16.06.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Flucht und Zugehörigkeit in Marseille - Eine Reise durch das 20. und 21. Jahrhundert in Bildern und Textausschnitten
Bis zur Besetzung durch deutsche Truppen im November 1942 war Marseille Sammelpunkt für tausende Verfolge des Naziregimes. Die Situation in der Stadt wird in zahlreichen Büchern verhandelt, für die 1930er- und 1940er-Jahre u.A. von Lisa Fittko, Anna Seghers
und Johannes-Mario Simmel. Geschichten und Kämpfe um Migration und Zugehörigkeit scheinen sich hier zu verdichten - auch über die Situation zur Zeit des NS hinaus, wie neuere Werke wie die Marseille-Trilogie von Jean-Claude Izzo und mehrere Dokus und Serien über die Stadt zeigen.
In Filmausschnitten, Texten und anderen Fragmenten sollen historische Kämpfe um Flucht und Zugehörigkeit (in Marseille) sichtbar und diskutierbar werden.
Eine Veranstaltung des Biko in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.
18.06.2026, 18:00 Uhr, ACC-Galerie (Burgplatz 1, Weimar)
Was du kriegen kannst - Lesung und Gespräch mit Clemens Böckmann
Wer ist diese Frau? Ihre Stasi-Akten beschreiben Uta als „groß“, „schlank“, „sehr intelligent, z. T. auch sehr raffiniert“. Sie nennen sie „mannstoll“ und notieren, dass sie „sehr viel raucht und auch viel Alkohol verkonsumiert“. Aber ist das schon alles? Wie kann man einen Menschen voller Hoffnung und Lust beschreiben, der in die Widersprüche seiner Zeit gerät? Über vierzig Jahre war Uta Sexarbeiterin. Seit 1971 von der Stasi auf Männer angesetzt, war sie dabei Täterin und Opfer zugleich. In Clemens Böckmanns die Geschichte aufwühlendem Roman erzählen er, sie und die Akten gemeinsam ein Leben. Die Schauplätze des Romans sind u.a. Zwickau, Leipzig und Chemnitz, die Hotels der Messestadt, die Bars der Republik und verdeckte Wohnungen. Dabei gibt es keine Wahrheit über die DDR oder die Ausbeutung als Frau - aber Aufmerksamkeit für einen von allen vergessenen Menschen. In der Veranstaltung soll das Buch im Gespräch mit Clemens Böckmann vorgestellt und Auszüge aus dem Roman gelesen werden.
Clemens Böckmann arbeitet als Autor, Filmemacher und Herausgeber in Leipzig. Er ist sowohl im hochroth Verlagskollektiv als auch in der Christian-Geissler-Gesellschaft tätig.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Bildungskollektivs, der ACC Galerie Weimar und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Eintritt frei.
18.06.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Zur aktuelle Lage in Rojhilat und zur Iranischen Exilopposition - Vortrag und Diskussion mit Journalist Gordyaen B. Jermayi
Seit einem erneuten Aufflammen von Protesten im Dezember 2025 und Januar 2026 überschlagen sich im Iran die Ereignisse. Den Protestierenden schlug massive Repressionen durch das Mullah-Regime entgegen, die in ein Massaker mündete, bei dem mehreren Zehntausende Menschen getötet wurden. Der daraufhin ausbrechende Krieg mit den USA und Israel hält bis heute an.
Wir fragen uns: Wie ist die aktuelle politische Situation im Iran einzuschätzen? Welche Entwicklungen prägen derzeit Rojhelat (Ost-Kurdistan)? Welche Perspektiven gibt es für oppositionelle Bewegungen - im Iran selbst und im Exil?
Diesen Fragen wollen wir gemeinsam mit dem kurdischen Journalisten Gordyaen Benyamin Jermayi nachgehen. Er wurde in Urmia in Rojhelat geboren und ist dort aufgewachsen. Heute lebt er im Exil in Deutschland, in Jena, und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Repression und Gewalt gegen Kurd*innen im Iran. Er arbeitet unter anderem für Hengaw, eine in Norwegen ansässige kurdische Menschenrechtsorganisation, die regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen und politische Repression im Iran berichtet. Außerdem ist er bei Pena-ger e.V. engagiert, einem Verein der Online-Beratung für Geflüchtete organisiert.
Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden, Verdolmetschung ins Deutsche wir bereit gestellt. Verdolmetschung ins Kurdische ist noch unsicher, falls diese benötigt wird, bitte bei alo-salam@riseup.net melden.
18.06.2026, 19:00 Uhr, TaF - Treff am Fichteplatz (Fichteplatz 9, Jena)
Treff.Sozial zu Widerstandsstrategien in der Sozialen Arbeit
Thema?
Widerstandsstrategien in der Sozialen Arbeit
- Input und Austausch zur Einmischung und Organisierung in der Sozialen Arbeit. Wie können wir widerständisch, antifaschistisch gegen rechte, repressive Politik handeln?
Zusammen mit Josina Monteiro möchten wir ihren neu erschienenen Artikel "Widerstandsstrategien in der Sozialen Arbeit - ein Plädoyer für Organisierung und Einmischung" als Anhaltspunkt für unseren Austausch nehmen.
Was ist der Treff.Sozial?
Ein Bildungs- und Vernetzungsformat für Soziale Arbeit. Wir wollen raus aus der Vereinzelung & rein in den trägerübergreifenden und hochschulunabhängigen Austausch!
In unserer Vision ist der Treff.Sozial...
...aktuell noch recht ergebnisoffen.
...selbstorganisiert, d.h. basierend auf gemeinsamer Verantwortungsübernahme & gemeinsamer Ausgestaltung.
...praxisnah.
...ein Format, dass widerständige Ansätze für Soziale Arbeit mit klarem politischen Anspruch in den Blick nimmt.
Wir Sozialarbeitenden dürfen keine Ungerechtigkeiten dulden. Wir wirken aktiv auf gesellschaftliche Verhältnisse ein & müssen sie mitgestalten.
Dafür braucht es solidarische Zusammenschlüsse & einen gemeinsamen Kampf!
18.06.2026, 19:30 Uhr, Offene Arbeit Erfurt (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus)
Zur aktuelle Lage in Rojhilat und zur Iranischen Exilopposition - Vortrag und Diskussion mit Journalist Gordyaen B. Jermayi
Seit einem erneuten Aufflammen von Protesten im Dezember 2025 und Januar 2026 überschlagen sich im Iran die Ereignisse. Den Protestierenden schlug massive Repressionen durch das Mullah-Regime entgegen, die in ein Massaker mündete, bei dem mehreren Zehntausende Menschen getötet wurden. Der daraufhin ausbrechende Krieg mit den USA und Israel hält bis heute an.
Wir fragen uns: Wie ist die aktuelle politische Situation im Iran einzuschätzen? Welche Entwicklungen prägen derzeit Rojhelat (Ost-Kurdistan)? Welche Perspektiven gibt es für oppositionelle Bewegungen - im Iran selbst und im Exil?
Diesen Fragen wollen wir gemeinsam mit dem kurdischen Journalisten Gordyaen Benyamin Jermayi nachgehen. Er wurde in Urmia in Rojhelat geboren und ist dort aufgewachsen. Heute lebt er im Exil in Deutschland, in Jena, und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Repression und Gewalt gegen Kurd*innen im Iran. Er arbeitet unter anderem für Hengaw, eine in Norwegen ansässige kurdische Menschenrechtsorganisation, die regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen und politische Repression im Iran berichtet. Außerdem ist er bei Pena-ger e.V. engagiert, einem Verein der Online-Beratung für Geflüchtete organisiert.
Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden, Verdolmetschung ins Deutsche wir bereit gestellt. Verdolmetschung ins Kurdische ist noch unsicher, falls diese benötigt wird, bitte bei alo-salam@riseup.net melden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Biko, der Offenen Arbeit Erfurt und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.
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On the current Situation in Rojhilat and on the Iranian opposition in exile - Input and discussion with journalist Gordyaen B. Jermayi
Since a renewed outbreak of protests in December 2025 and January 2026, events in Iran have been unfolding at a rapid pace. The protesters faced massive repression by the mullah regime, which culminated in a massacre in which tens of thousands of people were killed. The war with the U.S. and Israel that broke out as a result continues to this day.
We will discuss: How should the current political situation in Iran be assessed? What developments are currently shaping Rojhilat (Eastern Kurdistan)? What prospects exist for opposition movements—both within Iran and in exile?
