14.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
Wolken über Lützerath
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

14.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Vom Finanzkapitalismus zum Monopolkapitalismus? Big Tech und die Transformation des Neoliberalismus
Die globale Wirtschaft wird zunehmend von einer Handvoll technologiebasierter Konzerne geprägt. Nach Börsenkapitalisierung dominieren Big-Tech-Unternehmen die Spitzenpositionen an den Wertpapiermärkten, und ein Großteil des weltweiten Vermögenswachstums der letzten Dekade ist auf den Technologiesektor zurückzuführen. Diese Entwicklung geht einher mit der Verdrängung traditioneller Wirtschaftsstrukturen, der Aneignung von Nutzerdaten, der Gestaltung asymmetrischer Arbeitsverhältnisse auf Plattformen sowie der strategischen Akkumulation von Patenten. Netzwerkeffekte, Skalenvorteile und die Nutzung von Steueroasen verstärken dabei marktbeherrschende Positionen, die nur schwer durch neue Wettbewerber infrage gestellt werden können. Parallel dazu gewinnt der Technologiesektor eine klare geopolitische Dimension: Fragen der digitalen Souveränität, der Klimawirkung von Rechenzentren und der strategischen Bedeutung von KI-Infrastrukturen rücken Big Tech in den Fokus staatlicher und supranationaler Regulierungsbestrebungen - etwa im Rahmen der geplanten Kapitalmarktunion oder europäischer Cloud-Initiativen.
Die Veranstaltung analysiert diese Entwicklungen vor dem Hintergrund politökonomischer Debatten: Folgt die aktuelle Phase noch neoliberalen Marktlogiken, oder markiert sie den Übergang zu einem monopolistischen oder sogar „neofeudalen“ Kapitalismus? Wie verhalten sich die Machtstrukturen der Plattformkonzerne im Vergleich zu den traditionellen Akteuren des Finanzsektors (Vermögensverwalter, Investmentfonds, Banken)? Welche Rolle spielen ideologische Narrative, Medienkonzentration, Sprachmodelle („künstliche Intelligenz“) und die zunehmende politische Einflussnahme von Tech-Milliardären? Und wie lässt sich die anhaltende Präsenz neoliberaler Politikinstrumente (z. B. Haushaltskonsolidierung, Deregulierung) mit der wachsenden Marktkonzentration vereinbaren - ebenso wie die destabilisierenden Effekte dezentraler Finanzinstrumente?
Im 3,5-stündigen Format wird eine kompakte Einführung mit interaktiven Diskussionsphasen kombiniert. In Kleingruppen und im Plenum wird diskutiert: Handelt es sich bei der aktuellen Tech-Dynamik um eine spekulative Blase mit Risiken für die Finanzstabilität oder um einen strukturellen Wandel? Welche regulatorischen, fiskalischen und demokratischen Antworten sind erforderlich? Abschließend werden emanzipatorische Politiken und alternative Wirtschaftsmodelle erörtert, die einer weiteren Konzentration von Wirtschafts- und Machtressourcen entgegenwirken können.

Um Voranmeldung unter biko@arranca.de wird gebeten.
Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

