedenkstätte Buchenwald bekannt. Diese Klage und die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ sind Anlass, sich mit der deutschen Erinnerungspolitik auseinanderzusetzen, die Entwicklungen in den Gedenkstätten aufzuzeigen und die Hintergründe sowohl des Kufiya-Verbots als auch seiner Kritik zu beleuchten.
Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld haben beide Neuere und Zeitgeschichte u.a. in Dresden und Potsdam studiert.
Eine Veranstaltung von Dissens Erfurt und der Pirnaer Autonomen Linken."
19.09.2026, Ilmenau
CSD Ilmenau
25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).
Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.
Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.
Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.
Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
26.09.2026, Gera
CSD Gera
26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...
zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...
05.10.2026, 19:30 Uhr
»Bilitik und Poldung« am Beispiel feministischer Politik und Bildung bei Ladyfesten
... weiteres demnächst ...
12.10.2026, 18:30 Uhr, [kany] (Thälmannstr. 28, 99085 Erfurt)
„Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ Zum Verhältnis von Antiimperialismus, Antinationalismus und Antideutscher Kritik
Vortrag und Diskussion mit Julian Bierwirth
eine Veranstaltung im Rahmen der Alternativen Studieneinführungstage „Nächste Ecke Links“
15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
16.10.2026
Film und Diskussion: »Die zärtliche Revolution«
... weiteres demnächst ...
17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
19.10.2026, 19:30 Uhr, FH Erfurt
Was ist Kritische Soziale Arbeit?
»Dir werd’ ich helfen!« ist ein geflügeltes Wort unter Sozialarbeiter*innen. Es verweist darauf, dass Hilfe oft nicht so unschuldig daherkommt, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn jede Hilfe ist damit verwoben, die Hilfesuchenden als Verursacher*innen sozialer Probleme zu betrachten und zu kontrollieren. In den späten 1960er-Jahren haben linke Sozialarbeiter*innen auf diese Beobachtung mit der Entwicklung einer Kritischen Sozialen Arbeit reagiert. Es ging darum, die Rolle der Sozialen Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft zu begreifen und gemeinsam eine Praxis zu entwickeln, bei der eben nicht Kontrolle und Befriedung, sondern Befreiung im Zentrum steht. Bei der Veranstaltung spricht Barbara Schäuble darüber, wie eine aktuelle Kritische Soziale Arbeit aussehen kann. Neben fachlichen Fragen geht es auch darum, Sozialarbeiter*innen zusammen zu bringen, die in der aktuellen Situation kritisch im und am Sozialstaat arbeiten wollen.
Barbara Schäuble ist Professorin für diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis an der Alice Salomon Hochschule Berlin und hat mit Ulrike Eichinger das Buch »Konfliktanalysen: Element einer kritischen Sozialen Arbeit« (Wiesbaden 2022) herausgegeben. Das Bildungskollektiv Biko ist ein kleiner linker Bildungsträger aus Erfurt. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Fachschaftsrat Angewandte Sozialwissenschaften und dem Biko statt.
22.10.2026, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
"Islambilder der Neuen Rechten" - Vortrag
Dissens lädt ein: "Schweineköpfe vor Moscheen, Diffamierung von Muslimen als "Messermänner", Rettung des Abendlandes vor "Islamisierung". Die AfD und die Neue Rechte sind für ihren offen zur Schau gestellten Hass auf Muslim:innen bekannt. Doch wie kann es sein, dass dasselbe Milieu immer wieder mit dem Islam liebäugelt, ihn für seinen Konservatismus beneidet, oder die Queerfeindlichkeit muslimischer Länder und bestimmter muslimischer Communities feiert?
In dem Vortrag wollen wir zum einen klären, was die Neue Rechte überhaupt ist und in welchem Verhältnis sie zur AfD steht. Zum anderen werfen wir einen Blick auf jene ambivalenten Islambilder der Neuen Rechten. Der Vortrag wird zeigen, dass der mit religionskritischer Verve vorgetragene Hass auf den Islam eine relativ neue Erscheinung in der deutschen Rechten ist und dagegen die Faszination für den Islam und muslimische Gesellschaften eine lange Tradition hat."
29.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Fortschritt als Fehlschritt
Der Fortschritt ist seit Menschengedenken ein heftig umkämpftes Terrain. Von Platon und Aristoteles über Herder, Nietzsche und Kant bis hin zu Marx, Popper und Foucault - kein bedeutender Denker konnte sich diesem Thema entziehen.
Heute, in Zeiten tiefer Verunsicherung und Zukunftsängsten, ist der Fortschritt in Verruf geraten. Annette Schlemm erklärt im Buch »Fortschritt als Fehlschritt«, warum er für emanzipatorisches Denken und Handeln trotzdem wichtig ist und formuliert eine rettende Kritik.
Annette Schlemm ist Philosophin und hat lange mit der Zukunftswerkstatt Jena die politischen Diskurse in Thüringen beeinflusst. Sie betreibt den Blog »Philosophenstübchen«.
06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...
15.12.2026, 18:30 Uhr, Falken Ladenlokal [kany] (Thälmannstr. 26, 99085 Erfurt)
"Das Verschwinden des Holocaust - Zum Wandel der Erinnerung" (Buchvorstellung und Diskussion)
Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Bełżec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.
Prof. Dr. Jan Gerber ist Historiker und Politikwissenschaftler. Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow in Leipzig leitet er das Forschungsressort Politik. Sein Buch „Das Verschwinden des Holocaust“ ist 2025 in der Edition Tiamat erschienen.