We will explore these questions together with Kurdish journalist Gordyaen Benyamin Jermayi. He was born in Urmia in Rojhelat and grew up there. Today he lives in exile in Germany, in Jena, and focuses his work on repression and violence against Kurds in Iran. Among other things, he works for Hengaw, a Norway-based Kurdish human rights organization that regularly reports on human rights violations and political repression in Iran. He is also involved with Pena-ger e.V., an association that organizes online counseling for refugees.
The event will be held in English; interpretation into German will be provided. We are not yet sure yet if interpretation into Kurdish can be provided; if it is required, please contact alo-salam@riseup.net.
18.06.2026, 18:00 Uhr
Historische Radtour "Erfurt im Nationalsozialismus"
Treffpunkt: Thüringenhalle
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
20.06.2026 - Zeit und start Ort tba
CSD Jena
26./27.6. und 14./15.8., Erfurt und Frankfurt
Geteilte Erinnerung? Lokalgeschichtliche Perspektiven auf den Nationalsozialismus in Thüringen und H
Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 entwickelten sich nicht nur die Gesellschaft und die Wirtschaft in beiden Deutschen Staaten unterschiedlich, auch die Erinnerung an den Nationalsozialismus war sehr unterschiedlich.
Seit der Vereinigung von Ost und West zu einem Staat im Jahr 1990 gibt es zwar nur noch eine staatliche Erinnerungspolitik, die lokale Erinnerungskultur und -praxis ist vor Ort aber immer noch von den unterschiedlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Diskursen geprägt.
Im Seminar wollen wir den Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den lokalen Diskursen über die Geschichte des Nationalsozialismus auf den Grund gehen. Beispielhaft in Erfurt (Thüringen) und Frankfurt (Hessen) wollen wir die lokale Geschichtsarbeit erkunden. Die Teilnehmenden sollen die Möglichkeit haben, die eigenen Perspektiven zu reflektieren und die Bildungspraxis in der anderen Stadt kennen zu lernen, wobei ein Schwerpunkt auf der Geschichtsvermittlung mithilfe des Mediums der öffentlichen Stadtrundgänge liegen soll.
Das Doppelseminar richtet sich an alle Interessierten, die sich im lokalen Kontext für die Geschichte des Nationalsozialismus interessieren und/oder selbst ehrenamtlich in der historisch-politischen Bildungsarbeit aktiv sind. An jedem Seminar können insgesamt 13 Personen teilnehmen (8 Angereiste und 5 von vor Ort). Die Teilnahme an beiden Seminaren ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Beide Seminare können auch unabhängig voneinander besucht werde
Die Anreise erfolgt in der Gruppe. Anmeldungen unter: quer@dgb-bwt.de
Die Kosten für das Seminar werden übernommen, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
27.06.2026
CSD Weimar
28.06.2026
CSD Ilmenau
17.07.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang anlässlich des 90. Jahrestages des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs
Treffpunkt: Domplatz
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
13.08.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Frauen im Nationalsozialismus"
Treffpunkt: Fischmarkt
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
22.08.2026
CSD Mühlhausen
28.08.2026
CSD Gotha
05.09.2026
CSD Erfurt
Herbst 2026
Reihe zu Neoliberalismus
Wir wollen und im Herbst mit Neoliberalismus auseinandersetzen. Die genaue Planung steht noch aus, aber es zeichnet sich ab, dass wir über Ideologie und die konkrete Politik sprechen, über Kultur, Subjektivität und Beziehungen im Neoliberalismus. Dabei steht natürlich auch die Frage nach einem möglichen Ende (oder einer aktualisierten, noch autoritäreren Variante) des Neoliberalismus im Raum.
11.09.2026, 18:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang "Denk mal! Orte des Erinnerns an den Nationalsozialismus in Erfurt"
Treffpunkt: Reglerkirche in der Bahnhofstraße
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
13.09.2026
CSD Eisenach
17.09.2026, 19:30 Uhr
Wehrpflicht in der DDR
-- bisher nur lose geplant, weitere Infos folgen --
18.10.2026, 14:00 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180, Erfurt)
Historischer Stadtrundgang "Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus im Erfurter Norden"
Treffpunkt: veto, Magdeburger Allee 180
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"
08.11.2026, 15:00 Uhr
Historischer Stadtrundgang zu Antisemitismus im Nationalsozialismus anlässlich des Gedenkens an den Novemberpogrom von 1938
Treffpunkt: Synagoge am Max Cars Platz 1
Projektgruppe "Erfurt im Nationalsozialismus"