17.08.2026, 19:30 Uhr, L50 (Lassallestr. 50, Erfurt)
Der Begriff der abstrakten Arbeit in der Philosophie und im Marxismus
Arbeit gilt gemeinhin als eine sinnlich konkrete Tätigkeit. Dass der Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft auch eine Dimension des Abstrakten anhaftet, ist keineswegs selbstverständlich. Den Klassikern der Arbeitswerttheorie ist sie verborgen geblieben, obwohl sie den abstrakten Wert durch die Arbeit hervorgebracht sahen. Erst durch Hegel findet theoretische Bestimmung der abstrakten Seite der Arbeit statt. Mit dem Begriff der abstrakten Arbeit nähert sich Hegel der abstrakten Dimension an, um sie zugleich als Quelle des ökonomischen Werts vorzustellen. Allerdings verknüpft er derart verschiedene Inhalte mit seinem Begriff der abstrakten Arbeit, dass seine werttheoretische Begründungsfunktion erhebliche Inkonsistenzen aufweist.
Das Problem setzt sich bei Marx fort. Einerseits unterscheidet sich der Begriff in den Frühschriften kategorial von jenem, der in den Schriften ab 1858 zur Begründung der Werttheorie verwendet wird. Andererseits ordnet Marx auch seinem späten Begriff inkompatible Bestimmungen zu. Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass im Marxismus ein heftiger Streit darüber entbrannt ist, wie der Begriff der abstrakten Arbeit akkurat aufzufassen sei.
Dieser Streit mag von außen betrachtet nur für akademische Debatten relevant sein, doch erschließt sich seine Bedeutung, sobald man sich die theoretische Funktion des Begriffs der abstrakten Arbeit innerhalb der Marxschen Theorie vor Augen führt. Sie besteht darin, dass Marx’ später Begriff abstrakte Arbeit als wertbildende Substanz konzipiert. Damit besitzt die abstrakte Arbeit den Status einer sozio-ökonomischen Basiskategorie, ohne die die wesentlichen Elemente der kapitalistischen Produktionsweise (Wert, Tauschwert, Geld, Mehrwert, Verwertung, Kapital) nicht verstanden werden können. Deswegen hebt Marx hervor, dass er das Verhältnis von konkreter und abstrakter Arbeit als »Springpunkt« ansieht, »um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht«. Entsprechend bedeutsam ist der Streit um die Kategorie der abstrakten Arbeit. Gleichzeitig offenbart der Blick auf die Resultate der Debatten, dass sie zu keinem tragfähigen Begriff geführt haben. Stattdessen sieht man sich mit einer irritierenden Menge inhaltlich unterschiedlich gefasster Begriffe der abstrakten Arbeit konfrontiert.
Christian Höner schlägt in seiner 2026 verteidigten Dissertation eine neue, kohärentere Bestimmung des Begriffs der abstrakten Arbeit vor, die sich theoretisch zwischen einer rein naturalistischen und einer rein relationalistischen Auffassung verortet. Bei der Veranstaltung stellt er diese zur Diskussion.
mehr: Biko

20.08.2026, 19:00 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Räume des Erinnerns schaffen!
Podiumsgespräch mit der Soligruppe 9. Oktober zum antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Anschlag von Halle und Wiedersdorf

Am 09. Oktober 2019 ereignete sich der rechtsterroristische Anschlag von Halle und Wiedersdorf, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren. In dem Prozess im darauf folgenden Jahr nahmen die Überlebenden beispiellose Mühen auf sich, um auf die omnipräsente Gefahr von Rechtsterrorismus, die Rolle der antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Ideologie des Täters sowie deren Verankerung in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Sie kreideten das staatliche Versagen im Umgang in all diesen Bereichen an.

Etwa ein Jahr nach dem Anschlag wurde der Täter zur Höchststrafe verurteilt: lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Doch der staatliche und gesellschaftliche Wandel, der zur Prävention rechtsterroristischer Anschläge nötig wäre, bleibt aus.

Die Ursachen hierfür sind auf verschiedenen Ebenen zu suchen. Zum einen weist der Prozess eklatante Lücken auf: Das Versagen der Polizei während und unmittelbar nach dem Anschlag wurde ebenso wenig hinlänglich aufgeklärt wie die lückenhafte Ermittlungsarbeit der Polizeibehörden im Nachgang an die Tat. Die rassistischen Mordversuche an Aftax I. und İsmet Tekin wurden nicht anerkannt. Das Bild des Einzeltäters blieb trotz etlicher Indizien auf eine breite Online-Vernetzung nahezu unangetastet. Auch berichten Überlebende wie sie mit extremen Hürden zu kämpfen hatten, um ausreichend psychologische und finanzielle Unterstützung zu erlangen.

Des Weiteren nahm auch das öffentliche Interesse an den Betroffenen rasant ab, nachdem der Prozess beendet war. Doch die Grundlage für Taten wie den Anschlag von Halle bestehen weiter: Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus sind tief gesellschaftlich verankert und bieten einen Nährboden für rechte Ideologien. Dies schlägt sich auch in den steigenden Zustimmungswerten der AfD in Sachsen-Anhalt sowie im Rest von Deutschland nieder.

Wie kann es gelingen, Überlebende und Angehörige von Opfern rechten Terrors angemessen und solidarisch zu unterstützen? Was müssen Gesellschaft und Staat leisten, um Taten wie denen von Halle vorzubeugen? - Fragen wie diese werden wir bei unserem Podiumsgespräch „Räume des Erinnerns schaffen!“ besprechen. Hierfür sprechen wir mit Nathan B. (Überlebender des antisemitischen, rassistischen und misogynen Terroranschlags in Halle und Wiedersdorf an Yom Kippur 5780, dem 9. Oktober 2019 und Mitglied der Soligruppe 9. Oktober) und Rachel Spicker (Systemische Beraterin, Prozessbegleiterin, Unterstützerin und Mitglied der Soligruppe 9. Oktober ). Beide setzen sich seit Jahren in der Soligruppe 9. Oktober für Aufarbeitung, solidarische Unterstützungsarbeit und gesellschaftlichen Wandel ein.

Hinweis: Für eine solidarische Betroffenenunterstützung braucht es Geld! Deshalb sammeln wir am 20. August Geld für die Soligruppe 9. Oktober und das TEKİEZ (Raum des Erinnerns und der Solidarität in Halle). Wenn ihr also etwas entbehren könnt, wäre es toll, wenn ihr eine kleine Spende mitbringt.
mehr: https://oaterfurt.noblogs.org/

21.08.2026, 17:00 Uhr, Gemeindehaus Martini-Luther (Nikolausstraße 8, Erfurt)
"Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" - Lesung mit Karsten Krampitz
"Eine bewegende Geschichte über Selbstbestimmung, Gemeinschaft und den Mut zur Freiheit im Thüringen der späten 70er-Jahre.

Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche.
So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird - Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit."

Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Evangelische Kirchengemeinde Martini-Luther in Erfurt, der Contineo Buchhandlung und der Stadtverwaltung Erfurt.

Das Gemeindehaus ist barrierearm und Menschen im Rollstuhl sind herzlich eingeladen! Eintritt ist frei
mehr: Evangelische Kirchengemeinde Martini-Luther in Erfurt

21./22. August 2026, Schotterwerk, Lausche
Open-Air, bitte sehr!
Endlich wieder "Sommer in Lauscha"!

Zum elften Mal gibt’s diy-Punk-total in Lauscha mit Zelten, Fassbier, Hund, Maus, Kegel und Familienangehörigen der Lauscha-Punx-Gang aller Altersgruppen etc. Lohnt sich!

21.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
Soherbenland
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

22.08.2026
CSD Mühlhausen

27.08.2026
Neuer Termin

27.08.2026
Neuer Termin

28.08.2026, 21:00 Uhr, Kalif Storch (Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt)
DJ Ahmet
OPEN AIR KINO x SCHAMBROWSKI
Jeden Freitag vom 10.07.-28.08.

Ort: Kalif Storch, Hof
Einlass: 20:00
Start: 21:00

Der Sommer ist zurück - und mit ihm unser Sommerkino!

Gemeinsam mit dem Schambrowski zeigen wir euch auch dieses Jahr wieder viele tolle und
verschiedene Filme in unserem Hof. Freut euch auf kühle Drinks, frisches Popcorn und Slushies
und das ein oder andere Special.

Kommt vorbei, macht es euch gemütlich und startet mit uns entspannt ins Wochenende.

Wir freuen uns auf euch!

Eintritt: frei

28.8.2026, 16:00 - 19:30, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Workshop: Neoliberale Ideologie mit Björn Oellers
Die neoliberale Lehre hat einen autoritären Gehalt. Ihrem Bekenntnis nach soll sie dem Individuum und der Freiheit dienen. Doch ihre Konsequenzen sind gegen Individuum und Freiheit gerichtet. Dies lässt sich an den Schriften eines der führenden neoliberalen Autoren, Friedrich August von Hayek, zeigen. Er will „freiwillige Konformität“ und die „Anpassung des Individuums“ an die bestehenden Verhältnisse, an eine Wettbewerbsordnung, die durch einen starken Akteur, letztlich den Staat, durchzusetzen ist. Es ist dieser autoritäre Gehalt des Neoliberalismus, an den rechte Parteien anknüpfen können.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten gibt es eine Einführung in die neoliberale Lehre am Beispiel Hayeks. Im zweiten Teil werden Auszüge aus Hayeks Schriften gelesen und diskutiert.

Um Voranmeldung unter biko@arranca.de wird gebeten.

Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.
mehr: Biko

29.08.2026, Gotha, tba
CSD Gotha
tba

30.08.2026, 13:00 Uhr, Altenburg
CSD Altenburg
weitere Infos bisher nicht bekannt

05.09.2026
CSD Erfurt
mehr: https://csderfurt.de/

09.09.2026, 11:00 Uhr, Erinnerungsort Topf & Söhne (Sorbenweg 7, Erfurt)
Zeitzeugengespräch mit der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler
„Ich erzähle über mein Leben, um junge Menschen zum Engagement für eine gerechte, humane Art des Zusammenlebens zu ermutigen“

ausführlicher Ankündigungstext beim Erinnerungsort.

In Zusammenarbeit mit Konrad-Adenauer-Stiftung und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

WICHTIG: Anmeldung erforderlich fsj.topfundsoehne@erfurt.de
mehr: Erinenrungsort Topf und Söhne

10.-13. Septembert 2026, bei Erfurt, bei Erfurt
Zeit zu Denken II - Antifakongress
Es kommen härtere Tage - zur Krise des Neoliberalismus

Infos folgen
mehr: https://zeitzudenken.arranca.de

11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

12.09.2026, 13:30 Uhr, Bahnhofsvorplatz Nordhausen
CSD Nordhausen
Demonstration mit Redebeiträgen, Stände mit Give-Aways, Infomaterialien, Essen & Trinken sowie Möglichkeiten zum kreativ werden, danach Aftershowparty mit allem was das musikalische Herz begehrt

12.09.2026
CSD Eisenach

13.09.2026, 13:30 - 17:00, Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, 98617 Meiningen
Wanderung zur Bakuninhütte mit Picknick
mehr: Wanderverein Bakunin-Hütte

17.09.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Als Punk in der NVA - Wehrpflicht in der DDR
Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.
Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in "erhöhte Gefechtsbereitschaft" versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.
Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.

18.09.2026, 19:30 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Buchenwald im Kreuzfeuer. Über die Entwicklungen in deutschen Gedenkstätten
Vortrag von Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld:

"Am Wochenende 11./12. April wollten zum 81. Jahrestag der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Weimar linke Antisemiten unter dem Kampagnenmotto „Kufiyas in Buchenwald“ ein Gedenkwochenende veranstalten und am Sonntag demonstrieren. Der große Showdown blieb aus, da die Organisatoren kurzfristig alle Veranstaltungen absagten. Dennoch war die mediale Rezeption so groß, dass die Kampagne auch ohne ihr Gedenkwochenende das Ganze als großen Erfolg verbuchen konnte, zumal man die Gedenkstättenleitung zu weiteren Eingeständnissen nötigte (bspw. Nationalfahnenverbot am Tag der Befreiung von Buchenwald). Das Interesse daran blieb in der (radikalen) Linken überschaubar. Dabei reiht sich dieser in eine vermehrte Anzahl von Angriffen auf das Gedenken sowie Gedenkstätten ein, wie eine Handreichung der RIAS unterstreicht.

Dass die Angriffe immer häufiger von links kommen - quasi als postkoloniale Variante des „Vogelschiesses“ -, lässt sich auch in der Causa Buchenwald beobachten. Die Vorgeschichte reicht bis ins vergangene Jahr und ist in der Öffentlichkeit spätestens seit dem August 2025 mit der Klage einer Trägerin des Palituchs gegen die Gedenkstätte Buchenwald bekannt. Diese Klage und die Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ sind Anlass, sich mit der deutschen Erinnerungspolitik auseinanderzusetzen, die Entwicklungen in den Gedenkstätten aufzuzeigen und die Hintergründe sowohl des Kufiya-Verbots als auch seiner Kritik zu beleuchten.

Richard-Hellmut Stoenescu und Kevin Holfeld haben beide Neuere und Zeitgeschichte u.a. in Dresden und Potsdam studiert.

Eine Veranstaltung von Dissens Erfurt und der Pirnaer Autonomen Linken."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

19.09.2026, Ilmenau
CSD Ilmenau

25.-27.9.2026, Jena
Tagung für anarchistische Studien
"In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften der FSU Jena veranstalten wir eine kleine Tagung für anarchistische Studien in Anschluss an die Myzelium-Tagung im März 2026 (myzelium-tagung.de).

Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten planen wir mit maximal 50 Teilnehmenden. Dazu freuen wir uns über Anmeldungen bis 31. August unter: orga@myzelium-tagung.de. Das Interesse am Thema zählt und nicht der Status der Personen.

Wir planen acht Beiträge (Vorträge und Workshops), sowie Raum für gemeinsamen Austausch.

Das Programm wird bis 28. August zusammengestellt und den angemeldeten Teilnehmende veröffentlicht.

Die Tagung ist selbstorganisiert, unkommerziell und ausschließlich Spenden-finanziert. Sie orientiert sich an wissenschaftlichen Standards ohne vorrangig bzw. ausschließlich akademisch zu sein.
mehr: Myzelium Tagung

26.09.2026, Gera
CSD Gera
mehr: https://csd-gera.de/

26.09.2026, Nilos Café (Erfurt, hinter der Krämerbrücke)
Bad Time Poetry
... weiteres demnächst ...

zweites Quartal 2026
Buchvorstellung »Diversität unter Beschuss«
... in Planung, weiteres demnächst ...

12.10.2026, 18:30 Uhr, [kany] (Thälmannstr. 28, 99085 Erfurt)
„Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ Zum Verhältnis von Antiimperialismus, Antinationalismus und Antideutscher Kritik
Vortrag und Diskussion mit Julian Bierwirth

eine Veranstaltung im Rahmen der Alternativen Studieneinführungstage „Nächste Ecke Links“
mehr: Falken Erfurt

15.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Collage zu Neoliberalismus
Zum Abschluss einer Veranstaltungsreihe zu Neoliberalismus seht ihr eine von uns zusammengestellte Collage, die zum einen Erkenntnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammenträgt und zum anderen mit Gesprächen, Bildern, Filmausschnitten und Musik einen genaueren Blick auf Neoliberalismus in allen Lebensbereichen wirft. Nicht kreativ und innovativ, sondern polemisch und kritisch ist der Abend nicht Abschluss eines zeitlich begrenzten Projektes, sondern als Kritik des Neoliberalismus Teil unserer Arbeit der Kritik der Menschenfeindlichkeit mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus.
mehr: Biko

17.10.-01.11.2026, Erfurt, linke Orte und andere
Nächste Ecke links - Alternative Einführungstage Erfurt
Mehr Infos und Orientierung auf dem Blog, wenns soweit ist!
mehr: NäLi Blog

18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

19.10.2026, 19:30 Uhr, FH Erfurt
Was ist Kritische Soziale Arbeit?
»Dir werd’ ich helfen!« ist ein geflügeltes Wort unter Sozialarbeiter*innen. Es verweist darauf, dass Hilfe oft nicht so unschuldig daherkommt, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn jede Hilfe ist damit verwoben, die Hilfesuchenden als Verursacher*innen sozialer Probleme zu betrachten und zu kontrollieren. In den späten 1960er-Jahren haben linke Sozialarbeiter*innen auf diese Beobachtung mit der Entwicklung einer Kritischen Sozialen Arbeit reagiert. Es ging darum, die Rolle der Sozialen Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft zu begreifen und gemeinsam eine Praxis zu entwickeln, bei der eben nicht Kontrolle und Befriedung, sondern Befreiung im Zentrum steht. Bei der Veranstaltung spricht Barbara Schäuble darüber, wie eine aktuelle Kritische Soziale Arbeit aussehen kann. Neben fachlichen Fragen geht es auch darum, Sozialarbeiter*innen zusammen zu bringen, die in der aktuellen Situation kritisch im und am Sozialstaat arbeiten wollen.

Barbara Schäuble ist Professorin für diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis an der Alice Salomon Hochschule Berlin und hat mit Ulrike Eichinger das Buch »Konfliktanalysen: Element einer kritischen Sozialen Arbeit« (Wiesbaden 2022) herausgegeben. Das Bildungskollektiv Biko ist ein kleiner linker Bildungsträger aus Erfurt. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Fachschaftsrat Angewandte Sozialwissenschaften und dem Biko statt.
mehr: im Rahmen der alternativen Studieneinführungstage »Nächste Ecke Links«

22.10.2026, 18:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
"Islambilder der Neuen Rechten" - Vortrag
Dissens lädt ein: "Schweineköpfe vor Moscheen, Diffamierung von Muslimen als "Messermänner", Rettung des Abendlandes vor "Islamisierung". Die AfD und die Neue Rechte sind für ihren offen zur Schau gestellten Hass auf Muslim:innen bekannt. Doch wie kann es sein, dass dasselbe Milieu immer wieder mit dem Islam liebäugelt, ihn für seinen Konservatismus beneidet, oder die Queerfeindlichkeit muslimischer Länder und bestimmter muslimischer Communities feiert?
In dem Vortrag wollen wir zum einen klären, was die Neue Rechte überhaupt ist und in welchem Verhältnis sie zur AfD steht. Zum anderen werfen wir einen Blick auf jene ambivalenten Islambilder der Neuen Rechten. Der Vortrag wird zeigen, dass der mit religionskritischer Verve vorgetragene Hass auf den Islam eine relativ neue Erscheinung in der deutschen Rechten ist und dagegen die Faszination für den Islam und muslimische Gesellschaften eine lange Tradition hat."
mehr: DISSENS - Antifa Erfurt

29.10.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Fortschritt als Fehlschritt
Der Fortschritt ist seit Menschengedenken ein heftig umkämpftes Terrain. Von Platon und Aristoteles über Herder, Nietzsche und Kant bis hin zu Marx, Popper und Foucault - kein bedeutender Denker konnte sich diesem Thema entziehen.

Heute, in Zeiten tiefer Verunsicherung und Zukunftsängsten, ist der Fortschritt in Verruf geraten. Annette Schlemm erklärt im Buch »Fortschritt als Fehlschritt«, warum er für emanzipatorisches Denken und Handeln trotzdem wichtig ist und formuliert eine rettende Kritik.

Annette Schlemm ist Philosophin und hat lange mit der Zukunftswerkstatt Jena die politischen Diskurse in Thüringen beeinflusst. Sie betreibt den Blog »Philosophenstübchen«.
mehr: »Fortschritt als Fehlschritt« beim Schmetterlin-Verlag

2. Quartal 2026
Film und Gespräch: Die zärtliche Revolution
... weitere Infos demnächst ...

03.11.2026, 19:30 Uhr
»Bilitik und Poldung« am Beispiel feministischer Politik und Bildung bei Ladyfesten
... weiteres demnächst ...

06.-07.11.2026, Nordhausen
35. Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen
alles in Planung ... Infos dann wie immer recht knapp auf der website
mehr: Ratschlag Thüringen

08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1

Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"

17.11.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Liederabend zum Thema »Rausch«
... weiteres demnächst ...